AMD Ryzen 7 2700X erreicht 6 GHz mit Flüssigstickstoff
Der Extremübertakter der8auer hat in einem Youtube-Video über ein Asus-Overclocking-Event berichtet, in welchem die Taktfreudigkeit des Ryzen 7 2700X auf die Probe gestellt wurde. Mit flüssigem Stickstoff wurde ein Prozessor auf 6 GHz gebracht - allerdings nicht Benchmark-stabil. Die normalen Benchmarks wurden mit über 5,6 und über 5,7 GHz durchlaufen.
Mithilfe von flüssigem Stickstoff kitzeln Overclocker Taktraten aus ihren Prozessoren, die weit über den Herstellerspezifikationen liegen. Der Extremübertakter Roman Hartung alias der8auer hat nun in einem Youtube-Video von seinen Erfahrungen mit der neuen Generation von Ryzen-Prozessoren - insbesondere in Hinblick auf die Übertaktung mit Flüssigstickstoff - berichtet. Schon bevor die neuen Pinnacle-Ridge-Prozessoren offiziell veröffentlicht wurden, hatte der8auer dank Hardwarehersteller Asus die Möglichkeit, die Taktfreudigkeit einiger der CPUs auf Herz und Nieren zu prüfen.
Eingesetzt wurde dabei der Ryzen 7 2700X, welcher das neue Topmodell von AMDs verbesserten Ryzen-Prozessoren darstellt, sowie das Asus-Mainboard Crosshair VII Hero mit dem neuen X470-Chipsatz, eine Weiterentwicklung des bereits erhältlichen Asus Crosshair VI Hero mit einigen Überarbeitungen. Wie der8auer erklärt, wurden nur einige Grundeinstellungen im UEFI getätigt, die eigentliche Übertaktungsarbeit fand mit spezieller Software auf dem Windows-Desktop statt. Die Asus-TurboV-Core-Software wurde zur Anpassung der Spannungen verwendet, während ein weiteres Tool des Mainboard-Herstellers das unabhängige Übertakten der beiden CCX einer Ryzen-CPU erlaubt. Somit kann die Taktung noch spezifischer kontrolliert werden - die beiden CPU-Complexes lassen sich unterschiedlich gut übertakten - um ein besseres Overclocking-Gesamtergebnis zu erhalten.
Eine für Spieler relevante Änderung bei Pinnacle-Ridge ist die überarbeitete XFR-Technik. Bei der ersten Generation von Ryzen-Prozessoren führte die Übertaktung aller Kerne manchmal zum Rückgang der Spieleleistung, da der XFR-Boost ausgehebelt wurde - die automatische Takthebung auf einem Kern kann besonders bei Titeln mit schlechter Mehrkernoptimierung nützlicher sein. Mit den neuen Ryzen-2000-CPUs lohnt es sich eher, den Referenztakt nur minimal zu erhöhen, dafür aber die XFR-Funktion auf allen Kernen freizuschalten und das Power-Target anzuheben - dies führt zu höherer Taktleistung sowohl im Single- als auch im Multi-Core-Betrieb.
Der Extremübertakter macht in seinem Video auch einige Angaben bezüglich des Übertaktens des Ryzen 7 2700X im Alltagsbetrieb. AMDs verbesserte Prozessoren arbeiten mit einer Spannung von 1,2 bis 1,25 Volt sehr effizient, sogar wenn sie übertaktet wurden. Bei mehr Spannung sinkt die Effizienz dramatisch, ab 1,35 bis 1,4 Volt lohnt sich das Overclocking nicht mehr, da die Leistungsaufnahme unverhältnismäßig hoch steigt, während der Leistungs- und Taktgewinn minimal ist. Der im Video gezeigte Chip erreicht ohne LN2 eine maximale Taktrate von 4,3 GHz auf allen Kernen, durchschnittliche Ryzen-7-2700X-Prozessoren sollen sich auf etwa 4.200 MHz übertakten lassen. Bei den Taktraten des Arbeitsspeichers ist mehr Vorsicht angesagt, da es, wie schon bei den ersten Ryzen-CPUs, je nach verwendetem Board nicht immer rund läuft. Mit Glück sollen Nutzer ihren DDR4-RAM mit 3.600 MHz betreiben können.
Im Vergleich zu den vorherigen Angaben konnten der8auer und seine Kollegen den vorselektierten Ryzen 7 2700X auf weitaus höhere Taktraten bringen. Dazu wurde die Spannung auf 1,75 Volt gesetzt und flüssiger Stickstoff zur Kühlung verwendet. Da AMDs Prozessoren keinen Coldbug haben, ist es möglich, Temperaturen um -185°C am Boden des Flüssigstickstoffbehälters zu erreichen, was zu einer CPU-Temperatur von etwa -150°C führen soll. Der erreichte All-Core-Turbo während des Asus-Events lag bei etwa 5,6 bis 5,7 GHz, aber dank der hohen Pro-Takt-Leistung der Pinnacle-Ridge-CPUs konnten teils höher taktende Skylake-X-CPUs in einigen Benchmarks - wie etwa Geekbench 3 und GPUPi - geschlagen werden.
Wird statt Stabilität und hoher Takt nur auf die Taktrate geachtet, liegt das Maximum mit einer Luft- oder Wasserkühlung bei etwa 4,5 Gigahertz auf einem Kern. Dank des Flüssigstickstoffs konnte ein Kern eines Ryzen 2 2700X auf einen Takt von 6.000,34 MHz geprügelt werden, wenn keine Benchmarks oder Hintergrundprogramme liefen. Im Vergleich dazu lag das erreichbare Maximum der Summit-Ridge-Generation bei nur 5,8 GHz.
Quelle: Youtube


das wurde ja auch zeit das sich der roman mal zum Ryzen refresh äussert, hatte schon gedacht amd wäre passee!