Inkjet Printing: OLED-Displays aus dem Tintenstrahldrucker
OLED-Displays sollen zukünftig vermehrt im Tintenstrahldruckverfahren ("Inkjet Printing") hergestellt werden, zumindest wenn es nach dem chinesischen Unternehmen TCL geht. Das erste Panel ist jetzt bereits in die Serienfertigung gestartet.
OLED-Displays für Monitore und Smart-TVs sollen zukünftig vermehrt in einem Tintenstrahldruckverfahren ("Inkjet Printing") hergestellt werden, zumindest wenn es nach dem chinesischen Unternehmen TCL geht. Wie das Unternehmen aus Shenzhen jetzt bekannt gegeben hat, soll das erste Panel bereits in die Serienfertigung gestartet sein. Den Anfang macht ein 21,6 Zoll großes Panel, welches in 4K/UHD ("2160p") mit 3.840 × 2.160 Bildpunkten auflöst und als IJP-OLED ("Inkjet Printing OLED") vom Tochterunternehmen TCL CSOT und den neuen Brand APEX vertrieben wird.
Neben dem ersten Monitor, der mit einer hohen Pixeldichte von 204 dpi und einer punktuellen Maximalhelligkeit von 350 cd/m² arbeitet, zeigte das Unternehmen auch ein 14 Zoll messendes Notebook-Display mit 2,8K-Auflösung (2.880 × 1.800 Pixel), welches ebenfalls im neuen Tintenstrahldruckverfahren hergestellt wurde, wie OLED-Info.com zuerst berichten konnte. In der Zwischenzeit ist eine Pressemitteilung von TCL CSOT mit weiteren Details erschienen.
Neue Technologie muss sich erst noch beweisen
An gedruckten OLED-Displays hatte sich bereits das 2015 von Panasonic, Sony und Japan Display ("JDI") gegründete Joint Venture JOLED versucht und musste aber schon 2022 wegen Insolvenz die Reißleine ziehen. TCL greift jetzt wohl auf vorhandenes Know-how von JOLED zurück, wie The Elec berichtet.
Quelle: ITHome
Während aktuell bei den Panels und Gläsern noch die Gen 5.5 (1.300 × 1.500 mm) zum Einsatz kommt, welche auch von JOLED genutzt wurde, wird für 2025 und darüber hinaus bereits die Gen 8.5 (2.200 × 2.500 mm) anvisiert. Die neue Technologie muss sich dennoch im Massenmarkt erst beweisen.
Eigentlich sollte das Tintenstrahldruckverfahren die Herstellung von OLED-Panles spürbar günstiger machen, doch eines der ersten Produkte, welches ein Display von JOLED nutzte, der portable Asus Proart PQ22UC, erschien bereits 2019 zu einem unverbindlichen Preis von 5.000 Euro. Es kommt nicht von ungefähr, dass die technischen Spezifikationen exakt dem Display von TCL entsprechen.
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Quelle: TCL via OLED-Info.com, The Elec, IT Home

Aber mal zurück zu ernsthaftigkeit, wie werden OLED Panels denn heute hergestellt?