Spotify und Co. sorgen in Deutschland für mehr Umsatz

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Musikindustrie Deutschland Umsatzanteile 2019
Quelle: BVMI

Im Jahr 2019 konnte die Musikindustrie ihren Umsatz um 8,2 Prozent steigern im Vergleich zum Vorjahr. Für die Steigerung ist hauptsächlich das Audio-Streaming verantwortlich.

Streaming liegt absolut im Trend, was sich nun auch in den Zahlen der Musikindustrie widerspiegelt. Der Bundesverband Musikindustrie konnte im Jahr 2019 ein Umsatzplus von 8,2 Prozent vermelden. Somit sind 1,623 Milliarden Euro im vergangenen Jahr von den Plattenfirmen eingenommen worden. Wie an der Auflistung des Branchenverbandes abzulesen ist, kommen 64,4 Prozent des Umsatzes durch digital verkaufte Musik zustande. 55,1 Prozent davon entfallen hierbei auf die Einnahmen durch Audio-Streaming wie etwa beim schwedischen Streaming-Dienst Spotify. Im Vergleich zum Jahr 2018 sind die Einnahmen beim Audio-Streaming um 27 Prozent angestiegen.

Klassische Tonträger immer weniger gefragt - wie viel bekommen Künstler?

Der Anteil physischer Tonträger am Gesamtumsatz hingegen ist um 8,2 Prozent auf insgesamt 35,6 Prozent zurückgegangen. Vor allem die CD hat 10,5 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018 verloren. Vinyl-LPs aber konnten ihren Marktanteil um 13,3 Prozent steigern und kommen auf 4,9 Prozent. Der meiste Umsatz wird mit Musik aus dem Genre Pop generiert. Den zweiten Platz nimmt Hip-Hop/Rap mit 19,7 Prozent ein. Auf Platz drei folgt Rock mit 19,6 Prozent.

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Ungeachtet des erhöhten Umsatzes mit Streaming-Diensten bleibt aber das Problem für die Künstler. Die Einnahmen durch Spotify und Co. gehen, wie auch bei allen anderen Arten des Musikverkaufs, zunächst einmal an die Plattenfirmen. Mit diesen haben dann die Künstler individuelle Verträge, wie viel Geld sie bekommen. Plattenfirmen bekommen in aller Regel mehr als 70 Prozent der Einnahmen von Spotify und Co. Die amerikanische Cellistin Zoe Keating hat ihre Einnahmen aus dem Jahr 2017 öffentlich einsehbar gemacht. Bei etwa vier Millionen Streams konnte sie so etwas mehr als 80.000 US-Dollar im Jahr einnehmen zusätzlich dazu kommen noch Lizenzeinnahmen für die Musiknutzung bei Filmen, Live-Auftritte und der Verkauf von physischen Tonträgern. Pro Stream habe - ihrer Auflistung folgend - Spotify 0,038 US-Dollar bezahlt.

Ebenfalls lesenswert: Spotify-Wachstum: Mehr als 113 Millionen Abonnenten sorgen für mehr Einnahmen

Fakten rund um die Musikindustrie in Deutschland:

  • Im Jahr 2019 hat die Musikindustrie mit 1,623 Milliarden Euro ein Umsatzplus im Vergleich zu 2018 erwirtschaften können. Vor allem mit Streaming-Diensten wie Spotify konnte man deutlich mehr Geld einnehmen.
  • Im Vorjahresvergleich sind die Erlöse aus dem Audiostreaming um 27 Prozent gestiegen, sodass 55,1 Prozent aller digitalen Verkäufe auf Streamingangebote wie Spotify zurückgehen.
  • Der Anteil physischer Tonträger am Gesamtumsatz hingegen ist um 8,2 Prozent auf insgesamt 35,6 Prozent zurückgegangen.

Quellen: BVMI, Zoe Keating

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von kalleklappstuhl PC-Selbstbauer(in)
        AW: Spotify und Co. sorgen in Deutschland für mehr Umsatz

        "Pro Stream habe - ihrer Auflistung folgend - Spotify 0,0038 Cent bezahlt."

        Kleiner Fehler, müsste 0,0038 Dollar heißen. Macht schon einen gewissen Unterschied.
      • Von kalleklappstuhl PC-Selbstbauer(in)
        AW: Spotify und Co. sorgen in Deutschland für mehr Umsatz

        "Pro Stream habe - ihrer Auflistung folgend - Spotify 0,0038 Cent bezahlt."

        Kleiner Fehler, müsste 0,0038 Dollar heißen. Macht schon einen gewissen Unterschied.
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