8K-Videobearbeitung: Nvidia und RED Digital Cinema stellen Software-Toolkit vor
In Kooperation mit RED Digital Cinema will Nvidia das Bearbeiten von 8K-Videomaterial nicht nur beschleunigen, sondern auch deutlich kosteneffizienter gestalten. Die Grundlage dafür bildet das nun vorgestellte Redcode-Raw-SDK.
Nvidia und RED Digital Cinema haben sich in Sachen 8K-Videobearbeitung zusammengeschlossen und ein Software-Developement-Toolkit (SDK) vorgestellt, dass die Echtzeitbearbeitung von 8K-Videomaterial im Verbund mit Nvidia-Grafikkarten beschleunigen und zugleich auch noch den Geldbeutel schonen soll.
Das Toolkit für Softwareentwickler läuft unter dem Namen Redcode Raw und bedient sich der CUDA-Kerne von Nvidia-Grafikkarten. Der Bedarf für ein teures Setup mit spezieller Hardware etwa in Form der Red Rocket-X beziehungsweise nochmals deutlich teurere Dual-CPU-Workstations entfällt. Stattdessen reiche eine einzige Nvidia GPU, heißt es im Blog-Beitrag zur Vorstellung des SDK. Im Zuge der Präsentation wurde die 8K-Videobearbeitung mittels Redcode Raw anhand einer HP Z4 Workstation mit nur einer CPU sowie einer Nvidia Quadro RTX 6000 gezeigt. Vergleicht man die Einzelkosten der Grafikkarte in Höhe von 6.300 US-Dollar mit denen einer Red Rocket-X - 6.750 US-Dollar - lassen sich im Bestfall einige Hundert US-Dollar einsparen. Dafür lässt sich das 8K-Ausgangsmaterial in Echtzeit mit mehr als 24 Frames pro Sekunde bearbeiten. Deutlich größer ist der Kostenunterschied insofern eine Titan RTX oder Geforce RTX 2080 Ti zum Einsatz kommt. Laut Nvidia lasse sich mit diesen Grafikkarten eine ähnliche Leistung erzielen. Austesten lässt sich das ab dem ersten Quartal 2019 mittels der ersten Software basierend auf dem neuen Software-Toolkit für Entwickler in Form von Redcine-X Pro.
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Zwar steckt der 8K-Auflösungsstandard noch weitestgehend in den Kinderschuhen, für Filmemacher und Content-Creator sei dieser laut Nvidia bereits jetzt schon von wesentlicher Relevanz. Das sogenannte "Overshooting", also das Aufzeichnen in einer höheren Auflösung als für das fertige Video angedacht, habe diverse Vorteile beispielsweise in Form einer höheren visuellen Qualität durch Downsampling. Vom Massenmarkt ist 8K jedoch noch weit entfernt. Das Angebot an passenden Ausgabegeräten ist noch stark eingeschränkt und der Preis zugleich sehr hoch - beispielsweise Samsung 4.000 Euro teurer QLED 8K Q900. Dennoch lassen sich 8K UHD-Videos bereits via Youtube abrufen, während in Japan unlängst der erste 8K-TV-Sender an den Start gegangen ist. Dominiert wird der Markt aber weiterhin von Full-HD-Geräten, auch wenn in diesem Jahr laut Prad 4K-Fernseher zunehmend Fuß fassen konnten.
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Aber gut für die Content Creator. Ist nur die Frage, ob das ganze qualitativ gleichwertig ist. Wenn ja, spart man eine ganze Menge Hardwarekosten. Btw. Auch wenn es kaum finales 8k Material gibt, eignet sich die Auflösung doch prima als Quellmaterial.