Hybrid Memory Cube: IBM bald mit Massenproduktion des potenziellen DDR-RAM-Nachfolgers

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Erstmals auf Intels hauseigener Messe IDF 2011 vorgestellt, soll der unter anderem von Speicherspezialist Micron entwickelte Hybrid Memory Cube (HMC) nun bald bei IBM in Massenproduktion gehen. Die neue Technologie mit ihren gestapelten Speicherchips gilt als potenzielle Ablöse der DDR-RAM-Standards.

Wie der Technologiekonzern IBM per Pressemitteilung verlautet, wird in naher Zukunft der unter anderem von Micron entworfene Hybrid Memory Cube (HMC) in der eigenen Halbleiterfabrik in East Fishkill (US-Bundesstaat New York) unter Einsatz der High-k+Metal-Gate-Prozesstechnologie hergestellt. Die Fertigung erfolgt in 32 Nanometer Strukturbreite. Wann jedoch größere Stückzahlen verfügbar sind und eine genaue Markteinführung geplant ist, bleibt derzeit unbekannt.

Der HMC besteht aus mehreren DRAM-Dies, die übereinander gestapelt mit so genannten TSV-Verbindungen (Through-Silicon-Vias) auf einem Controller-Chip aufliegen. Bei diesen TSV-Verbindungen handelt es sich um vertikale Leiterbahnen, die einen Stapel verschiedener Chips miteinander verbinden. Die neue Technik soll vor allem mehr Bandbreite sowie geringeren Energiebedarf mit sich bringen. Zum Vergleich: Ein auf der IDF vorgestelltes Testsystem mit Hybrid Memory Cube lieferte eine Datentransferrate von 121 Gbyte/s. DDR3-1333 braucht sechs Kanäle, um etwas mehr als Hälfte dessen zu erreichen.

Weitere Informationen zur TSV-Technologie wird IBM am 5. Dezember auf dem IEEE Electron Devices Meeting in Washington, D. C veröffentlichen.

Quelle: ibm.com

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Computer Floh PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Skysnake
        Naja, doch, so was steht einer APU sehr gut.
        ...
        Ich seh der Sache bzgl. den nächsten Jahren mehr als positiv entgegen.


        dem möchte ich mich anschließen
      • Von Computer Floh PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Skysnake
        Naja, doch, so was steht einer APU sehr gut.
        ...
        Ich seh der Sache bzgl. den nächsten Jahren mehr als positiv entgegen.


        dem möchte ich mich anschließen
      • Von Skysnake Lötkolbengott/-göttin
        Naja, doch, so was steht einer APU sehr gut.

        Damit hat man halt endlich die Mittel an der Hand, um echte Monster APUs zu bauen, die du dann auch gleich als Multi-Sockel-Systeme auslegen kannst. Ne normale CPU brauchts dann nicht mehr wirklich, wenn du in die Vollen gehst. Gerade der Wegfall vom Datantransfer auf die dezidierte GPU ist halt schon ein gewaltiger Vorteil.

        Ich seh der Sache bzgl. den nächsten Jahren mehr als positiv entgegen.
      • Von Superwip Lötkolbengott/-göttin
        Ich kann mir gut vorstellen, dass es eine weitere RAM Stufe gäbe, etwa 1GiB sehr schnellen eDRAM, und den Rest normal als DDR3

        Der eDRAM müsste nicht unbedingt ein transparenter Cache sein, er könnte auch durchaus direkt adressierbar sein, das OS müsste natürlich damit arbeiten können, bei einer so goßen Menge ist das wahrscheinlich sinnvoller

        Aber wie gesagt: die hier vorgestellte Technik ist wohl kaum vordergründig für PCs gedacht
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Im PC-Bereich ist es nicht nur die Kühlung, sondern auch die Vermarktung. Embedded RAM würde die Arbeitsspeichergröße fest an das CPU-Modell koppeln. Im Gegensatz zu Smartphone-/Tablet-Nutzern und Konsoleros passen PC-Nutzer und -OEMs diese aber gerne selbst den Bedürfnissen an und die Bandbreite überspannt dabei i.d.R. drei bis fünf Stufen. Vier-/Fünfmal mehr CPU-Modelle anzubieten, um weiterhin die gleiche Auswahl zu bieten (der Wegfall einer Nachrüstmöglichkeit wäre trotz allem heftig), würde den Markt extrem aufblähen und durch das verbundene Risiko für die Händler entweder die Preise steigern oder die Verfügbarkeit reduzieren.
        Vorerst würde ich höchstens mit Caches und VRAM rechnen. Aber selbst die könnten die Ausnahme bleiben, denn iirc wurde schon vor Jahren die nötige Technik entwickelt, um DRAM auf einem Chip mit anderen Schaltungen unterzubringen und bislang hat es trotzdem niemand für L3 oder L4 Caches genutzt.
      • Von Computer Floh PC-Selbstbauer(in)
        Von Xbox 360 und Apple war es mir auch bekannt aber im Desktopbereich sollte es langsam mal voran gehen. Ich denke aber, dass es bisher vorallen am know how zur richtigen Kühlung fehlte. Soweit ich mich an den ROD bei der Xbox 360 (auch meiner) erinnere war es dem Punkt geschuldet: Die Konstruktion um die GPU war so am Limit, dass die anfänglichen Toleranzen bei der Installation der Kühlkörper samt Wärmeleitpads eben später zu einer "erhöhten" Fehler-/Ausfallrate führten (Auch wenn es anfangs auf die Lötverbindungen geschoben wurde so war die Ausfallrate selbst bei den reparierten Geräten wesentlich höher als bei der Konkurenz). Deswegen wurde die Garantie ja auch um 12 Monate für die Gesamte Produktion bis November 2007 und nicht nur bei einzelnen Chargen verlängert. Besserung gab es erst bei dem Umstieg auf eine andere Strukturbreite 90->65nm
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