ATX12VO: Netzteil- und Mainboard-Hersteller arbeiten offenbar an Produkten

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ATX12VO: Netzteil- und Mainboard-Hersteller arbeiten offenbar an Produkten (1)
Quelle: Asrock

ATX12VO steht für "12 Volt only". Entsprechend standardisierte PC-Netzteile sollen folglich nur eine Spannung von 12 Volt anbieten - 3,3 und 5 Volt erzeugt das Mainboard. Youtuber und Übertakter "der8auer" hat sich kürzlich umgehört und herausgefunden, dass Netzteil- und Mainboard-Hersteller bereits an Produkten nach ATX12VO arbeiten.

Wie steht es eigentlich um ATX12VO? Der von Intel entwickelte Standard (12 Volt only) sieht vor, dass PC-Netzteile nur noch 12 Volt liefern und die weiterhin für verschiedene Controller und Laufwerke benötigten 3,3 und 5 Volt auf dem Mainboard umgewandelt werden. Viel getan hat sich seit 2020, als der Standard hohe Wellen schlug, augenscheinlich nicht: Bis heute ist das Asrock Z490 Phantom Gaming 4SR das einzige Consumer-Mainboard mit einer entsprechenden Spannungsversorgung. Im Verborgenen arbeiten Hersteller aber offenbar schon an weiteren Produkten, wie Youtuber und Übertakter "der8auer" herausfand.

So habe ihm Seasonic bestätigt, dass bereits ein Focus GX 650 nach ATX12VO entwickelt wurde und Intel zur Zertifizierung vorliegt. Sobald diese Phase abgeschlossen ist, soll die Massenproduktion (auch andere Focus-GX-Modelle) erfolgen. Auch Corsair wurde von "der8auer" kontaktiert und gab preis, dass die ersten Consumer-Netzteile für Anfang 2022 geplant sind.

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ATX12VO: Auch Mainboard-Hersteller arbeiten dran

Und die Mainboard-Hersteller? Gigabyte teilte dem Youtuber mit, dass man aktuell nichts zu entsprechenden Produkten sagen könne, während die Antwort von MSI noch auf sich warten lässt. Auskunftsfreudiger gab man sich bei Asus. Von dort hieß es, dass für die interne Entwicklung ein ATX12VO-Board bereitsteht. Welche Auswirkungen das auf den Endkunden hat, ließ allerdings auch Asus offen.

Mehr zum Thema: ATX12VO: Intel hofft auf breiteren Support mit Alder Lake-S - Weniger Begeisterung bei Herstellern

Der ATX12VO-Standard dürfte demnach in naher Zukunft auch den Endverbraucher erreichen, wobei nach aktuellem Stand der Dinge wohl nicht damit zu rechnen ist, dass Hersteller den Markt mit entsprechenden Produkten gleich fluten. Spannend ist der ATX12VO-Standard, weil er vor allem bei geringer Last eine höhere Energieeffizienz verspricht. Für den einzelnen User mögen das im Zweifel nur wenige Watt sein. Bei Millionen PC-Nutzern käme aber einiges an Energie zusammen.

Quelle: Youtube

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    • Kommentare (36)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Deathmachine Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Man spart sich den Wechselrichter, aber eine direkte Ausleitung von Akkuspannung ist aufgrund deren Variabilität auch nicht möglich. Da würde man also nur einen Teil der Kompexlität einsparen und umgekehrt hat man das Problem, dass die USV nun nicht mehr mit Netzspannung geladen werden kann und dass sie nicht zwischen "Netzteil absichtlich ausgeschaltet" und "Stromausfall" unterscheiden kann. Letzteres wäre im Falle eines Elektronikbrandes ein echtes Sicherheitsrisiko.

        Per USB Typ-C versorgte Monitore gibt es übrigens schon. Allerdings wäre die komplette Kette dann 230 V ==> 12 V ==> Akkuspannung (3,7 V? 13 V?) ==> 12 V ==> 20 V => Monitorelektronik. Klingt nicht sehr effizient.
        Klar, die USV müsste dann irgendwie eine Möglichkeit haben, mit dem Netzteil und/oder Mainboard kommunizieren zu können. Das wird es so erstmal nicht geben, könnte ich mir für die Zukunft aber vorstellen.

        Die Sache mit dem Bildschirm über das Netzteil wäre natürlich ohne USV dazwischen, zumindest im Regelbetrieb
        Wäre dann also nur noch 230V~ -> 12V= -> 20V=
        Wobei ich mich frage, ob die Monitore nicht auch mit 12V funktionieren würden, wenn man sie drauf auslegt?
        Dann würde man sich den Sprung auch nochmal sparen.

        Klar, kann sein dass das keinen wirklichen Sinn ergibt, die theoretischen Möglichkeiten finde ich trotzdem interessant.
      • Von Deathmachine Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Torsten
        Man spart sich den Wechselrichter, aber eine direkte Ausleitung von Akkuspannung ist aufgrund deren Variabilität auch nicht möglich. Da würde man also nur einen Teil der Kompexlität einsparen und umgekehrt hat man das Problem, dass die USV nun nicht mehr mit Netzspannung geladen werden kann und dass sie nicht zwischen "Netzteil absichtlich ausgeschaltet" und "Stromausfall" unterscheiden kann. Letzteres wäre im Falle eines Elektronikbrandes ein echtes Sicherheitsrisiko.

        Per USB Typ-C versorgte Monitore gibt es übrigens schon. Allerdings wäre die komplette Kette dann 230 V ==> 12 V ==> Akkuspannung (3,7 V? 13 V?) ==> 12 V ==> 20 V => Monitorelektronik. Klingt nicht sehr effizient.
        Klar, die USV müsste dann irgendwie eine Möglichkeit haben, mit dem Netzteil und/oder Mainboard kommunizieren zu können. Das wird es so erstmal nicht geben, könnte ich mir für die Zukunft aber vorstellen.

        Die Sache mit dem Bildschirm über das Netzteil wäre natürlich ohne USV dazwischen, zumindest im Regelbetrieb
        Wäre dann also nur noch 230V~ -> 12V= -> 20V=
        Wobei ich mich frage, ob die Monitore nicht auch mit 12V funktionieren würden, wenn man sie drauf auslegt?
        Dann würde man sich den Sprung auch nochmal sparen.

        Klar, kann sein dass das keinen wirklichen Sinn ergibt, die theoretischen Möglichkeiten finde ich trotzdem interessant.
      • Von Freiheraus
        Zitat von PCGH_Torsten
        Die Zahlen sind noch besser als von mir erwartet. WLAN aus und ein Titanium-Netzteil rein und man wäre bei 5-6 W als ATX-Baseline, gegenüber der ATX12VO dann garantiert keine 15 W mehr einsparen kann.
        WLAN aus bringt nME keine Ersparnis gegenüber dieser Einstellung:
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]
        Damit liegt der Ping zwar meist zwischen 40-60ms statt 12-15ms, aber die Leistungsaufnahme entspricht im Leerlauf einem deaktivierten WLAN.

        Die Titanium Netzteile Seasonic Prime Titanium 650W oder TX-650 beispielsweise sind in dem Bereich auch nur noch um ca. 0,3W (+-0,2W) sparsamer. Mein verwendetes 80+ Gold Netzteil ist sozusagen schon ein Ausnahmemodell. Ich gehe aber davon aus, dass Intel zu einem ähnlichen "Trick" greift bei dessen eingesetzten ATX12VO-Netzteil: Augenscheinlich nur allgemeines Gold-Niveau, im unteren Lastbereich aber locker Titanium-Niveau...

        Es gäbe aber tatsächlich noch Sparpotential, z.B. wenn ich die Gaming-Maus gegen eine OEM 08/15-Maus tausche (ca. - 0,5 Watt) und noch mal 0,2W oder so wenn ich 2 von den 3 PWM-Lüftern (@550 rpm) abschalte.

        Btw: Mit einer RX 6900 XT habe ich bereits 12,x Watt fürs Gesamtsystem erreicht, sowohl mit dem Rocket Lake/B560- als auch mit einem Renoir/B550-System. Leider freezt das Intel System sporadisch... die AMD-Basis hat mit dem ASPM keine Probleme.
      • Von PCGH_Torsten Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Deathmachine
        Mir ging es jetzt darum, dass man beim Aufrüsten nicht zwingend nen neues Netzteil kaufen müsste
        Das könnte in einigen Fällen vermeidbar sein, aber wegen dem für 12Vstb statt 5Vstb benötigten Spannungswandler wäre so ein Adapter nicht ganz billig und die 12VO-Mainboards werden halt auch teurer. Das Henne-Ei-Problem bekommt man so nicht gelöst; wer schon ein gutes ATX-Netzteil hat, für den ist es sinnvoller, ein ATX-Mainboard dazu zu kaufen statt 12VO.

        Zitat von Freiheraus
        Bonus: Nutze ich eine SATA-SSD statt NVMe-SSD und nur DDR4-2933 (Gear 1) inkl. ALPM = AHCI/Aggressiv Link Power Managment (sprich aktiviertes HIPM+DIPM), komme ich auf 7,5 Watt, uff... ganz ohne Bastelei oder ATX12VO-Hokus-Pokus.
        Sorry, falls ich das ein oder andere Luftschloß aufgelöst haben sollte.

        Edit: Alle Messungen wurden mit aktiviertem WLAN und stehender Inet-Leitung durchgeführt, das Ethernet war aktiviert, jedoch ohne eingestecktem LAN-Kabel. GPU-Anschluss an einem FullHD-Monitor per HDMI-Kabel.
        Die Zahlen sind noch besser als von mir erwartet. WLAN aus und ein Titanium-Netzteil rein und man wäre bei 5-6 W als ATX-Baseline, gegenüber der ATX12VO dann garantiert keine 15 W mehr einsparen kann.

        Zitat von AMG38
        Die entscheidende Frage, die sich für mich stellt ist, ob die Qualität der Spannungswandlung sowie die Stabilität darunter leidet.
        Die Konstellation ermöglicht zwar eine höhere Effizienz, doch wenn MB-Hersteller dann anfangen bei günstigen Boards auch günstige Spannungswandler einzusetzen und das Ganze durch ihr Lineup zu skalieren würde das nicht schmecken.

        Aktuell kann der Nutzer selbst entscheiden, ob er neben seinem Einsteiger- oder Mid-Range Mainboard ein High-End Netzteil zulegt oder doch lieber zu etwas günstigerem greift. Mit der 12VO Geschichte sähe das anders aus.
        Die Mainboard-Hersteller würden ganz sicher unter dem üblichen Preisdruck stehen und wie bereits angemerkt: Da Mainboards im Schnitt häufiger gewechselt werden als Netzteile, aus teureren Platinen bestehen und weniger Platz für zusätzliche Technik übrig haben, wäre das Budget für die Wandler bei gleichem Komplettpreis auch reduziert, was natürlich zu Lasten von Qualität oder Effizienz geht.

        Zitat von Deathmachine
        @Topic: Ein weiterer Vorteil an 12VO wäre eventuell, dass unterbrechungsfreie Stromversorgungen einfacher und günstiger gebaut werden können.
        Da es nur noch eine Spannung brauchen würde, könnten die 12V bei Stromausfall direkt ans MB weitergeleitet werden, anstatt vom Akku in Wechselstrom umgewandelt zu werden, nur um wieder im NT zurückgewandelt zu werden.
        Wenn man dann noch Monitore baut, die auch über 12V laufen, könnten die im Notfall mit darüber und generell vom PC-Netztel mit versorgt werden.
        Je mehr ich drüber nachdenke, was mit 12VO eventuell möglich wird, desto mehr gefällt mir die Idee auf lange Sicht.
        Man spart sich den Wechselrichter, aber eine direkte Ausleitung von Akkuspannung ist aufgrund deren Variabilität auch nicht möglich. Da würde man also nur einen Teil der Kompexlität einsparen und umgekehrt hat man das Problem, dass die USV nun nicht mehr mit Netzspannung geladen werden kann und dass sie nicht zwischen "Netzteil absichtlich ausgeschaltet" und "Stromausfall" unterscheiden kann. Letzteres wäre im Falle eines Elektronikbrandes ein echtes Sicherheitsrisiko.

        Per USB Typ-C versorgte Monitore gibt es übrigens schon. Allerdings wäre die komplette Kette dann 230 V ==> 12 V ==> Akkuspannung (3,7 V? 13 V?) ==> 12 V ==> 20 V => Monitorelektronik. Klingt nicht sehr effizient.

        Zitat von chill_eule
        Krass, so ein Teil hatte ich Früher™ auch mal drin.
        Im zweiten (oder dritten?), abgestaubten Office-Rechner aus der Firma meines Vaters.
        Hab aber nie kapiert wofür das ist, da mein Monitor ja auch ein normales "Stromkabel" hatte
        Normalerweise waren diese Ausgänge mit geschaltet, man hatte also eine integrierte Master-Slave-Leiste.
      • Von Deathmachine Software-Overclocker(in)
        Zitat von wuselsurfer
        Hatten wir schon mal, nur anders:

        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen] .
        Der Unterschied ist, dass das NT den Wechselstrom einfach nur weitergeleitet hat und der Monitor sein eigenes Netzteil hatte (wobei die CRTs damals noch ganz andere Spannungen hatten).
        Meine Überlegung ist, dass das Netzteil 12V Gleichstrom weitergibt, mit der das Display dann läuft, ohne ein großes, eigenes Netzteil zu benötigen.
      • Von chill_eule Kokü-Junkie (m/w)
        Krass, so ein Teil hatte ich Früher™ auch mal drin.
        Im zweiten (oder dritten?), abgestaubten Office-Rechner aus der Firma meines Vaters.
        Hab aber nie kapiert wofür das ist, da mein Monitor ja auch ein normales "Stromkabel" hatte
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