Pentium 4, Bethesda, Geforce 2 MX und SLI erscheinen (PCGH-Retro, 28. Juni)

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Pentium 4, Bethesda, Geforce 2 MX und SLI erscheinen (PCGH-Retro, 28. Juni)
Quelle: PC Games Hardware

Intels Pentium 4 und Nvidias Geforce 2 MX sowie die SLI-Technik erscheinen - das geschah am 28. Juni. Jeden Tag wagt PC Games Hardware einen Blick zurück in die noch junge, aber bewegte Geschichte des Computers.

… 1986: Zenimax Media ist neben Electronic Arts, Ubisoft, THQ, 2k Games eines der wenigen verbliebenen Schwergewichte in der Spiele-Publishing-Branche, die unter ihren Fittichen bekannte Größen wie id Software haben. Zenimax Media ging aus der Umstrukturierung von Bethesda Softworks von einem reinen Entwickler in einen Medienkonzern hervor - und Bethesda Softworks wurde just am 28. Juni gegründet, nämlich im Jahre 1986. Die für die Rollenspiele der Elder-Scrolls-Reihe und ab dem dritten Teil auch der von Interplay übernommenen Fallout-Serie bekannten Entwickler haben ihre Wurzeln allerdings im Genre der Sportspiele und der Lizenzumsetzungen. Wayne Gretzky Hockey galt zu seiner Zeit als eines der besten Sportspiele und mit lizenzierten Terminator- und Star-Trek-Spielen wurde weiteres Geld verdient, bevor man mit den Elder-Scrolls-Titeln mit den Teilen Arena, Daggerfall, Morrowind, Oblivion und Skyrim eine legendäre RPG-Reihe schuf.

Weitere Details zum bekannten Publisher Zenimax Media gibt es in unserem ausführlichen Special.

… 2000: Nvidia kündigt mit der Geforce 2 MX, die an diesem 28. Juni offiziell vorgestellt wird, eine kleine Revolution an. Hinkten frühere Mittelklasse- und Einsteigergrafikarten nicht nur in Sachen Leistungsfähigkeit sondern auch beim Funktionsumfang hinterher, macht die Geforce 2 MX zumindest mit letzterem Manko Schluss - wesentlich weniger flink als die High-End-Karten ist sie dennoch. So ganz uneigennützig war dieser Schritt von Nvidia allerdings nicht. Im Gegensatz zu früheren Generationen, die oft bestehende Möglichkeiten einfach erweiterten (Triangle-Setup auf der Grafikkarte, Single-Pass-Multitexturing) verlangte das Hardware-TnL der Geforce-Karten nach der speziellen Liebe der Programmierer und war zudem eines der Merkmale, die die Konkurrenz in Form von 3dfx nicht bot. Doch ohne direkte Unterstützung des Spiels lag die Technik brach. Die Geforce 2 MX sollte durch die größere Verbreitung im Mainstream Entwickler dazu ermutigen, HTnL auch zu nutzen. Bis das jedoch flächendeckend geschah, vergingen Jahre. Eine ähnliche Strategie fuhr Ati mit der Radeon 9000/9200/9250/9280, bei denen trotz Einstufung in niedrigere Preissegmente Pixel-Shader 1.4 und Vertex-Shader 1.1 vorhanden waren, sodass zumindest die Shader-Technologie, wenn auch nicht in der damals aktuellen 2.0-Version, weitere Verbreitung erfuhr und man zumindest vom reinen Multitexturing weggkam. Zudem erhoffte man sich auch mehr Akzeptanz bei den Programmierern, da das PS-1.4-Phasenkonzept und die erweiterten Möglichkeiten gegenüber PS 1.1-1.3 bereits eher in Richtung der 2.0-Shader von DirectX 9 ging. Natürlich bot letzteres nochmals weitaus größere Möglichkeiten.

… 2000: Eine der wohl bekanntesten Marken im PC-Bereich, der "Pentium" wird 4. Nein, nicht 4 Jahre, sondern zum vierten Mal aufgelegt. Was zu diesem Zeitpunkt, als die bislang als Willamette codebenamte CPU-Familie offiziell den Namen Pentium 4 erhielt, die breite Öffentlichkeit noch nicht weiß: Mit dem Pentium 4 ist Intel - wohl bedingt durch das Gigahertz-Rennen der letzten Jahre - auf dem Irrweg. Die Architektur ist explizit auf das Erreichen hoher Taktfrequenzen getrimmt und vernachlässigt dabei eine gute Pro-MHz-Leistung. Anfangs ist Intel optimistisch, der Architektur irgendwann einmal bis zu 10 Gigahertz entlocken zu können, doch die schnellsten Serien-Pentium-4s sollten maximal 3,8 GHz erreichen und dabei zu regelrechten Heizöfen mutieren. Schlimmer noch: Im Gegensatz zum Vorgänger Pentium 3 wird der Pentium 4 nicht mehr damit beworben, das Internet zu beschleunigen.

Beste Voraussetzungen also für AMD, mit dem "Hammer" genannten Ahtlon 64 ein paar Jahre an der Dominanz des Platzhirsches Intel zu knabbern.

… 2004: Als ob eine 500-Euro-Grafikkarte nicht genug wäre, sollen ab sofort wirkliche Enthusiasten und High-End-Gamer die fettesten (und später auch nicht so fette) Geforce-Grafikkarten gleich im Doppelpack kaufen. Denn wenn es nach Nvidia geht, ist mit der heutigen Vorstellung der SLI-Technik nun die doppelte Grafikpower pro PC mit PCI-Express-Steckplätzen vorhanden. SLI klingt dabei zwar wie das 3dfx'sche Scanline-Interleave, doch obwohl Nvidia die Patente und Marken des ehemaligen Konkurrenten besitzt, steht das neue SLI nunmehr für Scalable Link Interface und verbindet zunächst zwei Geforce 6800 Ultra oder GT mit PCI-Express-Anschluss. In Tim Sweeney, unter anderem Macher der Unreal Engine 3, findet Nvidia einen willigen Abnehmer für soviel Grafikleistung. "Die Unreal Engine 3", so Sweeney, "hat einen unstillbaren Appetit auf Füllrate und Polygondurchsatz. Shader-Programme mit 50 bis 100 Anweisungen für jeden einzelnen Pixel erlauben fortschrittliche..." und so weiter und so fort, bis er schließlich SLI lobt, bis zur doppelten Performance für Next-Gen-Spiele zu bringen.

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    • Kommentare (39)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Idle Time Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        2001er CPU und noch keinen anderen, portablen Datenträger? CD-Brenner waren damals schon günstig, externe Festplatten verfügbar, am Ende des Jahres kam der erste iPod und ein Jahr drauf dürften die ersten Thumbdrives verfügbar gewesen sein. Nicht zu vergessen: LAN-Partys!
        Ich war damals 15. Da war Geld knapp und hatte mein ersten Rechner, wie beschrieben.
        Ich hab mir alles selbst beigebracht durch Hefte lesen usw.
        Da wurde des benutzt was wissentlich und praktisch verfügbar war.
        Ich hab eh gesagt das ausgerechnet die Rechner die Internet hatten leider keinen Brenner hatten.
        1 bis 2 Jahre später hatte ich dann eh ein Laptop mit externer HDD usw..
        Trotzdem lustige Zeit damals 🙂
      • Von Idle Time Schraubenverwechsler(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        2001er CPU und noch keinen anderen, portablen Datenträger? CD-Brenner waren damals schon günstig, externe Festplatten verfügbar, am Ende des Jahres kam der erste iPod und ein Jahr drauf dürften die ersten Thumbdrives verfügbar gewesen sein. Nicht zu vergessen: LAN-Partys!
        Ich war damals 15. Da war Geld knapp und hatte mein ersten Rechner, wie beschrieben.
        Ich hab mir alles selbst beigebracht durch Hefte lesen usw.
        Da wurde des benutzt was wissentlich und praktisch verfügbar war.
        Ich hab eh gesagt das ausgerechnet die Rechner die Internet hatten leider keinen Brenner hatten.
        1 bis 2 Jahre später hatte ich dann eh ein Laptop mit externer HDD usw..
        Trotzdem lustige Zeit damals 🙂
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Idle Time
        Geil! Ein Pentium 4 1,8 Ghz mit 512 GB RAM und einer 80 GB HDD von Seagate mit einer jämmerlichen GeForce 2 MX war mein 1. PC. Da war ich 14 oder 15.
        Ich rannte damals zum Media Markt und kaufte für ca. €230 eine Geforce 4 Ti 4200 128MB von Gainward. Eine Golden Sample. Mein Lehrlingslohn musste ja verbraten werden.
        Und dann lief 3D Mark jeden Tag weil's so schön war. Vorallem der Mother Nature Test mit der Schildkröte 😁
        Achja - und jede Woche mindestens 1x Rechner neu aufsetzen.
        Internet? Gabs! Nur nicht zuhause. Also wurde mit dem Rechner das veranstaltet was sinnvoll erschien.
        Heft CDs rein und rausschieben. Sinnlose Kopien von CDs erstellen, täglich 3D Mark bewundern und Windows neu installieren 😁

        Da fällt mir auch noch was ein. 😄

        Wenn man damals überhaupt mal Zugriff auf einen PC mit Internet hatte, wurde jede Minute genutzt. CD-Brenner gab es oft keine, also habe ich mit Kazaa gesaugte MP3s mit einem Dateisplitter in mehrere Teile zerlegt, damit sie auf Disketten passten. Zuhause dann Diskette 1, 2 und 3 eingelegt und die MP3 wieder mit dem Tool zusammengesetzt. 😄
        Heute kaum vorstellbar – damals war das völlig normal.
        Herrlich! 😂
        2001er CPU und noch keinen anderen, portablen Datenträger? CD-Brenner waren damals schon günstig, externe Festplatten verfügbar, am Ende des Jahres kam der erste iPod und ein Jahr drauf dürften die ersten Thumbdrives verfügbar gewesen sein. Nicht zu vergessen: LAN-Partys!
      • Von Logos_Atum PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Idle Time
        Geil! Ein Pentium 4 1,8 Ghz mit 512 GB RAM und einer 80 GB HDD von Seagate mit einer jämmerlichen GeForce 2 MX war mein 1. PC. Da war ich 14 oder 15.
        Ich rannte damals zum Media Markt und kaufte für ca. €230 eine Geforce 4 Ti 4200 128MB von Gainward. Eine Golden Sample. Mein Lehrlingslohn musste ja verbraten werden.
        Und dann lief 3D Mark jeden Tag weil's so schön war. Vorallem der Mother Nature Test mit der Schildkröte 😁
        Achja - und jede Woche mindestens 1x Rechner neu aufsetzen.
        Internet? Gabs! Nur nicht zuhause. Also wurde mit dem Rechner das veranstaltet was sinnvoll erschien.
        Heft CDs rein und rausschieben. Sinnlose Kopien von CDs erstellen, täglich 3D Mark bewundern und Windows neu installieren 😁

        Da fällt mir auch noch was ein. 😄

        Wenn man damals überhaupt mal Zugriff auf einen PC mit Internet hatte, wurde jede Minute genutzt. CD-Brenner gab es oft keine, also habe ich mit Kazaa gesaugte MP3s mit einem Dateisplitter in mehrere Teile zerlegt, damit sie auf Disketten passten. Zuhause dann Diskette 1, 2 und 3 eingelegt und die MP3 wieder mit dem Tool zusammengesetzt. 😄
        Heute kaum vorstellbar – damals war das völlig normal.
        Herrlich! 😂
        Auf die Golden Samples hab ich auch immer geschielt. Die Idee war gut.
      • Von RyzA Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Zitat von Idle Time
        Geil! Ein Pentium 4 1,8 Ghz mit 512 GB RAM und einer 80 GB HDD von Seagate mit einer jämmerlichen GeForce 2 MX war mein 1. PC. Da war ich 14 oder 15.
        Ich rannte damals zum Media Markt und kaufte für ca. €230 eine Geforce 4 Ti 4200 128MB von Gainward. Eine Golden Sample. Mein Lehrlingslohn musste ja verbraten werden.
        Einen Intel Pentium hatte ich nicht aber eine Geforce 2 MX 200. Danach hatte ich mir auch die Geforce 4200 Ti geholt.
      • Von Idle Time Schraubenverwechsler(in)
        Geil! Ein Pentium 4 1,8 Ghz mit 512 GB RAM und einer 80 GB HDD von Seagate mit einer jämmerlichen GeForce 2 MX war mein 1. PC. Da war ich 14 oder 15.
        Ich rannte damals zum Media Markt und kaufte für ca. €230 eine Geforce 4 Ti 4200 128MB von Gainward. Eine Golden Sample. Mein Lehrlingslohn musste ja verbraten werden.
        Und dann lief 3D Mark jeden Tag weil's so schön war. Vorallem der Mother Nature Test mit der Schildkröte 😁
        Achja - und jede Woche mindestens 1x Rechner neu aufsetzen.
        Internet? Gabs! Nur nicht zuhause. Also wurde mit dem Rechner das veranstaltet was sinnvoll erschien.
        Heft CDs rein und rausschieben. Sinnlose Kopien von CDs erstellen, täglich 3D Mark bewundern und Windows neu installieren 😁

        Da fällt mir auch noch was ein. 😄

        Wenn man damals überhaupt mal Zugriff auf einen PC mit Internet hatte, wurde jede Minute genutzt. CD-Brenner gab es oft keine, also habe ich mit Kazaa gesaugte MP3s mit einem Dateisplitter in mehrere Teile zerlegt, damit sie auf Disketten passten. Zuhause dann Diskette 1, 2 und 3 eingelegt und die MP3 wieder mit dem Tool zusammengesetzt. 😄
        Heute kaum vorstellbar – damals war das völlig normal.
        Herrlich! 😂
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