Samsung C27RG50 im Test: VA-Panel zu langsam für 240 Hz?
Schön oder schnell? Die schnellen 240 Hz waren bislang auf TN-Panels beschränkt mit geringer Farbraumabdeckung und schlechter Blickwinkelstabilität. Ein "schönes" IPS- oder VA-Panel hat solche Probleme meist nicht, kommt aber nicht an die kurzen Reaktionszeiten von TN ran. Die Wahl des Gaming-Monitors erforderte daher immer einen Kompromiss. Samsung bietet nun das erste VA-Panel mit 240 Hz. Ist damit der Heilige Gral unter den Gaming-Displays gefunden?
Die richtig großen Technik-Revolutionen bleiben bei den Monitoren aus. Es sind eher kleinere Schritte, und neue Kombinationen von Merkmalen, die sich bislang ausgeschlossen haben. So auch beim neuen Samsung-Monitor: Die 240 Hz bieten seit 2016 die ultimative Geschmeidigkeit im rasanten Spielen, waren aber bisher auf TN-Panels beschränkt, die technisch bedingt Schwächen in der Bildqualität haben - genauer gesagt in der Blickwinkelstabilität, Farbraumabdeckung oder Farbtreue. Ein Gaming-Monitor ist daher immer ein individueller Kompromiss aus Stand- und Bewegtbildqualität. Soll er also schön oder schnell sein, haben wir immer vereinfacht gefragt.
Letztlich zeigen aber unsere Tests, dass die TN-Panels immer etwas besser werden und auf der anderen Seite, die IPS- und VA-Panels auch immer schneller. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis wir auch Monitore mit den anderen Paneltechniken zusammen mit den aktuell ultimativen 240 Hz auf dem Markt sehen werden, was jetzt Ende 2019 der Fall ist. Der Samsung C27RG50 ist der erste Monitor mit einem VA-Panel und 240 Hz. VA zeichnet sich durch den unerreicht niedrigen Schwarzwert und damit durch einen hohen Kontrast aus. Dafür hat jedes VA-Panel einige Schwächen in den Reaktionszeiten. Detailliert darüber aber später an entsprechender Stelle.
Kleiner Haken des 27-Zöllers ist die Full-HD-Auflösung und die damit einhergehende geringe Pixeldichte, die verwöhnte Augen stören könnte. Der C24RG50 hingegen ist nicht das gleich ausgestattete Modell mit kleinerer Diagonale, wie man vermuten könnte, er aktualisiert das Bild auch "nur" bis 144 Hz. Dieser kostet dafür aber auch nur circa 170 Euro, also fast nur die Hälfte des C27RG50 und ist in seiner Klasse damit ein guter Preiskracher. Mittlerweile gibt es auch die WQHD-Auflösung mit 240 Hz in den deutlich teureren Modellen Lenovo Y27gq-25 und HP Omen X 27,
Ausstattung
Samsung-typisch ist die Optik des Monitors recht schlicht. Auch der Standfuß ist unflexibel, lässt also eine Höhenverstellung vermissen und entspricht damit dem eines günstigen Modells. Wer sich nicht mit einem Telefonbuch behelfen kann oder möchte, muss in eine zusätzliche Monitorhalterung investieren. Die VESA-Aufnahme mit typischen zehn Zentimetern Abstand zwischen den Gewindebuchsen ist immerhin vorhanden. LED-Leisten oder anderen Gaming-Schnickschnack finden wir beim schlichten schwarz-grauen Design nicht vor.
Auch die Anschlüsse sind eher spärlich: Einmal Displayport 1.2 und zweimal HDMI 2.0 bietet der Monitor als Videosignaleingänge. Einen fast schon obligatorischen USB-Hub hat er hingegen nicht.
Zudem besitzt er über eine Taste, genauer gesagt einen Fünf-Wege-Stick, welcher es einfach macht, sich durch das On-Screen-Display (OSD) zu hangeln, welches intuitiv, aufgeräumt und übersichtlich gestaltet ist.
Bildergalerie
Bildqualität
Das 27 Zoll große Full-HD-Panel ist mit einer Krümmung von 1500R angegeben, was einen Radius von 1,5 Metern bedeutet. Er ist also etwas stärker gekrümmt als das häufiger zu findende 1800R, der Unterschied fällt uns aber subjektiv nicht auf. Wie schon erwähnt ist die Pixeldichte mit 81,6 ppi schon recht grenzwertig. Wer auf den 27 Zoll die höhere WQHD-Auflösung gewohnt ist, welche 108,8 ppi entspricht, könnte sich daran stören.
Standbildqualität
Die Maximalhelligkeit des Bildschirms messen wir mit circa 310 cd/m², was mehr als ausreichend ist und worin heutzutage kaum ein Monitor mehr eine Schwäche hat. Auf der untersten Stufe ist er lediglich 56,3 cd/m² hell, also auch nicht zu hell für die dunklen Abendstunden, was so manches Modell mit zu hoher Minimalhelligkeit über circa 100 cd/m² ist. Der Schwarzwert ist VA-typisch niedrig bei 0,11 cd/m², was den hervorragenden Kontrast von circa 2.800:1 beschwert. TN- und IPS-Panels liegen bestenfalls in etwa um die 1.000:1.
Die Ausleuchtung fällt recht gleichmäßig aus mit Differenzen bis zu zwölf Prozent. Wir messen stets mit dem Kolorimeter ein 3×3-Raster, also neun Felder. Im Vergleich zu anderen zeitgemäßen Monitor ist diese Abweichung zwar bestenfalls mittelmäßig, aber noch nicht unbedingt sichtbar. Die besten Panels, meist sündhaft teure Grafikerteile kommen auf eine Varianz von nur drei Prozent, wie gesagt, dem gemeinen Gamer-Auge ist das aber egal.
Quelle: PC Games Hardware
sRGB-Farbraumabdeckung
Der Monitor hat laut Datenblatt 16,7 Mio. Farben, was einer Farbtiefe von nativen 8 Bit entspricht. Ein Dithering, also Framerate Control (FRC), wodurch bestimmte Farben simuliert werden, können wir hier ausschließen, da das Oszilloskop keinerlei Flimmern aufweist. Ebenso wenig beim Dimmen des Hintergrundlichts, welches nicht etwa mit PWM-Flimmern dimmt, sondern mit Gleichstrom und damit vollkommen "flicker free" ist.
Der Farbraum des Monitors deckt zwar größtenteils aber nicht ganz den (wichtigsten) sRGB-Farbraum ab. Das zeigt schon die Menge an darstellbaren Farben von ca. 850.000, der sRGB-Farbraum besteht aus 899.155 Farben. Die genaue Schnittmenge können wir zwar nicht bestimmen, aber in der Grafik von iccview.de mit beiden Farbräumen erkennen wir noch einige Lücken im sRGB-Gitter.
Der Monitor lässt sich zwar auf die recht gute durchschnittliche Farbtreue von nur 1,6 im Delta E 2000 kalibrieren, hat aber noch einige Schwächen mit Abweichungen zwischen Rot und Grün. Um es auch hier nochmal zu betonen: Ein kalibriertes Bild ist nicht unbedingt ein subjektiv besseres. Dem Gamer kann die Farbtreue und sRGB-Abdeckung an sich nahezu egal sein. Es sind lediglich zwei Qualitätsindizien mehr und wir prüfen damit, ob sich das Panel auch für andere Einsatzzwecke, wie etwa farbechte Bildbearbeitung eignet. Das ist hier für den privaten Bereich durchaus der Fall. Farbechte(re) Panels spielen aber stets in einer deutlich höheren Preisklasse.
Bewegtbildqualität
Die 240 Hz erlauben eine gute Schärfe von bewegten Objekten, was wir auch hier erleben: Wir machen die Sichtprüfung mit dem vorbeifliegendem Ufo auf www.testufo.com/ghosting und schießen ein Bild in der Bewegung. Das Ufo selbst ist gestochen scharf in der Bewegung, zieht aber einen deutlich sichtbaren Schweif, also Schlieren hinter sich her. Trotz der 240 Hz, bleibt das Panel des Samsung C27RG50 nicht von den VA-typischen Schlieren verschont, die in dunklen Farbwechseln stärker auftreten als in hellen, was nicht nur an unserem Foto sichtbar ist, sondern auch unsere Messungen der Reaktionszeiten bestätigen:
Quelle: PC Games Hardware
Samsung C27RG50 im Test: VA-typische Schlieren
In den Reaktionszeiten hat das Panel zwei größere Ausreißer in den zwanzig Messungen, die wir vornehmen - einmal 17,4 ms und ein Maximum von 21,4 ms im Wechsel von Schwarz auf 75-prozentiges Grau. Was jetzt drastisch klingt, wird durch den recht guten Durchschnitt von 6,8 ms relativiert. Dennoch: Hier sind die nahezu schlierenfreien TN-Panel dem neuen VA-Schirm noch weit überlegen. Zum einen variieren die Werte nicht so stark wie bei eigentlich jedem VA-Panel, zum anderen befinden sich diese noch deutlich unterhalb der Aktualisierungszeit von 4,17 ms (=1/240 s bzw. 240 Hz), was sie letztlich so gut wie nicht schlieren lässt.
Wir konnten bereits den Viewsonic XG270 testen (Bericht folgt), den ersten IPS-Monitor mit 240 Hz. Seine Reaktionszeit variiert auch nicht so stark, liegt aber im Schnitt leicht über der des VA-Pendants. Ein weiterer Beweis dafür, dass VA-Panels nicht grundsätzlich die langsamsten sind, jedoch im Gegensatz zu TN und IPS variieren die Farbwechselzeiten viel stärker, was letztlich die stellenweise stärkeren Schlieren ausmacht.
Der Monitor verfügt über ein dreistufiges Overdrive, das aber kurioserweise keine Änderungen an den Schlieren zeigt. Auch die Oszilloskop-Messungen zeigen hier keinen höheren "Overshoot", der ohnehin nur in wenigen Farbwechseln auftritt. Wir belassen den Pixelbeschleuniger daher auf niedrigster Stufe, welche am Ufo schon ein leichtes Ghosting zeigt.
Aller Messungen und Ufos zum Trotz kommt es ja drauf an, welche Störeffekte man letztlich in der Praxis sieht. Nicht nur deswegen zählt der Praxistest in Spielen, welchen wir ausgiebig in mehreren Overwatch- und Counter-Strike-Matches vorgenommen haben. Dieser relativiert das etwas magere Fazit aufgrund der Messungen und der Ufo-Schlieren: Hier fallen nämlich die recht durchschnittlichen Reaktionszeiten kaum auf, da das Ufo weitaus schneller vorbeiflitzt als unser Ego durch die Spielwelt. Trotz scheinbar lahmen VA-Panel sind die 240 Hz ein Mehrwert gegenüber etwa "nur" 120 Hz. Auch wenn der Schärfesprung zwischen 60 und 120 Hz gewaltiger ausfällt.
G-Sync/Freesync
Am Monitor prangt ein G-Sync-Logo von Nvidia, er ist aber lediglich "kompatibel". Samsung hatte bisher keinen G-Sync-Monitor im Programm, nur solche, die nachträglich als kompatibel deklariert wurden. Der Monitor hat also nicht das native G-Sync-Modul und unterstützt grundsätzlich Adaptive Sync/Freesync. Wir haben mittels Frame Limit verschiedene Fps-Niveaus abgeklopft und können bestätigen, dass die dynamische Bildwiederholrate faktisch zwischen 1 und 240 Fps/Hz problemlos funktioniert.
Die untere Grenze von 48 Hz ist etwas irreführend und wegen der (treiberseitigen) LFC-Technik hinfällig. Faktisch funktioniert die dynamische Bildwiederholrate auch unterhalb der unteren Freesync-Grenze. G-Sync hingegen hatte noch nie eine untere VRR-Grenze, ebenso wenig wie G-Sync Compatible, wie unsere bisherigen Tests beweisen.
Input Lag
Mit dem Leo-Bodnar-Tool haben wir den Input Lag in der Bildschirm-Mitte mit 22.0 ms gemessen. Das ist ein relativ hoher Wert verglichen mit anderen Modellen, die hier gut die Hälfte aufweisen. Spürbar dürfte das Niveau dennoch nicht sein und auch nicht für den Shooter-Gamer unbedingt relevant. Höchstens für den Profi-E-Sportler, der aber ohnehin schon allein wegen den geringeren Schlieren beim TN-Panel bleiben würde. Wir werden noch eine praxisnahe Button-to-Pixel-Test mittels LED-Maus und der Signalverzögerung nachreichen, um das nur bedingt aussagekräftige Ergebnis des Signaltesters zu überprüfen.
Der Monitor hat im OSD eine Low-Input-Lag-Funktion. Dadurch umgeht das Bildsignal den Scaler, um einige Millisekunden an Verzögerung wettzumachen. Nicht nur, dass andere Funktionen wie Freesync dann ausgegraut sind, konnten wir mit dem Signaltester keine niedrigeren Werte messen.
Fazit
Schnell und schön - der Kompromiss ist jedenfalls hier gelungen, wenn auch nicht ganz ohne Abstriche. Es handelt sich durchaus um ein gutes Gaming-Panel, wie wir messen und sehen konnten, an dem Samsung aber in der Ausstattung spart. Während das IPS-Pendant Viewsonic XG270 an Ergonomie und Ausstattung nichts vermissen lässt (und auch gut 200 Euro teurer ist), hat der C27RG50 einen starren Standfuß und wenig Anschlüsse - wie ein Billigmonitor, was er aber eigentlich nicht ist.
Letztlich kommt es auch auf die Panel-Qualität an und die passt im Großen und Ganzen. Ja, der Monitor hat die VA-typische Schwäche der variierenden Reaktionszeiten, zaubert aber trotzdem ein schärferes (Bewegt-)Bild auf den Schirm als niederfrequente Modelle.
| Diagonale | 27 Zoll |
|---|---|
| Produktname | C27RG50 |
| Hersteller | Samsung |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 340,-/befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2106919 |
| Ausstattung (20 %) | 2,1 |
| Anschlüsse | 2× HDMI 2.0, 1× DisplayPort 1.2, - |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 1.920 × 1.080/81,6 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | VA/68,6 cm |
| Netzteil/Vesa-Halterung | Extern/100 x 100 (frei) |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 6,6 kg kg/62 cm × 45 cm × 25 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Nein/-2°,15°/- |
| Garantie | 2 Jahre (Vor-Ort-Austausch) |
| Sonstiges/Zubehör | - |
| Eigenschaften (20 %) | 2,14 |
| Betrachtungswinkel horizontal/vertikal | 170/160 Grad |
| Bildwiederholrate/VRR | 1-240 Hz/Freesync/G-Sync Compatible |
| Farbtiefe/Farben | 8 Bit/16,7 Mio. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | 2824:1/0,1 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 48 Watt/0,2 Watt |
| Leistung (60 %) | 1,80 |
| Input Lag (Leo Bodnar Tool) | 22 ms |
| Farbabweichungen (ø Delta E 2000) | 1,6 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 6,8 ms (2,4-21,4 ms) |
| Max. Helligkeit, Abweichungen | 310,7 cd/m², Bis 12 % |
| Schlieren-/Korona-Bildung | sichtbar/keine |
| Endnote | 1,92 |
| + | Gutes Preis-Leistungsverhältnis |
| + | Hoher VA-Kontrast |
| - | Hoher Input Lag, unflexibel |

Hektisch isses im Alltag schon genug.
Was hingegen ein riesiger Unterschied ist, ist bei mir jetzt jetzt G-Sync. Da ist es mir auch wurscht, wenn ich nur 40 FPS in Spielen habe, weil das Bild trotzdem gut ausschaut. Endlich kein Tearing mehr.
Aber wie gesagt, ich bin auch kein E-Sports-Zappelspieler. Ich genieße meine Spiele und gehe sie mit zunehmendem Alter immer gemächlicher und bedachter an. Ein Spiel wie RDR2 ist auf meinem Acer Predator X34P ein Traum, dank UWQHD-Auflösung, IPS-Curvedd-Panel und G-Sync, auch wenn das Spiel nur mit 30-50 FPS läuft. Das ist für mich "Gaming".
Was das Messen des Lags angeht, kann man ja unterschiedlicher Meinung sein, kein Problem.
Danke aber für das nachträgliche Aufführen des Overdrive-Settings. Natürlich ist es eigentlich selbstverständlich, das optimale zu verwenden, aber man weiß ja dadurch nicht automatisch, welches das ist und ob die Methodik das auch so vorsieht
Es gibt keine Benq-Tests, weil Benq keine Testmuster hierzulande zur Verfügung stellt. Und so interessant sind die Modelle nicht, dass ich anfangen müsste, aufwändig bei Händler danach zu buhlen. Im Gegenteil, P/L ist eher mies, sodass es bei der Fülle an Modellen anderer Hersteller, die ich sowieso nicht schaffe alle zu testen, verschmerzbar ist, wenn Benq (gewollt) ignoriert wird.
Umschwenken auf welche Methode? Andere messen halt nicht weniger Mist. Im CRT-Vergleich haste zB große Varianz, die fast schon so hoch ist wie die Werte selbst. Wenn es also nur um ein paar ms geht, braucht man nicht anfangen, das mit anderen Ergebnissen zu vergleichen. Das ginge zwar mit der Highspeed Cam, da haste aber auch eine Varianz und vor allem den ganzen Rattenschwanz vorm Monitor mit dran.
Es gibt einfach verschieden Werte, weil es nicht DEN Input Lag gibt und auch nie geben wird. Beim Leo Bodnar hast du durchgehend konstantes Setting: etwa immer den gleichen Farbwechsel und automatisch erhobene Werte, welche immer genauer (und damit vergleichbarer) sind als die manuelle Pi*Daumen-Auswertung von CRT-Fotos oder Highspeed-Videos. 1080p, HDMI und 60 Hz sind nur scheinbare Beschränkungen des Leo-Bodnar-Tools, wie oben schon gesagt. Da sind die Nachteile der anderen Methoden nicht weniger ungenau.
Und Overdrive-Niveau ist immer das Optimale. Schreibe ich hier ins Benchmark Set dazu, ist für mich leider schon zu selbstverständlich geworden.
Ich schwöre nur noch auf die Panels von AU Optronics in den BenQ-Panels. BenQ ist nicht umsonst das führende Label in der Pro-Gaming-Szene.
Für mich hat BenQ sich in den vergangenen Jahren vor allem dadurch hervorgetan, seit dem XL2730 keine anständigen Monitore mehr in seiner Gaming-Line rausgebracht zu haben. Stellenweise ist vielleicht noch die EX-Line interessant, aber die spart gerne mal an der Ergonomie (EX2780, recht aktuelles Modell eigentlich, warum findet man dazu eigentlich keine Tests?) oder an selbstverständlichen Features (EX3202R und EX3501R, bei denen der VESA-Mount quasi dazugekauft werden muss). Ich hätte BenQ-Monitore in der Vergangenheit selbst mal empfohlen, aber diese Zeiten sind lange vorbei. Selbst im FullHD-240Hz-TN-Bereich würde ich mittlerweile einige Mitbewerber vorziehen.
Ich würde halt immer versuchen, den Monitor mit seiner nativen Auflösung und Hertz zu messen.
Im Übrigen wäre auch eine Angabe hinsichtlich der verfügbaren Overdrive-Modi und ein Vermerk, auf welchen von ihnen sich eure Wertung bezieht, hilfreich. Wählt ihr immer den optimalen OD-Modus? Oder einfach den werkseitig eingestellten? Man merkt hier leider oft, dass bestimmte Informationen aufgrund des begrenzten Platzes im Heft weggelassen werden.