Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

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Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals
Quelle: PC Games Hardware

Während die Spezifikationen der Geforce GTX 1080 zu großen Teilen schon bekannt sind, hielt sich Nvidia zur kleineren Geforce GTX 1070 eher bedeckt. Genannt wurde eine Performance oberhalb der GTX Titan X bei einer theoretischen Rechenleistung von 6,5 Single-Precision-TFLOPS. Daraus ergeben sich verschiedene Möglichkeiten, wie die Spezifikationen der GTX 1070 aussehen könnten.

Während die meisten Spieler auf die Geforce GTX 1080 als erste verfügbare Pascal-Grafikkarte warten, hat sich das 3DCenter ein wenig mit der später folgenden GTX 1070 beschäftigt. Mögliche Konfigurationen der GP104-GPU hatten wir bereits im Rahmen der Ankündigung angeschnitten, daneben lohnt sich aber auch eine ausführlichere Betrachtung.

Bekannt ist, dass die Geforce GTX 1070 eine theoretische Single-Precision-Rechenleistung von rund 6,5 TFLOPS erreichen und in der Praxis etwas stärker ausfallen soll als die GTX Titan X mit 6,6 TFLOPS. Zum Vergleich: Die GTX 1080 ist mit rund 9,0 TFLOPS auf dem Papier fast 40 Prozent schneller als die GTX 1070. Letztere muss sich zudem mit GDDR5- statt GDDR5X-Speicher an einem 256-Bit-Interface begnügen. Üblicherweise taktet Nvidia GDDR5-RAM mit 3.506 MHz, was eine Übertragungsrate von etwa 224 GB/s ergäbe. Bei der GTX 1080 taktet Nvidia den GDDR5X-Speicher mit 2.500 MHz (10 Gbps) noch relativ konservativ, sodass 320 GB/s erreicht werden - ein Plus von knapp 43 Prozent gegenüber 7-Gbps-GDDR5. Das würde in der Theorie also schon mal grob zur Rechenleistung passen. 8-Gbps-Speicher wäre zwar möglich, bräuchte aber ein stärkeres, energiehungrigeres Interface.

Der Ausbau der GP104 hängt maßgeblich von zwei Faktoren ab: Wie gut läuft TSMCs 16+-Prozess (wie hoch ist die Fehlerrate der GPUs)? Und entspricht der GPC-Aufbau eher dem GP100 als gesonderter Pascal-Ableger mit 64 Shadern pro Streaming-Multiprocessor oder eher Maxwell mit 128 Shadern pro SM? Mehr als 2.048 aktive Rechenwerke können wir uns nicht vorstellen - gegenüber dem GP104 in der GTX 1080 wären dann 20 Prozent deaktiviert. Eine Beschneidung um nur zwei SMs wie bei der Geforce GTX 980 Ti kann man sich bei einem ausgereiften Prozess erlauben. Der Takt bei 2.048 Shadern müsste bei rund 1.570 MHz liegen, um mindestens 6,5 TFLOPS zu erreichen.

Als zweite Option wären 1.792 aktive Shader denkbar, was einer 30-prozentigen Deaktivierung der GP104-GPU entspräche. Der Takt müsste gegenüber der Geforce GTX 1080 etwas erhöht werden für die 6,5 TFLOPs, von 1.733 auf knapp 1.800 MHz. Die GTX 770 hatte bereits bewiesen, dass 70er-Grafikkarten nicht immer niedriger getaktet sein müssen als 80er.

  GTX 1070 Option 1 GTX 1070 Option 2 GTX 1080
Shader-Einheiten 2.048 1.792 2.560
Basistakt GPU (MHz) ? ? 1.607
Boosttakt GPU (MHz) ~1.570 ~1.790 1.733
SP-TFLOPS 6,522 6,507 ~9,0
Grafikspeicher 8 GiB GDDR5 8 GiB GDDR5 8 GiB GDDR5X
Takt Grafikspeicher (MHz) ~3.500 ~3.500 ~2.500
RAM-Interface 256 Bit 256 Bit 256 Bit
Speicherbandbreite (GB/s) 224 224 320
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    • Kommentare (120)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Soulsnap Volt-Modder(in)
        AW: Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

        Die letzten 512 Mb sind mit 64bit angebunden. So groß ist der Unterschied also nicht. Lächerlich diese Thematik auch noch zu relativieren...
      • Von Soulsnap Volt-Modder(in)
        AW: Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

        Die letzten 512 Mb sind mit 64bit angebunden. So groß ist der Unterschied also nicht. Lächerlich diese Thematik auch noch zu relativieren...
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

        Das wurde nichts verschleiert, das wurde auch so angegeben.
        Und 128bit ist immer noch was anderes als 32bit.
      • Von GEChun Volt-Modder(in)
        AW: Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

        "Aller Wahrscheinlichkeit nach gilt damit, daß die "krumme" Speicherkonfiguration der regulären GeForce GTX 660 Ti mit 2 GB Speicher üblicherweise so funktioniert, daß 1,5 GB von diesem Speicher mit der üblichen Speicherbandbreite angebunden sind, die restlichen 512 MB dagegen nur noch mit einem Drittel der üblichen Speicherbandbreite dieser Karte. So lange die Karte mit 1,5 GB Speicher auskommt oder aber in den übrigen 512 MB Speicher nur nicht besonders performancerelevante Daten lagern, spielt diese "krumme" Speicherkonfiguration keine Rolle und in der Spielepraxis konnten bisher auch keine Nachteil dieser Konfiguration nachgewiesen werden – der nVidia-Treiber scheint die Sache also gut im Griff zu haben. Nur unter sehr speziellen Konstellationen kann es zur Situation kommen, daß die Karte agiert, wie als hätte sie nur ein 128 Bit DDR breites Speicherinterface – bislang ist eine solche Konstellation aber nur in einem von zehn GPU-Computing-Benchmarks aufgetreten, unter Spiele-Benchmarks wie gesagt bislang noch überhaupt nicht."

        Also für mich hört sich das nach exakt der gleichen Verschleierung und Lüge an wie bei der 970. Ob das jetzt mehr oder weniger gravierend ist, sei mal dahingestellt. Es ist aber exakt das gleiche.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        AW: Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

        Die hat bei weitem nicht das gleiche Problem wie die 970.
      • Von Soulsnap Volt-Modder(in)
        AW: Geforce GTX 1070: Mögliche Spezifikationen des Mainstream-Pascals

        Jap, die 660(ti?)
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