Das einflussreichste PC-Spiel aller Zeiten? Nvidia-Chef mit klarer Meinung
Im Interview spricht Nvidia-Chef Jensen Huang über das aus seiner Sicht einflussreichste PC-Spiel aller Zeiten. Mit Doom geht er weit zurück in die 90er-Jahre. Und letztlich gibt es eine verblüffende Aussage zur Geforce-Marke.
Jensen Huang dürfte in letzter Zeit wenig Interviewfragen zum Gaming bekommen haben, weil KI das große Thema ist. Doch im Video-Podcast mit Lex Fridman geht es ausnahmsweise auch mal um Geforce und Gaming.
Doom und Virtua Fighter ganz vorn
Über Huangs leicht revidierte Aussagen zu den Reaktionen auf DLSS 5 hat PCGH bereits berichtet. In derselben Episode des Tech-Podcasts von Lex Fridman wird Jensen Huang auch gefragt, welches das aus seiner Sicht beste oder einflussreichste Spiel aller Zeiten ist. Huang antwortet kurz und knapp mit Doom, einem PC-Spiel von 1993. Es sei "ohne Zweifel Doom, da es den Beginn der 3D-Ära" darstelle, so Huang weiter. Doom hätte aus künstlerischer und kultureller Sicht einen großen Einfluss auf die Branche ausgeübt. Der Shooter von id Software habe den "PC zu einem Gaming-Gerät gemacht", was ein "extrem wichtiger" Moment gewesen sei.
Natürlich hätte es schon vorher Flugsimulationen gegeben (Hinweis: Der erste Microsoft Flight Simulator stammt von November 1982). Aber diese hatten schlicht nicht die Popularität von Doom, "um die Branche so stark zu verändern". Doom sei auch deshalb prägend gewesen, weil der PC dadurch von einem "reinen Bürogerät zu einem Personal Computer für Familien und Spieler" wurde.
Aus rein technologischer Sicht würde Jensen Huang hingegen Virtua Fighter nennen - kein Wunder, gab es Mitte der 90er-Jahre doch eine sehr enge Kooperation zwischen Nvidia und SEGA. Nvidia stellte 1995 den NV1 vor, der sich am Markt aber nicht durchsetzen konnte. Da kam der Auftrag von SEGA gerade richtig, 1996 die GPU für die kommende SEGA Dreamcast zu entwickeln. Das scheiterte zwar, aber SEGA investierte weiter in Nvidia, was zum Riva 128 und einem Fortbestand des GPU-Entwicklers führte.
Im Podcast tätigt Huang auch eine überraschende Aussage zur Geforce-Marke. So gelte Geforce bis heute als "wichtigste Marketingstrategie" von Nvidia. Erklärt wird das so: "Menschen würden Nvidia oft schon in ihren Teenagerjahren kennenlernen. Dann gehen sie aufs College, wissen bereits, wer Nvidia ist - und am Anfang geht es einfach ums Spielen, etwa Call of Duty oder Fortnite. Später nutzen sie dann CUDA, und noch später arbeiten sie mit Nvidia-Technologien in Programmen wie Blender, Dassault oder Autodesk".
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Ich denke die Verbreitung der 3D-Konsolen war da entscheidender, denn darauf hatte damals ja eher die Genres, die der Arcade wirklich Konkurrenz gemacht haben (Beat 'm Ups, Arcade-Racing usw.), während damals am PC ja eher Strategie, Sims und Ego-Shooter angesagt waren. Lag natürlich auch an der Location - die Big Player in der Arcade kamen aus Japan, wo der PC damals im Vergleich zu Konsolen als Spielemaschine eben wesentlich weniger populär war.
Aber gut, natürlich hat je nach Location auch der PC eine gewisse Rolle gespielt, das will ich nicht leugnen.
Wobei zumindest auf Konsolenebene die erste Generation (Saturn, PS1, N64) bekanntlich nicht wirklich schöne Optik zaubern konnte. Das war ein Pixelgeschimmere, es gab Fliegengitter-Transparenzen oder Unschärfe + Nebel (je nach Konsole). Ich fands furchtbar! Damit war es erst Ende 1998 mit der Generation ab Dreamcast vorbei, so dass das ganze dann auch wirklich einigermaßen schön (!) aussah.
Dementsprechend gings mit der Arcade auch erst ungefähr zu dieser Zeit wirklich bergab - in der Zeit um 1993/1994 gab es noch EXTREM populäre Games wie Daytona USA, Virtua Fighter oder Ridge Racer, die in der Arcade wirklich enorm erfolgreich waren. Da gabs zwar Heimumsetzungen von, aber die waren technisch nicht mal im Ansatz damit vergleichbar. Auch in der Zeit zwischen 1996 und 1998 gabs dann Über-Kracher wie Scud Race o. ä., die dem Heimbereich inkl. PC um Meilen voraus waren, das war ja gar kein Vergleich.
Aber auch die Gewohnheiten haben sich halt auch geändert - die Games wurden umfangreicher, haben dem Spieler immer mehr an Langzeitmotivation geboten, während in der Arcade ein paar Minuten Spaß angesagt waren. Und irgendein Gerät zum Spielen hatte dann fast jeder zu Hause... ich denke das war der Hauptgrund für den Rückgang der Arcade, Games sind halt im Mainstream angekommen.
Also haben die Leute dann immer mehr eher zu Hause gespielt und es hat sich für Namco, Sega etc. gar nicht mehr gelohnt, noch ein System für die Arcade zu bauen, das wirklich allem voraus war wie seine Vorgänger.
Ab der PS1 gabs auf Basis von jeder Konsole Arcade-Hardware, später dann auch mit reinen PC-Komponenten. Da hat man dann kaum bis gar nicht mehr eigene Arcade-Hardware entwickelt bzw. zusammengestellt. Zu teuer für immer weniger finanziellen Rückfluss...
Wobei ich nicht weiß, wie da die Bestimmungen in andern Ländern waren, aber ich meine mich zu erinnern, dass man dort viel, viel leichter mal den Weg in eine Spielhalle gefunden hat.
Solche Spiele gab es in der Arcade bereits Jahre vorher, in sehr ähnlicher Machart (damals noch auf LaserDisc), es gab sie auch noch lange danach (z. B. Star Wars Trilogy Arcade im Jahr 1998 - dann natürlich mit echter 3D-Grafik statt vorgerenderten Inhalten) und mal ehrlich, rein spielerisch war Rebel Assault wirklich kein Hit (verzeih mir!).
Aber ich finde, genau damals, als dann CD-ROM rauskam, also so hab ich die Zeit erlebt, kam der Umschwung, dass Games auf dem PC immer besser wurden und die Arcades sich nicht mehr so extrem abheben konnten. Und als echtes 3D dann auch auf dem PC kam und die ersten 3D-Spielkonstolen, da waren die Arcade-Automaten echt schon sehr wenig. OK, kann auch mit dem damaligen Jugendschutz zu tun haben, wo plötzlich alles nur noch ab 18 war.
Es waren dann eher wie du sagst aufwendige Rennsimulatoren usw., die mit guter 3D-Grafik kamen, was der PC noch nicht konnte und man eh nicht die Fahrkabinen usw hatte. Aber irgendwie fand ich, da ging die Luft raus. Die Automaten waren unfassbar teuer und so war auch das Spielen daran.
Es war ein schleichender Prozess und ja, Rebel Assault, die Steuerung war eine einzige Katastrophe ^^ Hat trotzdem gereicht, dass ich mir ein CD-ROM zugelegt habe ^^
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Rebel Assault hat quasi das Ende der Spielhallen Ära eingeleitet.
Wobei ich persönlich kein Freund davon bin, solche Entwicklungen an einem einzigen Titel festzumachen. Für mich ist das ein Prozess, an dem vieles beteiligt war (Personen, Spiele, Systeme, ...) und der sich über einen langen Zeitraum vollzogen hat.
Aber ja, sicher ganz massiv einflussreiches Spiel mit Wow-Faktor, da sind einem die Augen rausgefallen.
Aber Rebel Assault hat das Ende der Spielhallen-Ära eingeleitet?
Hat sicher der CD-ROM mit zum Durchbruch im PC-Bereich verholfen und dank Star Wars-Lizenz auch massiv populär, so weit bin ich dabei.
Aber DER einleitende Faktor des Endes der Arcades? Hmmmm... würde sagen, eher nicht.
Solche Spiele gab es in der Arcade bereits Jahre vorher, in sehr ähnlicher Machart (damals noch auf LaserDisc), es gab sie auch noch lange danach (z. B. Star Wars Trilogy Arcade im Jahr 1998 - dann natürlich mit echter 3D-Grafik statt vorgerenderten Inhalten) und mal ehrlich, rein spielerisch war Rebel Assault wirklich kein Hit (verzeih mir!).
Ganz tot war die Arcade auch nie, zum Beispiel bei Spielen, die vom "Crowd-Factor" leben. Sprich wo man vor einem Publikum zeigen kann, was man drauf hat. In einigen Ländern sind bestimmte Genres in der Arcade daher noch sehr, sehr präsent.
Dazu kommt, dass in der Arcade Spielerfahrungen möglich sind, die es zu Hause schlicht nicht gibt, wie spezielle Peripheriegeräte, Hydraulik, in einen echten Wagen steigen und was sie sich alles einfallen lassen.
Oder 8-fach verlinkte Cabinets im MASSIV populären Daytona USA, in Ridge Racer und Konsorten! Sowas fand man daheim nicht.
Trotzdem ist natürlich nicht zu leugnen, dass die Popularität massiv zurückging.
Das war meiner Meinung nach vor allem in der Zeit der Fall, als a) 3D-Konsolen und 3D-Beschleuniger am PC für jedermann verfügbar wurden, b) Gaming vom Nerd-Dasein mehr und mehr in den Mainstream gerückt ist (war ungefähr zeitgleich der Fall) und bald jeder Haushalt daher ein solches Gerät hatte und c) als man in Sachen Grafikqualität später mit der Arcade ungefähr gleichzog (im Konsolenbereich mit Dreamcast, am PC eventuell schon etwas früher. Neo Geo mal ausgeklammert).
Bei Punkt C) ist natürlich noch zu bedenken, dass sich das ganze gegenseitig beeinflusst hat:
Der Massive Erfolg beispielsweise der PlayStation hat dafür gesorgt, dass weniger Leute in die Spielhallen rannten; und weil weniger Leute in die Arcades kamen, hat es sich beispielsweise für Sega nicht mehr gelohnt, noch ein Model 4 zu entwickeln.
Während also das mächtige, 20.000 $ teure Model 3 Board im Jahr 1996 in Sachen Technik noch alles in Grund und Boden dominierte, war der "Nachfolger" mehr ein technologischer Sidestep und eher die Verwurstung der Dreamcast-Hardware in der Arcade, so dass man dann eine fast identische Hardwarebasis hatte. Somit gabs dann noch weniger Grund für die Leute, in die Arcades zu rennen - die Games erschienen schlicht auch zu Hause.
Na ja, nur meine 2 Cent zu dem Thema.
PS
nVidia hat sich mit dem nV1 natürlich "dank" der Quad-basierten Architektur keinen Gefallen getan, war dadurch aber natürlich ein geeigneter Partner für Umsetzungen (Model 1, 2 und 3 und auch der Sega Satan setzten ja ebenfalls auf Quads).