Exklusive Headquarter-Tour bei Seasonic: Einblicke bei einem Netzteilhersteller

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Im Rahmen der Computex 2012 hatte PC Games Hardware die exklusive Möglichkeit, dem Hauptquartier von Seasonic in Taipei, Taiwan einen Besuch abzustatten. Neben einer Führung samt Treffen mit dem CEO höchstpersönlich erhielten wir interessante Einblicke in die Firmengeschichte sowie -philosophie; auch Anekdoten kamen nicht zu kurz.

Seasonic zählt zu den renommierten Netzteil-Herstellern, kaum ein anderes Unternehmen in diesem Sektor ist so erfolgreich - und doch so bodenständig geblieben. Bis heute ist Seasonic Familien-geführt, bei unserem Besuch erlebten wir eine lockere und freundlich Atmosphäre, der Chef kam - zufällig gegen Ende der Tour - plaudernd mit einer Gruppe Kollegen auf uns zu und schüttelte uns grinsend die Hand. Im Headquarter führten uns Nils Stallmach, EU Channel Manager, und Walter Sun, Marketing Director, herum. Insgesamt arbeiten hier mehr als 80 Ingenieure, Entwickler, Tester sowie weitere Angestellte - in den der Fabrik in Guangdong, China hingegen über 1.000 und für die weltweite Abwicklung noch mal ein Dutzend Mitarbeiter in Europa (so wie Nils).

Die Produkte der Firma lassen sich stellenweise schon fast als legendär bezeichnen, aber der Reihe nach: Seasonic beginnt Anfang der 70er-Jahre als Hersteller für Test-Equipment, 1980 liefert der Hersteller seine ersten Netzteile für Apple- und IBM-Rechner aus, vier Jahre später entsteht das Headquarter in Shih-Lin, Taipeh, Taiwan - heute steht es in Neihu, ebenfalls Taipeh. Bis 1998 baut Seasonic die beiden erwähnten Fabs und bringt die Produktion auf volle Touren, weiterhin entwickelt man eine intelligente Lüftersteuerung (S2FC). Im Jahr 2005 ist Seasonic der erste Hersteller, welcher ein Netzteil mit der 80-Plus-Zertifizierung auf den Markt bringt - dessen Entwickler S.C. Lin konnten wir persönlich treffen . Die S12-Serie wird nach der Jahrtausendwende zum Verkaufsschlager, die S12II-Reihe mit Bronze-Zertifizierung avanciert 2005 insbesondere unter Silent-Fans zu einem sehr beliebten Modell und ist bis heute erhältlich.

Mit der M12II-Serie aktualisiert Seasonic 2008 die S12II-Versionen mit modularen Kabeln, wie üblich rührt man aber nicht groß die Werbetrommel, sondern liefert schlicht überzeugende Produkte. Das haben auch diverse andere Hersteller erkannt, weswegen Seasonic mit diesen zusammenarbeitet: So nutzen beispielsweise Antec, Be Quiet und Corsair die bekannte Seasonic-Qualität in ihren Produkten, wenngleich dies nicht aktiv kommuniziert wird [Anm.d.R.: auch nicht uns gegenüber, anhand der Platinen ist dies aber unverkennbar]. 2009 erscheint mit der X-Serie ein weiterer Meilenstein (80-Plus-Gold und bis zu 460 Watt passiv, ansonsten mit Sanyo-Denki-Lüftern), unter anderem von Fred Lin entwickelt, welchen wir ebenfalls im Headquarter antrafen - er zeichnet auch für die Platinum-Serie verantwortlich, das aktuelle Highlight von Seasonic. Mit dabei ist das 520-Watt-Modell, welches passiv gekühlt wird.

Unser persönliches Hightlight aber war die Präsentation von Walter Sun, welcher mit US-Amerikaner-typischer Begeisterung an einer Tafel nicht nur die Firmengeschichte anzeichnete und diese mit vielen Anekdoten sowie Anspielungen bereicherte, sondern auch erläuterte, warum ein vollmodulares Netzteil für den Hersteller vorteilhaft ist. Klar, ohne das ATX-Kabel können Sie keinen Rechner betreiben, bei der Produktion der Platine aber ist der Verzicht ein wahrer Segen - leider haben wir kein Bild der Zeichnung, an Walter ist allerdings definitiv ein Künstler verloren gegangen ;-)

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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von poiu Lötkolbengott/-göttin
        klasse Artikel

        PS. hört sich so an als hätte hier ein layer 8 Problem ausgiebig diskutiert worden.
      • Von poiu Lötkolbengott/-göttin
        klasse Artikel

        PS. hört sich so an als hätte hier ein layer 8 Problem ausgiebig diskutiert worden.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Anmerkung der Moderation:
        Es sind weitere Posts verschwunden.
        Wenn man das Verhalten und Vorgehen von Personen (einschließlich Moderatoren) in diesem Forum diskutieren möchte, sollte man dies nicht in einem Thread über einen Netzteilhersteller (dessen Produkte bei richtiger Handhabung 100% Wakü-sicher sind) tun.
      • Von GxGamer
        Hier sind ein paar Posts verschwunden.
        Wenn man nicht im Stande ist seine Wasserkühlung dicht zu halten, braucht man nicht gegen seinen Netzteilhersteller flamen, weils nicht wasserdicht ist.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von Hansvonwurst
        Naja, wenn man das Ding mit dem Lüfter nach unten montiert müsste ein Wasserschaden erst bei sintflutartigen Bedingungen zustandekommen!
        Oder irre ich mich da?
        Die meisten Netzteile sind von der Rückseite her recht gut geschützt, ja. Ganz abgesehen davon, dass zwischen "Wasser" und "Wasserschaden" noch der Unterschied "WTF is das Netzteil an, wenn es schon so gefährdet montiert wurde?" liegt.
        Und es soll ja sogar Gehäuse geben, in denen man sie oben montieren kann.

        Zitat
        Netter Bericht übrigens, obwohl ich gerne mehr Bilder (z.B. das nicht existente von der angesprochenen Zeichnung ) gesehen hätte.

        /sign.
        Ich habe jetzt gelernt, dass PCGH nen tollen Tag hatte.


        Zitat von Turbopony
        Genau das war das Problem! ...vorallem wenn man eine Dual-Laing-DDC-AB-Gehäuse @ 2 Slot direkt oben drüber hat. Nach 3 Wochen war das Ding halt undicht... die Undichtigkeit bisher noch nicht gefunden... jetzt alles ausgebaut um am Teststand alles nochmal laufen zu lassen. Sind halt fast 1 Bar Druck auf der Leitung!
        Wenn dein Kreislauf nicht verstopft ist, sollten 0,5 Bar schon viel sein. Wenn man bedenkt, dass diverse Kühler und Anschlüsse (die 1:1 in der Pneumatik verwendet werden) bis 5 Bar zugelassen sind (und auch schon mal 10 Bar aushalten), also eigentlich kein Problem.
      • Von lol2k BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von omega™;4336260
        Naja, für Leute die eine WaKü anscheinend nicht ordentlich anschließen können, wäre das schon ratsam
        Oder der Trend der Gehäusehersteller weiter anhält, Netzteile untem am Gehäuseboden zu platzieren
      Direkt zum Diskussionsende
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