Nvidia Geforce 2018: Erstes Turing-Tape-Out soll fertig sein

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Nvidia Geforce 2018: Erstes Turing-Tape-Out soll fertig sein
Quelle: Nvidia

Nvidia soll bereits vor einigen Wochen den Tape-Out einer ersten Turing-GPU für Spieler fertiggestellt haben. Erstes Silizium könne jeden Moment bei Nvidia eintreffen, um bis zu einer möglichen Markteinführung im dritten Quartal Optimierungen beziehungsweise Fehlerkorrekturen vornehmen zu können. 7-nm-GPUs in Form von Geforces werde es erst später geben.

Aus dem Forum von beyond3d.com stammen Gerüchte, wie es um den Status von Nvidias angeblich Turing getaufter GPU-Generation bestellt sei. Den Verfasser "Erinyes" kennt man schon seit einer Weile. Zuletzt gab er im Januar 2016 einen Ausblick auf die Pascal-Ableger GP102, GP107 und GP108, der sich als korrekt herausstellte. Die jüngsten Aussagen stimmen mit vorangegangenen Spekulationen überein, laut denen Nvidia neue Geforce-Grafikkarten frühestens zur Computex 2018 im Juni ankündigen werde, wahrscheinlich aber erst später.

Anfang 2018 soll Nvidia den Tape-Out zu einer ersten Turing-basierten GPU vollzogen haben. Dabei wird das Chipdesign in einer ersten Iteration fertiggestellt und an den Auftragsfertiger übermittelt - in diesem Fall dürfte ein weiteres Mal TSMC gefragt sein. Der Auftragsfertiger richtet daraufhin die nötigen Masken ein und belichtet erstes Testsilizium. Dieses könne jetzt jeden Tag zurück bei Nvidia ankommen, woraufhin der Chiphersteller die Optimierungsphase einläuten könne. Kleinere Fehler könnten noch ausge-, das Taktverhalten verbessert werden.

Auch "Erinyes" geht davon aus, dass die Veröffentlichung der ersten neuen Geforce-Grafikkarten im späten dritten Quartal stattfinden werde. Sollten die Angaben stimmen, spricht das für einen Einsatz von TSMCs 12FFN-Fertigung, einer optimierten 16-nm-Version. 7-nm-Prozesse dürften zu diesem Zeitpunkt kaum rentabel für Grafikchips einsetzbar sein. Das Forumsmitglied spricht gar von einer Verspätung erster 7-nm-GPUs aus dem Hause Nvidia für Spieler, weil die Kosten zu hoch und die Verfügbarkeit zu Beginn zu niedrig seien. Vor den Spielern werde der Chiphersteller Profis mit Ampere in 7 nm im ersten Halbjahr 2019 bedienen - was mit Aussagen übereinstimmt, dass Ampere den Nachfolger von Volta darstelle.

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    • Kommentare (93)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von 4B11T Software-Overclocker(in)
        Welche physikalischen Grenzen sollen das denn sein? Da ist noch seeeeehr viel Potential
      • Von 4B11T Software-Overclocker(in)
        Welche physikalischen Grenzen sollen das denn sein? Da ist noch seeeeehr viel Potential
      • Von Echo321 Software-Overclocker(in)
        Zitat von wolflux
        7 Nm sind für mich nicht vorstellbar, hatte Intel nicht schon Probleme damit?
        Nach 7 Nm muss bestimmt eine neue Fertigungstechnik her.
        Nach 7nm wird nicht mehr viel kommen. Irgendwann sind physikalische Grenzen erreicht und denen nähert man sich schon stark an. Meiner Erwartung nach wird die Entwicklung irgendwo um 10nm stehen bleiben. Wirtschaftlich und physikalisch befindet sich da wohl irgendwie der Sweet Spot. Das nächste Themen werden dann mehr Kerne sein. Bei CPU sind wir da ja schon vor Jahren angekommen.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Khabarak
        Das gab es früher schon häufiger - bei ATI z.B. die 4470.
        4770?

        gemeinerweise hieß der Chip aber RV740 (entgegen dem großen, der 770
        hieß) vermutlich deshalb dein Zahlendreher
        Radeon HD 4770 im Test: ATis erste 40-nm-Grafikkarte uberzeugt durchweg - ComputerBase
      • Von Locuza Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Khabarak

        Volta und Pascal sind sich recht ähnlich bei den SMs.
        Im Grunde hat Nvidia über die verschiedenen Maxwell/Pascal Architekturen mehr und mehr in Richtung einer Aufteilung, wie bei AMD hingearbeitet - und in ein paar Teilen auch übertroffen.
        Daher ist es arg unwahrscheinlich, dass sie diesen Pfad verlassen und plötzlich etwas ganz anderes machen, wo sie mit der Maxwell Grundarchitektur ganz gut fahren.
        Sie können sicher noch im einen, oder anderen Bereich ein paar Optimierungen einbauen.
        Wenn man Maxwell als eigenständige Basis ansieht und nicht als eine weitere Iteration von Fermi, wieso sollte man Volta als eine weitere Iteration ansehen?
        Das Cache-System ist anders, die ISA ist eine andere, mit anderen Instruction-Time-Cycles, die Partitionierung von den Cores ist in allen Fällen anders.

        Das ist mehr, als was ich persönlich als Maxwell v3 durchgehen lassen würde und wenn man da anderer Meinung ist, frage ich mich wie oben erwähnt, wieso bezeichnet man das Ganze dann z.B. nicht als Fermi v6, wo viele Grundpfeiler der Architektur nach wie vor verankert sind?

        Bei Turing gibt es keine gesicherte Informationen, wie die Architektur aussieht und letztendlich hilft es nur wenig zu wissen, ob Nvidia da einen "Refresh" baut oder etwas "Neues".
        Das ist alles so ungenau und relativ und letztendlich kann ich nur einen sehr groben Erwartungsrahmen aufbauen, aber welche praktischen Ergebnisse einen erwarten sind völlig offen.
      • Von DARPA Volt-Modder(in)
        Zitat von Freiheraus
        @DARPA
        Zwischen GP100 und GV100 gabs einen entsprechenden Preisanstieg, u. a. weil die Chip-Fläche deutlich gewachsen ist, um wirtschaftlich zu bleiben findet das Binning auf Kante statt und was ist die Ausbeute des Ganzen? Die Titan V liegt in Games durchschnittlich ca. 15% vor der Titan Xp, im GPU-Limit, also UHD. Das TDP-Budget konnte gehalten werden, weil man kostspielig in die Breite ging (kein Taktanstieg nötig) und HBM2 inkl. Interface insgesamt sparsamer ist als GDDR5X inkl. Interface (wobei letzterer ebenfalls merklich sparsamer als GDDR5 inkl. Interface sein dürfte, ähnlich wie GDDR6).
        GP100 und GV100 nutzen beide HBM, das ist also kein Argument. Mit einer Erhöhung der Taktrate rechne ich auch nicht, ist ja auch nicht zwingend notwendig.
        Von der Titan V Gaming Performance abzuleiten, würde ich mir nicht zutrauen. Dafür sind die Ergebnisse viel zu breit gestreut. Im Grunde gehts mir da auch nicht drum. Ich schaue nur, wo Möglichkeiten bei Prozess und Design liegen könnten.

        Zitat von Khabarak
        Der Sprung bedeutet nur, dass sie weniger Sicherheitsabstand zwischen den Strukturen genutzt haben - eben ein verfeinerter 16nm Prozess.
        Es geht immer noch um den Punkt der Leistungseffizienz. Das kommt nicht allein durch 12FFN.

        Zitat von Khabarak
        Im Grunde hat Nvidia über die verschiedenen Maxwell/Pascal Architekturen mehr und mehr in Richtung einer Aufteilung, wie bei AMD hingearbeitet
        Meinst du damit ALUs pro SM? Dann muss man nämlich auch zwischen compute und graphics Chips unterscheiden (64 vs 128).

        Ich glaube auch nicht, dass Locuza meinte, jetzt kommt was ganz anderes. Sondern es ist immer Definitionssache. Ein Satz wie "Das ist ja nur ein Refresh" ist immer schnell hingerotzt, dabei stecken oftmals viele Änderungen im Detail. Ausserdem können wir nur die Infos bewerten, welche uns auch preis gegeben werden. Natürlich ist Evolution über einen gewissen Zeitraum der sinnvolle und meist auch notwendige Weg.
      Direkt zum Diskussionsende
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