Intel Tiger Lake vs. AMD Renoir: Core i7-1185G7 gegen Ryzen 7 4800U
Der sparsame Ryzen 7 4800U ist der erste Achtkerner für Subnotebooks und hievt diese in neue Leistungsregionen. Aber Intel holt mit Tiger Lake zum Konter aus: der Core i7-1185G7 ist als Speerspitze zwar nach wie vor nur ein Vierkerner, will aber mit ordentlicher Singlecore-Leistung und Xe-Grafik punkten. Aber reicht das gegen die neue AMD-Konkurrenz? Wir lassen beide Chips gegeneinander antreten.
Auf dem Desktop-Markt ist AMD mit Ryzen längst zurück auf dem Markt. Bei den Notebooks dominieren noch immer Intel und Nvidia. Die ersten beiden Ryzen-Generationen waren eher zaghafte Schwimmversuche im Haifischbecken. Erst der dritte Anlauf namens Renoir ist als ernsthafte Konkurrenz zu Intel zu verstehen. Mit dem Ryzen 9 4800H ist der Angriff jedenfalls gelungen. Der kleinere, sparsamere Bruder Ryzen 7 4800U mit 15 Watt TDP (nicht Verbrauch!) soll nun die Subnotebooks erobern. Der Chip mit Vega-Grafik verfügt über acht Kerne und 16 Threads. Intel fuhr bislang in dieser Liga zweigleisig: Man hatte die Wahl zwischen Ice Lake mit maximal vier Kernern aber effizienteren 10-nm-Fertigung oder Comet Lake-U mit bis zu sechs Kernen aber alter 14-nm-Strukturbreite. Aus Anwendersicht ergaben diese beiden parallel erschienenen Serien wenig Sinn, denn viel gaben sie sich nicht - auch wenn die einen Hauch effizienter und die andere genau so gering leistungsfähiger ist. AMD hat daher das Mini-Mehrkern-Monster Ryzen 7 4800U geschickt platziert, vereint er denn die Vorteile dieser beiden Intel-Generationen.
Quelle: PC Games Hardware
Vorseriengerät (MSI Prestige 14) mit Core i7-1185G7
Quelle: PC Games Hardware
AMD Ryzen 7 4800U im Lenovo Ideapad Slim 7
Intel Tiger Lake-UP3: Endlich eine potente integrierte Grafik
Glück für Intel, dass sich der Marktstart von Renoir generell etwas verzögert. So konnte man mit Tiger Lake zum Konter ausholen. So hat Intel zwischenzeitlich auch die Leistung zwischen dem Ryzen 7 4800U und dem Core i7-1185G7 selbst verglichen und unterstrich dabei die deutlich bessere Gaming-Leistung. Eine stärkere integrierte Grafikeinheit war bislang das Steckenpferd der AMD-APUs - wenngleich auch hier natürlich nur kleine Brötchen gebacken werden konnten, also 1080p-Gaming mit älteren oder eher anspruchsloseren Spielen mit halbwegs spielbaren Bildraten zwischen 30 oder 60 Fps. Intel versuchte es erst gar nicht, dagegen anzugehen mit den Grafikeinheiten UHD Graphics oder Iris Pro - bis jetzt. Denn während Renoir noch auf der älteren Vega-Architektur basiert, prescht Intel mit der neuen Xe-Grafik vor. Intel will damit nicht nur zukünftig dedizierte GPUs für (Notebook- und Desktop-)Grafikkarten bieten, nein, Tiger Lake ist auch die erste Generation mit einer Grafikeinheit, die auf Xe-Grafik basiert.
| SKU | Kerne / Threads | cTDP Up (W) | cTDP Down (W) | Basistakt (GHz) | Turbo 1 Kern (GHz) | Turbo 2 Kerne (GHz) | Turbo 4 Kerne (GHz) | L3-Cache (MB) | GPU | EUs | GPU-Takt Basis/Boost (GHz) | LPDDR4x / DDR4 Datenrate (MT/s) | Intel DL Boost / GNA 2.0 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Core i7-1185G7 | 4/8 | 28 | 12 | 3.0 | 4.8 | 4.8 | 4.3 | 12 | Iris Xe Graphics | 96 | 400/1350 | 4267 / 3200 | Ja |
| Core i7-1165G7 | 4/8 | 28 | 12 | 2.8 | 4.7 | 4.7 | 4.1 | 12 | Iris Xe Graphics | 96 | 400/1300 | 4267 / 3200 | Ja |
| Core i5-1145G7 | 4/8 | 28 | 12 | 2.6 | 4.4 | 4.4 | 4.0 | 8 | Iris Xe Graphics | 80 | 400/1300 | 4267 / 3200 | Ja |
| Core i5-1135G7 | 4/8 | 28 | 12 | 2.4 | 4.2 | 4.2 | 3.8 | 8 | Iris Xe Graphics | 80 | 400/1300 | 4267 / 3200 | Ja |
| Core i5-1125G4 | 4/8 | 28 | 12 | 2.0 | 3.7 | 3.7 | 3.3 | 8 | UHD Graphics | 48 | 400/1300 | 4267 / 3200 | Ja |
| Core i3-1115G4 | 2/4 | 28 | 12 | 3.0 | 4.1 | 4.1 | N/A | 6 | UHD Graphics | 48 | 400/1250 | 3733 / 3200 | Ja |
AMD Renoir: Intels erste ernsthafte Konkurrenz bei Notebooks
Anfang des Jahres auf der CES angekündigt, erscheint wegen Corona und Co. erst jetzt das erste Notebook mit einer U-CPU aus der AMD-Renoir-Generation - das Lenovo Idealpad Slim 7 mit dem Ryzen 7 4800U. In Benchmark-Datenbanken ist bereits ein Ryzen 9 4900U aufgetaucht, der lediglich im Boost leicht höher taktet als der 4800U. Da aber generell die Renoir-Chips bislang nur schlecht verfügbar sind und Intel mit Tiger Lake auch noch nicht auf dem Markt ist, behält sich AMD den 4900U als Ass im Ärmel nach dem Tiger-Lake-Launch. Zur CES war der "große" Ryzen 9 4800H auch noch ein Gerücht, welches AMD erst einige Monate später bestätigte und uns Testern als ersten Renoir-Chip im Asus Zephyrus G14 gab, welches Intels damals aktuelle 2019er Generation alt aussehen ließ. Mittlerweile hat Intel etwas aufgeholt, wenn auch nur mit deutlich mehr Watt.
| Modell | Kerne/Threads | Basistakt | Turbotakt | Grafik | Grafiktakt | TDP |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 9 4900H | 8/16 | 3,3 GHz | 4,4 GHz | Vega8 | 1.750 MHz | 45 Watt |
| Ryzen 9 4900HS | 8/16 | 3,0 GHz | 4,3 GHz | Vega8 | 1.750 MHz | 35 Watt |
| Ryzen 7 4800H | 8/16 | 2,9 GHz | 4,2 GHz | Vega7 | 1.600 MHz | 45 Watt |
| Ryzen 7 4800HS | 8/16 | 2,1 GHz | 4,2 GHz | Vega7 | 1.600 MHz | 35 Watt |
| Ryzen 5 4600H | 6/12 | 3,0 GHz | 4,0 GHz | Vega6 | 1.500 MHz | 45 Watt |
| Ryzen 5 4600HS | 6/12 | 3,0 GHz | 4,0 GHz | Vega6 | 1.500 MHz | 35 Watt |
| Ryzen 9 4900U* | 8/16 | 1,8 GHz | 4,3 GHz | Vega8 | 1.750 MHz | 15 Watt |
| Ryzen 7 4800U | 8/16 | 1,8 GHz | 4,2 GHz | Vega8 | 1.750 MHz | 15 Watt |
| Ryzen 7 4700U | 8/8 | 2,0 GHz | 4,1 GHz | Vega7 | 1.600 MHz | 15 Watt |
| Ryzen 5 4600U | 6/12 | 2,1 GHz | 4,0 GHz | Vega6 | 1.500 MHz | 15 Watt |
| Ryzen 5 4500U | 6/6 | 2,3 GHz | 4,0 GHz | Vega6 | 1.500 MHz | 15 Watt |
| Ryzen 3 4300U | 4/4 | 2,7 GHz | 3,7 GHz | Vega5 | 1.400 MHz | 15 Watt |
| *noch nicht offiziell bestätigt |
Erste Tiger-Lake-Tests mit Vorseriengerät
Intel hat aktuell nur zwei Vorserienmodelle mit der Top-CPU Core i7-1185G7 verfügbar. Anstatt diese reihum den üblichen verdächtigen Testern zuzuschicken, hat Intel eben jene in die Zentrale nach München geladen, um gleich zum Marktstart mehr Tests online zu haben. Als eines von sechs erlesenen deutschsprachigen Tech-Medien durften wir einen Nachmittag lang das Vorseriengerät mit eigenen Benchmarks malträtieren und konnten somit herausfinden, wie sich der sparsame Vierkerner im Vergleich zur Achtkernkonkurrenz von AMD so schlägt. Die Aussagekraft der Tests ist zwar beschränkt, weil es sich nicht um ein marktfähiges Modell handelt. Hier zählt aber ohnehin nur die Leistung des Core i7-1185G7, der wohl hier sein Maximum bietet - andernfalls würde Intel nicht die Medien drauf loslassen.
Das Vorseriengerät basiert auf einem Chassis des MSI Prestige 14, welches auch schon mit Comet Lake-U verfügbar war. Das Referenzsystem besteht aus einem Core i7-1185G7, der standardmäßig bis zu 28 Watt schluckt, zwei verlötete RAM-Module mit 16 GB LPDDR4x-4266 dual channel und einer Samsung PM981a SSD mit 1 TB Kapazität. Es hat nur zwei Thunderbolt-4-Buchsen. Das OEM-Design des Prestige 14 wird natürlich weitaus mehr Anschlüsse haben. Intel betont, dass nicht alle Treiber final sind - unseren Benchmark mit Handbrake konnten wir daher nicht durchführen - alle anderen jedoch schon.
Und in der rechten Ecke tritt an: Das Lenovo Ideapad Slim 7 mit dem AMD Ryzen 7 4800U, welches wir vor wenigen Wochen zum Testen bekommen haben und weswegen sich der Vergleich der beiden Mini-Mehrkerner aufdrängt. Die Ausstattung ist hier ähnlich: Ebenso ein 14-Zöller mit 16 GB LPDDR4x-RAM und in etwa gleiche Gewichtsklasse: Das Ideapad wiegt knapp 1,4 kg, während das MSI Prestige noch mit Comet Lake-U knapp 1,3 kg wiegt. Das Vorserienexemplar haben wir nicht gewogen, aber viel dürfte sich auch im Nachfolgermodell nicht ändern.
Cinebench R20: Beeindruckende Leistung der Mini-Mehrkerner
Wenn wir die Cinebench-Ergebnisse der beiden "Kleinen" mit den großen Notebook- und Desktop-Brüdern vergleichen, sprechend die Platzierungen für sich: Beide sind jeweils in unterschiedlichen Disziplinen die Besten unter den Stromspar-Chips und stecken auch den ein oder anderen großen in die Tasche: Der Core i7-1185G7 liefert ein beachtliches Einzelkern-Ergebnis, kann als Vierkerner aber nicht die Mehrkernleistung der Ryzens heran. Trotzdem ist die Tiger-Lake-CPU hier noch immer schneller als der schnellste Comet-Lake-U-Sechskern-Vorgänger.
Wir konnten in München einen zweiten Tiger Lake mit Cinebench prüfen, den Core i7-1165G7. Dabei handelt es sich um den gleichen Vierkerner wie den 1185G7, der nur etwas niedriger taktet. Auch dieser Chip knackt mit einem Kern die 500er-Marke in der Punktzahl, versagt aber in der Mehrkernleistung, was jedoch wegen dem Vorserienstatus mit Vorsicht zu genießen ist.
Um einen Eindruck über die Effizienz zu bekommen, schauen wir uns die Leistungsaufnahme in einem Mehrkern-Durchlauf von Cinebench R20 an:
Quelle: PC Games HardwareU
Taktraten: Core i7-1185G7 und Ryzen 7 4800U
Quelle: PC Games Hardware
Cinebench R20 (multi): Core i7-1185G7 und Ryzen 7 4800U: Leistungsaufnahme und Temperaturen
Der Core i7-1185G7 genehmigt sich kurzzeitig eine Spitze bis zu 57 Watt und arbeitet dann durchgehend mit 36 Watt. Der Ryzen 7 4800U arbeitet hier effizienter, steigt anfangs auf bis zu 42 Watt, fällt auf 37 Watt bis zur Temperaturdrosselung bei 99 °C und sinkt dann weiter auf circa 33 Watt.
Anwendungsleistung: Mehr Kerne bedeutet nicht immer mehr Leistung
Quelle: PC Games Hardware
PCMark 10 ext.:Core i7-1185G7 vs. Ryzen 7 4800U
In der Praxis ist nach wie vor die Einzelkern-Leistung wichtiger, wenn man nicht gerade Videos rendert oder konvertiert. Nun weiß das auch Intel, weswegen die Leute dort nicht froh sind über die etablierten Cinebench-Vergleiche. Nichtsdestotrotz fühlen wir auch mit anderen Benchmarks vor. Den Anfang machen wir mit PCMark 10, den wir stets im "Extended"-Durchlauf, welcher neben dem regulären Durchlauf zusätzlich einen Gaming-Score erhebt. Zwar handelt es sich hier um einen synthetischen Benchmark, erlaubt aber stets eine direkte Vergleichbarkeit und einen guten, wenn auch groben, Rundumblick.
In den praktischen Szenarien sehen wir das gleiche Bild wie bei Cinebench; Die Tiger-Lake-CPU schlägt den kleinen Renoir in nahezu allen Disziplinen, außer in denen, die von mehreren Kernen/Threads profitieren.
Interessant auch der Gaming-Score, welcher der Xe-Grafik im Intel Chip über fünfzig Prozent mehr Leistung als der Vega-Grafik im Ryzen bescheinigt. Ganz so krass ist der Vorsprung dann doch nicht, wie die praktischeren folgenden Tests zeigen werden.
| PCMark 10 Extended | Ryzen 7 4800U (Lenovo Idealpad Slim 7) | Core i7-1185G7 (MSI Prestige 14 Pre Pro) | Diff. |
|---|---|---|---|
| Overall | 4481 | 5317 | 19% |
| Essentials | 9435 | 10698 | 13% |
| Apps Start-up | 11943 | 15250 | 28% |
| Video Conferencing | 8600 | 8431 | -2% |
| Web Browsing | 8178 | 9524 | 16% |
| Productivity | 7204 | 8842 | 23% |
| Spreadsheets | 9131 | 10162 | 11% |
| Writing | 5684 | 7695 | 35% |
| Digital Content Creation | 5530 | 5215 | -6% |
| Photo Editing | 8041 | 8139 | 1% |
| Render and Visual. | 6001 | 3275 | -45% |
| Video Editing | 3506 | 5316 | 52% |
| Gaming | 2902 | 4378 | 51% |
| Graphics | 3820 | 5751 | 51% |
| Physics | 13538 | 14586 | 8% |
Adobe Photoshop 2020 Benchmark: Starker Einzelkern gewinnt
Seit diesem Jahr testen wir alle Notebooks mit Photoshop-Benchmark von Puget Systems. Erfahrungsgemäß profitiert Photoshop von einer hohen Einzelkern-Leistung, weswegen der Core i7-1185G7 auch hier den Ryzen 7 4800U schlägt. Während der kleine Renoir es in der Mehrkernleistung auch mit an sich stärkeren Intel-Chips aufnehmen kann, ist seine Leistung hier bestenfalls mittelmäßig.
| Adobe Photoshop (PugetBench v0.8) | Core i7-1185G7 (MSI Prestige 14, Pre-Pro) | Ryzen 7 4800U (Lenovo Ideapad Slim 7) | Diff. |
|---|---|---|---|
| Overall Score | 859 | 593,8 | 45% |
| GPU Score | 69,8 | 42,8 | 63% |
| General Score | 91 | 60,2 | 51% |
| Filter Score | 67 | 46,6 | 44% |
| Photomerge Score | 113,5 | 83,3 | 36% |
| Raw Results (Seconds, less is better) | |||
| RAW File Open | 0,97 | 1,6 | -39% |
| Resize to 500 MB | 3,56 | 5,8 | -39% |
| Rotate | 2,58 | 3,38 | -24% |
| Magic Wand Select | 10,74 | 22,83 | -53% |
| Mask Refinement | 3,05 | 4,72 | -35% |
| Paint Bucket | 1,71 | 4,02 | -57% |
| Gradient | 0,6 | 0,83 | -28% |
| Content Aware Fill | 17,41 | 15,16 | 15% |
| PSD File Save | 100,42 | 112,62 | -11% |
| PSD File Open | 12,11 | 16,25 | -25% |
| Camera Raw Filter | 10,63 | 9,57 | 11% |
| Lens Correction | 17,39 | 24,63 | -29% |
| Reduce Noise | 29,1 | 26,8 | 9% |
| Smart Sharpen | 27,44 | 44,4 | -38% |
| Field Blur | 17,52 | 26,15 | -33% |
| Tilt-Shift Blur | 15,89 | 22,86 | -30% |
| Iris Blur | 17,7 | 25,74 | -31% |
| Adaptive Wide Angle | 23,01 | 78,39 | -71% |
| Liquify | 5,78 | 8,93 | -35% |
| Photomerge 22 MP Images | 59,66 | 84,01 | -29% |
| Photomerge 45 MP Images | 83,86 | 110,77 | -24% |
Adobe Premiere Pro Benchmark: Intel gewinnt, außer mit ProRes
Auch hier bedienen wir uns dem Benchmark-Plugin von Puget Systems. In der Punktzahl gewinnt auch hier die Tiger-Lake-CPU, weil sie einerseits im Rendern noch immer gut mithalten kann und andererseits im Live Playback Score ziemlich gut abschneidet. Letzterer ist für ein flüssiges Schneiden der Clips ein wichtiger Indikator und für den Privatanwender sicherlich auch wichtiger als die reine Renderdauer.
Quelle: PC Games Hardware
Tiger Lake gewinnt wieder - außer mit ProRes-Codec
Nun ist der Premiere-Benchmark von Puget für High-End-Systeme konzipiert und verwendet auch entsprechendes 4K-60-Material von Profi-Kameras. Das relativiert das Ergebnis etwas für Smartphone-Filmer und Youtuber, wo mitunter noch 1080p-Material vorkommt. Die Tabelle zeigt außerdem, dass der Ryzen 7 4800U mit Apples ProRes-Codec offenbar besser umgehen kann als der Intel-Vierkerner. Ansonsten liegt dieser aber stets vorne
| Test | Setting | Ryzen 7 4800U (Lenovo Idealpad Slim 7) | Core i7-1185G7 (MSI Prestige 14, Pre Pro) | Units | Difference (Base: Intel) |
|---|---|---|---|---|---|
| 4K H.264 150Mbps 8bit (59.94FPS) | Lumetri Color - Live Playback (Half Res) | 4,16 | 59,94 | FPS | -93% |
| Lumetri Color - Live Playback (Full Res) | 0,65 | 45,75 | FPS | -99% | |
| MultiCam - Live Playback (Half Res) | 2,74 | 58,08 | FPS | -95% | |
| MultiCam - Live Playback (Full Res) | 0,52 | 21,66 | FPS | -98% | |
| Lumetri Color -Export (H.264 40Mbps UHD) | 7,10 | 26,83 | FPS | -74% | |
| Lumetri Color - Export (ProRes 422HQ UHD) | 3,71 | 30,45 | FPS | -88% | |
| Live Playback Score | 3,40 | 77,30 | Score | -96% | |
| Export Score | 9,00 | 47,80 | Score | -81% | |
| 4K Heavy CPU Effects (59.94FPS) | Advanced - Live Playback (Half Res) | 58,81 | 59,81 | FPS | -2% |
| Advanced - Live Playback (Full Res) | 16,21 | 43,27 | FPS | -63% | |
| Extreme - Live Playback (Half Res) | 19,28 | 19,95 | FPS | -3% | |
| Extreme - Live Playback (Full Res) | 2,86 | 16,44 | FPS | -83% | |
| Advanced - Export (ProRes 422HQ UHD) | 21,71 | 26,30 | FPS | -17% | |
| Extreme - Export (ProRes 422HQ UHD) | 4,24 | 20,80 | FPS | -80% | |
| Live Playback Score | 40,50 | 58,20 | Score | -30% | |
| Export Score | 21,60 | 39,30 | Score | -45% | |
| 4K Heavy GPU Effects (59.94FPS) | Advanced - Live Playback (Half Res) | 9,26 | 32,60 | FPS | -72% |
| Advanced - Live Playback (Full Res) | 0,83 | 8,28 | FPS | -90% | |
| Extreme - Live Playback (Half Res) | 8,07 | 5,18 | FPS | 56% | |
| Extreme - Live Playback (Full Res) | 0,77 | 2,36 | FPS | -67% | |
| Advanced - Export (ProRes 422HQ UHD) | 1,47 | 13,31 | FPS | -89% | |
| Extreme - Export (ProRes 422HQ UHD) | 1,45 | 10,56 | FPS | -86% | |
| Live Playback Score | 7,90 | 20,20 | Score | -61% | |
| Export Score | 2,40 | 19,90 | Score | -88% | |
| 4K ProRes 422 (59.94FPS) | Lumetri Color - Live Playback (Half Res) | 11,07 | 9,66 | FPS | 15% |
| Lumetri Color - Live Playback (Full Res) | 1,86 | 3,06 | FPS | -39% | |
| MultiCam - Live Playback (Half Res) | 15,72 | 2,93 | FPS | 437% | |
| MultiCam - Live Playback (Full Res) | 8,65 | 0,70 | FPS | 1136% | |
| Lumetri Color - Export (H.264 40Mbps UHD) | 6,73 | 3,13 | FPS | 115% | |
| Lumetri Color - Export (ProRes 422HQ UHD) | 3,55 | 1,25 | FPS | 184% | |
| Live Playback Score | 15,60 | 6,80 | Score | 129% | |
| Export Score | 8,60 | 3,70 | Score | 132% | |
| 4K RED (59.94FPS) | Lumetri Color - Live Playback (Half Res) | 8,73 | 43,07 | FPS | -80% |
| Lumetri Color - Live Playback (Full Res) | 1,23 | 14,39 | FPS | -91% | |
| MultiCam - Live Playback (Half Res) | 3,13 | 17,24 | FPS | -82% | |
| MultiCam - Live Playback (Full Res) | 1,30 | 3,07 | FPS | -58% | |
| Lumetri Color - Export (H.264 40Mbps UHD) | 3,82 | 11,98 | FPS | -68% | |
| Lumetri Color - Export (ProRes 422HQ UHD) | 2,72 | 3,18 | FPS | -14% | |
| Live Playback Score | 6,00 | 32,40 | Score | -81% | |
| Export Score | 5,50 | 12,60 | Score | -56% |
Spieleleistung: Ein Vorgeschmack auf das Xe-Potenzial
In der Präsentation zum Tiger-Lake-Start hat sich Intel mit der besseren (1080p-)Spieleleistung im Vergleich zum Ryzen 7 4800U im Lenovo-Notebook gerühmt. Nun bekommen wir die Gelegenheit, die vollmundigen Behauptungen zumindest teilweise nachzuprüfen. Zunächst mal sei gesagt, dass Gaming an sich nicht der Hauptzweck beider Chips ist. Dennoch ist die integrierte Grafikleistung deutlich stärker geworden als in vorherigen Generationen beider Hersteller, sodass in dieser Notebook-Gewichtsklasse immerhin seichte Gaming-Gehversuche möglich ist. Wenn auch nur mit zweistelligen Bildraten und (noch) 60-Hz-Display.
Quelle: PC Games Hardware
Core i7-1185G7 vs. Ryzen 7 4800U: Grafikleistung
Abgesehen von den reinen Fps-Unterschieden lautet die entscheidende Frage: Spielbar oder nicht? Genügsame Shooter wie Overwatch laufen selbst mit höchster Detailstufe mit beiden Systemen recht flüssig, auch wenn wir das mit solchen schwachen Chips nicht empfehlen würden. An sich dienen aber die Durchläufe mit hohen Details lediglich der Vergleichbarkeit mit Systemen mit stärkerer GPU, welche in diesen standardisierten Settings getestet werden. Dennoch ist der Unterschied zwischen 60 und 90 Fps mit niedrigen Grafikdetails deutlich. Davon abgesehen, dass die Xe-Grafik der Vega-8-Einheit durchgehend überlegen ist, zeigen die Perzentil-Werte, dass die stärkere CPU-Einheit des Ryzen für geringere Schwankungen in den Frametimes sorgt
Quelle: PC Games Hardware
Tiger Lake vs. Renoir: Core i7-1185G7 und Ryzen 7 4800U in Spielen
Fazit: Tiger Lake schlägt Renoir - aber zu welchem Preis?
Der Leistungsgewinner mag fast immer der Tiger-Lake-Chip Intel Core i7-1185G7 sein, das ergibt zumindest dieser erste Überriss einer Leistungsanalyse. Der AMD Ryzen 7 4800U ist also wieder enttrohnt in der Fliegengewichtsklasse, nachdem dieser die Intel-Vorgänger Comet Lake-U und Ice Lake geschlagen hatte. Es ist AMD zu verdanken, auf dem Markt der Notebook-CPUs wieder frischen Wind gebracht zu haben, nachdem hier der Platzhirsch nur jedes Jahr sein Portfolio mit homöopathisch niedrigen (Takt-)Änderungen zu steigern schien.
Für ein komplettes Bild aber fehlen uns mehrere Modelle. Den Ryzen 7 4800U konnten wir bislang nur in einem einzigen Modell testen und den Core i7-1185G7 nur in einem noch nicht marktreifen Vorseriengerät. Entscheidend wird auch sein, wie die Chips in kommenden Geräten konfiguriert sind, also ein ähnliches Wattbudget und ebenso hohe Leistung haben.
Die Frage zum Preis in der Zwischenüberschrift ist sowohl wortwörtlich als auch sprichwörtlich zu verstehen. Nun kostet das Lenovo Ideapad Slim 7 mit dem Ryzen 7 4800U circa 900 Euro. Für einen fairen Vergleich ist auch der Preis der Notebooks mit der Tiger-Lake-Speerspitze interessant, welche aktuell noch nicht vorliegen. Sprichwörtlich verstanden zahlt Intel den Preis des Leistungssieg auch hier wieder mit mehr Watt. Grundsätzlich erfordert eine höhere Leistungsaufnahme auch eine bessere Kühlung, was das Notebook auch schwerer macht. Das ist bei diesen beiden verglichenen Exemplaren hier zwar nicht der Fall - beide sind nahezu gleich schwer. Aber wir sind gespannt, inwiefern der Ryzen noch aufgebohrt und im gleichen Formfaktor als der vermeintliche Ryzen 9 4900U neue Konkurrenz werden kann.

An der Stelle wäre es dann aber interessant wirklich zu erfahren, wieviel von der Mehrleistung gegenüber einem mit vergleichbaren Speicher ausgestatteten TL dann übrig bleibt...
An euch beide:
Dieses Modell ist lieferbar:
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ehrlich gesagt finde ich es etwas witzlos AMD dafür verantworlich zu machen, dass die Verfügbarkeit der APUs zu schlecht ist, wenn die Kunden die Teile kaufen wie warme Semmeln. Das ist zumindest mein Eindruck, allgemein interessiert mich, wie viele Renoir-APUs bislang abgesetzt werden konnten. Ich habe mich jedenfalls für ein Thinkpad E15 mit 4700U und 16 GB RAM entschieden, da ich SMT im wissenschaftlichen Bereich oft nicht nutzen kann und zu faul war auf einen 4800U zu warten. Wenn ich doch mal mehr Threads auslasten will, dann gönne ich mir für mein Board eben einen 3900x/3950x.
Beim Spielen ist man eh im GPU-Limit.
Die Kunden, welche ein Gerät mit diesem Prozessor kaufen wollen, interessiert es nicht, ob AMD nur in relativ begrenzter Stückzahl liefern kann. Dies schadet AMD sicher mehr als nur entgangene Verkäufe. Natürlich geht es Intel in den letzten Jahren oft nicht besser.
An euch beide:
Das was du meinst, nennt sich Ankündigung eines neuen Produkts. Das gab es bei nVidia noch vor 2 Wochen mit der 3080, jetzt mit der 3090 und demnächst der 3070, sowie bei AMD mit den Zen3 und RX6000 GPUs. Alles noch nicht zu kaufen!
[Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
Ehrlich gesagt finde ich es etwas witzlos AMD dafür verantworlich zu machen, dass die Verfügbarkeit der APUs zu schlecht ist, wenn die Kunden die Teile kaufen wie warme Semmeln. Das ist zumindest mein Eindruck, allgemein interessiert mich, wie viele Renoir-APUs bislang abgesetzt werden konnten. Ich habe mich jedenfalls für ein Thinkpad E15 mit 4700U und 16 GB RAM entschieden, da ich SMT im wissenschaftlichen Bereich oft nicht nutzen kann und zu faul war auf einen 4800U zu warten. Wenn ich doch mal mehr Threads auslasten will, dann gönne ich mir für mein Board eben einen 3900x/3950x.