Asus ROG Swift PG27AQDM im Test: Bildqualität
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Bildqualität: Wie erwartet hervorragend bei einem teuren OLED
Nun ist die WQHD-Auflösung mit 2.560 x 1.440 Pixeln an sich eher mittelklassig, aber ausreichend für 27 Zoll große Bildschirme. Dafür gibt es eine Bildwiederholrate von 240 Hz, was zusammen mit der kaum vorhandenen Pixel-Reaktionszeit ein gestochen scharfes Bewegtbild bietet, doch dazu später mehr. Eine 4K/UHD-Auflösung gibt es in dieser Größe mit einem OLED bisher nicht, 42-Zöller sind bereits auf dem Markt und 32er sollen 2024 folgen.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift OLED PG27AQDM im Test (11)
Was die Farbqualität angeht, so wird das teure OLED-Panel dem vierstelligen Preis mit der 10-Bit-Farbtiefe gerecht. Ja, in der Preislage konkurrieren OLED-Monitore immer mit günstigeren LG-Fernsehern, die mit 42 Zoll größer sind und 4K/UHD bei 120 Hz bieten, aber lediglich per HDMI und auch nicht mit diesen Helligkeitswerten. Asus "prügelt" das Panel bis auf 450 cd/m² hoch, was unsere Messung bestätigt. Das ist aber nicht wirklich ein Vorteil, denn in der Regel kommt man, egal ob OLED oder LCD, mit einem halb so hohem Helligkeitsniveau zurecht.
Außerdem bietet das OSD die Option "Helligkeit vereinheitlichen", wodurch die Pixel etwas geschont werden und die Helligkeit auf ca. 170 cd/m² limitiert wird, was wir ausdrücklich empfehlen. Die Funktion wird bei OLEDs allgemein als automatischer Helligkeitsbegrenzer (Auto Brightness Limiter, ABL) bezeichnet, denn die Helligkeit nimmt mit größerem hellen Bereich ab. Das kann nachgestellt werden, wenn etwa ein kleines helles Browserfenster auf Vollbild skaliert wird - das Panel dimmt also automatisch. Nun kann das gelegentlich stören und eben mit dem ABL deaktiviert werden. Aber wie gesagt: Wenn nicht gerade HDR aktiv ist, sollte die Option aktiv sein - erst recht, weil die Helligkeit im Alltag absolut ausreicht. Mit den 450 cd/m² wollte Asus wohl nur im Datenblatt glänzen.
HDR: Bislang das Beste eines OLED-Monitors
Wo der Asus aber nicht nur im Datenblatt glänzt, sondern sprichwörtlich auch in der Praxis, ist die HDR-Helligkeit. Denn keiner ist in der Spitze so hell wie der PG27AQDM. Der Asus-OLED kratzt mit ca. 950 cd/m² an der Tausender-Grenze - und zwar nicht erst mit einem mikroskopisch kleinen hellen Bereich, sondern schon bei unserem 10 Prozent großem Weißanteil. Das ist ein sehr gutes Niveau, das den LCDs mit ihren Mini-LEDs in nichts mehr nachsteht. Da darf man sich auch nicht von der eigentlich nichts aussagenden HDR10-Angabe blenden lassen. Hier fehlt eine DisplayHDR-Zertifizierung, die sich Asus locker hätte geben können. Was aber nicht heißt, dass HDR hier richtig gut aussieht. Großer 10-Bit-Farbraum, keine Kantenüberblendung, also keine Halos durch selbstleuchtende Pixel - der Monitor hat einfach alle technischen Voraussetzungen für ein aktuell bestmögliches HDR-Bild.
Einen Hinweis wollen wir hier noch wegen der aktuellen Firmware geben: Gerade Exemplare zum Marktstart litten unter einer schlechten Farbdarstellung im HDR-Modus, was nun mit einem Firmware-Update gelöst wurde. Asus hat dafür eine neue Firmware-Version veröffentlicht, die speziell für die Optimierung von HDR-Farben entwickelt wurde. Diese war bei unserem Modell schon vorhanden. Wer ein weniger aktuelles Modell hat, kann den Monitor einfach über ein Tool von der Asus-Webseite flashen.
Bewegtbildqualität: unerreicht gut bei 240er OLEDs
Wie bei jedem OLED mit derart hoher Bildwiederholfrequenz, können wir die Bildschärfe hier nur loben. Die quasi nicht vorhandene Pixel-Reaktionszeit im Bereich um die 0,1 ms durchgehend sorgt dafür, dass keine Schlieren in Bewegungen auftreten. Gleichzeitig bedeutet eine höhere Bildfrequenz ein schärferes Bild in Bewegung. Trotz der erstaunlichen Pixel-Reaktionszeiten erhalten Sie immer noch eine große Menge an Unschärfe bei 60 Hz aufgrund der Sample-and-Hold-Natur des OLED-Bildschirms. Das heißt, dass ein OLED allein kein Schärfe-Garant ist, erst mit 120 Hz oder besser doppelt so viel, wie hier der Fall, wird das Bewegtbild gestochen scharf.
Quelle: PC Games Hardware
Asus ROG Swift OLED PG27AQDM im Test (13)
Das OLED-Upgrade auf 240 Hz bietet eine weitere deutliche und sichtbare Verbesserung der Bewegungsschärfe. Die Verfolgung von bewegten Inhalten ist jetzt viel einfacher und klarer. Die Bewegungsschärfe ist wirklich hervorragend und sehr beeindruckend. Wenn Sie den Bildschirm in Ihren Spielen auf 240 Fps hochfahren können, werden Sie von der exzellenten Klarheit und Glätte profitieren. Auf dem PG27AQDM gibt es bei jeder Bildwiederholfrequenz kein Überschwingen oder damit verbundene Artefakte oder Spuren. Hier gibt es keine Unschärfereduzierung einer Low-Motion-Blur-Technik, die seitens Nvidia ULMB oder auch von Asus ELMB genannt wurde. Jetzt ist sie bei derartiger Schärfe auch wirklich nicht notwendig und entgegen den Meinungen anderer Reviews vermissen wir sie auch nicht.

Alles in allem war aber der Schritt zu OLED ernüchternd. Ich hatte zuvor einen Sony XH95 TV in 49 zoll genutzt. Die Schwarzwerte sind nicht so viel schlechter, aber die Helligkeit ist der Hammer. Was definitiv ein Gamechanger ist, dass mein Oled jetzt VRR unterstützt und die Auflösung viel niedriger ist. 21:9 ist für mich das perfekte Gamingformat. Bei 4K und 16:9 geht so viel Leistung flöten und die Höhe (also mehr Himmel und mehr Boden) benötige ich eben nicht, muss aber bei 16:9 mitberechnet werden.
Meine RTX 3070 ist endlich wieder nicht überfordert und auch in Zukunft werde ich durch die geringere Auflösung beim Kauf von Grafikkarten eine Menge Geld sparen.
Und ja, der Sony hat halt ’ne ganz andere Paneltechnik, aber da ich immer nur abends und/oder nachts spiele, denke ich, dass mir die (jetzt auch immer besser werdende) Helligkeit bei den aktuellen, und vor allen Dingen jetzt noch kommenden, OLEDs dann doch ausreichen wird.
Und auch ja, deshalb warte ich ja auch jetzt noch etwas weiter ab mit dem Kauf eines 34"-OLEDs, da mir die Größe und vor allem das Format dabei einfach ideal erscheinen. Und genau, die DPI/PPI bei der UW-QHD-Auflösung scheinen mir ausreichend für die Größe, und vor allem, wie du richtig sagst, hat man dann noch immer eine kleine Reserve in puncto Grafikkartenpower dann, wenn man sich eine aktuelle und doch schon potentere (dafür) zulegt. Ist aber alles reine Geschmackssache – vor allem das Format.
Btw: "Himmel" und "Boden" werden gleich "hoch" bei 21:9 im Gegensatz zu 16:9 abgebildet. Nur an den Seiten wird halt dabei noch jeweils ein "ganzes Stück" drangefügt. Weiß aber natürlich, wie du das meintest, lieber Scorpion. Nichts für ungut, okay?
Echt krass der Unterschied bzw. die Verbesserung dort dabei! Und ja, bei einem 45’er Display mit nur der 3440’er Auflösung dabei ist mir klar, dass das Problem mit den unschönen Farbsäumen bei Texten dann noch direkter ins Auge dann springt. Aber bei den Beispielen unter deiner Verlinkung würde mir ja schon fast nur die Deaktivierung von ClearType dahingehend reichen. Hätte jetzt nicht gedacht, dass das alleine jetzt schon so viel ausmacht – echt krasse Sache, Mann!
Bleibt nur zu hoffen, dass solche Panels auch jetzt schnell in 34"-UW-Modellen Anwendung finden!
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Aber leider scheint es bei OLED jetzt ein weiteres (neues) Problem zu geben, was halt zurzeit nur durch die Deaktivierung der VRR-Funktion gänzlich zu umgehen ist – aber wer will schon gern auf diese Funktion verzichten ...
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Hm, mal abwarten, vielleicht kriegen es die Hersteller ja schon in naher Zukunft nur mit ’ner Aktualisierung der Firmware dann schon hin – zu wünschen wäre es uns allen ja mal, oder?
Alles in allem war aber der Schritt zu OLED ernüchternd. Ich hatte zuvor einen Sony XH95 TV in 49 zoll genutzt. Die Schwarzwerte sind nicht so viel schlechter, aber die Helligkeit ist der Hammer. Was definitiv ein Gamechanger ist, dass mein Oled jetzt VRR unterstützt und die Auflösung viel niedriger ist. 21:9 ist für mich das perfekte Gamingformat. Bei 4K und 16:9 geht so viel Leistung flöten und die Höhe (also mehr Himmel und mehr Boden) benötige ich eben nicht, muss aber bei 16:9 mitberechnet werden.
Meine RTX 3070 ist endlich wieder nicht überfordert und auch in Zukunft werde ich durch die geringere Auflösung beim Kauf von Grafikkarten eine Menge Geld sparen.