Geforce RTX 5000: Hotspot-Temperatur ist wieder auslesbar

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Geforce RTX 5000: Hotspot-Temperatur ist wieder auslesbar
Quelle: Nvidia / Montage: Sven Bauduin

CPUID liest mit HWMonitor 1.65 die Hotspot-Temperatur der Geforce RTX 5000 seit dem 14. Juli wieder aus, ohne Nvidias internes Tool MODS. Besitzer einer Blackwell-Grafikkarte erkennen schlechten Kühlerkontakt damit wieder selbst.

Die Hotspot-Temperatur der Geforce RTX 5000 ("Blackwell"), welche zuvor gesperrt war, lässt sich seit dem 14. Juli wieder mit einem gewöhnlichen Windows-Programm auslesen. Nvidia hatte den Zugriff auf den Messwert zum Marktstart von Blackwell unterbunden, der Sensor selbst blieb indes stets auf der GPU - wir berichteten.

Wer eine Nvidia Geforce RTX 5000 besitzt und unerklärliche Leistungseinbrüche bei hochdrehenden Lüftern beobachtet, kann der Ursache ab sofort wieder selbst auf den Grund gehen und die Hotspot-Temperatur des Grafikprozessors auslesen.

HWMonitor 1.65 macht den Hotspot wieder sichtbar

Das französische Softwareunternehmen CPUID hat mit HWMonitor v1.65 den Zugriff auf die Hotspot-Temperatur der Geforce RTX 5000 wiederhergestellt. Das Diagnose- und Monitoring-Tool listet den Wert jetzt unter Windows wieder als regulären Sensor auf; Nvidias hauseigenes Diagnosepaket MODS ist also dementsprechend nicht mehr nötig, um den Hotspot auszulesen.


Den Hinweis auf die neue Version verdanken wir Community-Mitglied RawMangoJuli aus dem PCGH-X-Forum. Die Redaktion von PCGH bedankt sich für die tolle Unterstützung, welche zu dieser Meldung geführt hat.


Nvidia kappte den Hotspot, der Sensor blieb an Bord

Nvidia hat den Hotspot-Wert der Geforce RTX 5000 im Januar 2025 aus der öffentlichen Schnittstelle für Monitoring-Programme entfernt. Zum Marktstart der Geforce RTX 5090 meldeten GPU-Z, HWiNFO, HWMonitor sowie der MSI Afterburner zunächst einen ungültigen Messwert von 255 Grad Celsius; GPU-Z blendete das Wert ab Version 2.62.0 aus, für die Geforce RTX 4000 blieb die Anzeige indes erhalten.

Dass der Sensor physisch weiterhin auf dem Grafikchip sitzt, belegten brasilianische Reparatur-Spezialisten um Paulo Gomes vergangene Woche mit MODS: Eine Geforce RTX 5070 Ti von Gigabyte lief unter Windows scheinbar unauffällig bei 67 bis 68 Grad, im Diagnose-Log kratzte der Hotspot jedoch insgesamt fünfmal am Temperatur-Limit von 107 Grad und zwang die GPU damit gleich mehrfach, sich herunterzutakten.

Ursache war eingetrocknete Wärmeleitpaste mit trockenen Stellen auf dem Die; nach dem Neuauftrag sank der Spitzenwert auf rund 100 Grad und die Drosselung blieb aus. Ohne die Möglichkeit, den Hotspot auszulesen, tappen Anwender bei entsprechenden Problemstellungen zumeist im Dunkeln.

Geforce RTX 5090 unter Wasser: 17 Grad Abstand zum Hotspot

Eine wassergekühlte Geforce RTX 5090 Frostbite meldet unter HWMonitor 1.65 einen Hotspot von rund 68 Grad bei einem Abstand von 17 Grad zur durchschnittlichen regulären GPU-Temperatur. Gemessen hat der Extrem-Übertakter Madness.

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Für die Einordnung taugt der Vergleich mit dem Reparaturfall aus Brasilien: Dort trennten rund 40 Grad die angezeigte GPU-Temperatur vom Hotspot, hier sind es 17 Grad. Ein Delta im niedrigen zweistelligen Bereich ist bei einer Wasserkühlung unter Volllast unauffällig, ein Abstand jenseits von 30 Grad hingegen ein belastbarer Hinweis auf schlechten Kontakt vom Kühler zum Grafikprozessor.

Wie HWMonitor an den Sensor kommt, bleibt offen

CPUID hat bislang nicht offiziell erklärt, über welchen Weg HWMonitor 1.65 die Hotspot-Temperatur der Geforce RTX 5000 ausliest. Ein Beleg dafür, dass Nvidia die ursprüngliche öffentliche Schnittstelle ("API") wieder geöffnet hat, ist das Update ausdrücklich nicht; ebenso denkbar ist ein undokumentierter Pfad, der an der offiziellen Programmierschnittstelle vorbei führt.

HWMonitor 1.65 macht die Hotspot-Temperatur der Nvidia Geforce RTX 5000 wieder auslesbar. Quelle: CPUID HWMonitor 1.65 macht die Hotspot-Temperatur der Nvidia Geforce RTX 5000 wieder auslesbar. Bemerkenswert ist das deshalb, weil in der vergangenen Woche noch als ausgemacht galt, dass Programme wie GPU-Z und HWiNFO den Sensor niemals nachrüsten könnten: Der Windows-Treiber sperrt ihn beim Systemstart, so hieß es.

Genau diese Annahme ist mit HWMonitor 1.65 hinfällig. HWiNFO soll nachziehen, der Entwickler hat den Angaben zufolge eine neue Beta in der Version 8.51 mit Hotspot-Unterstützung für die Geforce RTX 5000 hinterlegt.

Für GPU-Z und AIDA64 steht eine entsprechende Anpassung derzeit aus. Nvidia selbst hat sich zu der Sperre bis heute nie offiziell geäußert.

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Quelle: HWMonitor via VideoCardz

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    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von RawMangoJuli Lötkolbengott/-göttin
        Mit der 5060 Ti übertaktet komm ich bis auf 103°C , also 25K delta zur normalen Temperatur.
      • Von RawMangoJuli Lötkolbengott/-göttin
        Mit der 5060 Ti übertaktet komm ich bis auf 103°C , also 25K delta zur normalen Temperatur.
      • Von Blackfirehawk BIOS-Overclocker(in)
        Naja 17grad mehr Hotspot als avg auf der 5090.. passt schon..
        Kenn das schlimmer
      • Von Tornavida Freizeitschrauber(in)
        Besser ein Schätzeisen als gar nichts . Reicht um ein eventuelles grundlegendes Problem aufzudecken. Im Zweifelsfall sich an dem höchsten Wert orientieren.

        Dank & Grüsse gehen an alle Beteiligten raus.
      • Von saphira33 Software-Overclocker(in)
        Uhh muss ich heute Abend auch mal testen.
        Aber hatte bisher nie das gefühl in ein Temp Limit gerannt zu sein.
      • Von midwed Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Ja prima, da freut man sich doch - obwohl ich dei Angabe bisher nicht gebraucht habe, da keinerlei Probleme

        Sollte es aber mal welche geben, dann ist der Wert natürlich wichtig - auch wenn es ja offenbar nicht exakte Werte sind

        Zitat von Pokerclock
        Igor hat ebenso ein Tool entwickelt.
        Wer sich dafür interessiert: Blackwell-Hotspot mit dem IBHE (igor’sLAB Blackwell Hotspot Estimation) auslesen – Schätzung, Registerfunde, Download und eine berechtigte Frage an NVIDIA (igorslab.de)
      Direkt zum Diskussionsende
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