Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Reaktionszeiten, Schlieren, G-Sync, Input Lag, Fazit
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Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 OLED im Test: Reaktionszeiten, Schlieren, G-Sync, Input Lag, Fazit

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Auf der letzten Seite gehen wir auf Reaktionszeiten, die Bildwiederholrate, G- und Freesync sowie den Input Lag ein, abgerundet durch ein Fazit.

Bewegtbild: gestochen scharf bei 240 Hz

Die gemessenen Reaktionszeiten hier in der gewohnten Tabellenform darzustellen, sparen wir uns, denn wir bekommen durchgehend Werte unterhalb 0,1 Millisekunden angezeigt. Heißt: OLEDs sind typischerweise schnell genug für nahezu jede Bildwiederholfrequenz. Als Beispiel: Bei 0,1 ms wären theoretisch 1.000 Hz möglich. Nun sind es hier "nur" 240 Hz und wir freuen uns, dass ein Bewegtbild damit nicht nur ziemlich scharf dargestellt wird, sondern dank der niedrigen Reaktionszeiten auch noch absolut schlierenfrei. Das können wir an unserem Testufo zeigen, das wir in Bewegung fotografiert haben.

Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 (23) Quelle: PC Games Hardware Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 (23)

Freesync und G-Sync: funktioniert

Es ist nicht unbedingt selbstverständlich, dass sowohl Free- als auch G-Sync am Monitor tadellos funktionieren. Nur erleben wir das bei derart teuren Monitoren mittlerweile gar nicht mehr. Wir testen es trotzdem jedes Mal, so auch hier und können bestätigen, dass der Xeneon Flex sowohl G-Sync als auch Freesync auf der vollen Frequenzspanne unterstützt, also quasi ab 1 Hz schon. Nein, nicht erst ab 40 Hz etwa, sondern praktisch auch darunter. Warum die Hersteller noch immer eine untere Fantasie-Grenze angeben, ist uns schleierhaft.

Input Lag: auf niedrigstem Niveau

Nun handelt es sich hier nicht unbedingt um einen Gaming-Monitor für E-Sports. Aber dank der hohen Bildwiederholrate von 240 Hz und des niedrigen Input Lags wäre das hier auch gar nicht so weit hergeholt. Wir haben zunächst vor dem Firmware-Update einen etwas hohen Wert von circa 18 ms gemessen. Das wäre für den Otto-Normal-Singleplayer auch nicht weiter spürbar. Nach dem Update sinkt der Wert auf richtig gute 2 ms, die wir mit dem Leo-Bodnar-Tool an der oberen Kante gemessen haben.

Fazit: Hervorragender OLED-Monitor, aber braucht's das "Flex"?

Der Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 ist ein fantastischer Gaming-Monitor, auch ohne die Flex-Spielerei. Das OLED-Panel bietet brillante Farben und ein unendliches Kontrastverhältnis, sodass er eine gute Option ist für einen Ultrawide-Gaming-Monitor. Nur die Pixeldichte könnte hier so manchen stören. Wer etwa von einem 27 Zoll großen WQHD-Monitor kommt, wird kleinere Pixel gewohnt sein.

Sein Design mit dem massiven Standfuß und Anschlüssen an der Front gefällt, trotz der Einschränkungen: Denn an eine VESA-Halterung braucht man hier nicht zu denken. Die Verwandlung von einer flachen in eine gebogene Form ist an sich eine innovative Sache, vorausgesetzt, dass man das möchte. Denn LG bietet im Laufe des Jahres mit dem 45GR95QE das gleiche Panel mit einer festen Krümmung von 800R an, welches laut der Dollar-UVP von 1.700 US-Dollar auch noch deutlich günstiger sein wird. Eine biegbare Konkurrenz von LG kommt mit einem 42-Zöller im 16:9-Format, dann aber auch mit Motor, wird also stufenlos krümmbar sein.

   
Produktname Xeneon Flex 45WQHD240
Hersteller Corsair
Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis Ca. € 2.400,-/mangelhaft
PCGH-Preisvergleich www.pcgh.de/preis/2865772
Ausstattung (20 %) 2,15
Diagonale 45 Zoll
Anschlüsse 2 × HDMI 2.1, 1 × DP 1.4, 1 × USB-C, 4 × USB-A 3.0, 1 × USB-C 3.0, 1 × 3,5 Line Out
Max. Auflösung/Pixeldichte 3.440 × 1.440/83,2 ppi
Panel-Typ/Diagonale OLED/114,3 cm
Netzteil/Vesa-Halterung Extern/Keiner
Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) 9,5 kg/71,3 cm × 60,6 cm × 31,1 cm
Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. Nein/-15°, +7°/-
Garantie 3 Jahre
Zubehör HDMI-Kabel, Stromkabel, DP-Kabel
Eigenschaften (20 %) 2,14
Bildwiederholrate/VRR 1-240 Hz/Freesync (G-Sync Compatible)
Farbtiefe/Farben 10 Bit/1,07 Mrd. Farben
Kontrastverhältnis/Schwarzwert ∞/0,0 cd/m²
Max. Leistungsaufnahme/Stand-by 73,2 Watt/0,1 Watt
Farbraumvolumen 146 %/100 %
Besonderheiten PiP, PbP, Schwarzaufhellung
Leistung (60 %) 1,42
Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) 1,2 ms/21,2 ms
Farbtreue (ø Delta E 2000) 2
ø Reaktionszeit (Min.-Max.) 0,1 ms (0,1-0,1 ms)
Min.-max. Helligkeit, Abweichungen 73,1-411,8 cd/m², Bis 30 %
VRR-Funktionalität voller Bereich
Schlieren-/Korona-Bildung Nicht sichtbar
Endnote 1,71
+ Perfektes Bewegtbild
+ Biegbar
- Schlechte Ausleuchtung (beim Vorserien-Testgerät)

Der Corsair Xeneon Flex 45WQHD240 ist mit 2.400 Euro recht teuer und verzichtet zugunsten seines wesentlichen Gimmicks auf grundlegende Annehmlichkeiten. Der Standfuß könnte eine Höhenverstellung brauchen, da der Monitor sehr hoch ist, und Lautsprecher wären auch schön gewesen. Aber alles in allem ist er ein wirklich gutes Gaming-Display für High-End-Setups.

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    • Kommentare (24)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von MountyMAX Software-Overclocker(in)
        Also ich finde die Idee mit dem manuellen biegen sehr interessant, meine Erfahrungen mit gebogenen Monitoren ist bisher so, das 1500R optimal ist (nutze ich seit ca. 2 Jahren), wenn man ihn als Allrounder nutzen möchte (Gaming, Film, Office), 1000R ist zwar noch besser fürs Gaming, aber Film/Office eher störend, so könnte man die Krümmung entsprechend anpassen.

        Bin durch Zufall auf diesen gestoßen, und auch der Preis kommt langsam in brauchbare Bereiche, was mich halt stört ist die Auflösung, 3440x1440 habe ich jetzt schon bei 34 Zoll und es ist gut, aber das auf 45 Zoll gestreckt ... hmm ..

        Weiß jemand zufällig ob VESA Mount möglich ist? Auf der HP oder in Preisvergleichsportalen steht dazu nichts und die Konstruktion sieht auch nicht so aus, dass es geht, allerdings bei Amazon in den Fragen hat der Support auf eine Frage zum VESA geantwortet, das dieser VESA 100x100 hat ... aber ehrlich gesagt gebe ich da nicht viel drauf, da die "Hersteller" auch viel Käse bei Amazon schreiben.
      • Von MountyMAX Software-Overclocker(in)
        Also ich finde die Idee mit dem manuellen biegen sehr interessant, meine Erfahrungen mit gebogenen Monitoren ist bisher so, das 1500R optimal ist (nutze ich seit ca. 2 Jahren), wenn man ihn als Allrounder nutzen möchte (Gaming, Film, Office), 1000R ist zwar noch besser fürs Gaming, aber Film/Office eher störend, so könnte man die Krümmung entsprechend anpassen.

        Bin durch Zufall auf diesen gestoßen, und auch der Preis kommt langsam in brauchbare Bereiche, was mich halt stört ist die Auflösung, 3440x1440 habe ich jetzt schon bei 34 Zoll und es ist gut, aber das auf 45 Zoll gestreckt ... hmm ..

        Weiß jemand zufällig ob VESA Mount möglich ist? Auf der HP oder in Preisvergleichsportalen steht dazu nichts und die Konstruktion sieht auch nicht so aus, dass es geht, allerdings bei Amazon in den Fragen hat der Support auf eine Frage zum VESA geantwortet, das dieser VESA 100x100 hat ... aber ehrlich gesagt gebe ich da nicht viel drauf, da die "Hersteller" auch viel Käse bei Amazon schreiben.
      • Von Luebke82 Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Manu
        Es wird nichts verdoppelt oder verdreifacht und es gibt faktisch keine untere Grenze mehr.
        Wieso ist dann auf meinem HP Omen X65 Emperium mit Gsync Ultimate bis runter zu 30Hz/fps alles akzeptabel flüssig spielbar und auf dem Xeneon Flex ist es schon unterhalb von 45 Fps praktisch unspielbar. Die Eingabeverzögerung deutlich höher. Ab 50fps ist es dann erträglich auf einmal wo es auf dem HP Omen schon längst flüssig ist. Ich glaub ehrlichgesagt nicht dass die FPS-Anzeige einen hier in die Irre führt. Aber ich mag da jetzt auch nicht groß diskutieren weiter. Freue mich ansonsten sehr über den Test hier.

        Grüße, und ich freue mich auf ein neues Video mit dir und Raff wieder in der Zukunft.^^
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Wenn es so irrelevant ist, warum flackern Monitore dann teilweise am Übergang?
      • Von PCGH_Manu Software-Overclocker(in)
        Zitat von Luebke82
        Ja sicher ist das normal. Mit G-Sync-Modul liegt die Schwelle aber bei 30fps. Hier sind es 50fps (laut Geizhals soll es sogar 40 sein, was ich aber nicht bestätigen kann mit der Nvidia-Pendulum-Demo). Hier hätte man sich jedoch etwas genauer ausdrücken können. Es geht ja darum ab wann Frames gedoppelt oder verdreifacht werden, aber davon steht im Artikel ja nichts. Da ich einen Monitor mir G-Sync Ultimate habe und auch schon "normales" G-Sync vorher kann ich das ganz gut vergleichen. Das ist schon ein Unterschied der hätte genauer erwähnt werden können, mMn.
        Es wird nichts verdoppelt oder verdreifacht und es gibt faktisch keine untere Grenze mehr. Die 30 Fps sind nur die untere Grenze der Pendel-Demo und nicht die des Monitors. Das wirst du herausfinden, wenn du mal ein Spiel anschmeißt und ein Framelimit darunter setzt, also G-(und Free-)Sync faktisch schon ab 1 Fps funktioniert und eben bis hoch zur nativen Frequenz geht. Die Monitoranzeige ist dafür einfach nicht verlässlich genug und letztlich ist es auch irrelevant, ob der Scanout pro Frame mehrmals oder nur einmal geschieht.

        Der Effekt ist derselbe und deswegen unterscheide ich da nicht. Denn mit G-Sync geschieht der Scanout immer mit nativer Geschwindigkeit, also bei 240 Hz eben 1/240stel Sekunde schnell.
      • Von JoM79 Trockeneisprofi (m/w)
        Da hat du recht.
        Gerade bei Monitoren mit mehr als 144Hz wird oft schon 50-60fps verdoppelt.
        Kommt aber auch auf den Treiber an.
      Direkt zum Diskussionsende
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