Asus ROG Swift PG27AQDM im Test: Free-/G-Sync, Input Lag und Fazit
In diesem Artikel
Free- und G-Sync: absolut tadellos
Für Gamer ist Freesync und G-Sync wichtig und sollte unserer Meinung nach stets aktiv sein. Umso wichtiger ist es, dass die Funktion auf der Frequenzspanne keine Fehler aufweist, was bei günstigeren Modellen nicht unüblich ist und weswegen wir es daher stets testen. In diesem Fall können wir es kurz halten: Sowohl G-Sync als auch Freesync funktionieren auf der vollen Spanne ab 1 Hz bis 240 Hz. Dass der Monitor nicht über ein natives G-Sync-Modul verfügt, tut der Sache hier keinen Abbruch. Per HDMI funktioniert die dynamische Bildwiederholrate übrigens auch, dort aber nur bis zur maximalen Bildfrequenz von 120 Hz.
Input Lag: angenehm niedrig
Wir messen die Signalverzögerung mit zwei unterschiedlichen Methoden: Seit vielen Jahren verwenden wir das sogenannte Leo-Bodnar-Tool, das per HDMI ein Signal losschickt und per Fotosensor gleichzeitig misst. An der oberen Kante messen wir lediglich 12,8 ms, was an sich relativ niedrig ist. Der zweite Test ist Teil des Toolkits namens OSRTT. Hier wird in einem synthetischen Test, ähnlich beim Leo-Bodnar-Tool, jedoch per Windows-Software der reine Display-Lag ermittelt, also ohne Mausklick- oder Renderzeit. Wir kommen im Durchschnitt auf nur 3,9 Millisekunden. Wegen Systemwechsel ist unsere praxisnahe Messung per Nvidia LDAT aktuell nicht mehr vergleichbar, wir sammeln hier noch Daten. Davon abgesehen beweisen die beiden ersten Methoden ein E-Sport-taugliches, niedriges Niveau des Monitors.
Fazit: Asus kostet, aber liefert auch
Ja, Asus-Monitore sind fast immer überdurchschnittlich teuer. Aber wer sich einen OLED-Monitor für knapp über 1.000 Euro kauft, feilscht hier nicht um das beste Preis-Leistungs-Verhältnis - das gibt es nach wie vor bei LCDs mit Mini-LEDs. Wer etwa einen soliden 27er sucht und sich mit lausigen 165 Hz zufriedengibt, zahlt in etwa nur die Hälfte.
| Diagonale | 27 Zoll |
|---|---|
| Produktname | ROG Swift OLED PG27AQDM |
| Hersteller | Asus |
| Preis/Preis-Leistungs-Verhältnis | Ca. € 1.030,-/ausreichend |
| PCGH-Preisvergleich | www.pcgh.de/preis/2912538 |
| Ausstattung (20 %) | 2,30 |
| Anschlüsse | 2 × HDMI 2.0, 1 × DP 1.4, 3 × USB-A 3.0, 1 × Line-Out |
| Max. Auflösung/Pixeldichte | 2.560 × 1.440/108,8 ppi |
| Panel-Typ/Diagonale | OLED/68,6 cm |
| Netzteil/VESA-Halterung | Extern/100 × 100 |
| Gewicht/Maße (inkl. Standfuß) | 6,9 kg/60,5 cm × 43,8 cm × 27,4 cm |
| Pivot 90 Grad/neigbar/höhenverst. | Ja/-5°, +20°/11 |
| Garantie | 2 Jahre |
| Zubehör | HDMI-Kabel, Stromkabel, DP-Kabel |
| Eigenschaften (20 %) | 1,18 |
| Bildwiederholrate/VRR | 1–240 Hz/Freesync (G-Sync Compatible) |
| Farbtiefe/Farben | 10 Bit/1,07 Mrd. Farben |
| Kontrastverhältnis/Schwarzwert | ∞/0,0 cd/m² |
| Max. Leistungsaufnahme/Stand-by | 42 Watt/0,1 Watt |
| Farbraumvolumen | 143 %/98 % |
| Besonderheiten | Software-OSD, Fadenkreuz, Hz-Einblendung, PiP |
| Leistung (60 %) | 1,53 |
| Input Lag (Leo Bodnar/Nvidia LDAT) | 12,8 ms/3,94 ms |
| Farbtreue (ø Delta E 2000) | 4,2 |
| ø Reaktionszeit (Min.-Max.) | 0,1 ms (0,1–0,1 ms) |
| Min.-max. Helligkeit, Abweichungen | 13,2–463,1 cd/m², bis 28 % |
| VRR-Funktionalität | Voller Bereich |
| Schlieren-/Korona-Bildung | Nicht sichtbar |
| Endnote | 1,61 |
| + | Gute Helligkeit für OLED |
| + | Top-Bildqualität |
| - | Teuer |
OLEDs sind eben eine Investition für Pixel-Sommeliers, deren Augen entsprechend verwöhnt sind. Aber wie bei anderen OLED-Bildschirmen, die wir getestet haben, ist er nicht perfekt für jeden oder für jede Verwendung. Er ist eindeutig auf Spiele und Multimedia ausgerichtet, also konzentrieren wir uns zunächst darauf. Die hohe Bildwiederholfrequenz von 240 Hz und die nahezu sofortige Reaktionszeit sorgen für eine hervorragende Bewegungsschärfe und sehr flüssige und klare Bewegungen. In Kombination mit der exzellenten Schwarztiefe des OLED-Panels, dem praktisch unendlichen Kontrast und den großen Betrachtungswinkeln ergibt sich ein sehr angenehmes Spielerlebnis.
Die HDR-Leistung war beeindruckend und übertraf das Corsair-Modell deutlich. Das OLED-Panel lieferte die übliche exzellente Schwarztiefe und ein praktisch unendliches Kontrastverhältnis, wobei die Dimmung pro Pixel in der Praxis dafür sorgte, dass es zu keinen Überstrahlungen oder Lichthöfen kam. Zum ersten Mal messen wir bei einem OLED-Panel eine derart hohe HDR-Spitzenhelligkeit. Ja, die matte Beschichtung ist dazu geeignet, Lichtreflexionen zu minimieren, aber entsprechend beeinflusst sie auch ganz leicht die Bildqualität. Fernseher haben in der Regel eine spiegelnde Beschichtung, die eine klarere Pixelstruktur aufweist, aber anfälliger ist gegenüber Lichtquellen.
In Sachen Ausstattung unterscheidet sich der Asus von der Corsair-Konkurrenz etwas - hier geht es lediglich um persönliche Vorlieben. Zweifellos ist der Asus-OLED etwas besser als das LG-Modell, welches zwar etwas günstiger ist, aber nicht ganz das Asus-Niveau erreicht und auch einen Lüfter hinter dem Panel sitzen hat, was für manche ein No-Go ist.

Alles in allem war aber der Schritt zu OLED ernüchternd. Ich hatte zuvor einen Sony XH95 TV in 49 zoll genutzt. Die Schwarzwerte sind nicht so viel schlechter, aber die Helligkeit ist der Hammer. Was definitiv ein Gamechanger ist, dass mein Oled jetzt VRR unterstützt und die Auflösung viel niedriger ist. 21:9 ist für mich das perfekte Gamingformat. Bei 4K und 16:9 geht so viel Leistung flöten und die Höhe (also mehr Himmel und mehr Boden) benötige ich eben nicht, muss aber bei 16:9 mitberechnet werden.
Meine RTX 3070 ist endlich wieder nicht überfordert und auch in Zukunft werde ich durch die geringere Auflösung beim Kauf von Grafikkarten eine Menge Geld sparen.
Und ja, der Sony hat halt ’ne ganz andere Paneltechnik, aber da ich immer nur abends und/oder nachts spiele, denke ich, dass mir die (jetzt auch immer besser werdende) Helligkeit bei den aktuellen, und vor allen Dingen jetzt noch kommenden, OLEDs dann doch ausreichen wird.
Und auch ja, deshalb warte ich ja auch jetzt noch etwas weiter ab mit dem Kauf eines 34"-OLEDs, da mir die Größe und vor allem das Format dabei einfach ideal erscheinen. Und genau, die DPI/PPI bei der UW-QHD-Auflösung scheinen mir ausreichend für die Größe, und vor allem, wie du richtig sagst, hat man dann noch immer eine kleine Reserve in puncto Grafikkartenpower dann, wenn man sich eine aktuelle und doch schon potentere (dafür) zulegt. Ist aber alles reine Geschmackssache – vor allem das Format.
Btw: "Himmel" und "Boden" werden gleich "hoch" bei 21:9 im Gegensatz zu 16:9 abgebildet. Nur an den Seiten wird halt dabei noch jeweils ein "ganzes Stück" drangefügt. Weiß aber natürlich, wie du das meintest, lieber Scorpion. Nichts für ungut, okay?
Echt krass der Unterschied bzw. die Verbesserung dort dabei! Und ja, bei einem 45’er Display mit nur der 3440’er Auflösung dabei ist mir klar, dass das Problem mit den unschönen Farbsäumen bei Texten dann noch direkter ins Auge dann springt. Aber bei den Beispielen unter deiner Verlinkung würde mir ja schon fast nur die Deaktivierung von ClearType dahingehend reichen. Hätte jetzt nicht gedacht, dass das alleine jetzt schon so viel ausmacht – echt krasse Sache, Mann!
Bleibt nur zu hoffen, dass solche Panels auch jetzt schnell in 34"-UW-Modellen Anwendung finden!
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Aber leider scheint es bei OLED jetzt ein weiteres (neues) Problem zu geben, was halt zurzeit nur durch die Deaktivierung der VRR-Funktion gänzlich zu umgehen ist – aber wer will schon gern auf diese Funktion verzichten ...
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Hm, mal abwarten, vielleicht kriegen es die Hersteller ja schon in naher Zukunft nur mit ’ner Aktualisierung der Firmware dann schon hin – zu wünschen wäre es uns allen ja mal, oder?
Alles in allem war aber der Schritt zu OLED ernüchternd. Ich hatte zuvor einen Sony XH95 TV in 49 zoll genutzt. Die Schwarzwerte sind nicht so viel schlechter, aber die Helligkeit ist der Hammer. Was definitiv ein Gamechanger ist, dass mein Oled jetzt VRR unterstützt und die Auflösung viel niedriger ist. 21:9 ist für mich das perfekte Gamingformat. Bei 4K und 16:9 geht so viel Leistung flöten und die Höhe (also mehr Himmel und mehr Boden) benötige ich eben nicht, muss aber bei 16:9 mitberechnet werden.
Meine RTX 3070 ist endlich wieder nicht überfordert und auch in Zukunft werde ich durch die geringere Auflösung beim Kauf von Grafikkarten eine Menge Geld sparen.