Kurioses auf der CES 2023: Smarte Klosteine, Fotoroboter, Exoskelett und Universalübersetzer aus Star Trek
Zur großen jährlichen Elektronikmesse CES in Las Vegas haben AMD, Intel, Nvidia und all ihre Partnerfirmen neue Grafikkarten, Notebooks und mehr angekündigt. Der eigentliche Spaß aber beginnt vor Ort auf Presse-Events wie der "CES Unveiled", die quasi eine gefilterte Miniversion der ganzen Messe sind. Dort gibt es also an kleinen Ständen alles Kuriose, Bescheuerte und Geniale geballt zu sehen.
Quelle: PC Games Hardware
U-Scan: Smarter Klo-Sensor
U-Scan: Smarter Klostein scannt deinen Urin
Ein Klassiker als Kuriosum auf der CES ist etwa das smarte Klo. Nur dass hier nicht mehr das ganze Klo smart sein muss, sondern lediglich der Klostein, der in die Schüssel gehängt wird und dafür die flüssigen Ausscheidungen analysiert. Die Firma Withings den U-Scan vor - ja, U steht für Urin. Das ist ein Gerät in Form eines Hockey-Pucks, das in der Toilettenschüssel sitzt und den Urin analysiert und die Ergebnisse per Bluetooth an eine Smartphone-App sendet. Fließt der Strahl über den U-Scan, in ein kleines Loch im Gerät; drückt eine winzige Pumpe dann eine Probe in die Testkammer, wo eine Patrone schaut, was im Urin ist. Warum will man das wissen? Etwa um den Menstruationszyklus zu verfolgen, allgemeinere Gesundheitsinfos wie Flüssigkeitshaushalt oder Vitamin-C-Spiegel zu überwachen - oder als Forscher einfach Studien durchzuführen.
Quelle: PC Games Hardware
Timekettle: Fast ein Universalübersetzer wie aus Star Trek
Timekettle: Noch nicht ganz der Universalübersetzer aus Star Trek
Weniger spektakulär, aber trotzdem cool, einfach, weil er uns an den Universalübersetzer aus Star Trek erinnert hat, sind die Earbuds von Timekettle. Die Chinesen möchten so Echtzeitübersetzung in einer direkten Unterhaltung ermöglichen. Ganz so geschmeidig wie in Star Trek funktioniert das natürlich noch nicht. Die Earbuds haben eben noch einige Sekunden Verzögerung im Ohr, sind also auch noch kein Simultan-Dolmetscher, aber abgesehen von dieser Holprigkeit funktionieren sie recht zuverlässig.
Quelle: PC Games Hardware
Displace TV: Kabelloser OLED, der an der Wand klebt
Displace TV: Kabelloser TV, der an der Wand klebt
Das genaue Gegenteil, also richtig cool, aber eigentlich nicht so richtig nützlich, ist der erste kabellose Fernseher Displace. Wie das geht, so ganz ohne Kabel? Ganz einfach mit Akkus, die bis zu sechs Stunden halten und einer Prozessorbox, welche das Bild aufs OLED-Panel streamt. Aber mehr noch: Das Display ist leicht genug, um von einer Person getragen zu werden, kann ganz einfach an eine Glasscheibe geklebt und dank einer Webcam per Gesten gesteuert werden. Ist das cool? Definitiv. Braucht man das? Definitiv nicht. Erst recht nicht als einfacher Gasrechnungszahler, da so ein Display circa 3.000 US-Dollar kostet.
Quelle: PC Games Hardware
Ixana Wi-R: Effizientes Bluetooth per Berührung
Ixana Wi-R: Effizientes Bluetooth per Berührung
In Corona-Zeiten soll alles kontaktlos geschehen, schon verstanden. Aber die Zeiten sind ja fast vorbei. "Hold my beer", entgegnet daraufhin die Firma Ixana und entwickelt Wi-R (wie auch immer man das ausspricht). Das ist eine Art Bluetooth, das per Berührung funktioniert. Wer braucht schon Reichweite? Okay, wieder etwas ernsthafter: Warum soll man das wollen, wenn es doch schon Bluetooth gibt? Das Killer-Feature hier ist die Energieeffizienz. Die Touch-Verbindung soll für die Geräte bis zu hundertmal sparsamer sein als Bluetooth oder WLAN. Das spart Akku von Wearables aller Art, wie Smartwatches oder Earbuds.
Quelle: PC Games Hardware
Rollkers: Laufbänder für die Schuhsohle
Rollkers: Laufbänder für die Schuhsohle
Außerdem haben die 80er angerufen, sie möchten bitte ihre Rollschuhe zurück. Bei den französischen "Rollkers" handelt es sich aber um elektrische Rollschuhe. Mit der dicken Schuhsohle soll man doppelt so schnell laufen können, allerdings nur vier Kilometer, bis der Akku schlapp macht. Es könnte auch noch etwas Überwindung kosten, sich damit in die Öffentlichkeit zu trauen.
Quelle: PC Games Hardware
Meropy: landwirtschaftlicher Fotoroboter
Meropy: landwirtschaftlicher Fotoroboter
Bei so einem seltsamen Apparat bleiben wir natürlich auch stehen. Dieser Rollroboter namens Sentiv von der französischen Forma Meropy aber passt in die Kategorie "sieht spektakulär aus, ist es aber nicht". Denn das ist nur ein rollender Fotoapparat, der dem Bauer aufs Handy meldet, ob einer Feldpflanze eine Laus übers Blatt gelaufen ist. Bestimmt nützlich für die Landwirtschaft, aber eben nichts für den heimischen Garten.
Quelle: PC Games Hardware
German Bionic: Ein Exoskelett als Hebehilfe
German Bionic: Ein Exoskelett als Hebehilfe eben
Einen haben wir noch: Exoskelette sind nicht wirklich neu und auch noch weit entfernt vom Ironman-Anzug, aber sehen doch interessant aus. Leider durften wir selbst keins anziehen, obwohl wir so eins wirklich gerne mal ausprobiert hätten. Das Unternehmen German Bionic aus Augsburg entwickelt und fertigt diese Hebehilfen, die etwa in der Logistik zum Einsatz kommen sollen. Am unteren Rückenbereich unterstützt das Heben bis 30 kg.
Wie fanden Sie unseren Ausflug abseits von CPU, GPU und AMD, Intel, Nvidia? Interessiert Sie mehr solche kuriosen Messe-Gadgets? Welche Themen wünschen Sie sich von der Elektronikmesse CES? Lassen Sie es uns wissen, denn es liegen noch ein paar Events vor uns. Im Forum können Sie die kuriose Technik gerne kommentieren.
vielleicht sogar gleich an den Artzt ode ein Labor...spezial interest
Aaaaahaaa....
Das Exoskelett als Hebehilfe und der Universalübersetzer klingen spannend. Der Rest ist ziemlich uninspirierend.
vielleicht sogar gleich an den Artzt ode ein Labor...spezial interest
Aaaaahaaa....