Input Lag und Fazit
Wie schaut es mit dem Input Lag beim Optix MAG281URF von MSI aus? Wir verraten es Ihnen auf dieser Seite und geben ein Fazit sowie eine Kaufempfehlung ab.
In diesem Artikel
Input Lag: Niedrig genug für einen 4K-Allrounder
Wer Shooter ambitioniert spielt, der achtet auch auf den Input Lag. Zum Glück messen wir diesen und können feststellen, dass er an der oberen Bildschirmkante niedrige 9,8 Millisekunden beträgt. Ja, echte E-Sport-Panels sind da noch mal etwas schneller, allein wegen der höheren Bildwiederholrate. Aber ein 4K-Monitor mit 144 Hz ist auch eher ein Allrounder als ein auf E-Sport zugeschnittenes Werkzeug. Mit unseren beiden Messmethoden bestätigen wir diese Differenz von circa 5 bis 8 Millisekunden zu den schnellsten E-Sport-Modellen mit 360 Hz.
Wir messen den Input Lag mit zwei standardisierten Formaten, zum einen mit dem Leo-Bodnar-Tool, zum anderen mit dem Nvidia Latency Display Analyzing Tool (LDAT). An sich gibt es keine feste Definition für den Input Lag oder gar ein genormtes Verfahren. Mehr zum Thema an sich ist im Link zum LDAT zu finden. Daher seien die beiden Methoden hier nur grob beschrieben: Das Leo-Bodnar-Tool misst am HDMI-Eingang, wir nehmen den Wert an der oberen Bildschirmkante her. Dieser beinhaltet eine(!) Reaktionszeit zwischen Schwarz und Weiß sowie den Scanout, nicht aber den Bildaufbau. Das LDAT misst den gesamten System-Lag vom Mausklick bis zur Anzeige am Bildschirm. Die absolute Höhe hat daher keine Aussagekraft für den Lag des Monitors, sondern nur der Vergleich mit anderen Werten unter gleichen Bedingungen. Wir messen hier einen Durchschnitt von insgesamt 100 Schüssen in Overwatch bei maximalen Fps (>400), natürlich ohne G-/Free- oder V-Sync an unserem Testrechner.
Fazit: Weniger ein E-Sport-Monitor, mehr ein gelungener, preiswerter Allrounder
| Produktname | Optix MAG281URF |
|---|---|
| Hersteller | MSI |
| Diagonale | 27,9 Zoll |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 700,-/befriedigend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2696620 |
| Ausstattung (20 %) | 3,10 |
| Anschlüsse | 2 × HDMI 2.1, 1 × DP 1.4, 1 × USB-C, 2 × USB-A 2.0, 1 × USB-B 2.0, 1 × USB-C 2.0, 1 × Line-Out |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 3.840 × 2.160/157,9 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | IPS/70,9 cm |
| Netzteil/Vesa-Halterung | Extern/100 x 100 |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 7,7 kg/63,8 cm × 40,8 cm × 23,4 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Ja/-5°, +20°/13 |
| Garantie | 3 Jahre |
| Zubehör | HDMI-Kabel, Stromkabel, DP-Kabel |
| Eigenschaften (20 %) | 2,42 |
| Bildwiederholrate/VRR | 1-144 Hz/Freesync (G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 8 Bit + FRC/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | 998:1/0,3 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 56,7 Watt/0,2 Watt |
| Farbraumvolumen | 124 %/85 % |
| Besonderheiten | Pixel-Overdrive, Fadenkreuz, Hz-Einblendung, KVM, LMB-Technik, PiP, PbP, Schwarzaufhellung |
| Leistung (60 %) | 1,50 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 9,8 ms/27,9 ms |
| Farbtreue (ø Delta E 2000) | 2,8 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 3,9 ms (2,4-4,9 ms) |
| Min.-max. Helligkeit, Abweichungen | 87,5-285,5 cd/m², Bis 13 % |
| VRR-Funktionalität | voller Bereich |
| Schlieren-/Korona-Bildung | Nicht sichtbar |
| Endnote | 2,01 |
| + | Gute Bildqualität |
| + | KVM, MPRT Sync |
| - | Lausiges HDR |
MSI hat mit dem Optix MAG281URF ein rundes Gesamtpaket geschnürt, das in unserem Test keine Schwächen aufgezeigt hat. Mehr noch: Mit der Panel-Qualität und der Fülle an Features hat er uns überzeugt. Was könnte man hier also noch vermissen? HDR vielleicht? Nicht wirklich, denn gutes HDR ist aktuell noch viel zu teuer, als dass es sich bei einem Schreibtisch-Monitor lohnen würde. Insofern ist es sogar besser, dass MSI es hier nahezu ganz weglässt und lieber dafür ein gutes SDR-Paket abliefert - mit einem recht attraktiven Preis. Viel günstiger gibt es aktuell 4K und 144 Hz auf 28 Zoll auch nicht wirklich. Und wenn, dann nicht unbedingt mit diesem Feature-Paket.
In allen unseren Messungen lieferte der MSI Optix MAG281URF ein recht gutes Ergebnis ab. Für den hohen Preis bekommt man einen farbstarken, hochauflösenden und gleichzeitig hochfrequenten Monitor, der sich nicht nur fürs Zocken eignet. Mit dieser Farbtreue ist er als 4K-Monitor auch für farbkritische Anwendungen geeignet.
Auch die Anschlussausstattung gefällt uns: Ein KVM-Switch etwa ist ziemlich praktisch und MPRT Sync ein gutes Feature für Shooter-Spieler. Ja, beides braucht nicht unbedingt jeder Gamer, kostet aber dafür auch kaum Aufpreis. Kurzum: Der Monitor ist mit seiner 4K/UHD-Auflösung und 144 Hz nicht nur zukunftssicher, sondern auch ein guter Allrounder mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

2 Dinge stören mich.
Er ist curved, und 32"
Ich nutze mein Rechmer auch zum Arbeiten (video/foto edditing, CAD etc.) Und möchte deshalb kein curved hauptmonitor.
Und er ist 32"
Ich habe ein triple monitor setup mit 3 28" monitoren, und ich möchte nur den hauptmonitor ersetzen. Möchte deshalb eigentlich bei 28" bleiben.
Aber ja im grunde genommen gänge es schon in die Richtung.
Evtl. Muss ich mich damit verabschieden 3 gleich grosse Monitore zu haben und den mittleren auf 32" upgraden.
Ich warte mal noch etwas ab was die zukunft bringt.
Kriterien:
.27/28", HDR1000 (OLED oder mit FALD), 120hz, 4K, G-sync.
Bis heute gibt es keine alternative
Und ich wäre ja happy mit dem Bild etc. Aber der ödde Lüfter nervt einfach wie Sau!
Ich glaube, mein alter, pixelfehlerverseuchter ACER hier muss noch eine Weile durchalten, bis es eine kleine Auswahl OLED Geräte zu brauchbaren Preisen gibt. Hier sehen ich zum ersten Mal eine wirkliche Chance auf einen nahezu perfekten Monitor.