Neverwinter: Vorschau - Quests, Gefährten und Fazit

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Neverwinter heißt das nächste MMO von Cryptic Studios. Die Entwickler mischen D&D-Charme mit Tera-Kampfsystem und einem Abenteuer-Editor, der an Neverwinter Nights erinnert. Gelingt die Mischung? Die Kollegen von Buffed haben die aktuelle Beta-Version angespielt.

Neverwinter: Quests

Wie aber gestaltet sich der Heldenalltag in Neverwinter denn nun? Mit klassischen "Hauen und Holen"-Aufgaben - in wichtigen Handlungsmomenten untermalt durch kurze Zwischensequenzen. Dass sich die Entwickler bei der Quest-Gestaltung nicht von einer Innovation zur nächsten tänzeln, fällt dabei aber nicht negativ auf. Durch das extrem flotte Kampfsystem kommt man beim Spielen von Neverwinter schnell in einen Spielfluss, der einfach Spaß macht. Mit einem Dieb die nächste Gruppe stinkiger Orks ins Visier nehmen ... ZACK, auf Knopfdruck schnellt man hinter den ersten Gegner, der den Dolchstoß nicht überlebt. Der folgende Sprungangriff setzt den nächsten Fiesling K.O. - dann ausweichen, um dem Hieb des dicken Ogers zu entgehen. Der kriegt anschließend die volle Breitseite ab, schließlich hat sich der Dieb zwischendurch getarnt und verursacht so mehr Schaden. Gerade als es brenzlig wird, ist die "Daily Power" bereit. Wie eine Flipperkugel im Bumper-Wald schnellt der Dieb Dolche schwingend von Gegner zu Gegner. Wer danach noch steht, wird durch einen gezielten Messerwurf ausgeschaltet. Taadaa! Fünf tote Orcs, Erfahrungspunkte auf dem Konto, Beute auf dem Boden und Zufriedenheit im Gesicht. Die Quest-Ziele erledigen sich dabei fast schon nebenbei.

Dass sich Neverwinter mitunter wie ein Action-Prügler spielt, wird so manchen Rollenspiel-Fan angesichts der D&D-Lizenz womöglich stören - die Zeit beim Questen vergeht so jedoch wie im Flug. Zumal eine (optionale) Ziel-Markierung stets den Weg zum nächsten Zielpunkt weist. So geht's zügig von Aufgabe zu Aufgabe. Ein Paradies für Questtextverweigerer. Wer sich hingegen für die Geschichte interessiert, der findet überall im Spiel Zusatzinformationen zur Welt und kleine Geschichten, die in einem Journal gesammelt werden. Ob mit Neverwinter wirklich Action- und Rollenspiel-Fans gleichermaßen glücklich werden, muss sich freilich erst noch zeigen - wir hatten in der Beta jedoch unseren Spaß. Zumal sich in jedem Gebiet bestimmte Items gibt, auf die Sammler-NPCs scharf sind. Orks im Turm-Distrikt tragen etwa Insignien bei sich, die ein Sammler gegen Talismane tauscht, die vorübergehend den Schaden im Kampf gegen Orks erhöhen. Ein Teufelskreis der guten Laune.

Neverwinter: Lagerfeuer und Gefährten

Neverwinter: Mit dem Dieb und seinen Begleitern schließen wir dämonische Portale Quelle: Cryptic Neverwinter: Mit dem Dieb und seinen Begleitern schließen wir dämonische Portale Wenig temporeich dagegen: Zum Rasten müssen Helden in Neverwinter an Lagerfeuern oder Altären einkehren. Nur hier regenerieren sich Lebenspunkte - oder beim Bechern von Tränken. Immerhin lassen sich auch Mitnehm-Altare erbeuten, die man selbst aufstellen kann. Beim Rasten bleibt dann auch Zeit zum Inspizieren aufgeklaubter Beute, magische Gegenstände müssen in Neverwinter nämlich erst einmal identifiziert werden. Klingt ein bisschen nach Diablo und fühlt sich mitunter auch so an - die Gegner lassen nämlich betont viel Beute zurück. Durch Edelsteine lassen sich die Klamotten, die passenden Sockel vorausgesetzt, weiter aufwerten. Runensteine wiederum sind Gefährten vorbehalten.

Moment, Gefährten? Wie in SWTOR kann man auch in Neverwinter mit NPC-Kumpels durchs Land ziehen (denen sich aber keine Befehle erteilen lassen). Die Jungs und Mädels werden allerdings nicht komplett eingekleidet, sondern tragen lediglich Halsketten und Ringe. Zusätzliche Boni, die teilweise auch für den Spielcharakter greifen, gibt's über Runensteine. Zudem sind die NPC-Helfer für Solisten durchaus praktisch. Neverwinter traut sich nämlich durchaus, Spieler in den Quest-Gebieten auch mal zu fordern. Mit unserem Dieb gingen so einige Gefechte brenzlig aus, da kommt ein wenig Rückendeckung gerade recht. Echte Persönlichkeiten oder Dialoge sollte man von den Neverwinter-Kumpanen aber nicht erwarten, zumindest bekamen wir keine zu sehen.

Neverwinter: Ersteindruck

Alles in Allem hinterließ das Neverwinter-Probespiel einen durchweg positiven Eindruck. Das Kampfsystem macht Spaß und lässt sich dank präziser Steuerung gut bedienen. Der Spielfluss ist flott. Das Quest-System setzt keine Maßstäbe, aber unterhält. Allein, es bleibt die Sorge, dass die Entwickler das Spiel zu sehr auf "für jeden etwas" trimmen. Gefährten-System, selbstgebaute Abenteuer, Gruppen-Instanzen, ... sogar einen PvP-Modus gibt es, den wir aber noch nicht ausprobieren konnten. Möglicherweise wäre hier weniger mehr - für ein Urteil ist es aber freilich noch zu früh. Wir sind gespannt und freuen uns auf die nächste Anspielgelegenheit.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 Neverwinter: Vorschau - Kampfsystem und Spielwelt
  2. Seite 2 Neverwinter: Vorschau - Quests, Gefährten und Fazit
    • Kommentare (9)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Jabberwocky
        Wie gesagt, in 5er Gruppen kommt das taktische Vorgehen auf keinen Fall zu kurz. Es ist einzig und allein nicht so einfach wie in WOW und ganz nebenbei, taktik ist bei WOW schon länger nicht mehr von nöten
        MMn gibt es einfach bereits genug mmo's mit dieser Art Kampfsystem und Spiele wie Tera bringen frischen Wind in die Sache, was mir persönlich viel besser gefällt. Aber schlussendlich ist es und bleibt es Geschmackssache
        Ja, WOW ist da nen schlechtes Beispiel. Ich beziehe mich da eher auf EQ2 und wenn ich mir vorstelle das bei nem raid mit 24 Leuten aktiv rumgehüpft werden muss, wird mir ganz schlecht.

        Zu richtigen Dauerbrennern haben sich jedenfalls die "aktiven" Mmorpgs nicht etabliert und alles fing mit Age of Conan an.

        Zitat von Robonator
        Ihr habt nie wirklich lang sowas wie Tera oder so gespielt oder? Es ist wunderbar möglich. Erst gestern war ich in Tera 2 Stunden in einer Instanz gefangen und es klappte wunderbar. Jeder muss nur seine Klasse auch wirklich draufhaben und man muss halt ein wenig mehr tun als Knöpfe hämmern.
        Bei TERA z.B. brauch ich mir keine sorgen machen. Ich kann die Angriffe der Gegner abblocken und mich zur Not auch selber healen. Der Healer kann ich so z.B. auf die Krieger konzentrieren welche nur ausweichen können, aber nicht fähig sind zu blocken.
        Bei klassischen MMO's schlaf ich mittlerweile fast ein da mir das ganze einfach zu langweilig geworden ist.
        Aber gut ich denke das bleibt auch Geschmackssache. Ich hingegen finde solche aktiven Kampfsysteme sehr gut und will nicht mehr ohne
        Was in eriner Instanz mit wenig Leuten evtl. noch irgendwie möglich ist, geht bei nem 20+ Raid nicht mehr gut. Da fehlt einfach die Grundordnung.

        MfG
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Jabberwocky
        Wie gesagt, in 5er Gruppen kommt das taktische Vorgehen auf keinen Fall zu kurz. Es ist einzig und allein nicht so einfach wie in WOW und ganz nebenbei, taktik ist bei WOW schon länger nicht mehr von nöten
        MMn gibt es einfach bereits genug mmo's mit dieser Art Kampfsystem und Spiele wie Tera bringen frischen Wind in die Sache, was mir persönlich viel besser gefällt. Aber schlussendlich ist es und bleibt es Geschmackssache
        Ja, WOW ist da nen schlechtes Beispiel. Ich beziehe mich da eher auf EQ2 und wenn ich mir vorstelle das bei nem raid mit 24 Leuten aktiv rumgehüpft werden muss, wird mir ganz schlecht.

        Zu richtigen Dauerbrennern haben sich jedenfalls die "aktiven" Mmorpgs nicht etabliert und alles fing mit Age of Conan an.

        Zitat von Robonator
        Ihr habt nie wirklich lang sowas wie Tera oder so gespielt oder? Es ist wunderbar möglich. Erst gestern war ich in Tera 2 Stunden in einer Instanz gefangen und es klappte wunderbar. Jeder muss nur seine Klasse auch wirklich draufhaben und man muss halt ein wenig mehr tun als Knöpfe hämmern.
        Bei TERA z.B. brauch ich mir keine sorgen machen. Ich kann die Angriffe der Gegner abblocken und mich zur Not auch selber healen. Der Healer kann ich so z.B. auf die Krieger konzentrieren welche nur ausweichen können, aber nicht fähig sind zu blocken.
        Bei klassischen MMO's schlaf ich mittlerweile fast ein da mir das ganze einfach zu langweilig geworden ist.
        Aber gut ich denke das bleibt auch Geschmackssache. Ich hingegen finde solche aktiven Kampfsysteme sehr gut und will nicht mehr ohne
        Was in eriner Instanz mit wenig Leuten evtl. noch irgendwie möglich ist, geht bei nem 20+ Raid nicht mehr gut. Da fehlt einfach die Grundordnung.

        MfG
      • Von Jabberwocky Freizeitschrauber(in)
        Wie gesagt, in 5er Gruppen kommt das taktische Vorgehen auf keinen Fall zu kurz. Es ist einzig und allein nicht so einfach wie in WOW und ganz nebenbei, taktik ist bei WOW schon länger nicht mehr von nöten
        MMn gibt es einfach bereits genug mmo's mit dieser Art Kampfsystem und Spiele wie Tera bringen frischen Wind in die Sache, was mir persönlich viel besser gefällt. Aber schlussendlich ist es und bleibt es Geschmackssache
      • Von Robonator Kokü-Junkie (m/w)
        Ihr habt nie wirklich lang sowas wie Tera oder so gespielt oder? Es ist wunderbar möglich. Erst gestern war ich in Tera 2 Stunden in einer Instanz gefangen und es klappte wunderbar. Jeder muss nur seine Klasse auch wirklich draufhaben und man muss halt ein wenig mehr tun als Knöpfe hämmern.
        Bei TERA z.B. brauch ich mir keine sorgen machen. Ich kann die Angriffe der Gegner abblocken und mich zur Not auch selber healen. Der Healer kann ich so z.B. auf die Krieger konzentrieren welche nur ausweichen können, aber nicht fähig sind zu blocken.
        Bei klassischen MMO's schlaf ich mittlerweile fast ein da mir das ganze einfach zu langweilig geworden ist.
        Aber gut ich denke das bleibt auch Geschmackssache. Ich hingegen finde solche aktiven Kampfsysteme sehr gut und will nicht mehr ohne
      • Von BlackNeo BIOS-Overclocker(in)
        Dieses aktivd Kampfsystem hat mich auch so ungemein an GW2 gestört.

        Es ist einfach keine so schöne Taktik wie in anderen MMOs wie z.B. WoW möglich, man ist meistens mit rumhüpfen und selbstheilung beschäftigt u d versucht nebenbei noch irgendwie die mobs kleinzubekommen.

        Lieber ein klassisches MMO, aber wenn man da richtig gute Raids, tolle Instanzen, viel Content und Equip und nebenbei auch etwas Fun-PvP auf Schlachtfeldern haben will, geht wohl kein Weg an WoW vorbei.
      • Von DaStash Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Jabberwocky
        Ein Kampfsystem a la Tera ist genau das was ein MMORPG braucht. Das langweilige Buttongeklicke wie es in den meisten anderen Spielen vorkommt, ödet mich richtig an.
        Gerade in Tera wird meiner Meinung nach viel mehr Skill verlangt. Wobei ich zugeben muss, mehr als in einer 5er Gruppe habe ich nie gespielt.
        Für skill hab ich BF3.
        Es geht dabei um die taktische Grundordnung, welche m. M. n. beim aktiven Spielen vernachlässigt wird, da alle mit zielen und ausweichen beschäftigt sind.

        MfG
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