Maxwell Mobile ausprobiert: Geforce GTX 980M und GTX 970M
MSI kam uns in der Redaktion besuchen und mit im Gepäck waren drei der neuen Notebooks mit Nvidia-Maxwell-Mobilchips. Die effiziente und Performance-orientierte Architektur der neuen Geforce 970M und 980M ("Maxwell 2.0") soll mobiles Spielen auf eine neue Stufe hieven und sowohl Leistung als auch Laufzeit deutlich erhöhen. Im Folgenden werfen wir einen Blick auf die neuen Geforce-Mobilversionen und präsentieren Ihnen die MSI-Notebooks in Wort und Bewegtbild.
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Quelle: Nvidia
Nvidia Maxwell Mobile - Aufmacher
Mit der Maxwell-Generation hat Nvidia neue Maßstäbe bei der Energieeffizienz setzen können. Das ist bereits in Desktop-Systemen eine feine Sache, besonders interessant ist hohe Leistung bei gleichzeitig niedriger Leistungsaufnahme aber in der Mobilsparte, wo nicht nur der Akku die Laufzeit begrenzt, sondern auch die Wärme- und Geräuschentwicklung deutlich kritischere Faktoren darstellen. Und genau hier sollen Nvidias neue Mobile-GPUs der Maxwell-Reihe neue Maßstäbe setzen. Bereits verbaut sind die mobilen Maxwell-Grafikkarten im renovierten Notebook-Lineup von MSI. Deren Marketing Manager Sascha Faber (MSI Deutschland) und Tina Chang (MSI Taiwan) kamen PC Games Hardware in den Redaktionsräumen besuchen und präsentierten die schicken neuen Geräte, darunter auch das Topmodell GT72 Dominator mit der Geforce GTX 980M.
Neue MSI-Notebooks mit Nvidias Maxwell-Grafik - GPU-Features
Bevor wir genauer auf die Notebooks eingehen, wollen wir zuerst einmal die Features und Verbesserungen der mobilen Maxwell-Grafikkarten unter die Lupe nehmen. Die mobilen Varianten unterstützen genau wie die Desktop-GPUs die spannenden neuen Technologien Voxel Global Illumination (VXGI), welches die indirekte Beleuchtung in Spielen auf ein neues Level bringen soll; Multiframe-Antialiasing (MFAA), eine Kantenglättung, die eine Qualität ähnlich vierfachem Multisampling erzielen, aber die GPU deutlich weniger stark belasten soll, und Dynamic Super Resolution (DSR), ein Feature, welches "fummelfreies" Downsampling mit einem konfigurierbarem Gauß-Filter und damit eine deutlich gesteigerte Bildqualität gegenüber den nativen Auflösungen erlaubt.
Quelle: Nvidia
Nvidia Maxwell Mobile - Voxel Global Illumination
Zusätzlich wurde für den mobilen Einsatz der mit der Geforce-800M-Reihe eigeführte Batteryboost verbessert. Dieses Feature erhöht die Batterielaufzeit, indem die Taktraten der GPU so angepasst werden, dass sie nach Möglichkeit zwischen 30 und 60 Bilder pro Sekunde abliefert, bei höheren Bildraten aber die Leistung und damit die Energieaufnahme drosselt. Standardmäßig sind 30 Fps, der Nutzer kann diese aber auf Wunsch selbst festlegen, bis einschließlich der oberen Grenze von 60 Bildern pro Sekunde. Laut von Nvidia zu Verfügung gestellten Folien kann so die Laufzeit von 30 % in Leaque of Legends bis 55 % in Tomb Raider verlängert werden, ohne dass dabei das Spielerlebnis in Mitleidenschaft gezogen wird. Die ebenfalls vorhandene Nvidia-Optimus-Technologie komplementiert dabei den Batteryboost.
Quelle: Nvidia
Nvidia Maxwell Mobile - Batteryboost
Die Geforce GTX 970M besitzt dabei 1.280 Rechenkerne, die mit 924 MHz plus variablem Boost takten, dazu gibt's 3 oder 6 GiByte GDDR5-RAM mit 2.500 MHz an einem 192-Bit-Speicherinterface. Das Topmodell, die GTX 980M, taktet ihre 1.536 Kerne mit 1.038 MHz plus Boost und bindet ihren 4 oder 8 GiByte großen, ebenfalls 2.500 MHz schnellen GDDR5-Speicher über ein 256-bittiges Interface an. So viel zur Theorie, nun wollen wir aber unsere Praxiseindrücke anhand der MSI-Notebooks wiedergeben. Dazu möchten wir Ihnen das folgende Video ans Herz legen, dort bekommen Sie einen guten Eindruck des Hands-Ons mit der kompetenten Beschreibung von Sascha Faber.
Neue MSI-Notebooks mit Nvidias Maxwell-Grafik - Erste Eindrücke
Die drei neuen Maxwell-Notebooks für Spieler, die uns MSI zur Besichtigung mitgebracht hat, sind allesamt edel verarbeitet und wissen durch eine sehr angenehme Optik wie Haptik zu gefallen, die schicken Aluminium-Chassis erlauben zudem eine hohe Stabilität auch bei geringer Bauhöhe und Gewicht. So konnte etwa beim GS60 eine Bauhöhe von nur zwei Zentimeter und ein federleichtes Gewicht von knapp unter zwei Kilogramm realisiert werden.
Da Aluminium eine verhältnismäßig hohe Wärmeleitfähigkeit hat, hat sich MSI auch Gedanken bei Kühlung und Wärmeabführung gemacht. So ist das Topmodell, das GT72 Dominatior Pro beispielsweise mit einer speziellen Beschichtung für die Handballenablage ausgestattet, zusätzlich wird die für die Kühlung benötigte Luft von oben angesaugt und anschließend vom Nutzer weg nach hinten ausgeblasen. So wird das extrem schnelle Gaming-Notebook auch bei sehr fordernden Spielen nicht über Gebühr warm. Dessen Vorgänger, noch mit GTX 880M, haben wir übrigens für die aktuelle PCGH-Ausgabe 11/2014 getestet und mit dem PCGH-Top-Produkt-Award ausgezeichnet.
Ausstattungen und Varianten im Kurzüberblick
Die Notebooks, namentlich das GS60, GS70 und GT72, sind jeweils mit einem Intel Core i7-4710HQ Vierkerner mit Hyperthreading und Intel Turbo-Boost von bis zu 3,5 GHz ausgestattet, im GS60, GS70 und GT72 Dominator werkelt je eine GTX 970M, im GT72 Dominator Pro eine GTX 980M. Je nach Varianten schwanken Speicherbestückung und Ausstattung, die GPU des GS60 besitzt 3 Gigabyte GDDR5-RAM und 16 GiByte DDR3 Systemspeicher, genau wie beim GS70, dessen Einstiegsvariante zusätzlich mit 8 Gigabyte Systemspeicher angeboten wird. Das GT72 Dominatior gibt es mit 6 Gigabyte Grafik- und 8 oder 16 Gigabyte Hauptspeicher. Die Geforce GTX 980M des Topmodells GT72 Dominator Pro ist mit 8 GiByte Grafikspeicher ausgestattet, der Hauptspeicher beträgt wahlweise 16 oder 32 GiByte. Für den kompletten Überblick der Ausstattung und Varianten möchten wir Sie auf die Herstellerseite verweisen, diese würde den Umfang dieses Artikels sprengen.
Wer es besonders schnell mag, kann bei allen Notebooks Varianten mit SSDs in MSIs Super-RAID-Modus wählen, bei dem zwei oder beim Topmodell bis zu vier gleichgeschaltete M.2-SSDs blitzschnelle Zugriffs- und Bootzeiten ermöglichen. Weitere Ausstattungs-Highlights: Da wären Soundsysteme von Dynaudio, die neben zwei oder vier Lautsprechern und zusätzlich mit einem kleinen Subwoofer ausgestattet sind und für Notebooks einen überdurchschnittlichen Klang bieten. Oder aber die beleuchteten Gaming-Tastaturen von Steelseries, die mittels Steelseries-Engine konfiguriert werden können und so beispielsweise Makros unterstützen. Beim Topmodell GT72 Dominatior Pro liegt außerdem ein großer Rucksack zum bequemen Transport, eine Steelseries Kinzu-Maus und ein Syberia-V2-Headset bei. Alle Notebooks kommen zudem mit einer 2-Jahre-Pickup-&-Return-Garantie.
Neue MSI-Notebooks mit Nvidias Maxwell-Grafik - Erstes Fazit
Bei unserem Hands-On-Test waren wir von den Notebooks sehr angetan. Während die GS60- und GS70-Modelle einen guten Kompromiss von Leistung und Transportablität bei gleichzeitig schickem und elegant schlankem Design vermitteln, ist das Topmodell GT72 Dominator Pro zweifelsohne auf höchstmögliche Spieleleistung ausgelegt.
Leider konnten wir aus zeitlichen Gründen keine umfangreichen Benchmarks anfertigen. Doch für eine schnelle Runde Crysis Warhead fand sich dann doch noch die Zeit. Der ehemalige Hardware-Killer lief völlig problemlos mit Enthusiast-Settings in 1080p samt vierfachem Multisampling auf MSIs Höllenmaschinchen. Dabei blieb die Oberfläche selbst nach längerer Aufwärmphase erfreulich kühl, zudem hielt sich die Geräuschentwicklung noch im Rahmen - ganz leise ist so ein leistungsfähiges Notebook bauartbedingt natürlich nicht. Dennoch waren wir sehr angetan, ein Test des GT72 Dominator Pro mit GTX 980M-GPU ist bereits geplant.

Zum Beispiel hätte ich es mir gewünscht, dass auf das alte Problem des GS60 Chassis angesprochen wird: Lüfterlautstärke und Temperaturen.
Ich hatte das GS60 mit einer GTX 870m zuhause und musste es zurück geben, weil die Temperaturen als auch die Lautstärke der Lüfter zu hoch waren.
Die Lüfter waren wirklich sowas von nervig. Ansonsten war das Notebook nicht schlecht. (klar, kein Vergleich zu einem Apple Design)
Naja da bleibt nur abwarten und Tee trinken
MfG
ebenfalls verständlich, aber dann sollte man sich als objektiver Journalist auch mit Aussagen wie "Das läuft wirklich ultra flüssig" zurückhalten.
Grüße
phila
P.S.: So wie es aussieht, stimmt die "ultra flüssig" Aussage für verschiedene aktuelle Titel http://www.anandtech.com/...
1920x1080 Ultra Performance
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Ich meine, dass der Vertreter des Herstellers die positiven Aspekte des Produktes betont ist selbstverständlich, aber dass die
Fragen des Interviewers so offensichtlich auf das Produkt und die Präsentation des Herstellers zugeschnitten sind finde ich unmöglich.
Ich verstehe zwar, dass man als Redakteur vielleicht etwas freundlichere Fragen stellt, schließlich ist das Unternehmen extra in die Redaktion
gekommen usw, aber hier wirkt es eher so, als ob die Produktpräsentation in ein scheinbares Interview verpackt werden sollte, damit es seriöser
rüberkommt. Da hätte mir eine reine Vorstellung der Notebooks ohne "Frage-Antwort-Spiel" besser gefallen.
Dass man in der kurzen Zeit, in der die Notebooks für die Tester verfügbar sind, keine umfangreichen Benchmarks/Tests durchführen kann ist
ebenfalls verständlich, aber dann sollte man sich als objektiver Journalist auch mit Aussagen wie "Das läuft wirklich ultra flüssig" zurückhalten.
Wenn, wie im Artikel angekündigt, der Test sowieso noch kommt, ist es doch viel besser, mit solchen Behauptungen abzuwarten um sie dann
auf konkrete Zahlen stützen zu können (oder eben auch nicht).
Das ist eigentlich keine konkrete Kritik an PCGH, man sieht so etwas bei verschiedensten Hardware- (und anderen) Testern/Zeitschriften/Youtubekanälen,
aber PCGH könnte hier doch mit gutem Beispiel vorangehen, oder?
Aber das von CD LABS: Radon Project angesprochene G-Sync wäre ja wirklich mal ein Meilenstein im mobilen Sektor.
Vielleicht hat ja PCGH da eine Möglichkeit mal nach zu fragen?