Intel Tiger Lake H: Soll neue Notebook-Nische "Ultraportable Gaming" begründen

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Intel Tiger Lake-H (4)
Quelle: Intel

Intel hat mit Tiger Lake H die nächste CPU-Generation für Notebooks vorgestellt. Neu sind nun drei Vierkerner mit einer TDP von 28 bis 35 Watt. Diese fungieren unter der Bezeichnung "H35". Die Speerspitze des aktuellen Line-ups bildet ein H45-Achtkerner mit 16 Threads, 20 PCI-E-4.0-Lanes und einem Single Boost bis 5 GHz. Dabei handelt es sich um die "großen Brüder" der bereits vorhandenen Tiger-Lake-U-Modelle, die lediglich in der TDP etwas niedriger sind und für dünnere, leichtere Notebooks gedacht sind. Daher bringen die H-CPUs nun auch Thunderbolt 4, Wifi 6 und eine Xe-Grafikeinheit mit.

Tiger Lake H35 ist Tiger Lake U mit mehr Watt-Budget

Bei den drei neuen Vierkernern, die unter Tiger Lake H35 rangieren, handelt es sich um aufgeblasene Tiger-Lake-U-Modelle. Der schnellste H35 namens Core i7-11375H unterscheidet sich vom schnellsten U-Modell Core i7-1185G7 lediglich in der TDP, also 28-35 Watt statt 12-28 Watt, sowie dem maximalen Turbo von 5,0 GHz statt 4,8 GHz. Die Xe-Grafikeinheit ist die gleiche. Ob diese mit höherem Watt-Budget hier auch eine etwas bessere Spieleleistung bietet, bleibt abzuwarten. Die beiden kleineren H35-Modelle dürften gleichauf oder zwischen den vorhandenen U-Modellen liegen.

Intel spricht hier von einer neuen Nische des "Ultraportable Gaming", worunter kleine, leichte Notebooks gemeint sind, mit denen seichtes, anspruchsloses 1080p-Gaming mit um die 60 Fps schon denkbar sein soll. An sich warb Intel schon mit Tiger Lake U mit dieser Eigenschaft, wenn auch nicht unbedingt mit diesem Begriff. Aber auch Notebooks mit AMD-Renoir-APUs dürften darunter zu verstehen sein. Zumal auch die integrierte Vega-Grafikeinheit stets potenter war als Intels Iris- oder UHD-Graphics-IGP. Erst jetzt mit der Xe-Generation bläst Intel hier zum Angriff.

Modelle: Tiger Lake-H35 Kerne/Threads Takt: cTDP down / max.TDP / max. Turbo L3-Cache Grafik EUs max. GPU-Takt DDR4 TDP
Core i7-11375H SE 4/8 3,0 (28 W) / 3,3 (35 W) / 5,0 GHz 12 MByte Iris Xe 96 1,35 GHz 3200 / LP-4266 28-35 Watt
Core i7-11370H 4/8 3,0 (28 W) / 3,3 (35 W) / 4,8 GHz 12 MByte Iris Xe 96 1,35 GHz 3200 / LP-4266 28-35 Watt
Core i7-11300H 4/8 2,6 (28 W) / 3,1 (35 W) / 4,4 GHz 8 MByte Iris Xe 80 1,30 GHz 3200 / LP-4266 28-35 Watt
Tiger-Lake-U-Topmodell:                
Core i7-1185G7 4/8 1,2 (12 W) / 3,0 (28 W) / 4,8 GHz 12 MByte Iris Xe 96 1,35 GHz 3200 / LP-4266 12-28 Watt

Schon die im letzten Herbst veröffentlichte Tiger-Lake-U-Serie zeigte im Test eine ordentliche Single-Core-Leistung, die es mit "großen" Modellen aufnehmen kann. Hier hat Intel AMDs Renoir-Generation wieder eingeholt. In Multi-Core-Tests aber sieht Intel hier mit seinen Vierkernern gegen AMDs Achtkernern kein Land.
Intel Tiger Lake-H (2) Quelle: Intel Intel Tiger Lake-H (2)

Tiger Lake H45: Intels neue Achtkern-Konkurrenz

In der Mehrkern-Leistung dominiert seit letztem Jahr AMDs Renoir-Generation. Diese wurde deswegen nicht in High-End-Spielenotebooks verbaut, weil sie alles über einer RTX 2060 wegen nur acht PCI-E-3.0-Lanes zu stark limitiert hätten. Deswegen hatte hier Intel mit den Comet-Lake-Achtkernern in Gaming-Notebooks die Nase vorn. Nun wird aber AMD mit der diesjährigen Cezanne-Generation dieses Manko beheben und genügend Lanes bereitstellen. Daher kündigt Intel schon jetzt den Tiger-Lake-H45-Achtkerner an, welcher bis zu 20 Lanes per PCI Express 4.0 bieten wird. Dadurch können im Gegensatz zu H35 auch kompromisslos eine GPU mit vollen 16 Lanes und eine PCI-E-4.0-SSD gleichzeitig angebunden werden.

Nähere Daten oder gar eine Produktbezeichnung der neuen Tiger-Lake-H45-Speerspitze nennt Intel noch nicht. Nun werden wir im Frühling zunächst Intels H35-CPUs und die ersten AMDs 5000er im Frühling auf dem Markt sehen.

Comet Lake-H Refresh: Intel fährt wieder zweigleisig

Um die Nachfrage bei den Mittelklasse-Notebooks bedienen zu können, soll in den neuen Notebook-Modellen auch die RTX 3000 mit einem Comet Lake-H-Refresh gepaart werden. Der i7-10870H und der i5-10500H werden zu gleichen Preisen mit etwas höheren Taktraten erhältlich sein. Intel nennt hier bis zu 5,3 GHz. Der Unterschied zu Tiger Lake sind hier etwa Thunderbolt 3 oder PCI Express 3.0. In der Mittelklasse dürfte Comet Lake-H noch immer leistungsfähig für entsprechende Ampere-GPUs sein.

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    • Kommentare (1)

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      • Von dampflokfreund Freizeitschrauber(in)
        Ist ja ganz cool, aber Quad Cores sollten echt nicht mehr in teuren Notebooks verkauft werden. 6 Kerne/12 Threads sollte man in die Next Gen schon mitbringen.
      • Von dampflokfreund Freizeitschrauber(in)
        Ist ja ganz cool, aber Quad Cores sollten echt nicht mehr in teuren Notebooks verkauft werden. 6 Kerne/12 Threads sollte man in die Next Gen schon mitbringen.
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