Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

Corsair hat einen echten Wattboliden konstruiert, der mit 1.600 Watt Nennleistung auf den 12-Volt-Schienen eindeutig für große Projekte vorgesehen ist. Damit aber nicht genug, denn der kalifornische Hersteller bewirbt den eigenen Spannungswandler als das "beste Netzteil der Welt". PC Games Hardware hat sich dieses vor Energie strotzende Kraftpaket für einen Test ins Haus geholt.

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Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten
Quelle: PC Games Hardware

Mit den AX-Modellen hat Corsair schon immer Enthusiasten ansprechen wollen, da hier schon das Einsteigernetzteil der Serie eine Leistung von 760 Watt liefert. Mit dem AX1500i hatte der kalifornische Hersteller von PC-Hardware und -Zubehör bereits vor vier Jahren ein Titanium-Netzteil auf den Markt gebracht, welches durchgehend 1.500 Watt Ausgangsleistung aufbringen konnte. Jetzt legen die Amerikaner noch eine Schippe drauf, nicht nur mit den zusätzlichen 100 Watt Energie, sondern setzen auch auf neue Materialien wie Galliumnitrid, die mehr Effizienz versprechen.

Corsair AX1600i im Test: Das gebotene Paket

Die Dimensionen des Spannungswandlers fallen größer aus, als man es vom ATX-Standard gewohnt ist - nicht verwunderlich bei 1,6 kW Ausgangsleistung. Mit 20 cm Tiefe, 8,6 cm Höhe und 15 cm Breite kann es in normalen Gehäusen durchaus zu Komplikationen und Platzmangel kommen. Hier sollten Interessenten unbedingt drauf achten, sofern man das Netzteil in einem Gehäuse betreiben möchte. Corsair spricht mit dem AX1600i bewusst Enthusiasten an und hat in das Gesamtpaket ein Potpurri an Kabeln gesteckt. Damit sollten alle Wünsche eines Otto-Normal-Verbrauchers bis zu einem Übertaktungsspezialisten abgedeckt sein. In einer zusammenfaltbaren und aufrollbaren Tasche sind die einzelnen Kabel in separaten Täschchen untergebracht, sodass man bei Bedarf schnell den richtigen Anschluss griffbereit hat.So liegen dem vollmodularen Spannungswandler neben einem 60 cm langen ATX-Kabel zwei 65 cm lange EPS-Kabel bei, die sich im Handumdrehen in zwei 4+4-Pin-CPU-Kabel wandeln lassen.

Für einen multiplen GPU-Betrieb ist mehr als gesorgt: Sieben PCI-E-Kabel von jeweils 60 cm Länge mit je einem 6+2-Pin-Anschluss sowie ein 65 cm langes Kabel mit zwei 6+2-Pin-Anschlüssen sollten Systeme mit mehr als einer Grafikkarte mehr als ausreichend versorgen können. All diese Kabel haben zusätzlich intern verbaute Kondensatoren, um die Restwelligkeit oder andere Störungen weiter zu minimieren. Für SSDs, Festplatten und andere SATA-basierte Komponenten liegen acht Anschlüsse an zwei Kabeln bei (45/55/65/75 cm) und jeweils zwei Anschlüsse an zwei 65 cm langen Kabeln (55/65 cm). Peripheriegeräte mit den alten PATA- beziehungswiese Molex-Anschlüssen können mit neun Anschlüssen, die auf drei je 65 cm lange Kabel verteilt sind (45/55/65cm), mit Strom versorgt werden. Zu guter Letzt befinden sich noch zwei Floppy-Disk-Adapter und ein USB-Kabel im Lieferumfang, um das Netzteil mit einem USB-Header auf einem Mainboard verbinden zu können. Damit lässt sich das Netzteil digital überwachen, die Lüfterkurve des Rotors anpassen und sogar zwischen Single-Rail und Muilti-Rail hin- und herschalten. Neben den Befestigungsschrauben liegen auch noch Klett- und Plastikkabelbinder und ein selbstklebendes Emblem bei. Corsair gibt auf das aktuell 445 Euro teure Netzteil zehn Jahre Garantie und verwendet ausschließlich japanische Kondensatoren, die für einen Temperaturbereich bis 105 Grad Celsius ausgelegt sind. Bereitgestellt wurde das Testexemplar von Corsair.

Kabel Länge [cm] Anschlüsse pro Kabel
1 x (20+4) ATX-Stecker 61 1
2 x (4+4) CPU-Stecker (EPS) 65 1
2 x (6+2) PCIe-Stecker 67,5 2
6 x (6+2) PCie-Stecker 65 1
2 x SATA-Stecker* 55-66,5 2
3 x SATA-Stecker* 45/55/65/80 4
3 x PATA-Stecker* 45/55/65 3
2 x FDD-Stecker* - 1
1 x USB-Kabel 80 1

Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (1) Quelle: PC Games Hardware Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (3) Quelle: PC Games Hardware

Corsair AX1600i im Test: Leistungsdaten und Schutzschaltungen

Wie bereits erwähnt, ist der Spannungswandler als Single-Rail-Netzteil konzipiert worden, kann aber durch die beigelegte Software und das Verbindungskabel zum USB-Header am Mainboard in ein Multi-Rail-Gerät gewandelt werden, das dann über eine verbaute OCP gesichert wird. Dabei ist es möglich, den Auslösewert der OCP zu variieren (20-40 A). Die 12-Volt-Schiene kann die gesamten 1.600 Watt Ausgangsleistung aufbringen. Die per DC-DC-Wandlung erzeugten Nebenspannungen können 180 Watt für die 3,3-Volt- und die 5-Volt-Leitungen ausgeben - ein Wert, der heute etwas überdimensioniert wirkt. Die restlichen beiden Leitungen, nämlich die 12- und die 5-Volt-Standby-Schiene, wurden mit den üblichen Werten 0,8 A (9,6 W) und 3,5 A (17,5 W) dimensioniert. In Sachen Schutzmechanismen ist das Netzteil mehr als gut aufgestellt. Neben dem bereits erwähnten Überstromschutz (OCP) verfügt das Netzteil auch über OVP, UVP, OPP, OTP sowie SCP und operiert in einem Temperaturbereich von bis zu 50 °C. Somit sind Sie und das AX1600i vor allen möglichen Gefahren gesichert.

Corsair AX1600i im Test: Effizienz

Neben den üblichen Technologien wie DC-DC-Wandlung, aktive Klemmschaltungen und LLC-Schwingkreisen verfügt das Corsair AX1600i als einziges Konsumentennetzteil über Galliumnitrid-Transistoren. Mit dem neuen Halbleiter lassen sich Effizienzwerte von bis zu 99 Prozent erzielen, da durch die neuen Baugruppen höhere Schaltfrequenzen als mit Feldeffekt-Transistoren auf Siliziumbasis möglich sind und dadurch die Schaltverluste quasi nicht existieren. Galliumnitrid hat im Gegensatz zu Silizium einen geringeren Widerstand, das schlägt sich nicht nur in den Schalteigenschaften nieder, sondern wirkt sich auch auf das gesamte Netzteil aus: Geringere Kondensatorkapazitäten und eine 40 Prozent höhere Leistungsdichte als in konventionellen Netzteilen sind die Folge. Mit dieser relativen neuen Technologie erreicht der Spannungswandler deshalb auch Titanium-Effizienzwerte und wurde entsprechend von der 80-Plus-Initiative eingestuft.

Vorgeschrieben sind demnach für das europäische Netz schon 90 Prozent Effizienz bei 10 Prozent Last. Bei einem Fünftel der Gesamtlast müssen es schon 94 Prozent sein, bei Halblast 96 Prozent und bei Volllast muss ein Wirkungsgrad von 0,94 vorliegen. Die Werte werden sowohl in einem 115- als auch in einem 230-Volt-Netz mit Leichtigkeit erreicht, in naher Zukunft muss die 80-Plus-Initiative eine weitere Zertifizierungsabstufung einführen. Im Durchschnitt beträgt der Wirkungsgrad in Europa 0,9440 und in Amerika 0,9264. Bei festen Lasten zeigt das Netzteil schon bei 25 Watt (1,56 Prozent) einen Wirkungsgrad von 0,7194, bei 5,63 Prozent steigt die Effizienz bereits um 25 Prozent auf 0,8994. Der Leistunsgkorrekturfaktor, der auch daran beteiligt ist, wie effizient ein Schaltnetzteil Energie verarbeitet, liegt bei 0,31 Prozent Last (5 W) bereits bei 0,894 und steigert sich bereits bei 0,62 Prozent Last auf 0,961. Endgültig erreicht der Totem-Pole-Leistungskorrekturfaktor (APFC optimiert für hohe Schaltgeschwindigkeiten) einen Wert von 0,998.

Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (15) Quelle: PC Games Hardware

Corsair AX1600i im Test: Lautheit

Belüftet wird das Netzteil über einen 140-mm-Ventilator mit hydrodynamischem Lager, dessen Lüfterkurve über die mitgelieferte Software angepasst werden kann. Ohne Zutun des Nutzers wird das Netzteil ab 40 Prozent Last aktiv gekühlt - das sind ganze 640 Watt. Dabei erzeugt der Rotor nur leise 0,3 Sone, die auch bei Halblast gehalten werden. Zwischen 60 und 80 Prozent Last verdoppelt das Netzteil die eigene Lautheit von 0,3 auf 0,6 Sone und ist schließlich bei Volllast mit 2,8 Sone deutlich hörbar. Mit der bereits erwähnten Software kann man übrigens die Lüftersteuerung soweit anpassen, dass die Lüfterkurve in Abhängigkeit von der Netzteil-Temperatur angeglichen wird oder das der Rotor mit einem festen Wert bei einer bestimmten Last betrieben wird.

Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (6) Quelle: PC Games Hardware

Corsair AX1600i im Test: Spannungsstabilität

Das Enthusiasten-Netzteil von Corsair weist eine sehr strikte und hervorragende Spannungsstabilität auf. Bei allen Spannungen beziehungsweise auf allen Rails zeigt das AX1600i nur marginale Abweichungen von der Idealspannung. So liegt beispielsweise der Wert für die 12-Volt-Schiene bei gerade mal 0,22 Prozent. Die größte Abweichung wurde auf der 5-Volt-Schiene mit 0,72 Prozent gemessen. Auch der Spannungsabfall fällt äußerst gering auf allen Leitungen aus, bei der 12-Volt-Rail sind es sogar nur 0,05 Prozent. Auch hier wurde die stärkste Differenz auf der 5-Volt-Schiene mit 0,67 Prozent ermittelt. In Mischlastszenarien zeigt sich das Netzteil äußert beständig und zuverlässig: Alle Werte bleiben unter einem Prozentpunkt. Die Abweichung und der Spannungsabfall betragen auf der 12-Volt-Leitung beispielsweise nur 0,53 Prozent respektive 0,67 Prozent. Die Regulation der Spannung funktioniert in diesem Netzteil ohne Beanstandungen oder Probleme.

Corsair AX1600i im Test: Hold Up Time

Die Hold Up Time, auch als Stützzeit bekannt, fällt leider oft den Sparmaßnahmen der Hersteller zum Opfer, da hierfür hochkapazitive Stützkondensatoren benötigt werden. In diesem knapp 430 Euro teuren Netzteil sollte dieser Umstand aber nicht vorkommen. Laut ATX-Standard muss das Netzteil mindestens 16 Millisekunden lang den Rechner mit Strom versorgen können, wenn die Energiequelle gekappt wird. Das AX1600i schafft hier 21,9 ms und erfüllt damit spielend die Voraussetzungen.

Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (4) Quelle: PC Games Hardware

Corsair AX1600i im Test: Restwelligkeit

Wird Wechsel- in Gleichstrom gleichgerichtet, bleibt ein Anteil an Wechselspannung in der gleichgerichteten und geglätteten Gleichspannung übrig, der als Restwelligkeit oder Ripple bezeichnet wird. Die ideale Ausgangsgleichspannung würde in einem Oszilloskop als Linie erkennbar sein, durch die Überlagerung mit Wechselstrom kommt es aber zu einer Welle mit zusätzlichen Ausschlägen, die durch Kondensatoren geglättet werden. Der Ripple beträgt auf der 12-Volt-Schiene lediglich 11,60 mV - der Grenzwert wäre mehr als zehn Mal so hoch. Die Nebenspannungen zeigen ähnliche Werte auf, so sind es 7 mV auf der 5- und 14,4 mV auf der 3,3-Volt-Leitung. Der größte Anteil an Wechselspannung konnte auf der 3,3-Volt Nebenspannung gemessen werden.

Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (8) Quelle: PC Games Hardware Corsair AX1600i: Powerhaus für Ethusiasten (9) Quelle: PC Games Hardware

Corsair AX1600i im Test: Fazit

Das Corsair AX1600i kann sich durchaus sehen lassen und überzeugt auf ganzer Linie bei den Testergebnissen. Dank der Galliumnitrid-Transistoren können extrem gute Effizienzwerte erzielt werden, die - wenn sich die Technologie erst einmal im unteren und mittleren Preissegment etabliert hat - die 80-Plus-Initiative vor Probleme stellen wird, denn neue Zertifizierungsklassen müssen dann schleunigst her, um weiterhin im Wirkbereich von 94 bis 99 Prozent differenzieren zu können.

Damit die Ideen von Enthusiasten auch umgesetzt werden können, wurde eine Bandbreite an unterschiedlichen Kabeln beigelegt. Mit acht PCI-E- und zwei EPS-Kabeln sollten wirklich alle Wünsche an einen PC-Aufbau erfüllt werden. Hinzu kommt eine extrem gute Spannungsregulation, die sehr strikt ausfällt und kaum Abweichungen zur Idealspannung aufweist. Auch aus diesem Grund zeigt das Netzteil in Mischlastsituationen beste Ergebnisse - Nutzer haben hier nichts zu befürchten. Mit einer sehr großzügigen Stützzeit wurde nicht nur der Intel-ATX-Standard erreicht, sondern auch weit übertroffen. Der einzige Wehrmutstropfen (neben dem Preis) ist die Geräuschentwicklung bei Volllast, die mit 2,8 Sone klar wahrnehmbar ausfällt. Dennoch bis 640 Watt läuft das Netzteil lautlos und bis 70 Prozent auch unter einem Sone. Es ist wahrlich eins der besten Netzteile auf dem Markt.

PCGH-Wertung

1,33
Produkt Corsair AX1600i
Modellnummer SKU CP-9020087-EU
Hersteller Corsair
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis 430,- Euro/ausreichend
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/corsairax1600i
Dauerleistung (Herstellerangabe) 1.600 Watt
Ausstattung (20 %) 0,84
Kabellänge SATA-/Molex-Stecker 45-80 cm/ 45-65 cm
Anschlüsse Floppy/PATA/SATA 2/9/16 Stück
12-V-Anschluss/ATX-Stecker (Länge) 4+4 Pin (65cm), 20+4 Pin (61cm)
12-V-EPS-Stecker 65cm
PCI-E-Anschlüsse (Länge) 2 x 6+2 Pin (67,5cm)/6 x 6+2 Pin (65 cm)
Modulares Kabelsystem ja, vollmodular
Lüfteranschlüsse Nein
Kühlsystem (Lüftergröße, Art des Lagers) Aktiv, 140-mm-Lüfter mit hydrodynamischem Lager
Handbuch/Garantie Kurzanleitung, mehrsprachig/10 Jahre
Schutzschaltungen OVP, UVP, OCP, OPP, OTP, SCP, SIC, NLO
Zubehör/Sonstiges Kaltgerätestecker, Schrauben, Magnetbanner, Kabelbinder Klett und Plastik
Eigenschaften (20 %) 1,58
Kondensatoren primär 1x Rubycon 450V, 680 uF, 105 °C
  2x Nippon Chemi-Con 450V, 470 uF, 105 °C
Kondensatoren sekundär Chemicon 105 °C
Abmessungen L x B x H 200 x 150 x 86 mm
Belastbarkeit +3,3 V und +5 V 180 Watt
Belastbarkeit +12-V-Schienen 1.600 Watt
Aufteilung +12-V-Schienen Single-Rail, Multi-Rail digital einstellbar (mit OCP)
Leistung (60 %) 1,43
Prüfung 80-Plus-Zertifizierung (115 Volt) bestanden
Effizienz 10/20/50/100 %**(230 Volt) 93/95/95/94
Effizienz bei 25/90/250/500 Watt 72/90/95/95
Lautstärke 10/20/50/80/100 %** 0/0/0,3/1,3/2,8 Sone
Leistungsaufnahme bei 45 mA ErP 0,35 Watt
Leistungsfaktorkorrektur (PFC) 10 bis 100 %** 0,89-0,99
Restwelligkeit bei 100 % Last*** 7/11,6/6,4/14,4/7 mV
Spannungsregulation Sehr gut
Fazit 1,34
** Auslastung Sehr gute Spannungsregulation
*** +5V, +12V, -12V, +3,3V, +5Vsb Hervorragende Effizienzwerte
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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        AW: Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

        Zitat von Pu244
        (...) Das ist aber ein Spezialproblem des Automobilsektors.
        Das ist ein Problem bei allen Produkten, bei denen keine Anpassung an die Erfordernisse erfolgen kann. Praktisch auf elektrisch dominierte Produkte bezogen alles ohne Teilabschaltungen. Also Prozessoren zu der Zeit ohne unterschiedliche Taktstufen, Gefriertruhen ohne Temperaturregler, Netzteile die immer genau so viel Watt liefern wie auf der Packung steht und so weiter...
        ...das Gewicht eines (fertigen) Autos lässt sich aber halt nicht sehr kompfortabel regeln. (eigentlich überhaupt nur bei Akkupacks von E-Autos...)
      • Von CD LABS: Radon Project Lötkolbengott/-göttin
        AW: Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

        Zitat von Pu244
        (...) Das ist aber ein Spezialproblem des Automobilsektors.
        Das ist ein Problem bei allen Produkten, bei denen keine Anpassung an die Erfordernisse erfolgen kann. Praktisch auf elektrisch dominierte Produkte bezogen alles ohne Teilabschaltungen. Also Prozessoren zu der Zeit ohne unterschiedliche Taktstufen, Gefriertruhen ohne Temperaturregler, Netzteile die immer genau so viel Watt liefern wie auf der Packung steht und so weiter...
        ...das Gewicht eines (fertigen) Autos lässt sich aber halt nicht sehr kompfortabel regeln. (eigentlich überhaupt nur bei Akkupacks von E-Autos...)
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

        Zitat von Incredible Alk
        Bei 80+ was nicht wirklich was über die Qualität eines Netzteiles aussagt genauso wie bei irgendwelchen A+++ Kühlschränken (was man doch auch jetzt wieder anders machen will?) (...)
        Da es um die Effizienz der Geräte geht, sagt das durchaus etwas aus, dass einige Kunden das als Qualitätsmerkmal nehmen ist blöd, läßt sich aber nicht verhindern. Die Alternative wäre die Effizienz garnicht mehr auszuzeichnen und das wäre keine gute Lösung. Positiver Effekt ist, dass sich die Leute effizienteren Krempel kaufen und rein tendenziell ist der mit 80 Plus ausgezeichnete Kram auch qualitativ besser, wer Mist herstellt, der spart auch am Zertifikat.

        Zitat von Incredible Alk
        (...) oder Energieeffizienzratings von Autos die aufs Gewicht normiert werden und so ein SUV-Panzer ein besseres Rating hat als ein Smart.
        Das ist jetzt ein spezielles Problem der Autoindustrie. Klar ist, dass es bei Transporten, wie LKW, durchaus auf Kennzahlen wie Verbrauch auf 100km und Tonne Fracht ankommt, da stinkt dann ein vollbeladenener Sprinter mit 1,2t und 10L/100km gegen einen LKW, mit 30t Nutzlast und 20L/100km einfach nur ab, auch wenn er weniger braucht. Auch kann nicht außer acht gelassen werden, dass ein Auto für 5 Personen nicht so einfach mit einem Auto, das nur 2 faßt, verglichen werden kann.

        Das ist aber ein Spezialproblem des Automobilsektors.
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        AW: Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

        Zitat von Pu244
        Das Problem bei deinem Vorschlag ist, dass es ein großes Verwirrspiel geben wird.
        Als ob das bei solchen Siegeln und Einstufungen jemals ein Argument gewesen wäre - man glaubt eher, dass Verwirrung der Kunden das ZIEL dieser Dinge ist.
        Bei 80+ was nicht wirklich was über die Qualität eines Netzteiles aussagt genauso wie bei irgendwelchen A+++ Kühlschränken (was man doch auch jetzt wieder anders machen will?) oder Energieeffizienzratings von Autos die aufs Gewicht normiert werden und so ein SUV-Panzer ein besseres Rating hat als ein Smart.

        All diese Logos und Siegel haben einen quasi rein marketingtechnischen Wert - und bei dem Argument stimme ich dir auch völlig zu. Natürlich werden sie das Logo nicht ändern. Jetzt, wo sich 80+ so gut verkauft wäre das ja werbetechnischer Selbstmord.
      • Von MTMnet Software-Overclocker(in)
        AW: Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

        Ich habe das "alte" und günstigere HX 1200i Netzteil... (nicht die "super" neue Technik)
        ~250€ für das HX1200i vs ~410€ für das AX1600i

        zeigt auch die meisten Daten in Corsair Link an.... reicht völlig.
        ~ 320 Watt IN ~ 300 Watt Out beim normalen surfen unter Windows 10 mit wenigen Stromsparfunktionen. (Anzeige ~93%) / unter "Last" auch besser.

        Beim HX startet der Lüfter erst ab 50°C (Semi Passive)
        Netzteil Temperatur ist bei mir im normal Betrieb =max 46°C... / also keine Lüftergeräusche und kein Staub einsaugen bei Teillast. Das war mir wichtig.
        läßt sich auch über Corsair Link konfigurieren..

        Vollast mit 2x Zotac GTX 980 ti amp extrem und alter Intel I7 4930K 6Core CPU at 4.5 GHz ~ 900 Watt max.
        also... 1200 Watt ist auch für 3x neue GPU's + Reserve ausreichend.

        bin sehr zufrieden.
      • Von Pu244 Kokü-Junkie (m/w)
        AW: Corsair AX1600i im Test: Titanium-Power-Haus für Enthusiasten

        Zitat von Incredible Alk
        Statt ständig neue Metalle hinter das 80+ zu setzen könnte man ja auch einfach ein 90+ einführen.
        Persönlich würde ich ein 90+ Bronze, Silber, Gold (90+, 94+, 97+) wesentlich schöner finden als ein keine Ahnung 80+ Vibranium
        Gab damals eine Diskussion, ob man 80 Plus nicht, in den höheren Stufen, in 90 Plus umbenennen soll. Man hat sich aber dann dagegen entschieden, 90 sind mehr als 80, von daher passt es.

        Das Problem bei deinem Vorschlag ist, dass es ein großes Verwirrspiel geben wird. Wenn heute jemand sagt, dass er ein Goldnetzteil hat, dann ist klar was gemeint ist, bei dir müßte man noch dazu sagen welches Goldnetzteil. Nett gemeint und erreicht nur das Gegenteil, genau wie die geniale Idee des HDMI Forums die Nennung der Versionsnummer. bei Kabeln, zu verbieten, jetzt weiß kein Schwein mehr was nun was ist. Hinzukommt, dass 90 Plus Bronze aus Marketingsicht deutlich weniger hermacht als 80 Plus Gold.

        Von daher sollen sie sich einfach noch 1-2 Elemente raussuchen, Rhodium wäre nicht schlecht oder warum nichtmal ein Edelgas, Krypton oder Xenon bieten sich an.
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