Spieleeffizienz der Pixelshader von RV770 und GT200: Fazit
Die Anzahl der Shader-ALUs schießt in ungeahnte Höhen - nach 240 Einheiten im GT200 trumpft AMD mit 800 Rechenwerken in der Radeon HD 4850/4870 auf. Das wirft die Frage auf, wie effizient die ALUs zu Werke gehen - und genau darauf bieten unsere Spezial-Benchmarks eine Antwort.
Fazit
Wieder einmal siegt die Praxis über die graue Theorie. Wie am hier nicht aufgeführten Beispiel des Folding@Home-Clients allerdings deutlich wird, können durch Anpassung von Software und Treiber noch einige Verbesserungen erreicht werden. Bei einem Vorsprung vor der HD 3870 von 102 (HD 4850) respektive 142 Prozent (HD 4870) auf dem Papier kommt am Ende lediglich ein Vorteil zwischen etwa 45 und 73 Prozent heraus. Bei der Geforce liegen die Dinge anders: Den theoretischen MADD-Vorteil von 23 bzw. 61 Prozent bauen die Geforce-GTX-Karten in der Realität zu einem Vorsprung von 35 bis 71 Prozent aus. Hier schlägt die aufwendigere Architektur durch, welche im Gegenzug jedoch mehr als die doppelte Transistormenge im Vergleich zum G80 benötigt. AMD kommt hingegen mit weniger als 45 Prozent zusätzlicher Transistoren aus.
Wie man es dreht und wendet: Es bleibt eine Glaubensfrage, welche Architektur man für effizienter hält. AMD bringt viele Einheiten im Chip unter, nutzt diese allerdings nicht so gut aus wie Nvidia. Diese wiederum maximieren den Nutzen der einzelnen Einheiten, verbrauchen dafür jedoch mehr Transistoren. Für den Spieler bleibt es letztlich eine Frage des Preises und hier kann AMD zurzeit deutlich günstigere Lösungen anbieten als Nvidia. Zwar sind die Radeon HD4800 absolut gesehen langsamer, können jedoch in der Regel mehr Fps pro Euro liefern.
