Nvidia Geforce RTX 2080 (Ti) in Aktion gefilmt: Lüftergeräusch, Design und Leistung mit AI-Kantenglättung
Aktualisierung vom 23.08.2018: PC Games Hardware hatte die Gelegenheit, Nvidia in Köln zu besuchen. Die dort aufgestellten Demo-Rechner protzten mit moderner Geforce-RTX-Grafik, Codename "Turing". Benchmarking war zwar noch nicht möglich, allerdings haben wir die Geforce RTX 2080 Ti in Aktion gefilmt. Außerdem verrät Nvidia offiziell: Die RTX 2080 ist rund 50 Prozent schneller als die GTX 1080.
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Aktualisierung vom 23.08.2018: Sie finden nun auch das versprochene Video im Abschnitt RTX 2080 in Aktion gefilmt.
Wer die vergangenen Tage nicht unter einem Stein oder hinter dem Mond verbracht hat, weiß: Nvidias neue Grafikkartenserie mit dem Codenamen Turing nähert sich der Markteinführung und läutet damit das Zeitalter des Echtzeit-Ray-Tracings ein. Ab dem 20. September werden die Geforce RTX 2080 Ti (TU102-Chip) und Geforce RTX 2080 (TU104) verfügbar sein. Um den Appetit anzuheizen, lud Nvidia die Presse zur Tuchfühlung ein. Auch PC Games Hardware reiste nach Köln, um sich ein Bild von Turing zu verschaffen.
Geforce RTX 2080 ist 50 Prozent schneller als GTX 1080
Das behauptet Nvidia auf dem zur Veröffentlichung freigegebenen Appetithappen. Naturgemäß lassen derartige Präsentationen das neue Produkt nur im besten Licht dastehen, eine Vorschau ermöglichen die offiziellen Angaben aber dennoch. Deren zufolge ist die Geforce RTX 2080, das zweitschnellste und -teuerste Turing-Modell, ungefähr 50 Prozent flotter als die Geforce GTX 1080, welche seit Mai 2016 Nvidias High-End darstellt. Mal ist der Abstand etwas geringer, mal etwas größer. Alle Benchmarks wurden in den Nvidia Performance Labs in Ultra HD entweder mit SDR- oder HDR-Farbwiedergabe erstellt; Detaileinstellungen sind unbekannt.
Quelle: Nvidia
Geforce RTX 2080 vs. GTX 1080
Die zweite Präsentationsfolie zeigt die Geforce RTX 2080 allein im luftleeren Raum, Vergleichskarten fehlen. Nvidia bewirbt hier die sehr hohe Leistung "out of the box", sprich, ohne Übertaktung durch den Nutzer. Getestet wurde hier ausnahmslos Ultra HD mit HDR-Farbtiefe - mit Bildraten zwischen magischen 60 und 93 Fps. Auch hier fehlen Detaileinstellungen.
Quelle: Nvidia
Geforce RTX 2080 vs. Geforce GTX 1080
Geforce RTX 2080: Mit AI-Kantenglättung noch schneller
Der ersten Folie ist weiterhin zu entnehmen, dass Kantenglättung die Leistung von Turing steigert - das klingt zunächst unplausibel, lässt sich allerdings erklären. Erstens ist nicht irgendeine, sondern eine spezielle, mit Turing vorgestellte Bildglättung gemeint: Deep-Learning-Anti-Aliasing (DLAA) respektive DL-Super-Sampling (DLSS). Diese macht intensiven Gebrauch vom Novum der Architektur, den Tensor Cores. Diese neuen Rechenwerke liefern laut Nvidia mehr als 100 Tera-FLOPS an FP16-Rechenleistung - und die wollen genutzt werden. Das funktioniert folgendermaßen: Mithilfe von sogenanntem Training wird ein neuronales Netzwerk solange mit Bildern gefüttert, bis es den Unterschied zwischen unerwünschter Low-Res-Qualität und Hi-Res-Bildern erkennt. Erkenntnis ist der erste Weg zur Besserung, hier in Form der Fähigkeit, einem Bild in Echtzeit zusätzliche Pixel zu spendieren. Der Algorithmus macht sich ergo die (Offline-)Erkenntnisse eines Supercomputers zunutze und wendet sie blitzschnell lokal am eigenen Rechner an.
Warum die Geforce RTX 2080 mit DLAA/DLSS schneller wird als ohne, können wir nicht mit Fakten belegen, eine Theorie haben wir jedoch auf Lager: Steuern die Tensor Cores zusätzliche Pixel bei, wird das Standard-AA deaktiviert, was die konventionellen Rechenwerke entlastet. Wir werden uns im Test der Geforce RTX 2080 (Ti) selbstverständlich ansehen, was DLAA in Aktion leistet.
Geforce RTX 2080 Ti in Aktion gefilmt
Mit selbst erstellten Performance-Angaben zur Geforce RTX 2080 (Ti) können wir noch nicht dienen, aber mit einem Ersteindruck der Karte in Aktion. Hier die Beschreibung zu unserem Video: "Bei Nvidia hatten wir die Gelegenheit, uns den neuen Referenzkühler in einem offenen Aufbau anzusehen und einen ersten Eindruck der Lautstärke zu erhalten. Wir bitten, die verbesserungsfähige Ton- und Bildqualität zu entschuldigen. Der kaum vorhandene Lautstärkeunterschied bei nahem Herangehen an die Geforce RTX 2080 Ti verrät jedoch, dass die Karte selbst bei hoher Last leise arbeitet - leiser als die daneben ausgestellten Vergleichsmodelle (Geforce GTX 1080 Ti FE)."
[...] allerdings sticht die Karte im Lautheits-Subjektivtest jede andere Geforce-Referenzkarte der vergangenen Jahre aus.
Einer der zahlreichen Demo-Rechner wurde nicht in ein schmuckes Gehäuse gepackt, sondern renderte im Freiluftaufbau - ideal, um die Kamera vor und das Ohr an die Karte zu halten. Zwar sind Hands-on-Events nicht gerade für ihre geringe Geräuschkulisse bekannt, allerdings konnten wir uns anhand der Geforce RTX 2080 Ti Founder's Edition live davon überzeugen, dass der Kühler sehr leise arbeitet. Erst wenige Zentimeter von der Karte entfernt war ein leises Surren wahrnehmbar. Dabei lag hohe Last an, die Karte renderte die Infiltrator-Demo mit DLSS. Bitte legen Sie die Angabe nicht auf die Goldwaage, dafür ist es noch zu früh, allerdings sticht die Karte im Subjektivtest jede andere Geforce-Referenzkarte der vergangenen Jahre aus. Das hat nicht nur monetär seinen Preis: Wie wir bei der Luftstromanalyse mit einem sehr empfindlichen Messgerät - unserer Hand - feststellten, verwirbelt der Geforce-RTX-Referenzkühler den mit Abstand größten Teil der Abwärme im Gehäuse. Angesichts der rechtwinklig zur Slotblende ausgerichteten Kühllamellen und der weitestgehend geschlossenen Slotblende ist das auch nicht anders zu erwarten.
Damit folgt Nvidia erstmals bei einer Referenzkarte dem Pfad, den eigentlich die Partnerfirmen exklusiv beschritten, anstelle eines Direct-Heat-Exhaust-Designs. Die Geforce GTX Titan Z klammern wir angesichts der Dual-GPU-Bauweise bewusst aus - RTX 20 verfügt aber zweifellos über das erste Doppellüfter-Axialdesign.
Bevor Sie angesichts der guten Nachrichten auf "Vorbestellen" klicken: Warten Sie besser noch ein paar Wochen, denn dann klärt PC Games Hardware unfassend über die tatsächliche Turing-Performance in rund 30 Spielen auf, natürlich garniert mit den bewährten Lautheits- und Leistungsaufnahmemessungen.


ansonsten: schöne diskussion hier!
KRASS!!! Das Lüftergeräusch hört sich so an als würde im Hintergrund ne Menschenmenge zugegen sein. Crazy...
die aufnahmetechnik ist recht boogie, solange man die videos hier weiterhin so komprimiert hochlädt. UHD oder wenigstens FHD wären mal ne Maßnahme!
ansonsten: schöne diskussion hier!