Druckerei-Besuch: So entsteht die Print-Ausgabe von PC Games Hardware
Seit Ende 2000 wird jeden Monat eine neue Print-Ausgabe von PC Games Hardware produziert. Doch wie werden die Hefte gedruckt? Wir werfen einen Blick hinter die Kulissen.
In den Arbeitsalltag der Redaktion haben interessierte Leser nun schön öfter Einblick gehabt. Ob durch Redaktionsvideos oder Bilder aus den heiligen Hallen: Die Arbeit des PCGH-Teams ist kein großes Geheimnis mehr.
Doch was passiert, wenn unsere druckfähigen PDFs an die Druckerei geschickt und freigegeben wurden? Während die Redaktion bereits an der nächsten Ausgabe arbeitet, werden alle Seiten von unserer Druckerei weiterverarbeitet, bis dann zum Schluss das fertige Heft bereit liegt. Die folgenden Schritte durchlaufen alle Hefte von PC Games Hardware; achten Sie auch auf die erklärende Bildergalerie.
Bildergalerie
1. Datenübernahme / Druckvorstufe
Nach der Freigabe durch die Redaktion erfolgt das sogenannte Ausschießen. Die Einzelseiten erfahren eine bestimmte Anordnung auf einer Druckform in der Art, dass der bedruckte und gefalzte Bogen die richtige Reihenfolge der Seitenzahlen ergibt. Die Seiten müssen beim Druck Register halten und nach dem Abschneiden der Bogen und dem Falzen in der Abfolge stimmen. Das Ausschießschema ergibt sich aus dem Format des Drucks und der Art der buchbinderischen Weiterverarbeitung. Als häufigste Bindeverfahren sind Rückenstichheftung, Klebebindung, Fadenheftung und Loseblattsammlung zu nennen. Im Bereich des Rollendrucks kommen auch noch andere spezielle Verfahren zum Einsatz. Im Anschluss erfolgt das Bebildern der Durckplatte und die Ausgabe eines farbverbindliches Prüfdrucks.
2. Druckmaschine: Bogenoffset für Umschlagdruck
In der Druckmaschine wird der Umschlag zu mehreren Nutzen (Exemplaren) auf einem Druckbogen zuerst im Schöndruck (Titelseite) und Anschluss nach dem Trocknen und Wenden im Wiederdruck (Rückseite) bedruckt und lackiert. Aus diesem Grund wird beim doppelseitigen Bedrucken eines Druckbogens der erste Druckgang Schöndruck genannt. Den zweiten Druckgang auf der Rückseite des Bogens nennt man Wiederdruck.
3. Rollenoffsetmaschine für den Druck des Inhalts:
Aufgrund der hohen Auflage und des Umfangs erfolgt der Inhaltsdruck bei den meisten Zeitschriften im sogenannten Rollenoffsetdruck. Im Rollenoffsetverfahren werden bis zu 75.000 Abschnitte pro Stunde gedruckt. Die Bedruckstoffbahn wird von einer Rolle abgewickelt. Der Rollenwechsel bei größeren Anlagen erfolgt fliegend, das heißt bei laufender Maschine wird an das Ende der Papierbahn die Bahn einer neuen Rolle angeklebt und dadurch kontinuierlich gedruckt.
Der Rollenoffsetdruck ist mit modernen Druckmaschinen ab einer Auflage von zirka 30.000 Drucken wirtschaftlich rentabel. Im Rollenoffsetdruck können die Schön- und Widerdruckseite in hintereinander geschalteten Druckwerken gleichzeitig bedruckt werden. Im Rollenoffset sind den Maschinen Falzaggregate angegliedert, die es ermöglichen, die bedruckte Papierbahn gleich im Anschluss zu falzen und als Fertigprodukt auszulegen.
4. Druckweiterverarbeitung:
Die Druckweiterverarbeitung bezeichnet den letzten Fertigungsschritt. Sie erzeugt aus Bedruckstoffen (bedruckte und gefalzte Bögen) Endprodukte wie beispielsweise Broschüren, Zeitschriften oder Bücher. Die gängigsten Formen der Weiterverarbeitung sind Klebebindung und Klammerheftung. PC Games Hardware wird beispielsweise geklebt.
Wir hoffen, unser exklusiver Blick hinter die Kulissen eines Drucks der PC Games Hardware hat Ihnen Spaß gemacht.
es ist echt interresant sich das mal anzugucken
Ich würde mal vermuten, dass das dann doch unter "geheim" fällt