Geforce GTX 1050: GP107 soll nur Maxwell-Effizienz bieten
Aus Fernost stammen die angeblichen Spezifikationen zur Geforce GTX 1050, die auf dem kommenden GP107-400 basieren soll. Verglichen mit den bisherigen Pascal-Grafikkarten falle der Taktvorsprung gegenüber dem Vorgänger gering aus. Auf dem Papier erreiche die GTX 1050 so nur die Effizienz einer GTX 980.
Nachdem Nvidia die Geforce GTX 1060 3GB auf Basis eines GP106 veröffentlicht hat, war nahezu sicher, dass die GTX 1050 mit der nächstkleineren GPU, dem GP107, daherkommen würde. Die chinesische Webseite benchlife.info (maschinelle Übersetzung) möchte nun erste Details zu der nächsten Geforce-Grafikkarte in Erfahrung gebracht haben. In der Vergangenheit kamen von dort schon zahlreiche zutreffende Leaks.
Die Geforce GTX 1050 soll auf dem GP107-400 basieren, was für den Einsatz eines Vollausbaus spricht. Dieser biete somit 768 Shader, also genauso viel wie der abgespeckte GM206-250 auf der GTX 950 (Test). Die Taktraten werden auf 1.316 MHz (Basis) und 1.380 MHz als typischer Boost beziffert. Und genau hier liegt die Überraschung: Die Geforce GTX 1080, GTX 1070 und GTX 1060 takten allesamt deutlich höher als ihre jeweiligen Vorgänger - der nominelle Boost ist immer über 40 Prozent höher. Die GTX 1050 soll nun nur einen 16,2 Prozent höheren Boost haben als die GTX 950. Trotzdem sinke die TDP nur moderat von 90 auf 75 Watt. Auf dem Papier benötige die GTX 1050 somit rund 27 Watt pro TFLOPS und wäre in Sachen Effizienz folglich nur noch auf dem Niveau einer GTX 980 (zugegebenermaßen immer noch vor einer GTX 950).
Kürzlich wurde erst berichtet, dass Samsung neue GPUs für Nvidia in 14LPP fertigen werde. Es ist also gut möglich, dass das bereits auf den GP107 zutrifft. Das würde bedeuten, dass nicht nur AMDs Polaris-Architektur Schuld an den vergleichsweise geringen Taktraten der RX-400-Karten haben könnte, sondern auch der Fertigungsprozess, sodass Letzterer deutlich mehr Spannung für höhere Frequenzen bräuchte. Benchlife.info könnte bloß wegen der großen Schwestern von 16 nm ausgegangen sein.
Die Webseite spricht derweil von einem 128 Bit breiten Speicher-Interface im Falle der Geforce GTX 1050, an dem 4 GiByte GDDR5-RAM hängen sollen. Bei den kolportierten 3.500 MHz werde eine Übertragungsrate von 112 GB/s erreicht. Der GTX 1050 stünde damit etwas weniger Bandbreite in Relation zur Rohleistung als der GTX 1060 3GB zur Verfügung. Die Veröffentlichung sei für Mitte Oktober angesetzt.
| Geforce | Shader | TDP (W) | GPU-Takt (MHz) | TFLOPS/Watt | Takt-Plus vs. Vorgänger | Effizienz-Plus vs. Vorgänger |
|---|---|---|---|---|---|---|
| GTX 1050 | 768 | 75 | 1.316/1.380 | 27,01 | 28,5/16,2 % | 39,4 % |
| GTX 1060/6G | 1.280 | 120 | 1.506/1.709 | 36,44 | 33,6/45,1 % | 89,6 % |
| GTX 1070 | 1.920 | 150 | 1.506/1.683 | 43,09 | 43,4/42,9 % | 82,5 % |
| GTX 1080 | 2.560 | 180 | 1.607/1.733 | 49,29 | 42,6/42,5 % | 76,4 % |
| GTX 950 | 768 | 90 | 1.024/1.188 | 19,38 | ||
| GTX 960 | 1.024 | 120 | 1.127/1.178 | 19,22 | ||
| GTX 970 | 1.664 | 148 | 1.050/1.178 | 23,61 | ||
| GTX 980 | 2.048 | 165 | 1.127/1.216 | 27,95 |
