Geforce RTX 2080: TU104 ist gut 550 mm² groß
Nvidia hat das nackte PCB der Geforce RTX 2080 enthüllt, das die eingesetzte TU104-GPU zeigt. Anhand der Proportionen zum GDDR6-Speicher lässt sich die Größe des Siliziumchips bestimmen: Auf gut 550 mm² kommt die TU104-GPU, womit sie sogar noch größer ausfällt als der GP102 der Titan Xp und Geforce GTX 1080 Ti. Trotzdem hat sie weniger FP32-Shader und ein schmaleres Speicher-Interface.
Bisher hat Nvidia lediglich zum TU102 Angaben zur Chipgröße und den enthaltenen Transistoren gemacht. Der Grafikchip misst 754 mm² und umfasst 18,6 Milliarden Transistoren. Im Falle der Geforce RTX 2080 Ti kommt eine von 36 auf 34 Shader-Multiprozessoren abgespeckte Variante zum Einsatz, die von den physisch vorhandenen 4.608 FP32-Shadern 4.352 nutzt. Das Speicher-Interface ist von 384 auf 352 Bit beschnitten. In einem Blog-Beitrag hat Nvidia indes das nackte PCB der Geforce RTX 2080 in der Founders Edition gezeigt, das die TU104-GPU offenbart.
Die TU104-GPU der Geforce RTX 2080 ist größer als der GP102
Zu sehen ist neben ihr der verlötete GDDR6-Speicher von Samsung. Ein solches RAM-Package misst 14 × 12 mm. Anhand der Außenkante kann man die Größe des Grafikchips schätzen, der auf gut 550 mm² kommt. Der TU104 ist damit circa 75 Prozent größer als der GP104 und legt selbst gegenüber dem GP102 der Titan Xp und Geforce GTX 1080 Ti noch über 15 Prozent drauf. Die Chipflächen sind ziemlich direkt miteinander vergleichbar, weil der 12FFN-Fertigungsprozess von TSMC eine optimierte Version des 16FF+ darstellt, in dem die Pascal-GPUs gefertigt werden - erst 10 und 7 nm bilden echte neue Fertigungsprozesse. Die Unterschiede erklären zumindest teilweise die Preissteigerungen gegenüber der letzten Generation. Wenn Nvidia seine Margen behalten möchte, müssen die Preise steigen, um die größeren GPUs zu finanzieren.
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Trotz der größeren Chipfläche fasst die TU104-GPU weniger Shader als der GP102. Im Vollausbau sind 24 SMs mit 3.072 FP32-Shadern vorhanden, von denen die Geforce RTX 2080 23 respektive 2.944 nutzt. Im GP102 hingegen stecken 30 SMs mit 3.840 FP32-Shadern. Dort kommt zudem ein 384 statt 256 Bit breites Speicher-Interface unter. "Schuld" daran sind vor allem die Tensor- und Raytracing-Kerne in den Turing-GPUs, die Platz einnehmen. Außerdem möchte Nvidia die Shader verbessert haben, unter anderem können sie FP16-, INT8- und INT4-Berechnungen schneller beschleunigen.
Roman "der8auer" Hartung zeigt über seine Social-Media-Kanäle derweil nackte RTX-2080-Ti- und RTX-2080-Karten von EVGA. Während Nvidia nachbearbeitete Bilder verwendet, sind auf der8auers Bildern die echten GPUs aus freier Wildbahn zu sehen, wenn auch als Engineering- und Qualification Samples.

Ich bin gespannt was man mit der zusätzlichen Chipfläche in der Praxis so anfangen kann. Ich glaube ja das fast 50 % nur für die RT und Tensor Cores drauf geht, ich halte das für viel zu viel. Wer dann heute schon in 4k zockt, wird sicher nicht wegen RT auf Full HD zurück gehen wollen.
Heutige Pascal Chips boosten ja schon auf knapp 2GHZ. Da erwarte ich sogar von Turing das es bis auf 2400-2500 MHZ geht.
Chipgröße hin oder her, Fakt ist, dass man aktuell für mehr Leistung als 1080Ti Niveau auch mehr Geld bezahlen muss. Raytracing und sonstige Features geschweige denn der Fertigungsprozess interessieren mich herzlichst wenig. Nicht mein Problem, denn dann gibts ganz einfach auch kein Geld und die GTX 1080 verrichtet weiter ihren Job. Ehrlich gesagt interessieren mich nur noch eine handvoll Spiele wie z.B. das neue Anno oder der Dark Souls Nachfolger Sekiro. Ob ich das Spiel am Ende auch einfach auf der PS4 für einen schmalen Taler genieße ist mir eigentlich recht egal. Eine gebrauchte Playstation kostet 1/4 von einer GTX 2080.
Wenn die Karten eine Weile im Regal liegen wird sich Nvidia schon überlegen ob die statt Gewinn an den Karten eher den generellen Umsatz mitnehmen um ihre Entwicklungskosten zu decken. Eine neue Playstation oder Xbox kommt garantiert und bietet mir sogar nen Blue Player für den Preis.
Wenn die keine 2GHZ schafft mit Overclock dann isses aber ein richtiger Krüppel samt Rückschritt
Hat die neue Generation keinen GPU-Boost mehr?
Selbst eine 1080Ti FE ging im Boost doch ohne weiteres auf 1800Mhz das war ein automatischer Overclock von 320Mhz ohne das die Benutzer auch nur den hauch von Ahnung bezüglich OC brauchten...