AMD Pinnacle Ridge: Ryzen 5 2500X & R3 2300X in Benchmark-Datenbank aufgetaucht
In der Benchmark-Datenbank von Geekbench sind die beiden Prozessoren Ryzen 5 2500X und Ryzen 3 2300X aufgetaucht, die in absehbarer Zukunft die Pinnacle-Ridge-Familie nach unten abrunden sollen. Geekbench nennt grobe Spezifikationen wie die Basis- und Boost-Taktraten. Letztere lägen bei 4,0 GHz plus XFR 2, sodass die Vierkerner günstige Gaming-Einstiegs-CPUs darstellen könnten.
Bereits seit Ende April ist klar, dass AMD seine Pinnacle-Ridge-Familie in Zukunft noch erweitern möchte. Bisher bietet der Chiphersteller ausschließlich Acht- und Sechskerner innerhalb des Refreshs an, aber noch keine Vierkerner. Mit solchen lassen sich Exemplare mit besonders vielen Fehlern noch zu Geld machen, zum Beispiel wenn ein CPU Complex (CCX) mehr als einen defekten Kern hat oder kaputte Cache-Zellen aufweist.
In der Datenbank vom Geekbench lassen sich inzwischen die ersten beiden Einträge für den Ryzen 5 2500X und den Ryzen 3 2300X finden (via Reddit). Wie immer sind nicht die Ergebnisse der synthetischen Benchmarks, sondern die dort angegebenen Spezifikationen das Interessante. Die vermerkten Basistaktraten decken sich mit früheren Listungen in Asrocks CPU-Support-Listen, aus denen beiden Prozessoren inzwischen aber schon wieder entfernt wurden. Geekbench nennt darüber hinaus die angeblichen Boost-Taktraten sowie die L3-Cache-Größen.
Sowohl der Ryzen 5 2500X als auch der Ryzen 3 2300X sollen auf dem Papier einen maximalen Boost-Takt von 4,0 GHz aufweisen (üblicherweise exklusive XFR 2 angegeben). Das wäre in beiden Fällen eine Steigerung von 300 MHz. Die Basisfrequenzen spielen bei den Ryzen-2000-CPUs in der Praxis kaum noch eine Rolle, da XFR 2 auf allen Kernen funktioniert und somit alle Rechenherzen näher am maximalen Boost oder sogar darüber hinaus takten. Das könnte die Vierkerner für den Einsatz in günstigen Spiele-PCs interessant machen, wo den Vorgängern vielleicht noch ein bisschen Takt für ein Rundum-Sorglos-Paket fehlte. Der Ryzen 5 2600 kostet zurzeit 180 Euro, der Ryzen 5 2400G knapp 150 Euro. Im Bereich der Raven-Ridge -APU sollte sich der Ryzen 5 2500X positionieren. Der Ryzen 3 2300X ohne SMT (4 Threads) ist näher an der 100-Euro-Marke zu erwarten.
Interessant: Geekbench gibt beim Ryzen 5 2500X anders als beim 1500X nur noch 8 statt 16 MiByte L3-Cache an. Damals entschied sich AMD für eine konsistente Performance innerhalb der Summit-Ridge-Familie dagegen, einen CCX mit vier Kernen komplett zu deaktivieren. Stattdessen wurden zwei Kerne je CCX deaktiviert und der L3-Cache komplett aktiv gelassen. Da die Raven-Ridge-APUs nur einen CCX haben, könnte AMD im Einsteigerbereich künftig auch Pinnacle-Ridge -CPUs mit einem komplett deaktivierten CCX anbieten - das ist aber noch reine Spekulation.
| Modell | Kerne/Threads | Basistakt | Boost (exkl. XFR) | L3-Cache | TDP |
|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 5 2500X* | 4/8 | 3,6 GHz | 4,0 GHz | 8 MiB | vmtl. 65 Watt |
| Ryzen 5 1500X | 4/8 | 3,5 GHz | 3,7 GHz | 16 MiB | 65 Watt |
| Ryzen 5 2400G | 4/8 | 3,6 GHz | 3,9 GHz | 4 MiB | 65 Watt |
| Ryzen 3 2300X* | 4/4 | 3,5 GHz | 4,0 GHz | 8 MiB | vmtl. 65 Watt |
| Ryzen 3 1300X | 4/4 | 3,5 GHz | 3,7 GHz | 8 MiB | 65 Watt |
| Ryzen 3 2200G | 4/4 | 3,5 GHz | 3,7 GHz | 8 MiB | 65 Watt |
*unbestätigte Spezifikationen

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was sich aus der Idee mit den CCX+IF alles rausholen läßt und wie gut das auch noch nach unten skaliert. Das war wohl wie ein Lottogewinn. Wobei ich natürlich nicht die Leistung der AMD-Ingenieure mindern will.