Acer Predator 21x: Wie spielt sich The Division auf dem 120Hz-Curved-Widescreen-Notebook?

Acer gewinnt den Preis für das wildeste Gaming-Notebook der CES: Zwei GTX 1080, 64 GByte DDR4-RAM und der Intel Corel i7-7820HK, der im Gegensatz zu seinem großen 79er-Bruder übertaktbar ist, gehören in der Königsklasse über 4.000 Euro bereits zum guten Ton. Ein 21-Zoll-Widescreen-GSync-Display mit 120-Hz-Refresh-Rate, fünf Lüfter, sechs Lautsprecher und ein Full-Size-RGB-Cherry-Keyboard zum grotesken Preis von 9.999 Euro sind aber selbst in Las Vegas ein bisschen verrückt. Von Brandon Bui.

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Acer Predator 21x: Wie spielt sich The Division auf dem 120Hz-Curved-Widescreen-Notebook?
Quelle: Acer

Es gibt Produkte auf der CES, die braucht eigentlich kein Mensch, und doch ist es aufregend, sie anzutesten: Zum Beispiel das Acer Predator 21x. Es ist mit 8 Kilogramm nicht nur absurd schwer, sondern auch dank 64 GByte DDR-2400, zwei GTX 1080 und dem Core i7-7820 HK, der sich dank fünf eingebauten Lüftern im Hands-On ordentlich übertakten lässt, absurd schnell. Und mit 9.999 Euro so teuer, dass es sich eher an Typen wie Minecraft-Miliardär Notch richtet, der sowieso nicht weiß, wohin mit all seinem Geld. Etwas enttäuschend ist da fast schon das Display mit einer Auflösung von 2.560 x 1.080 Pixeln. Bei dem gigantischen Preis hätte Acer schon mindestens 4K abliefern sollen. Wir sind gespannt, ob Vega für einen 4K-Schub sorgt, wie es Raja Koduri auf der CES verspricht, denn hohe Bildwiederholraten im Verbund mit 4K sind eine feine Sache, wie Asus dieses Jahr bereits gezeigt hat. Die Taiwanesen wagen gar den Vorstoß in Richtung 240 Hz, wobei die GPU erst noch gebaut werden muss, die so viele Pixel in 4K in dieser Geschwindigkeit schubsen kann.

Acer hat sich für die niedrigere Pixelanzahl entschieden, dafür aber ein sehr blickwinkelstabiles IPS-Panel mit 120 Hz verbaut, was im Hands-On mit The Division einen sehr flüssigen Eindruck hinterlässt. Uns wäre aber, gerade ob der hohen Anschaffungskosten, ein IGZO-Panel wie beim Razer Blade Pro lieber gewesen. Wenn schon Luxus, dann bitte konsequent. Ubisofts MMO-Shooter-Hit, der über 10 Millionen Einheiten auf alle Plattformen verteilt verkauft hat, läuft sehr viel ruhiger und flüssiger als mit 60 Hz, wohl auch deshalb hat man sich für die geringe Auflösung beim Display entschieden. Doch wie fühlt sich Widescreen-Gaming auf einem Laptop an und ist das überhaupt auf 21 Zoll sinnvoll?

Widescreen-Gaming auf einem Laptop: Immersiver als im Desktop-Segment

Das Predator 21x ist das Desktop-Replacement aller Desktop-Replacements. Wir haben das 8-Kilo-Monster natürlich zum Test mal auf den Beinen balanciert, aber als angenehm und komfortabel kann das nicht beschrieben werden. Auch im Flieger werden Sie damit nicht spielen: Acer hat die Akku-Laufzeit noch nicht bekannt gegeben, aber bei zwei benötigten 300-Watt-Netzteilen dürfte dem Baby schneller die Puste ausgehen als sie ein Level in Rise of the Tomb Raider beendet haben. Oder einen Raid in The Division, welches wir ausführlich anspielen konnten, um den Widescreen-Effekt zu analysieren. Gefühlt wirkt der noch etwas stärker als bei einem klassischen Desktop-Display, weil wir näher am Laptop sitzen und der Monitor uns so stärker umschließt. Das Gameplay wirkt daher atmosphärischer, und natürlich haben Sie einen gewissen Vorteil im Multiplayer, weil sich die Umgebung besser einsehen und Feindbewegungen abschätzen lassen. Der Field-of-View ist sehr viel breiter und gerade The Division wurde exzellent auf Widescreen optimiert. Wir entdecken immer wieder kleine Details, die uns vorher nicht aufgefallen wären: Graffiti an Häuserwänden etwa. Auch wirkt Manhattan insgesamt größer und wuchtiger.

Letztlich müssen Sie wissen, ob Ihnen 120 Fps wichtiger sind oder 4K - wir tendieren zu Letzterem: Die 120 Hz sind aber sicherlich im kompetitiven Bereich oder bei schnellen Shootern wie Infinite Warfare oder Battlefield 1 durchaus nützlich. HDR 10 unterstützt der Predator 21x übrigens noch nicht, dafür müssten Sie auf einen externen Monitor wie den kommenden Predator XB272-HDR zurückgreifen, mit dem Acer auf der CES seine Ambitionen unterstreicht, in Zukunft eine Führungsrolle im Gaming-Segment zu spielen. Generell hält HDR gerade erst Einzug in Desktop-Displays, in Notebooks müssen wir wohl noch etwas darauf warten. Schade, denn Ubisoft arbeitet aktuell an einem HDR-Update für die PS4-Pro-Version, von dem natürlich auch PC-Spieler mit entsprechendem Patch 2017 profitieren können.
Beim Display setzt Acer auf ein besonders helles IPS-Panel mit 120 Hz. Die Auflösung ist mit 2560 x 1080 Pixeln aber etwas unterdimensioniert für unseren Geschmack. Ist aber aktuell nicht anders zu lösen, weil auch zwei GTX 1080 bei Weitem nicht ausreichen, um 4K mit 120 FPS zu befeuern. Quelle: PC Games Hardware Beim Display setzt Acer auf ein besonders helles IPS-Panel mit 120 Hz. Die Auflösung ist mit 2560 x 1080 Pixeln aber etwas unterdimensioniert für unseren Geschmack. Ist aber aktuell nicht anders zu lösen, weil auch zwei GTX 1080 bei Weitem nicht ausreichen, um 4K mit 120 FPS zu befeuern.

Extravagantes Design mit Casemod-Lüftern und Eye-Tracking im Check

MSI waren die Ersten, die Tobiis Eye-Tracking-Hardware an ihre Laptops gebaut haben. Jetzt zieht auch Acer nach, und wir sind zweigeteilter Meinung: Auf der einen Seite ist es fast schon gespenstisch, wie gut das Tracking funktioniert. In The Division visiert das Spiel Gegner schneller an, als wir überhaupt daran denken können, auf sie zu schießen. Es ist also definitiv flotter als mit jeder Gaming-Maus und bringt einen erheblichen Vorteil. Allerdings ist gerade The Division auch ein Titel, der sehr langes Feuern auf einen Gegnertypus erfordert. Sie schießen mitunter mehrere Magazine in die Zwischenbosse und müssen dafür mit Tobii ständig den Fokus mit Ihren Augen halten. Es mag natürlich an den übernächtigten Redakteursaugen und dem generellen Messestress liegen, aber uns strengte das doch ziemlich an. Möglicherweise ist das lediglich eine Gewöhnungssache - ähnlich wie Virtual Reality, welche uns bei den ersten Gehversuchen noch sehr anstrengte, mittlerweile aber zum Gaming-Alltag dazu gehört. Zudem stellen wir uns das nach Links- und Rechtssehen via Eye-Tracking beispielsweise in Elite: Dangerous sehr spannend vor.

Cool sind auch die Casemod-Anleihen des Predator 21x und die smarte Kühllösung. Das Gerät wird am Unterboden auch bei voller Leistung gefühlt nicht so heiß wie die Konkurrenz (Messwerte durften wir noch keine aus der Software des Messe-Samples ziehen), weil Acer satte fünf Lüfter verbaut, die mit speziellen Aeroblades aus Aluminium arbeiten. Drei davon sorgen für die direkte Kühlung von CPU und GPU, zwei pressen die heiße Luft durch Aluminiumlamellen nach Außen, die fast das gesamte Chassis umrunden. Für den besonderen Showeffekt sorgt dabei schwarzes Acryl-Glas, wodurch Sie zumindest einem der RGB-beleuchteten Radiatoren bei der Arbeit zuschauen können. Ein echter Showmaster und perfekt geeignet für Vegas.

CES-Fazit: Acer Predator 21x

Wir können niemandem guten Gewissens empfehlen, 10.000 Euro für so einen Boliden hinzublättern. Kaufen Sie lieber einen weniger martialischen Laptop wie das Razer Blade Pro oder MSI GT 83 beziehungsweise bauen sich für rund 3.000 Euro einen Ultra-Highend-PC und investieren dann noch in einen neuen HDR-4K-Monitor mit entweder FreeSync oder GSync, je nachdem ob Sie eher AMD oder Nvidia bevorzugen. Selbst wenn Sie dann noch Vive oder Oculus Rift oben drauf packen, fahren Sie deutlich günstiger als mit dem Predator 21x. Das GT 83 bringt zudem die gleiche mechanische Full-Size-RGB-Tastatur mit. Wenn Geld aber keine Rolle spielt, bekommen Sie hier die brachialste Power, die es aktuell im Notebook-Segment gibt. Gerade durch die überdimensionierte Kühllösung dürfte auch noch ordentlich Übertaktungspotenzial drin sein und der Sound ist aktuell im mobilen Segment Referenz würdig. Oh, und Sie würden zu einer Hand voll Leute auf der Welt zählen, die ein Curved-Screen-Notebook ihr Eigentum nennen.

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von TheBadFrag Lötkolbengott/-göttin
        Aber leider mit Mobile Grafikkarten.
      • Von TheBadFrag Lötkolbengott/-göttin
        Aber leider mit Mobile Grafikkarten.
      • Von iGameKudan Volt-Modder(in)
        Zitat von TheBadFrag
        Nen Sockel 2066 Laptop hätte aber was...
        Es gab doch schon von Schenker Notebooks mit einem Sockel 2011...
        Test Schenker XMG U702 (Clevo P570WM) Notebook - Notebookcheck.com Tests

        Waren halt nur extrem fett.
      • Von Torsley BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Eol_Ruin
        Also ICH würde ein 120Hz Display jederzeit einem 4K Display vorziehen wennes um "Gaming" geht - jedenfalls solange es nicht beides zusammen gibt.
        Und das nicht nur bei Shootern!

        Und ich schätze mal die Zielgruppe so eines Notebooks ist zu 100% auf Gaming ausgelegt.
        deswegen mag ich WQHD da kann man "meistens" das beste von beiden vereinen.
      • Von Eol_Ruin Lötkolbengott/-göttin
        Zitat
        Letztlich müssen Sie wissen, ob Ihnen 120 Fps wichtiger sind oder 4K - wir tendieren zu Letzterem: Die 120 Hz sind aber sicherlich im kompetitiven Bereich oder bei schnellen Shootern wie Infinite Warfare oder Battlefield 1 durchaus nützlich
        Also ICH würde ein 120Hz Display jederzeit einem 4K Display vorziehen wennes um "Gaming" geht - jedenfalls solange es nicht beides zusammen gibt.
        Und das nicht nur bei Shootern!

        Und ich schätze mal die Zielgruppe so eines Notebooks ist zu 100% auf Gaming ausgelegt.
      • Von TheBadFrag Lötkolbengott/-göttin
        Das muss ich beim Laptop wohl in kauf nehmen. Immer noch besser als single GPU. Muss ich halt die Settings nen bischen im Blick behalten, damit das auch alles rund läuft.

        Nen Sockel 2066 Laptop hätte aber was...

        PS: ...zocke grade Watch Dogs 2 in 4k Ultra. Screen Space Reflections Ultra -> 10 FPS | Screen Space Reflections Very High -> 60 FPS+++. Was ist da nicht richtig? GPU Auslastung geht auf beiden Karten auf unter 20% zurück, CPU bricht auf 15% ein. (sonst GPU 75-99%, CPU 40-75%) Bug Terror Hack
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