Die Entwicklung der Bildschirme: OLED-Displays
Der Bildschirm ist die Schnittstelle zwischen Ihnen und der virtuellen Welt. Grund für PC Games Hardware, einen Blick auf das zu werfen, worauf Sie gerade Ihre Augen richten.
OLED-Displays (Organic Light Emitting Diode)
Quelle: Sony
Die Display-Zukunft: ultraflache OLED-Displays. Hier Sonys 11-Zoll-Gerät.
Quelle: unbekannt
Übersicht über die wichtigsten Auflösungs-Standards
Was die nahe Zukunft bringen wird ist bereits auf diversen Messen zu bestaunen. Die OLED-Technik (Organic Light Emitting Diode) wird bei den Flachbildschirmen verstärkt Einzug halten und die bisherige Technik ersetzten.
Die primären Vorteile liegen im sehr hohen Kontrast und das Entfallen der Hintergrundbeleuchtung. Zudem verspricht man sich niedrige Fertigungskosten und neue Einsatzgebiete, das sich die OLED-Struktur auf annähernd jedes Material drucken lässt und biegsam ist. Auch der Bedarf nach Energie ist im Vergleich zur LCD-Technik und die Reaktionszeiten sind signifikant kleiner.
Die Lebensdauer ist derzeit noch problematisch. Während rote OLEDs eine Haltbarkeit von zehn Millionen Stunden nachgesagt werden, so sind es bei blauen OLEDs nur 150.000 Stunden. In wie weit die Werte aber praxisnah sind ist derzeit noch umstritten. Problematisch ist daher auch die Farbverschiebung, die im Laufe der Zeit durch das unterschiedliche Altern der Farben Rot, Grün und Blau einhergeht.
Auch OLEDs verlieren im Laufe der Zeit an Leuchtkraft. Die Angabe der Lebenszeit erfolgt darauf: Bei 50 Prozent Leuchtkraft ist das Ende des Lebenszyklus erreicht. OLEDs sind dabei stark von den Gegebenheiten abhängig. Bei maximaler Leuchtkraft von Beginn an und ungekühlt reduziert sich die Lebenszeit. Ein gut gekühltes OLED hingegen, dass nicht von Beginn an die maximale Leistung erbringen muss, hält auch deutlich länger.
Ein weiterer Nachteil ist die organische Basis. Diese muss vor Feuchtigkeit und Sauerstoff geschützt werden. Das schränkt unter anderem die vorhandene Flexibilität ein. Wird ein OLED durch Korrosion befallen, so bilden sich Dark Spots - kreisrunde dunkle Ausfälle - auf dem Display.
Daher ist der kommerzielle Einsatz von aufrollbaren Displays derzeit noch in weiter Ferne. Materialen zur Versiegelung, die die nötige Flexibilität besitzen, lassen zu viel Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit an das organische Material. Alternativen, die dies besser lösen, neigen beim Aufrollen im engen Radius zum brechen - ebenso wie die Anode des Displays.
Auf den großen Boom wird der Markt noch warten müssen. Solange Alterung und Schutz nicht zu viele Variablen beinhalten, dürfte sich die Technik kaum durchsetzen. Preislich sind solche Displays schon im Wohnzimmerformat aktuell kaum bezahlbar.
Für Spieler ist die Schaltgeschwindigkeit interessant, die bei OLEDs unter 0,001 Millisekunden liegt. Im Vergleich zu sehr schnellen LC-Displays eine Verbesserung um den Faktor 2.000.
Bildergalerie
In diesem Artikel
- Seite 1 Die Entwicklung der Bildschirme: Einführung
- Seite 2 Die Entwicklung der Bildschirme: Röhrenmonitore
- Seite 3 Die Entwicklung der Bildschirme: Flachbildschirme
- Seite 4 Die Entwicklung der Bildschirme: LED-Technik
- Seite 5 Die Entwicklung der Bildschirme: Beamer
- Seite 6 Die Entwicklung der Bildschirme: OLED-Displays
- Seite 7 Bildergalerie
- Seite 1 Die Entwicklung der Bildschirme: Einführung
- Seite 2 Die Entwicklung der Bildschirme: Röhrenmonitore
- Seite 3 Die Entwicklung der Bildschirme: Flachbildschirme
- Seite 4 Die Entwicklung der Bildschirme: LED-Technik
- Seite 5 Die Entwicklung der Bildschirme: Beamer
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Es wäre interessant zu wissen was für LED da in welcher Weise verbaut ist.
Sind es LEDs in einer Art Standard-Bauform (müssen es ja eigentlich sein), könnte man sich doch die Mühe machen die alle raus zu löten und durch von Maßen und Kontakten identische mit geringerem Stromverbrauch oder hellere zu ersetzen.
Wenn das z.B. LED ähnlich den LM… von Samsung wären, da gäbe es LM281 mit 165Lm/W für 12,x Euro 500 Stück portofrei.
Je nachdem was in Monitoren verbaut wurde, könnte sich ein Tausch lohnen um einen Monitor an einer Batterie länger nutzen zu können.
Oder aus einem normalen gebrauchten Monitor mit HDMI, 24″, externem Netzteil (wegen der mobilen Versorgung) und evtl. 250cd/m² einen Outdoor-Monitor mit 500cd/m², 600cd/m², 800cd/m², 1000 cd/m² zu machen.
Outdoor-Monitore sind selten gebraucht als Auktion (nicht gleich zum Preis von hunderten Euro) zu finden.
Die Löterei wäre es mir wert.
P.S.: Ehe die vehementen Dementis kommen: Uhrmacher-Lupe auf den Bildschirm setzen und leise mit dem Kopf nicken.
Ja, ich weiß, bei wikipedia steht eh nur Schrott.
Es wäre schön wenn man mal ein paar mehr Infos bei den Fotos lesen würde.
Ich denke das jeder weiß wie ein 17" Monitor ausschaut oder das dies ein 9" Monitor ist.
Was ich vermisse sind ein paar Fakten und Daten.
Nur mal so am Rande...