Nvidia: Max-Q-Kennzeichnung bleibt erhalten
Wie der Grafikkartenhersteller erläutert, bleibt die Bezeichnung Max-Q für mobile Grafikchips erhalten, hat aber nun eine andere Bedeutung als bisher.
Zur Technik-Messe CES 2021 hat Nvidia die Katze aus dem Sack gelassen und die mobilen Ampere-Grafikchips vorgestellt. So gibt es inzwischen Gaming-Notebooks ab 1.050 Euro mit einer Geforce RTX 3060. Maximal können Laptop-Hersteller eine mobile RTX 3080 verbauen. Jeden mobilen Grafikchip kann man mit verschiedenen TDP-Werten laufen lassen, sodass sich die Performance verschlechtert, aber der Stromverbrauch verringert. Bisher hat man die aufs Stromsparen optimierten Grafikchips Max-Q genannt, doch diese verpflichtende Kennzeichnung fällt mit der RTX-3000-Serie weg, so wurde es etwa von Notebookcheck berichtet. Nvidia hat nun dazu gegenüber den Kollegen der Webseite Hothardware Stellung genommen.
Max-Q bleibt bestehen und umfasst zahlreiche Techniken zum Stromsparen
Es wird auch weiterhin für Notebooks sogenannte Max-Q-Varianten geben. Bei den RTX-3000-Grafikchips bezieht sich jedoch Max-Q nicht nur auf eine verringerte TDP im Vergleich zur Max-P-Version des Grafikchips, sondern umfasst eine ganze Reihe an Technologien. So wird nun bei Max-Q-Grafikchips etwa Dynamic Boost 2.0 genutzt, um Taktraten anzupassen sowie Whispermode 2, damit sich die verbauten Lüfter möglichst langsam drehen oder gar stillstehen, wenn die Grafiklast niedrig ist. Max-Q-Grafikchips sollen also dem Notebook-Hersteller ermöglichen, leise, ausdauernde und eventuell dünne Gaming-Notebooks zu konstruieren. Jeder Gerätehersteller kann jedoch selbst bestimmen, welche Features er aus den Reihen der Max-Q-Technologien nutzen möchte und letztlich wie hoch die TDP ausfällt.
Nvidia empfiehlt den OEMs doch bitte im Datenblatt anzugeben, mit welcher Taktrate und welcher TDP der verbaute Grafikchip läuft. Allerdings sind diese Angaben nur eine Empfehlung und keine Verpflichtung für die Gerätehersteller, sodass etliche Notebook-Hersteller gleich ganz darauf verzichten. Schließlich bedeutet Max-Q zwar eine bessere Effizienz, aber eben auch weniger Leistung für Spiele & Co. Im Vergleich zur Max-P-Variante des gleichen Grafikchips.
Max-Q- und Max-P-Kennzeichnung nur freiwillig
Es gibt bereits erste Notebook-Hersteller wie etwa das deutsche Unternehmen Schenker, die weiterhin eine Kennzeichnung der verbauten Grafikchips angeben. Das XMG Pro 15 gibt es wahlweise mit einer Geforce RTX 3070 Max-Q oder einer Geforce RTX 3080 Max-Q, die jeweils mit 90 Watt TDP laufen statt mit 115 Watt (bei der RTX 3070) beziehungsweise 150 Watt (bei der RTX 3080 Max-P). Die Max-P-Versionen der Geforce RTX 3060, 3070 und 3080 hingegen verbaut Schenker beim XMG Neo 15, welches ab knapp 1.700 Euro verkauft wird.
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Es gibt aber auch etliche Unternehmen, die aktuell keine Kennzeichnung vornehmen, ob es sich um eine Max-Q- oder Max-P-Version des Grafikchips handelt. Im schlimmsten Fall kauft der Kunde ein Gaming-Notebook und muss mit weniger Grafikleistung leben, als das Etikett suggeriert. Vergleichstests wie hier von der PCGH-Redaktion werden daher noch wichtiger sein, damit man sich als Interessenten sicher sein kann, was der verbaute Grafikchip kann.
Ebenfalls lesenswert: Gaming-Notebooks mit Geforce RTX 3060 bis 3080 ab 1.050 Euro vorbestellbar
Sammlung zur Kennzeichnung Max-Q bei mobilen Grafikchips von Nvidia:
- Es gibt bei den mobilen RTX-3000-Grafikchips keine dedizierten Max-Q-Versionen mehr. Vielmehr bezeichnet Max-Q fortan einen ganzen Strauß an Technologien für eine stromsparende GPU für Notebooks.
- So fallen etwa die TDP, der Dynamic Boost 2.0 und Whispermode 2 darunter und sorgen so für langsamere mobile Grafikchips, die dafür Stromsparen und die Akkulaufzeit erhöhen.
- Wie Nvidia mitteilt, sollten alle Notebook-Hersteller die TDP und die Taktrate der verbauten Nvidia-Grafikchips angeben. Allerdings ist die Angabe freiwillig, sodass Gerätehersteller auch komplett darauf verzichten dürfen.
Quellen: Hothardware, Notebookcheck, Schenker (1), Schenker (2)

Der Chip und Speicher bleibt immer eine 3060, der Markt bzw. OEM's fordern unterschiedlich stark gedrosselte Chips ab. Somit sind diese mMn. auch in der Pflicht das entsprechend deutlich zu machen. Die 3060 bleibt immer eine 3060, egal bei welcher TDP. Insofern ist der Hinweis, die TDP und Takt mit anzugeben berechtigt.
Natürlich schreiben die das niemandem vor, wer will schon Großkunden vergraulen.
Ich kann meine 2080 am Desktop doch auch auf unter 120W unter Last drücken, hab weniger Wärme und Fps aber welche "Schuld" dabei nun Nvidia trifft erkenn ich nicht. Es bleibt eine 2080 an der ich Anpassungen vorgenommen hab. Wenn ich das dann so flashe, bin ich doch beim Weiterverkauf verantwortlich das zu kommunizieren und nicht Nvidia.
Im Fall der Notebooks sind die OEM's welche die Karten auf ihre Geräte eichen. Ob die Taktraten dann von einem Nvidiamitarbeiter ins Bios geflasht werden wie bestellt oder vom OEM spielt da für mich keine Rolle.
Die OEM's beschneiden hier die Chips per Software oder BIOS, Nvidia liefert jedem eine 3060 Mobile mit ähnlicher Leistung.
Von daher ist die Bezeichnung als eine solche 3060 auch völlig in Ordnung.
Dann schau dir mal die Asus zephyros g14 2021 an. Größte Ausbaustufe momentan eine RTX 3060. Und jetzt steht ein Laie im Laden und fragst sich welche es ist.
Auf der Packung steht nix, der Verkäufer weiß es nicht.....und nu?! UVP ist ca. 2200€.
Ich löse für dich gleich mal auf, die 3060 gibt es als Ausführung mit 60,65,70,80,85,90,95,100,105,110 und 115w tdp.
Im G14 ist eine mit 65w.
Mal ehrlich das ist doch schon "unübersichtlich", oder?
Der Preisvergleich belegt doch, dass die OEM's am Ende des Tages doch genaue Bezeichnungen liefern oder nicht? Ich kann da ohne große Probleme Modelle mit oder ohne diesem Feature unterscheiden.
Wer sich vorher schon lieber von Mitarbeiter großer Elektronikmärkte bequatschen lassen hat, ohne selbst aktiv zu werden, weil ihm die 2000€ egal sind, für den ändert sich doch nichts.
Und nochmal, die Max-Q Modelle sind alle teurer als die ohne, dass so eine Kaufentscheidung zugunsten unbekannter Features mit Aufpreis fällt ist möglich aber mMn. die Ausnahme.
(...)
So schauen wir mal in die Übersicht, ja ist wirklich voll kompliziert.
Auch ein Laie sollte, ohne 25 verschiedene Werte wie TDP, Basisfrequenz, maximaler Boost, maximaler Boost für 30 sek. usw. vergleichen zu müssen, verschiedene Ausführungen unterscheiden können.
Hauptsache den Teufel an die Wand gemalt.
Hier, hat 3 Sekunden gedauert, lächerlich.
Aber ich versteh euch ja, solche Geräte kauft man ja spontan beim Wochenendeinkauf mal mit.
Niemand würde vorher schauen, wo er 1500€ - 3000€ versenkt und was er dafür bekommt.
PS: Sobald EIN Hersteller das exakt kennzeichnet verschafft er sich doch einen Vorteil am Markt, gerade weil NIEMAND die Katze im Sack kaufen möchte und die Ware ggf. Retour geht. Davon ab sind die Max-Q Modelle meist sogar noch teurer als die regulären Varianten, da diese häufiger in "Slim" Varianten verbaut werden und idR. weniger nach Gaming aussehen.
So schauen wir mal in die Übersicht, ja ist wirklich voll kompliziert.
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