Nvidia Pascal: P102-100 als GTX-1080-Ti-Schwester zum Ethereum-Minen - mit 5 GiByte GDDR5X

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Nvidia Pascal: P102-100 als GTX-1080-Ti-Schwester zum Ethereum-Minen - mit 5 GiByte GDDR5X
Quelle: cryptomining-blog.com

Nvidia soll seinen Boardpartnern die Spezifikationen für eine weitere Beschleunigerkarte zum Schürfen von Krypto-Währungen zur Verfügung gestellt haben. Die P102-100 nutze die Pascal-GPU GP102 und werde schon wie die kleinen Schwestern stärker abgespeckt als die Geforce-Modelle. Als Besonderheit nutze die P102-100 nur 5 GiByte GDDR5X-Speicher. Zudem werde sie durch die Nutzung von vier PCI-Express-1.0-Lanes vom Spielermarkt abgegrenzt.

Schon seit einigen Monaten treibt Nvidia genauso wie AMD den Bau von gesonderten Beschleunigerkarten zum Schürfen von Krypto-Währungen voran. Diese nutzen grundsätzlich die gleichen Pascal -GPUs wie die Desktop-Geforce-Grafikkarten, kommen jedoch ohne Bildausgänge daher, um den Krypto- vom Spielermarkt zu trennen. Zudem sind die GPUs stärker abgespeckt, vermutlich um die schlechteren Chips loszuwerden. Bisher gibt es die P106-90, P106-100 und P104-100 auf Basis der beiden Pascal-GPUs GP106 und GP104.

Wie die Webseite cryptomining-blog.com berichtet, soll bald eine P102-100 dazustoßen, welche die größte Pascal-GPU abseits des reinen HPC-Chips GP100 nutzt, den GP102. Verglichen mit der Titan X (Pascal), Titan Xp und Geforce GTX 1080 Ti werde der Chip stärker kastriert: Von 30 physisch vorhandenen Shader-Multiprozessoren (3.840 Shader) seien noch 25 aktiviert (3.200 Shader). Das Speicher-Interface werde von 384 auf 320 Bit gestutzt. Hier liege eine von zwei Besonderheiten: Die P102-100 könne nur 5 GiByte nutzen. Da Micron aber nur 8 Gbit große GDDR5X-Chips produziert, müssen physisch 10 GiByte verlötet sein. Schon bei der P104-100 i st die Hälfte des GDDR5X-Pools für Anwendungen nicht sichtbar - verlötet sind 8, nutzbar 4 GiB. Die RAM-Bestückung beschleunigte das speicherintensive Ethereum -Mining, eventuell über internes Speicher-Interleaving zwischen den Partitionen. Das würde auch erklären, wie die P102-100 auf eine ETH-Hashrate von 47 MH/s kommen soll. Eine Geforce GTX 1080 Ti schafft bestenfalls 40 MH/s.

Cryptomining-blog.com nennt einen Basistakt von 1.582 MHz. Die Datenbank von techpowerup.com hingegen listet bereits P102-100-Modelle, wonach es sich um den Boost handle (zumindest die angegeben SMs sind jedoch falsch). In der Praxis spielt der GPU-Takt zumindest bei Ethereum eine untergeordnete Rolle, sodass Nutzer diesen in der Regel zugunsten der Effizienz senken. Anders sieht es zum Beispiel bei Zcash aus, das gerne mit Geforce-Grafikkarten geschürft wird und von Rohleistung profitiert.

Bei der gezeigten P102-100 soll es sich um ein Custom-Design aus dem Hause Inno3D handeln, der bei den Krypto-Beschleunigerkarten bereits vorne mitspielt. Die Kühllösung stamme vom Schwesterunternehmen Zotac - ebenfalls eine PC-Partner-Tochter -, wie man sie von der Geforce GTX 1080 Ti Mini und GTX 1080 Mini kennt. Obwohl am PCI-Express-Slot alle PEG-Kontakte zu sehen sind, soll die P102-100 lediglich über vier PCI-E-1.0-Lanes angebunden werden. Denkbar wäre eine Limitierung über das Karten-BIOS, um den späteren Verkauf an Spieler noch unattraktiver zu machen. Fürs Mining ist die PCI-E-Bandbreite weitestgehend irrelevant.

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    • Kommentare (53)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Wundert mich nicht, bei den Preisen der 1080Ti Karten wird wohl niemand mehr kaufen wollen, also wohin mit den Chips?
      • Von wolflux Lötkolbengott/-göttin
        Wundert mich nicht, bei den Preisen der 1080Ti Karten wird wohl niemand mehr kaufen wollen, also wohin mit den Chips?
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        Aus Gold kann man sich wenigstens schicken Schmuck machen oder es als hochwertigen nicht-korrodierenden Leiter verwenden...
        Bitcoins kannste dir nichtmal an den Hut stecken.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Die Preise von Kryptowährungen werden sehr wohl durch Nachfrage und Angebot gestimmt, sogar ausschließlich. Einen realen Wert erhält ein virtuelles Token einzig durch die Bereitschaft von Investoren, es für reales Geld zu kaufen (Nachfrage) und im Falle von Bitcoin, Ethereum und einigen anderen Cryptos ist diese Nachfrage im vergangenen Jahr eben weitaus schneller gestiegen als die Menge an in Umlauf befindlichen Tokens (Angebot). Dass der praktische Nutzen des begehrten Objektes in diesem Fall gegen null tendiert, ist dabei kein Hindernis. Das gilt für viele Spekulationsobjekte – Bitcoins, Apple-Aktien, Picassos und Goldbarren haben für ihre Käufern in der Regel keinen produktiven Nutzen, aber es gibt nur eine beschränkte Menge davon und auch die künftige Verfügbarkeit ist absehbar niedrig. Bei offensichtlich hoher Nachfrage spekulieren deswegen viele, dass die Preise in Zukunft bei weiterhin geringem Nutzen noch höher liegen.
      • Von Thorbald35 Freizeitschrauber(in)
        In wie fern Unterliegen so genannte Cryptowährungen denn dem "Angebot und Nachfrage" Prinzip?
        Ist es nicht sehr bedrohlich für eine Weltwirtschaft welche, mit allen Pros und Contras nun einmal so funktioniert, wie sie es tut, wenn einfach eine, diese Regeln ignorierende, zweite "Wirtschaft" ins Leben gerufen wird. Eine die nichts leistet (im Gegenteil ausschließlich ein Produkt aus erster Konsumiert), nichts produziert und dabei dennoch permanent im Wert steigt....
        Wer zahlt diesen Wert? Ist das Brot eines Bäckers plötzlich weniger wert als ein bissle Strom, dem man vor 10 Jahren verbraten hat?? Aktuell ist dieser Strom, (vor 10 Jahren verbraucht im Wert von sagen wir damals 20Cent, heut plötzlich 20 Brote wert - obwohl selbst das Backen eines Brotes mehr Strom kostet... Mit welchem Recht ist das so? Weil die Nachfrage auf derart umgemünzten Strom plötzlich eine derartige Nachfrage erzeugt hat? Braucht das irgendwer?

        Eine Währung die deflationiert, während sie mehr wird - Sie wird immer Wertvoller obwohl sie nicht seltener wird sondern sich stark, sogar exponentiell stark vermehrt. Wer frage ich, soll den Gegenwert schaffen?

        Angebot und Nachfrage bestimmen die Preise nur bedingt.

        Apple kann die Preise nehmen weil die Summe ihrer Leistungen dies "Rechtfertigen" damit meine ich keine Benchmark Balken, sondern ebenso erfolgreiches Marketing, damit einhergehend Image Kreation usw. All dies hat Apple sich irgendwie erarbeitet, weshalb sie extremste Preise nehmen können. Sie haben die Nachfrage generiert, erkannt dass die längsten Balken nicht immer das erfolgreichste Produkt ausmachen und wenn man so will, die meiste Leistung erbracht. Und Geld ist eben doch der gegenwert aller erbrachten Leistungen und dies muss so sein, kann nicht anders...
        Und Tatsächlich ist es in einem geschlossenem System wie unserer Erde so, dass wenn irgendjemand Geld Anhäuft, das dieses nicht aus dem Nichts kommt, sondern jemandem anderes fehlt...
      • Von deady1000 Volt-Modder(in)
        "Gesindel" trifft es ziemlich gut.
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