[PLUS] Geforce RTX 2070 inkl. Herstellerdesigns im großen Print-Test
PCGH Plus: Mit der Geforce RTX 2070 steigt Turing ins 500-Euro-Segment hinab. Wie sich der neue TU106-Chip gegen die Vega-Grafikkarten und Pascal-Oberklasse schlägt, erfahren Sie in diesem Artikel. Der Artikel stammt aus PC Games Hardware 12/2018.
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Spar-Turing: RTX 2070
Mitte Oktober hat Nvidia sein Turing-Portfolio vorerst komplettiert. Die Geforce RTX 2070 bringt alle Errungenschaften rund um höhere Effizienz, Raytracing und Machine Learning in freundlichere Preisbereiche - ab 519 Euro geht's los. Für wen sich die Karte lohnt und welche Designs die Boardpartner erschaffen haben, erfahren Sie auf neun prallen Seiten.
"Nesthäkchen" TU106
Die Basis für die Geforce RTX 2070 bildet ein neuer Grafikchip: der TU106. Mit 10,8 Milliarden Schaltungen auf 445 mm² Kernfläche handelt es sich um die bisher kleinste Turing-GPU. Doch "klein" ist relativ: Im Vergleich mit dem 471 mm² belegenden Pascal GP102, Herz der GTX 1080 Ti und Titan X(p), ist der Turing-Spross nur unwesentlich kleiner - die Stagnation bei der Strukturbreite führt zu durchweg großen Chips.
Auf der Geforce RTX 2070 kommt der Vollausbau des TU106 mit 36 Shader-Multiprozessoren (SMs), organisiert innerhalb von drei Graphics Processor Clustern (GPCs), zum Einsatz. Das ergibt 2.304 FP32-ALUs, 288 Tensor- und 36 Raytracing-Kerne - unter dem Strich circa 25 Prozent weniger Rohleistung als bei der RTX 2080. Ganz anders sieht es beim Backend des TU106 aus, hier zieht die RTX 2070 mit der RTX 2080 gleich: Nvidia installiert 64 Raster-Operatoren nebst angeschlossener 4 MiByte Level-2-Cache und einer 256-Bit-Speicherschnittstelle. Daran hängen 8 GiByte GDDR6-RAM (14 GT/s), die auf eine Transferrate von 448 GByte/s kommen. So löblich das ist, gibt es doch einen kleinen Haken. Keine Sorge, Überraschungen wie ein segmentiertes Speichersubsystem à la GTX 970 bleiben aus. Das Layout mit nur drei GPCs führt beim TU106 dennoch zu einer kleinen "Behinderung" im Frontend: Da jeder Cluster einen Rasterizer enthält, welcher 16 Pixel pro Takt durchschleusen kann, ergibt sich eine Füllrate von 3 × 16 = 48 Pixel pro Zyklus. Das ist weniger, als die 64 ROPs bearbeiten können (1 Pixel pro ROP). Letztere werden erst ausgelastet, wenn beispielsweise Multisample-Anti-Aliasing zum Einsatz kommt. Wir haben synthetische Benchmarks zurate gezogen, die der RTX 2070 eine um effektiv 25 Prozent geringere Pixelfüllrate als der RTX 2080 bescheinigen. Das ist ein gutes Ergebnis, denn mit drei anstelle von sechs GPCs ergibt sich theoretisch ein Pro-Takt-Malus von satten 50 Prozent gegenüber der RTX 2080. Dies wirkt sich nicht auf alle Spiele aus und wird durch die erwähnte Stärke des Speichersubsystems entschärft. Die übrigen Funktionen gleichen dem TU102 und TU104, welche wir in der PCGH 11/2018 erläutern.
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Folgende Tests finden Sie im Artikel:
- Leistungsdaten synthetisch geprüft
- Leistungsaufnahme-Treiberfix
- Leistung der Partnerkarten: Shadow of the Tomb Raider
- Benchmarks: Full HD und WQHD (10 Spiele, 11 Grafikkarten)
- 5 Partnerkarten im Vergleich zur Founders
Folgende Produkte finden Sie im ersten Test:
- Asus Geforce RTX 2070 ROG Strix O8G
- Gigabyte Geforce RTX 2070 Gaming OC 8G
- MSI Geforce RTX 2070 Armor 8G
- MSI Geforce RTX 2070 Gaming Z 8G
- Zotac Geforce RTX 2070 AMP Extreme
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