US-Musikbranche: Mehr Schallplatten als CDs verkauft - Abgesang auf Downloads
In den USA wurden im Jahr 2022 erstmals seit 1987 wieder mehr Schallplatten als CDs verkauft. Neben den Audio-CDs sind auch digitale Downloads auf dem absteigenden Ast.
Seit 2008 Jahren steigt die Zahl der Nutzer von Musik-Streamingdiensten. Marktführer Spotify aus Schweden hatte im vierten Quartal 2022 weltweit 489 Millionen monatlich aktive Nutzer. Neben der kostenlosen durch Werbung finanzierten Version Spotify Free gibt es auch das kostenpflichtige, werbefreie Abonnement Spotify Premium, das mittlerweile 205 Millionen zahlende Hörer vorzuweisen hat. Neben dem Streaming für die Mehrzahl der Bevölkerung erfreuen sich Schallplatten wieder einer steigenden Beliebtheit. In den USA wurden im vergangenen Jahr erstmals seit 1987 wieder mehr Schallplatten als CDs verkauft.
Mehr Umsatz mit Schallplatten - Spotify und Co. bleiben größter Umsatztreiber
Wie die Record Industry Assiciation of America mitgeteilt hat, gingen im Jahr 2022 insgesamt 41 Millionen Vinyl-Platten über die Ladentheke und damit 10 Millionen mehr als im Jahr zuvor. Mit 1,2 Milliarden US-Dollar konnte der Umsatz mit Schallplatten um 17 Prozent im Vorjahresvergleich zulegen. Verlierer sind hingegen die CDs, bei denen die Umsätze um 18 Prozent auf 483 Millionen US-Dollar gesunken sind. Vinylalben und -singles werden zu höheren Preisen verkauft als Audio-CDs. Mittlerweile ist wieder ein Hype um die Schallplatten entstanden, nachdem es in den 1980er-Jahren abwärts gegangen war. So gibt es etwa moderne Plattenspieler mit allerhand Extras, etwa einer Bluetooth-Verbindung.
In den USA machen zu 84 Prozent Streaming-Dienste den Umsatz in der Musikbranche aus, auf Platz zwei folgen mit 11 Prozent physische Datenträger wie z. B. Schallplatten. Digitale Downloads fristen mit nur drei Prozent ein Nischendasein, ebenso der Bereich Lizenzrechte für Filme und Co. mit zwei Prozent. Bei den digitalen Downloads auf Apple iTunes, Amazon und Co. setzt sich die Abwärtsspirale fort, sodass im Vergleich zum bisher besten Jahr 2012 die Umsätze in diesem Bereich um 43 Prozent gesunken sind.
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Sammlung zur Musikbranche in den USA:
- Erstmals seit 1987 wurden in den USA wieder mehr Schallplatten als CDs verkauft. Insgesamt 41 Millionen Vinylplatten wechselten 2022 den Besitzer, der Umsatz kletterte um 17 Prozent.
- Bei den CDs sanken die Umsätze um 18 Prozent. Noch heftiger fällt der Einbruch bei digitalen Downloads aus.
- In den USA machen zu 84 Prozent Streaming-Dienste den Umsatz in der Musikbranche aus, auf Platz zwei folgen mit 11 Prozent physische Datenträger wie z. B. Schallplatten. Downloads und Lizenzrechte komplettieren den Musikmarkt.


Vinyl klingt prinzipbedingt anders als Digitalproduktionen. Besser im Sinne von theoretisch exakter (und beliebig oft exakt gleich abspielbarer...) Abbildung der vom Künstler gewünschten Musik ist immer eine hochwertige digitale Studioproduktion. Da können sich die Vinylfanatikler aufn Kopf stellen das ist einfach Fakt. Nur heißt das nicht, dass einem der "Vinylklang" nicht trotzdem besser gefallen kann, vom "Abspielritual" mal ganz abgesehen, was für viele Nutzer deutlich mehr bietet als einfach einen Doppelklick auf eine FLAC zu machen.
Kurz: Beide Varianten haben absolut ihre Daseinsberechtigung, nur sollte man nicht den Fehler machen zu glauben das eine sei in allen Punkten besser als das andere oder mit irgendwelchen falschen Vorstellungen versuchen, das eine oder das andere zu rechtfertigen. Letzteres verstehe ich sowieso nicht. Wenn jemand seine Vinylsammlung mag und seine Musik gerne so hört warum denn nicht? Es gibt weder nen Grund warum er sich dafür rechtfertigen müsste noch gibts nen Grund dafür andere davon überzeugen zu müssen (beides ist so ne art neumodische Gesellschaftskrankheit glaub ich).
Weil ne High-Res FLAC ist halt viel billiger als ein guter DAC/KHV plus Highend Kopfhörer.
Gleich geblieben ist, dass Musik, die mir gefält, nach wie vor auf physischen Tonträgern kaufe. Wobei ich mich hierbei immer weiter Rückwärts durch die Zeit bewege. Gleichzeitig - und daran merke ich, dass ich alt werde - ertappe ich mich schon lange dabei, dass ich denke "das alte Zeug war irgendwie besser".
Grüße
phila
P.S.: Von den Remixen der "Partyhilts" aus den 90ern, die heute zusammengeschustert werden (sorry, eigentlich eine Beleidigung für das Schusterhandwerk) fange ich lieber nicht an - sie habe ich damals schon kaum ausgehalten.
Bei der Original-CD von Seconds Out von Genesis wurden die Parts von Steve Hackett (Gitarre) derartig heruntergedrückt, daß man ihn fast nicht mehr hört.
Das mag an der Originalaufnahme liegen, aber die LP klingt besser.
Phil Collins ist manchmal so leise, daß man den Text nicht versteht.
Es sei denn man kennt die Titel auswendig.
Die CD ist so schlecht, daß ich die LP aufgenommen habe und in 3 Tagen die Knackser rausgeschintten habe.
Das Ergebnis klingt völlig anders, man hört Collins wieder und Hackett's Gitarre ist endlich wieder knackig.
Platten klingen oft besser als CDs, aber nicht, weil die Platte an sich besser als die CD ist, sondern weil das Master besser ist.
Der MP3-Spieler im Stereorecoreder kann da nicht mehr viel kaputt machen.
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Wenn allerdings die CD im Laufwerk schon ohne Tonwiedergabe hörbar "eiert" hat man nicht mehr viel zu erwarten...
Dann weiß man meist wo die Prioritäten liegen.
Stereo höre ich tatsächlich Ausschließlich ohne zusätzlichen Subwoofer und mit meinen LS die, die Mitten und Höhen leicht übertreiben zusammen mit dem Warmen Klang meiner Endverstärker, kommen auch die leiseren Passagen sehr Authentisch rüber und wirken nicht aufgesetzt. Wenn wie gesagt das Material passt. Bei welcher CD jetzt an den Pegeln gedreht wurde, hört man meist erst wenn die CD im Player liegt- Wenn überhaupt.
Wenns dann sogar schon Übersteuert, ist der Genuss vorbei, die Dynamik liegt halt noch im Laden unterm Regal.
Wenn ich CDs kaufe versuche ich mich tatsächlich über die allgemeine Qualität zu informieren. Das ist ziemlich mühsam.... und oft erfolglos weils eigentlich keine Sau interessiert "wie" Musik klingt.. Die hören nur Musik, Ob das aus dem Radio sprichwörtlich Dröhnt ist erstmal egal.
Über die Qualität machen sich nur irgendwelche Akustisch Afinen Typen gedanken.