Geforce GTX 1050 (Ti) im Test: Pascal'sches Sparmodell ab 125 Euro (Update mit Multi-res Shading)

Nvidia Geforce-Portfolio mit deren aktueller GPU-Architektur "Pascal" war bisher nicht unter 200 Euro zu bekommen. Die Geforce GTX 1050 und 1050 Ti auf Basis des GP107-Chip ändern dies und runden mit Preisen ab 125 Euro die Geforce-10-Reihe nach unten hin ab. PCGH macht den Test, wieviel Spieleleistung Sie für diesen Preis erwarten dürfen und wie die Karten im Vergleich abschneiden.

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Geforce GTX 1050 (Ti) im Test: Pascal'sches Sparmodell ab 125 Euro (Update mit Multi-res Shading)
Quelle: PC Games Hardware

Bereits vor einer Woche hat Nvidia die technischen Details der Geforce GTX 1050 und der 1050 Ti preisgeben. Heute nun fällt der Startschuss für die Performance-Reviews samt unabhängiger Benchmarks der Pascal-Einsteigerkarte. In unserem Test verraten wir Ihnen das Wesentliche, was Sie über die Karte wissen müssen: Performance im Vergleich zu AMDs RX 470 sowie RX 460 auch in topaktuellen Titeln mit Low-Level-APis wie DirectX 12 und Vulkan.

Kurz zusammengefasst richten sich die Geforce GTX 1050 und die 1050 Ti an Full-HD-Spieler mit geringem Budget von 125 bis circa 155 Euro - so jedenfalls die Preisempfehlung von Nvidia. Da es weder ein Referenzmodell noch eine Founder's Edition geben wird (das Artwork ist laut Nvidia eine reine Renderphantasie), sind die Preise jedoch abhängig von den Vorstellungen der Partner und des Handels und so wird es speziell anfangs viele Angebote oberhalb von 155 Euro geben.

Aktuell sieht die grobe Preisklassifzierung für Käufer der aktuellen Geforce- (Pascal) oder Radeon-Generation (Polaris) damit wie folgt aus (Links in den PCGH-Preisvergleich):

• 1.300 Euro: Titan X (Pascal) - nur via Nvidia-Webshop
Ab 600 Euro: Geforce GTX 1080/8G
Ab 400 Euro: Geforce GTX 1070/8G
Ab 260 Euro: Geforce GTX 1060 6GB
Ab 250 Euro: Radeon RX 480/8G
Ab 220 Euro: Radeon RX 480/4G
Ab 200 Euro: Geforce GTX 1060 3GB
Ab 190 Euro: Radeon RX 470/4G
Ab ~155 Euro: Geforce GTX 1050 Ti/4G
Ab ~125 Euro: Geforce GTX 1050/2G

Ab 125 Euro: Radeon RX 460/4G
Ab 110 Euro: Radeon RX 460/2G

Die Geforce GTX 1050 (Ti) positioniert sich preislich damit in der Lücke zwischen AMDs RX 460 und 470, worauf die Radeon-Macher bereits mit inzwischen auch für Europa bestätigte 10-Euro-Preissenkungen bei RX 470 und 460 reagierten. Der Verkauf [Nachtrag 26.10.2016: der GTX 1050, nicht der Ti!] soll laut Nvidia ab dem 8. November starten, sodass die Preise Zeit haben werden, sich noch etwas einzupendeln. Doch spätestens ab 180 Euro träte die GTX 1050 Ti dann auch in direkte Konkurrenz zu AMDs RX 470/4G - und das ist aus Leistungssicht keine gute Idee ...

MSI/EVGA: Zwei verschiedene 1050-Ti-Modelle. Quelle: PC Games Hardware MSI/EVGA: Zwei verschiedene 1050-Ti-Modelle. Zum Test der GTX 1050 erreichten uns zwei Ti-Modelle, je eines von EVGA und MSI, ein non-Ti-Modell gab es vorab nicht. Die beiden Karten sind zwar übertaktet und auch im 3D-Betrieb recht leise, ansonsten könnten sie aber unterschiedlicher nicht sein. Wie unser Bild zeigt, ist das EVGA-Modell mit gerade einmal 15 Zentimetern Einbaulänge (die Platine ist sogar noch einmal 4 Millimeter kürzer) sogar kompakter als AMDs (deutlich flottere!) Radeon R9 Nano. Das Gaming-X-Modell von MSI hingegen bietet augenscheinlich mehr Reserven - nicht zuletzt nahegelegt durch einen bei EVGA nicht vorhandenen 6-Pol-Stromanschluss zum Netzteil - und benötigt mit 232 Millimetern Einbaulänge und knapp 120 Millimetern Höhe (über PCI-E Slot) deutlich mehr Platz im Gehäuse.

GeForce GTX 1050 Ti Block Diagram FINAL 1476829854 Quelle: Nvidia GeForce GTX 1050 Ti Block Diagram FINAL 1476829854 Weitere, wichtige Artikel zum Thema:
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Nvidia Geforce GTX 1050 Ti im Test: Spezifikationen

Herz und Hirn der Geforce GTX 1050 (Ti) ist der GP107-Grafikprozessor. Der inzwischen fünfte Pascal-Chip, zählt man den für Supercomputer & Co. gedachten GP100 mit, läuft als erster nicht bei TSMC, sondern in den Fabriken von Samsung vom Band. Dort wird in 14 anstelle von 16 Nanometer feinen Strukturen belichtet und den Nvidia-Angaben von Größe und Transistorzahl zufolge übertrifft man damit die Schaltungsdichte im vergleichbar kleinen Polaris-11-Chip von AMD mit 25,0 zu 24,19 Mio. Transistoren pro Quadratmillimeter knapp.

Über die inneren Werte der GP107 haben wir uns bereits zu Vorstellung der GTX 1050 ausgelassen, sodass wir hier auf eben jenen Artikel sowie die untenstehende Tabelle verweisen. Zu beachten sind eventuell folgende Dinge: Wie schon die GTX 1060 unterstützt auch die GTX 1050 (Ti) kein SLI und zudem sprach Nvidia während der Vorstellung etwas nebulös von drei Display-Anschlüssen, obwohl der Chip selbst mehr böte - hier warten wir noch auf Rückmeldung seitens Nvidia.

Modell Geforce GTX 970 Geforce GTX 1070 Geforce GTX 1060 6GB Geforce GTX 1050 Ti Geforce GTX 1050 Radeon RX 470 Radeon RX 460 Radeon R9 380X
Codename GM204-200 GP104-200 GP106-400 GP107 GP107 Polaris P10 Pro Polaris P11 Pro Tonga XT
Fertigung 28 nm TSMC 16 nm FinFET TSMC 16 nm FinFET TSMC 14 nm FinFET Samsung 14 nm FinFET Samsung 14 nm FinFET Samsung/GloFo 14 nm FinFET Samsung/GloFo 28 nm TSMC
DX-12-Feature-Level 12_1 12_1 12_1 12_1 12_1 12_0 12_0 12_0
Chipgröße (reiner Die) 398 mm² 314 mm² 200 mm² 132 mm² 132 mm² 232 mm² 124 mm² 359 mm²
Transistoren Grafikchip (Mio.) 5.200 7.200 4.400 3.300 3.300 5.700 3.000 5.000
Shader-/SIMD-/Textureinheiten 1.664/13/104 1.920/15/120 1.280/10/80 768/6/48 640/5/40 2.048/32/128 896/14/56 2.048/32/128
Raster-Endstufen (ROPs) 56 64 48 32 32 32 16 32
GPU-Basistakt (Megahertz) 1.050 1.506 1.506 1.290 1.354 920 1.090 unbekannt
GPU-Boost-Takt (Megahertz) 1.178 1.683 1.708 1.392 1.455 1.206 1.200 970
Rechenleistung SP/DP (Mrd./s)* 3.920/123 6.463/202 4.373/137 2.138/67 1.862/58 4.939/309 2.150/134 3.973/248
Durchsatz Pixel/Texel (Mrd./s)* 61,3/122,5 80,8/202,0 54,7/136,6 44,5/66,8 46,5/58,2 38,6/154,4 19,2/67,2 31,0/124,2
Speicheranbindung (Bit) 224 + 32 256 192 128 128 256 128 256
Geschw. Grafikspeicher (GT/s) 7,0 8,0 8,0 7,0 7,0 6,6 7 5,7
Speicherübertragung (GB/s) 196+28*** 256 192 112 112 211 112 256
Übliche Speichermenge (MiB) 3.584 + 512*** 8.192 6.144 4.096 2.048 4.096 2.048/4.096 4.096
PCI-Express-Stromanschlüsse 2 × 6-polig 1 × 8-polig 1 × 6-polig Je nach Karte 1 × 6-polig oder keiner Je nach Karte 1 × 6-polig oder keiner 1 × 6-polig Je nach Karte 1 × 6-polig oder keiner 2 × 6-polig
Typische Leistungsaufnahme lt. Hersteller <145 Watt <150 Watt 120 Watt 75 Watt (je nach Karte auch höhere Werte möglich) 75 Watt (je nach Karte auch höhere Werte möglich) 120 Watt 75 Watt (je nach Karte auch höhere Werte möglich) 190 Watt

**Auf Basis des Boost-/Max. Taktes **4-GiB-Modelle werkseitig mit 3,5 GT/s Speichergeschwindigkeit (224 GB/s) ***Speichersegmentierung, s. PCGH 04/2015

Nvidia Geforce GTX 1050 Ti: Leistungsaufnahme und Kühlung

Die Kühler der beiden Testkarten von MSI und EVGA unterscheiden sich deutlich, blockieren aber beide den benachbarten Steckkartenslot - und für optimale Luftzirkulation ist noch ein weiterer freier Slot anzuraten. Während die kompakte EVGA SC auf eine rundes Alu-Profil mit einem 11-blättrigen und 86 Millmeter durchmessenden Axial-Rotor setzt, nutzt MSI ein ausladenderes Design mit zwei Axiallüftern. Die GPU wird hier von einer kreuzenden 8-Millimeter-Heatpipe durchzogen, deren Enden jeweils von einem der ebenfall 86 Millimeter messenden Rotoren (à 14 Blätter) befächelt werden. Die Lautheitswerte der Partnerkarten sowie viele weitere Tests finden Sie im Rahmen einer Marktübersicht in einer der kommenden PCGH-Ausgaben. Subjektiv betrachtet arbeiten beide Karten sehr leise, aber unter der 1-Sone-Grenze dürfte nur MSIs Gaming X auch unter Dauerlast bleiben. Eine auffällige Tendenz zum Spulenfiepen oder anderen Störgeräuschen konnten wir im Test nicht feststellen.

Leistungsaufnahme GTX 1070 (FE) GTX 1060 6GB (FE) MSI GTX 1050 Ti/4G Gaming X EVGA GTX 1050 Ti/4G Superclocked Sapphire RX 460/4G Nitro OC RX 480
Leerlauf (Windows-Desktop) 8,5 Watt 6,5 Watt 5,5 Watt 5,1 Watt 7,5 Watt 15 Watt
Crysis 3 (1.920 × 1.080) 149 Watt 116 Watt 66 Watt 59 Watt 87 Watt 157 Watt
Anno 2070 (3.840 × 2.160) 148 Watt 120 Watt 75 Watt 56 Watt 95 Watt 160 Watt

Die per Nvidia-System-Management-Interface ausgelesene BIOS-Vorgaben, was den Stromverbrauch angeht, liegen bei 75 Watt für die EVGA-Karte und 95 für MSI. Im Hochlasttest Anno 2070 liegen unsere Messungen per Amperezange und PCI-Express-Extender (übrigens schon seit 2009 bei PCGH im Einsatz) jeweils ziemlich genau 20 Watt unter diesen Vorgaben. Der Stromfluss über die 12-Volt-Leitung des PCI-Express-Steckplatzes liegt mit maximal 4,8 A (EVGA SC in Crysis 3) voll auf der sicheren Seite, denn die relevante Spezifikation erlaubt 5,5 Ampere. Die MSI-Karte zieht im Test maximal 3,3 A über den Slot, der 6-Pol-Anschluss zum Netzteil wird mit maximal 2,9 A belastet (anderes Spiel, Summe aus beiden Maxima daher ungleich der Gesamt-Leistungsaufnahme). Der großzügige Watt-Puffer scheint eine Nvidia-Vorgabe zu sein und dient laut den Kaliforniern dazu, Variationen abzufedern und Reserven für Worst-Case-Szenarien beim Einbau zu haben.

Obacht: In beiden Review-Treibern und dem offiziellen Treiber 375.63 WHQL ist die Auslesefunktion speziell der Leerlauf-Leistungsaufnahme über Tools wie GPU-z, Nvidia Inspector oder MSI Afterburner fehlerhaft. Die Nvidia-Treiber liefern hier inkorrekte Werte, welche die Tools dazu veranlassen, 30 bis 50 Prozent Ausnutzung der TDP im Leerlauf anzuzeigen - die real gemessene Leistungsaufnahme ist wesentlich geringer. Nvidia ist der Bug bekannt und es wurde ein baldiger Treiber-Fix versprochen.

Eine Übertaktung lassen beide Karten zu, eine Erhöhung des Powerlimits nur das MSI-Modell mit zusätzlichem Stromstecker - auch dies offenbar eine Vorgabe, dass rein über den PCI-E-Slot versorgte Karten zwar übertaktet, aber nicht mit mehr Saft versorgt werden dürfen.

Nvidia Geforce GTX 1050 Ti im Test: Spiele-Leistung

Kommen wir zum Eingemachten: Die Performance der GTX 1050 Ti in Spielen. Dem avisierten Preisbereich und damit dem gesunden Menschenverstand folgend, beschränken wir die Leistungstests auf die verbreitete Full-HD-Auflösung mit 1.920 × 1.080 Pixeln. Für mehr - das sagen wir Ihnen gleich - ist die 1050 Ti selbst im übertakteten Zustand nur bei anspruchslosen, alten oder in der Detailstufe deutlich heruntergeregelten Spielen vernünftig zu gebrauchen. Bioshock Infinite (41 Fps in 1440p) oder Skyrim (57 Fps) wären solche Kandidaten. Auch in Doom und Overwatch messen wir noch mehr als 30 Fps in WQHD aka 1440p, doch für beide Shooter empfehlen wir, lieber 60 Fps anzupeilen.

Über unseren gesamtem Index betrachtet, sortiert sich die GTX 1050 Ti zwischen Radeon R9 380/2G und R9 380/4G bzw. GTX 770/4G ein. Die (günstigere) RX 460/4G wird um circa 30 Prozent geschlagen, die (teurere) RX 470/4G hingegen ist bereits über 50 Prozent schneller, ebenso die (noch etwas teurere) GTX 1060 3GB. Dank ihrer trotz der Unkenrufe im Vorfeld vorhandenen Taktfreudigkeit - MSI und EVGA liefen im Test meist mit knapp 1.700 MHz - können frei boostende Partner-Karten ohne Probleme noch 10 bis 15 Prozent auf die Basis-Performance draufpacken.

Weitere Erläuterungen finden Sie unterhalb dieses Benchmarks, den Sie wie alle neueren PCGH-Benchmarks übrigens konfigurieren können! Unsere Standard-Benchmarks finden wie immer mit höchstmöglichen Details und bester Texturqualität ("Hohe Qualität") im Treiber statt, jedoch ohne Features wie Gameworks (etwa verbesserte Haar-Darstellung in Witcher 3) oder GPU-Physx. Darüber hinaus testen wir die Referenzkarten mit den Standard-Boost-Taktraten, deren Erreichbarkeit in Spielen wir zuvor prüfen. Speziell einzelne Partnerkarten können teils aufgrund besserer Kühlung, teils aufgrund erhöhter Leistungsaufnahme höhere Taktraten erreichen.

Und für den Fall der Fälle, hier noch ein paar 3D-Mark-Werte des DX12 FL11_0-Benchmarks Time Spy, denen Sie wie üblich aber keinesfalls mehr Bedeutung beimessen sollten als unseren Spiele-Benchmarks. ;-) Apropos Feature-Level: Wie die restlichen Pascal-Karten auch unterstützt die GTX 1050 Ti DX12 FL12_1 und somit auch Asynchronous Compute als Feature von DX12 - und nach wie vor profitieren vergleichbare Radeon-Karten deutlich stärker von deren Nutzung, da Nvidia hierfür einen Context-Switch benötigt. Den kann Pascal zwar wesentlich schneller als Maxwell oder Kepler, aber wenig Zeit ist halt immer noch mehr als keine Zeit.

3DMark Time Spy (1440p) Graphics Score GT1 GT2
Radeon R9 Fury X/4G 5067 35,1 27,9
Geforce GTX 980 Ti/6G 4786 31,9 26,9
Geforce GTX 1060/6G 4071 26,9 23,0
Geforce GTX 980/4G 4064 27,0 22,9
Radeon RX 480/8G 3877 26,0 21,7
Geforce GTX 1060/3G 3584 23,5 20,5
Radeon RX 470/4G 3436 22,9 19,3
Geforce GTX 970/3,5+0,5G 3405 22,4 19,4
Radeon R9 380X/4G 2787 18,6 15,6
Geforce GTX 1050 Ti/4G 2382 15,8 13,4
Radeon RX 460/4G 1696 11,2 9,6
       
*Driver GF 368.81 - 375.63/RSCE 16.7.3 - 16.10.2      

Nvidia Geforce GTX 1050 Ti im Test: Overclocking und OC-Benchmarks

Wie erwähnt, unterscheiden sich die zwei im PCGH-Testlabor anwesenden Herstellerdesigns der Geforce GTX 1050 Ti deutlich. Ob sich MSIs Bemühungen, der GTX 1050 Ti Gaming X 4G eine starke Platine inklusive 6-Pol-Stromversorgung sowie Doppelbelüftung zu spendieren, in einem besseren Overclocking-Potenzial niederschlagen, haben wir nach Abschluss der übrigen Tests überprüft. Auf Basis zwei Karten ist selbstverständlich kein allgemeingültiges Fazit zum OC-Potenzial möglich, sondern allenfalls eine Tendenz erkennbar - und diese sieht MSI haarscharf im Vorteil gegenüber der sehr kompakten EVGA Geforce GTX 1050 Ti SC Gaming. Das fängt beim automatischen Boost an: Während die Gaming X gewöhnlich mit mindestens 1.750 MHz arbeitet, rangiert die SC Gaming bei höchstens 1.700 MHz. Die Differenz ist keineswegs fühlbar - wohl aber der Sprung vom Referenz-Boost (1.392 MHz). Der folgende Benchmark demonstriert, was die beiden Partnerkarten gegenüber der Nvidia-Vorlage und einigen Radeon-Grafikkarten leisten:

Wie Sie sehen, liegt das stabile Maximum bei 1.850 MHz für den Kern und 3.800 MHz für den Speicher. Diese Werte konnten wir unserem Sample der MSI GTX 1050 Ti Gaming X 4G entlocken; ab 1.900 respektive 3.900 MHz treten sporadische Abstürze auf. Die EVGA GTX 1050 Ti SC Gaming stemmt den gleichen Speichertakt, lässt sich jedoch nur zu guten 1.800 MHz Kerntakt überreden, mit 1.850 MHz werden Battlefield 1 & Co. instabil.

Interessant ist, dass sich das Powertarget bei der MSI-Karte um 125 Prozent erhöhen lässt, wenn man ein Tuning-Tool wie den Nvidia Inspector, MSI Afterburner oder EVGA Precision X bemüht. Das Powerlimit ist bei der Gaming X, ebenso wie die Kühlung, nie ein Limitfaktor. Anders sieht es bei der EVGA SC Gaming aus: Ihr Powerlimit lässt sich nicht über die 100-Prozent-Marke hieven - als Schutzmaßnahme, denn diese Grafikkarte wird allein über den PCIe-Steckplatz mit Strom versorgt. Falls Sie selbst bei derart günstigen Grafikkarten auf Overclocking Wert legen, sollten Sie folglich zu einem Modell mit zusätzlicher Stromversorgung vom Netzteil greifen.

[COLOR=textColor3]Update: Geforce GTX 1050 Ti: Multi-res Shading getestet

Einsteiger-Grafikkarten wie die Geforce GTX 1050 (Ti) erfordern es, die richtigen Stellschrauben zu drehen, um flüssige Bildraten zu erhalten. Das wissen auch die Geforce-Macher, weshalb sie Spiele-Entwickler dazu motivieren, die aus der VR-Entwicklung stammende Technik Multi-res Shading (MRS) auch in Nicht-VR-Spielen zu implementieren. Shadow Warrior 2 aus dem Hause Flying Wild Hog (Hard Reset) ist das erste Spiel, welches MRS auf Maxwell- und Pascal-Grafikkarten anbietet, mit zwei Herangehensweisen: Kein MRS (100 % Auflösung), Conservative (60 % Auflösung an den Rändern) und Aggressive (40 % Auflösung an den Rändern). Je aggressiver das Pixelsparen ausfällt, desto auffälliger ist der Detailverlust im peripheren Sichtfeld - die Bildschirmmitte wird stets mit der vollen Auflösung dargestellt.

Wir haben uns anhand der EVGA Geforce GTX 1050 Ti SC Gaming/4G angesehen, welche Leistungsgewinne durch das Pixelsparen am Bildschirmrand möglich sind. Dazu testen wir das Spiel in Full-HD-Auflösung am "Temple of Longing" mit maximalen Details. Die Ergebnisse können sich sehen lassen: Die konservative Einstellung, welche die Qualität nicht wesentlich verschlechtert, führt zu einer sechsprozentigen Fps-Steigerung, während aggressives MRS sogar 16 Prozent bessere Bildraten aus dem GP107 quetscht. Dennoch raten wir von der höchsten Stufe ab, denn hier ist der Übergang zwischen "Sparbereich" (Rand) und der Bildschirmmitte deutlich sichtbar; eine Bande ähnlich bilinearer Filterung liegt auf dem Bild. Die konservative Einstellung überblendet die Übergänge hingegen und ist daher - vor allem bei hohen nativen Auflösungen - einen Blick wert. Weitere Messungen zu Shadow Warrior 2 liefern wir in Kürze in einem gesonderten Artikel nach.

Nvidia Geforce GTX 1050 Ti im Test: Fazit

Für den sparsamen Full-HD-Spieler stimmt das Gesamtpaket Geforce GTX 1050 Ti: Feature-Set, Software inklusive der komfortablen Hintergrundaufzeichnung via Shadow-Play und natürlich die Spieleleistung sind ordentlich. Zwar sind nicht alle aktuellen Blockbuster in vollen Details mit mindestens 30 Fps möglich, doch mittels Detailreduktion vom Maximum auf (sehr) hoch lässt sich dieses Manko beheben - diese Kröte müssen Spieler mit schmalem Budget leider noch immer schlucken.

Ein optimales Preis-Leistungsverhältnis bietet der kleinste Pascal jedoch nicht, denn dazu ist der Preis der Ti-Version mit einem Minimum von 155 Euro noch zu hoch und bezogen auf die 1080p-Auflösung bieten Radeon RX 470/4G und Geforce GTX 1060 3GB die meisten Fps pro Euro. Im Bereich bis 160 Euro jedoch bietet die Geforce GTX 1050 Ti das beste Preis-Leistungsverhältnis der von PC Games Hardware getesteten Modelle. Das liegt zum einen an den hohen Abverkaufspreisen der alten Generation, etwa der R9 380/4G, und zum anderen am großen Performance-Abstand zur Radeon RX 460/4G. Einzig die R9 380 mit 2 GByte liegt rechnerisch minimal besser, aufgrund der Speicherausstattung von nur 2 GiByte können wir diese Karte heutzutage jedoch nicht mehr empfehlen, zumal die Geforce ein deutlich moderneres Feature-Paket (DX12 FL12_1, Display-Port 1.4, Playready 3.0, HEVC De-/Encoding etc.) und einen für eine 1080p-spieletaugliche Karte konkurrenzlos niedrigen Stromverbrauch zu bieten hat.

Weitere Benchmarks und Messergebnisse zur Geforce GTX 1050 Ti finden Sie in der PCGH 12/2016, welche ab dem 28. Oktober digital und ab dem 2. November am Kiosk verfügbar ist.

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    • Kommentare (266)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DBGTKING
        hi,wie sieht es dann bei mir aus.Ich habe kein Problem mit meienr ersten gtx titan.Mehr Leistung werde ich auch in zukunft nicht mehr brauchen.Auch wenn a way out,bei meinem dann allmähihc eng wird.Weil wenn a way out als maximum ne gtx 970 ist.Dann geht da nicht mehr so viel.Um fast die selbe Leistung zu kriegen.Ich wüsste nicht ob ich ne gtx 1050 ti oder ne gtx 1060 nehmen sollte,wenn sie heuer noch kaputt gehen sollte(was ich aber nicht glaube).Dann wäre die entscheidung wphl nicht so einfach.Weitere neue Spiele stehen bei mir nicht an.
        Mal sehen wie es weiter geht und hoffe das meine so lange wie nur möglich lebt.
      • Von DBGTKING
        hi,wie sieht es dann bei mir aus.Ich habe kein Problem mit meienr ersten gtx titan.Mehr Leistung werde ich auch in zukunft nicht mehr brauchen.Auch wenn a way out,bei meinem dann allmähihc eng wird.Weil wenn a way out als maximum ne gtx 970 ist.Dann geht da nicht mehr so viel.Um fast die selbe Leistung zu kriegen.Ich wüsste nicht ob ich ne gtx 1050 ti oder ne gtx 1060 nehmen sollte,wenn sie heuer noch kaputt gehen sollte(was ich aber nicht glaube).Dann wäre die entscheidung wphl nicht so einfach.Weitere neue Spiele stehen bei mir nicht an.
        Mal sehen wie es weiter geht und hoffe das meine so lange wie nur möglich lebt.
      • Von Cleriker Kokü-Junkie (m/w)
        Wäre mMn aber trotzdem Schwachsinn. Wenn die Karte 24/7/365 laufen würde, dann verbraucht sie im Jahr knapp über 30 Euro weniger als die 1030. Bei dieser fallen aber Anschaffungskosten an und zudem denke ich, anhand der Beschreibung der Nutzung, dass sie nicht das ganze Jahr pausenlos laufen wird. Die 970 einfach zu behalten, wäre mMn Die bessere Option.

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      • Von amdahl Volt-Modder(in)
        Und trotz deiner generellen Abneigung gegenüber der Fragestellung hier hast du eine komplette Antwort abgeliefert
        Aber ganz generell: einen viel geringeren idle-Verbrauch als eine GT1030 dürfte kaum eine aktuelle Grafikkarte erreichen, sie stellt also diesbezüglich das Optimum dar.
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Zitat von cij
        kann mir vielleicht jemand sagen, wie hoch der IDLE Stromverbrauch einer Nvidia GT 1030 ist ggf. sogar mit passiver anstatt aktiver Kühlung. Brauche eine Grafikkarte die einen sehr geringen Stromverbrauch bei akzeptabler Leistung hat. Gezockt wird darauf nicht sondern eher surfen und bisschen Photoshop, Gimp, Youtube etc. interne Grafikkarte fällt raus weil Intel Xeon CPU ohne interne Grafikeinheit im Einsatz ist. Testweise habe ich meine GTX970 verbaut aber da ist der Stromverbrauch im IDLE bei ca. 15 - 20 Watt was zu viel ist. Geforce GTX 1050 & 1050TI sind glaub ich überdimensioniert für mein vorhaben, wobei der Stromverbrauch sehr akzeptabel ist.
        Erstmal einen uralten Thread von 2016 ausgraben und dann noch Fragen zu völlig themenfremden Karten stellen in der Sektion "News-Kommentare zu Grafikkarten"...
        Du wirst hier im Forum deine Antworten finden, sofern du die Fragen an richtiger Stelle stellst.

        EDIT:
        Google "Nvidia GT 1030 stromverbrauch"
        Erster Treffer
        Nvidia GT 1030 stromverbrauch - Google-Suche
        "Geforce GT 1030 im Test: Fast tadellose Wohnzimmer-Grafikkarte ..."
        Zitat

        Messwerte und Fazit

        Im Leerlauf benötigt unser Modell der Geforce GT 1030, eine Low-Profile-Variante von Zotac, gerade einmal 5,1 Watt (einzelnes 4K-Display mit 60 Hz). Mit einem zusätzlichen 1080p144-Bildschirm sind es 5,7 Watt. Etwas höher ist die Leistungsaufnahme, wenn ein 4K-VP9-Video via Edge-Browser bei Youtube abgespielt wird: 9,2 Watt. Nach einer halben Stunde in Tamriel - sprich in The Elders Scrolls Online - messen wir 29,3 Watt und damit fast genau die 30 Watt, die Nvidia angibt. Der kleine Lüfter der Zotac-Karte ist durchweg unhörbar.
        Also verbraucht die GT1060 ~6 Watt im IDLE, bei Volllast max 30 Watt.
        Die GTX970 düfte bei ~20W bis 175W liegen.
        Du könntest natürlich auch versuchen die 970 zu undervolten und herunterzutakten (per vBios-Flash), dafür müsstest du aber einen neuen Thread aufmachen.

        Das Erstellen der Frage hat vermutlich länger gedauert, als kurz danach zu googeln .
      • Von cij Komplett-PC-Käufer(in)
        kann mir vielleicht jemand sagen, wie hoch der IDLE Stromverbrauch einer Nvidia GT 1030 ist ggf. sogar mit passiver anstatt aktiver Kühlung. Brauche eine Grafikkarte die einen sehr geringen Stromverbrauch bei akzeptabler Leistung hat. Gezockt wird darauf nicht sondern eher surfen und bisschen Photoshop, Gimp, Youtube etc. interne Grafikkarte fällt raus weil Intel Xeon CPU ohne interne Grafikeinheit im Einsatz ist. Testweise habe ich meine GTX970 verbaut aber da ist der Stromverbrauch im IDLE bei ca. 15 - 20 Watt was zu viel ist. Geforce GTX 1050 & 1050TI sind glaub ich überdimensioniert für mein vorhaben, wobei der Stromverbrauch sehr akzeptabel ist.
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