Geforce GTX 1070 im Test: Benchmarks und Fazit
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Geforce GTX 1070 im Test: Spiele-Leistung
Wie schlägt sich der Beschnitt von Nvidias neuer Pascal-GPU in Spielen? Einen Einblick wollen wir Ihnen in diesem Online-Artikel bieten, die komplette Berichterstattung samt weiterer ausführlicher Tests, weiteren Vergleichs- und Overclocking-Resultaten, Lautheits- und Verbrauchsmessungen inklusive Partner-Designs finden Sie in einer der kommenden PCGH-Ausgaben. An dieser Stelle können Sie die GTX Titan X, GTX 980 Ti, die Radeon R9 Fury X sowie weitere Vergleichskarten sehen sowie neben Ultra-HD auch Full-HD und 1440p anzeigen lassen. Weitere Details zu den dynamischen Benchmarks erläutern wir auch im Video. Selbstverständlich haben wir für alle Benchmarks die jeweils neuesten Grafiktreiber von AMD und Nvidia verwendet; aufseiten AMDs kommt die Radeon Software 16.5.2(.1) zum Einsatz und bei Nvidia die Pascal-Pressetreiber Geforce 368.16 (GTX 1080) respektive 368.19 (GTX 1070).
Die Ergebnisse in 10 der PCGH-Benchmark-Spiele sehen Sie im Folgenden. Abweichend zu den meisten vorherigen PCGH-Grafikkartentests mischen hier nicht nur Referenzkarten von AMD und Nvidia mit, sondern ausnahmsweise auch zwei Herstellerdesigns: die MSI Geforce GTX 980 Ti Lightning sowie die Inno 3D GTX 970 Herculez X4 Air Boss Ultra. Beide haben sich in PCGH-Tests als die (knapp) schnellsten Exemplare ihrer Gattung herausgestellt und stellen somit die Messlatte für die GTX 1070 und auch die GTX 1080 dar.
Die Geforce GTX 1070 setzt erwartungsgemäß keine Maßstäbe, kann die Geforce GTX Titan X jedoch in fast jedem Spiel minimal auf Distanz halten. Ausnahmen von dieser Regel bilden unter anderem Wolfenstein: The Old Blood, Metro Last Light Redux und Bioshock Infinite (nicht abgebildet), hier kann sich das Maxwell-Topmodell knapp vor den abgespeckten Pascal setzen. Interessant für Besitzer einer hochgezüchteten GTX 980 Ti - bis zum Release von Pascal das Schnellste, was der Markt hergab - ist, dass eine solche Grafikkarte stets vor der GTX 1070 Founders Edition rangiert.
In Indexwerte gepresst und mit der GTX 1080 als 100-Prozent-Messlatte, erreicht die GTX 1070 den Wert 82,9, während die Titan X mit 81,6 und die GTX 980 Ti mit 77,7 folgen. MSIs 980 Ti Lightning erringt satte 93,2 Prozentpunkte und kann der GTX 1070 Founders Edition somit mehr als nur Paroli bieten - bei ziemlich genau der doppelten Leistungsaufnahme (300 Watt). AMDs Radeon R9 Fury X erreicht den Wert 70,8 und kann der GTX 1070 somit nicht das Wasser reichen. Ebenfalls spannend: Die schnellste GTX 970 (Inno 3D Herculez X4 Air Boss Ultra) klettert vom 970-Referenzwert, 52,8, auf 59,5 Prozentpunkte und kann es somit fast mit der Radeon R9 390X aufnehmen, welche bei 60,1 rangiert.
Geforce GTX 1070 im Test: Neue Benchmark-Spiele
Um das Geschehen zu würzen, präsentieren wir Ihnen eine Reihe neuer Benchmarks, welche wir bereits fertig validiert haben und in Zukunft regelmäßig einsetzen werden, darunter Fallout 4, Rise of the Tomb Raider und The Division. Hier mischt außerdem eine maximal übertaktete Radeon R9 Fury X mit.
GTX 1070 im Test: 6K- und 8K-Benchmarks mittels DSR
Zum Abschluss der Leistungsbetrachtung haben wir ein paar unserer berühmt-berüchtigten Extrem-Benchmarks für Sie. Der Fokus der folgenden Tests liegt auf hoher Speicherbelegung, welche wir mittels extremer Auflösungen erzielen. Steigt die Pixelmenge, werden große Teile des Grafikspeichers nicht mehr primär für Texturen, sondern auch für die reinen Bildpuffer reserviert. Dabei handelt es sich um wichtige Daten, die nach Möglichkeit im RAM gehalten werden müssen - im Gegensatz zu Texturen, welche sich im Falle eines Speichermangels "häppchenweise" hineinstreamen lassen. Beachten Sie, dass in diesem Test keine Radeon-Grafikkarten mitmischen, da der Treiber hier keine höheren Auflösungen als Ultra HD zulässt - VSR beherrscht diese Funktion derzeit nur auf der Radeon Pro Duo, welche 8K auf einem UHD-Display zulässt.
Wie bereits im GTX-1080-Test von uns angemerkt, steckt die GTX Titan X dank 12 GiByte Speicher Bioshock Infinite in 8K ohne träges Streaming weg - im Gegensatz zu den beiden Pascal-Grafikkarten GTX 1080/1070, welche beim Wechsel von 6K auf 8K mehrere Sekunden stocken und Texturdetails vermissen lassen. In diesem Szenario genügen 8 GiByte Grafikspeicher nur haarscharf. Nichtsdestotrotz können wir Bedenken bezüglich des Speichersubsystems der GTX 1070 ausräumen: Die Karte zeigt keine Anzeichen eines Speicher-Beschnitts; weder bricht sie bei hoher Speicherauslastung ein noch weigert sie sich, das komplette Kontingent zu adressieren. Dass 6 GiByte in jedem Fall zu wenig sind, zeigen die miserablen 8K-Werte der beiden GTX-980-Ti-Karten.
IWir können Bedenken bezüglich des Speichersubsystems der GTX 1070 ausräumen.
nteressante Erkenntnisse gibt es auch eine Stufe darunter, bei der Geforce GTX 980 und GTX 970. Erstere ist zwar weit entfernt von spielbaren Bildraten, kann sich dank ihres vollwertigen Speichersubsystems jedoch meilenweit von der GTX 970 absetzen. Bei letzterer schlägt die kontroverse Speichersegmentierung voll durch, denn aufgrund der enormen Datenmenge kommt die GPU nicht umhin, ihren kompletten RAM zu befüllen.
Geforce GTX 1070 im Test: Compute-Benchmarks
Auch bei der Geforce GTX 1070 haben wir uns die theoretischen Durchsatzraten und weiteren Grafikkarten mithilfe der Benchmark-Suite von Beyond3D angesehen. Hier werden in einem Off-Screen-Buffer verschiedene Rechen-, Textur- und Polygonoperationen durchgeführt, anhand derer man die Leistungsfähigkeit der Architektur abschätzen kann. Nerds rejoice!
Auch asynchronous Compute wollten wir uns ansehen, haben aber im Vergleich zum GTX-1080-Test keine neuen Erkenntnisse gewonnen. Das bedeutet, dass Ashes of the Singularity als der Titel, welcher auf Radeon-Karten am meisten von der nebenläufigen Compute-Ausführung profitieren kann, auf Geforce-Modellen inklusive GTX 1070/1080 Schwankungen im Rahmen der in diesem Falle durchaus großzügigen Messtoleranz aufweist (+/-3%) - ein Performance-Gewinn lässt sich hier jedenfalls nicht explizit ausmachen.
Im Rahmen unserer Tests haben wir uns erneut auch AMDs modifizierten n-Body-Test in verschiedensten Einstellungen angesehen. Waren hier bei Maxwell noch Gewinne im Bereich von maximal knapp 3 % (Mittelwert 1,05 %) möglich, schwanken die Resultate auf GTX 1070 und 1080 quer durch den Garten: Von -36 % bis +25 % ist bei der GTX 1080 alles dabei, die GTX 1070 ist etwas konsistener und bleibt zwischen -29 und +12 Prozent Leistungsveränderung. Im Mittelwert sind es 6,5 respektive 1,01 Verlust - ein eher erratisches Verhalten. Wir arbeiten weiterhin daran, einen aussagekräfitgen und neutralen Test für asynchronous Compute zu finden.
Abschließend noch ein paar Werte im 3DMark Firestrike - selbstverständlich wieder mit den aktuellen Treibern 368.16/368.19 (Geforce) und RSC 16.5.2.1/16.5.3 Hotfix (Radeon) und wie immer im HQ-Modus.
| 3DMark Time Spy (1440p) | Graphics Score | GT1 | GT2 | CPU | - | Overall Score |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Geforce GTX 1070/8G | 5.663 | 37,4 | 32,1 | 20,2 | - | 5.711 |
| Geforce GTX 1060/6G | 4.045 | 26,7 | 23,0 | 20,2 | - | 4.253 |
| Radeon RX 480/8G | 3.830 | 25,6 | 21,5 | 19,6 | - | 4.038 |
| 3DMark Fire Strike (1080p) | Graphics Score | GT1 | GT2 | PT1 | CT1 | Overall Score |
| Geforce GTX 1080/8G | 22.027 | 106,8 | 86,8 | 46,4 | 42,4 | 18.094 |
| Geforce GTX 1070/8G | 18.308 | 87,5 | 73,0 | 46,4 | 34,8 | 15.483 |
| Geforce GTX 1060/6G | 13.219 | 63,0 | 52,8 | 46,5 | 22,0 | 11.343 |
| Radeon RX 480/8G | 12.407 | 58,3 | 50,2 | 46,0 | 20,0 | 10.634 |
| Radeon R9 Fury X/4G | 16.558 | 77,5 | 67,2 | 46,4 | 31,5 | 14.217 |
| Radeon R9 390X/8G | 12.928 | 62,2 | 51,3 | 45,6 | 23,6 | 11.340 |
| Geforce GTX 970/3,5+0,5G | 11.115 | 53,3 | 44,2 | 46,6 | 19,7 | 9.871 |
| 3DMark Fire Strike Extreme (1440p, AF) | Graphics Score | GT1 | GT2 | PT1 | CT1 | Overall Score |
| Geforce GTX 1080/8G | 10.320 | 54,2 | 38,3 | 46,3 | 21,4 | 9.552 |
| Geforce GTX 1070/8G | 8.841 | 43,6 | 31,7 | 46,5 | 17,1 | 7.917 |
| Geforce GTX 1060/6G | 6.131 | 31,6 | 23,1 | 46,4 | 12,2 | 5.858 |
| Radeon RX 480/8G | 5.345 | 25,9 | 21,1 | 45,9 | 10,4 | 5.115 |
| Radeon R9 Fury X/4G | 7.765 | 38,8 | 29,9 | 46,5 | 15,6 | 7.316 |
| Radeon R9 390X/8G | 5.638 | 29,0 | 21,2 | 45,8 | 11,8 | 5.470 |
| Geforce GTX 970/3,5+0,5G | 5.078 | 26,8 | 18,7 | 46,8 | 10,5 | 4.948 |
| 3DMark Fire Strike Ultra (2160p,AF) | ||||||
| Geforce GTX 1080/8G | 4.980 | 27,7 | 17,8 | 46,7 | 12,3 | 5.029 |
| Geforce GTX 1070/8G | 4.127 | 22,3 | 15,0 | 46,7 | 10,0 | 4.191 |
| Geforce GTX 1060/6G | 2.909 | 15,8 | 10,5 | 46,7 | 7,2 | 3.003 |
| Radeon RX 480/8G | 2.586 | 12,6 | 10,1 | 45,9 | 6,0 | 2.643 |
| Radeon R9 Fury X/4G | 3.945 | 20,1 | 15,0 | 46,4 | 9,0 | 3.965 |
| Radeon R9 390X/8G | 2.841 | 14,7 | 10,7 | 45,7 | 6,9 | 2.922 |
| Geforce GTX 970/3,5+0,5G | 2.456 | 13,3 | 8,9 | 46,7 | 6,0 | 2.541 |
Geforce GTX 1070 im Test: Fazit
Ein bisschen teuer mutet sie an, die 500-Euro-Grafikkarte Geforce GTX 1070 Founders Edition, sofern man sie als direkten Nachfolger der GTX 970 begreift, die für etwas mehr als 300 Euro debütierte und zurzeit für rund 260-270 Euro den Besitzer wechselt. Hier hat Nvidia durch die Namenswahl vielleicht unbeabsichtigte Assoziationen geweckt. Allerdings bekommt der GTX-1070-Käufer objektiv gesehen Titan-X-Leistung für den halben Preis und bei rund zwei Dritteln des Stromverbrauchs, dank dessen der Lüfter unter Last auch noch weniger laut aufdreht - die GTX 1070 ist vergleichbar unaufdringlich wie die GTX 980 im Referenzdesign.
Ohne dass die eigentliche Konkurrenz ein Lebenszeichen von sich gegeben hat (was wohl auch der Grund für das kurzfristige Test-Embargo war), fällt es schwer, gewichtige Kritikpunkte an der GTX 1070 abseits des Preises zu finden, zumal sie auch AMDs Radeon R9 Fury X fast durchweg schlagen kann und dabei noch weniger kostet - ohne Wasserkühlung und mit lauterem Lastgeräusch allerdings. Nun sind alle Augen auf AMD gerichtet, deren Polaris-Chips in Kürze als Radeon RX 480(X) starten und Nvidia unter Druck setzen sollen.
Die GTX 1070 soll ab dem 10. Juni verfügbar sein - und zwar nicht nur als Founders Edition, die Nvidia-Partner dürfen ab diesem Zeitpunkt auch eigene Designs zum Verkauf anbieten. Die kommenden Wochen werden zeigen, welcher Hersteller die Kühlerhaube vorne hat und PC Games Hardware wird selbstverständlich jedes einzelne auf Herz und Nieren testen.
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Sind die Settings die von PCGH verwendet wurden maximale Hardcoresettings?
Auch wenn die aktuellen Geforce-Karten an sich nette Produkte sind, frage ich mich echt, wo das preislich hingehen soll. Da merkt man stark, dass ein ebenbürtiger Konkurrent fehlt. AMD ist es jedenfalls momentan in dem Sektor nicht, darum tobt Nvidia sich nach Herzenslust am Preisschild aus. Bei der 1060 dürfte es zumindest etwas anders aussehen, da existiert diese Konkurrenz wieder. Viel mehr als die neue AMD 480 erwarte ich da persönlich jedenfalls nicht. Eine 1060 auf 970-Niveau für 200 - 250 Euro wäre sicherlich top platziert. Aber daran glaube ich auch nicht, bevor ich das Ding nicht theoretisch bestellen kann. Wenn ich mich zurückerinnere hatte die 960 sogar nur etwas mehr Leistung als die 760.
Wen die Preise ärgern, der sollte ganz konsequent von einem Kauf absehen und nicht in den sauren Apfel beißen: Wenn die Nachfrage zu den Preisen ausbleibt, wird sich der Preis irgendwann langsam aber sicher anpassen - jedenfalls so lange, wie noch Gewinn erzielt wird. Karten, die hergestellt wurden - ergo Kosten verursacht haben und nun in en Lagern Kapital binden - und in den Regalen verstauben bringen letztendlich niemandem etwas. Und auch wenn Nvidia die Preise weiter so ansetzt müssen spätestens die Händler irgendwann nachgeben - und kaufen dann natürlich nicht mehr nach, wenn sie weniger vom Kunden bekommen als sie - zuzüglich der kalkulatorischen Kosten (für Mitarbeiter, Miete, Heizkosten, Abschreibungen, etc. pp.) die vom Kunden wieder reingeholt werden - den Herstellern zahlen müssen. Auch bedingt dadurch, dass die Händler sehr wohl untereinander konkurrieren. Irgendwann würde Nvidia das dann lernen und nicht immer höhere Preise für die nächste Iteration ansetzen.
Aber letztendlich ist meine Prognose wie immer: Erst beschweren sich viele über den Preis und kaufen dann trotzdem, was dann in logischer Konsequenz genau zu den Preisen führt, über die sich vorher beschwert wurde. Hand aufs Herz: Wenn ich für die 1080 800 Euro bekomme nehme ich 800 Euro. Warum sollte ich ein Produkt günstiger verkaufen als ich kann? Warum 50 Euro Gewinn wenn ich auch 200 haben kann? Das ergibt keinen Sinn, daher wird Nvidia keine Sozialpreise machen. Nur wenn sie merken, dass die Preise nicht durchsetzbar sind, kann sich etwas ändern.
Die Titan wäre nicht fortgesetzt worden, wenn nicht genug Leute bereit gewesen wären, den Tausender zu zücken. Ersteres ist den Firmen egal - gemeckert wird eh immer, egal bei welchem Produkt. anders habe ich es selten beobachtet. Zweiteres ein Signal, dass die Hardware für den Preis Abnehmer findet - was viel wichtiger ist. Und somit auch das Signal, dass es beim nächsten Mal wieder so aussieht. An Nvidia kommt man derzeit im Performance-Sektor eh nicht vorbei, daher interessiert die das Gemeckere sicher nicht.
Derzeit kommt für mich ein Kauf in dem Sektor nicht in Frage: Erstmal muss ein Konkurrenzprodukt vorliegen, das einigermaßen für einen Preiskampf sorgt. Ich wette, die 1070 und die 1080 würden auch für 400 bzw. 600 Euro noch Gewinn machen - derzeit nutzt man eben nur die Vorreiterstellung für hohe Preise aus. Und legt sich mit der Founders-Edition noch die Kirsche oben drauf.
Damit kann man sich jetzt gemütlich zurücklehnen und eine kurze Zeit warten was sich Preis und Modelltechnisch noch so tut
GENAU MEINE MEINUNG!
Die kochen auch nur mit Wasser resp. entwickeln mit Geld.
Ohne Moss nichts los
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