Problem bei Turing-GPUs: Inkompatiblität von Integer Scaling mit HDR und Custom-Auflösungen wohl nicht behebbar
Nvidias Integer-Scaling-Option für aktuelle Turing-Grafikkarten war bislang nicht mit HDR und benutzerdefinierten Auflösungen kompatibel. Lösbar ist das Problem offenbar nicht. Laut den Aussagen eines Nvidia-Mitarbeiters in den offiziellen Geforce-Foren vertragen sich die Features untereinander nicht.
Mit dem Gamescom Game Ready-Treiber in Version 436.02 verpasste Nvidia im August seinen eigenen Grafikkarten aus der Turing-Riege nicht nur eine Performance-Spritze. Zugleich wurde für diese auch Integer Scaling als Feature eingeführt. Damit lassen sich weitaus knackigere Bilder auf den Monitor zaubern, wenn beispielsweise Pixelart-Spiele in hohen Auflösungen gespielt werden. Problematisch wird es allerdings, wenn zusätzlich zur Scaling-Option auch HDR oder eine benutzerdefinierte Auflösung hinzukommt. Beides verträgt sich mit Integer Scaling nicht und dabei wird es im Kontext der Turing-GPUs auch in Zukunft bleiben.
Das geht zumindest aus den Aussagen eines Nvidia-Mitarbeiters in den offiziellen Geforce-Foren hervor. Dort fragte ein Nutzer im Feedback-Thread der Geforce Game Ready-Treiber 436.48 nach dem aktuellen Stand der Dinge bezüglich der Kompatibilitätsprobleme. Zunächst hieß es recht unklar vom Nvidia-Mitarbeiter, dass die Inkompatibilität "eine Limitierung der programmierbaren Filter" sei, die zur Implementierung des Features genutzt werden.
Anschließend hakte der Nutzer nochmal genauer nach. Auf die Frage hin, ob es sich um eine absolute Inkompatibilität mit HDR und Custom-Auflösungen handle und nicht auf eine Limitierung des Beta-Status von Integer Scaling zurückzuführen ist, wurde erwidert, dass dies im Bezug auf die Turing-GPUs korrekt sei. "Integer Scaling kann nicht genutzt werden, wenn HDR aktiviert ist oder man eine benutzerdefinierte Auflösung nutzt."
Auch lesenswert: Nvidia Geforce Game Ready 436.51 Hotfix: Fehlerbehebungen für mehrere Spiele
Besitzer einer aktuellen Turing-Grafikkarte müssen sich also in Verzicht üben. Fraglich ist, ob die Problematik mit künftigen GPU-Architekturen von Nvidia aus der Welt geschafft wird. Zumindest auf dem Desktop gibt es vorerst keine Alternative. Auf mobilen Rechnern bietet Intel das Feature hingegen ebenfalls an, allerdings nur in Verbindung mit der Gen11-Grafik der aktuellen Ice-Lake-Prozessoren.
[PLUS] GPU-Benchmarks 2019/2020: Aktuelle und ältere Grafikkarten in neuen Spielen
mehr ...

Sonst probiert man mal die App Lossless Scaling für 3,99. ist sehr gut, kann natürlich kein HDR, müsste aber Customer Resoulutions können, weil die Umsetzung nicht in Hardware gelöst ist.
Naja, wird nicht so dramatisch sein. Stellt euch aber mal vor was unsere grüne Werbedrohne daraus basteln würde.
Anwendungsszenarien dafür findet man zum einen bei älteren Spielen die aktuelle Auflösungen nicht unterstützen wie z.B. viele der 3D Spiele der 90er Jahre wie die alten Tomb Raider Spiele oder Adventures wie The Longest Journey. Zum anderen kann es auch für moderne Spiele nützlich sein, wenn man z.B. ein UHD Display hat. Da kann man dann sauber auf 1080p gehen ohne den Schärfeverlust durch das Skalieren. Bei 1440p schaut 720p nicht so matschig aus wie sonst, aber man hat viel Kantenflimmern und viele Effekte schauen sehr schlecht aus, da die in Abhängigkeit der Renderauflösung berechnet werden wie z.B. DXR Effekte oder die meisten Shader Effekte.
Ich persönlich schalte das Integer-Scaling nur ein wenn ich es auch wirklich brauche, was bei mir nur bei älteren Spielen der Fall ist. In 2160p spiele ich fast gar nicht mehr, da mein Monitor der 2160p kann nur 60 Hz unterstützt und in der Auflösung selbst mit einer 2080ti häufig Abstriche in Spielen gemacht werden müssen um auf die 60 FPS zu kommen. 1080p habe ich auf dem Monitor bisher gemieden und selbst wenn es durch das Integer-Scaling in 1080p jetzt schärfer ausschaut, schaut es meiner Meinung nach in 1440p mit der normalen Bikubischen Skalierung besser aus. Die meisten Spiele spiele ich aber mittlerweile eh auf meinem 21:9 Monitor mit 1440@120 Hz und da komme ich mit meiner 2080ti in der Regel auf mehr als 60 FPS außer in Control, wo ich dann aber DSR hinzuschalte um anstatt 40 FPS um die 60-70 FPS zu erhalten (die genutzte Skalierung von Control ist aber auch ohne DSR sehr gut).
PCGH und co. scheinen sich damit aber 0 auseinanderzusetzen. Jedenfalls hab ich hier bisher absolut gar nichts dazu gehört und Raff hatte ich dazu auch kontaktiert.
Mich schockiert eher die Inkompatibilität der aktuellen Grakapreise des AMD und Nivida Kartells mit meinem Geldbeutel.