Dell UP3017Q: OLED-UHD-Monitor nun doch im Verkauf
Der Dell UP3017Q wird nun doch verkauft - für 3.500 US-Dollar, lieferbar in ein bis zwei Wochen. Der UHD-OLED-Monitor wurde auf der CES 2016 angekündigt, sollte ein halbes Jahr später in den USA verkauft werden, wurde im Januar 2017 aber dann für tot erklärt. Nun ist er offenbar auferstanden.
Was lange währt, wird endlich gut. Klingt maximal abgedroschen, aber beim Dell UP3017Q ist es durchaus zutreffend. Hinter dem Namen verbirgt sich der 30 Zoll große OLED-Monitor von Dell, der schon auf der CES 2016 gezeigt wurde und dann im Juli 2016 in den USA hätte verkauft werden sollen. Im Januar 2017 hieß es dann, dass es der Monitor nicht mehr auf den Markt schafft. Laut eigenen Aussagen hätte er die Erwartungen bei einem Preispunkt von 5.000 US-Dollar nicht befriedigen können.
Umso verwunderlicher ist es nun, dass der Dell UP3017Q in den USA doch zum Kauf angeboten wird - für 3.500 US-Dollar und versandfertig in ein bis zwei Wochen. Da stellt sich die Frage, ob Dell die Bildqualität in den Griff bekommen hat oder ob man nun das erheblich günstiger abverkauft, was bereits irgendwo in einem Lager liegt. Wer es jedenfalls gar nicht abwarten kann, einen OLED-Monitor zu bekommen, der hat nun die Möglichkeit dazu und das für 1.500 US-Dollar weniger als ursprünglich einmal geplant.
Beim Dell UP3017Q bekommt man für diesen Preis ein ganz gewiss von LG stammendes, 30 Zoll großes OLED-Panel mit 3.840 × 2.160 Pixeln (entspricht 146,9 ppi), das mit bis zu 60 Hertz aktualisiert (es waren einmal 120 Hertz) und einen Kontrast von 400.000:1 erreicht. Dell nennt weiterhin 0,1 Millisekunden Reaktionszeit und 300 Candela pro Quadratmeter Helligkeit. Letzteres ist nicht außerordentlich gut, aber besonders hell sind OLED-Panels dieser Generation ohnehin nicht. Wie auch immer reicht das nur spärlich für ein gutes HDR-Bild, wo OLED-Fernseher wenigstens 650 Candela pro Quadratmeter auffahren. 1.000 sollten es schon sein, für Dolby Vision werden sogar 2.000 erwartet. Wohl einer der Gründe, warum Dell das Thema erst gar nicht weiter erwähnt. Den hervorragenden Schwarzwert von OLED-Panels hat man aber dennoch.
Dank 10-Bit-Ansteuerung kann der UP3017Q laut Dell aber 1,07 Milliarden Farben anzeigen und den Adobe-RGB-Farbraum zu 100 Prozent abdecken. Bei DCI-P3 sind es noch 97,8 und bei Rec2020 85,8 Prozent. Angeschlossen wird per HDMI 2.0 (nicht ausreichend für UHD-BD), Mini-Displayport 1.2 und USB Typ C. Audio-Ausgabe gibt es keine, aber dafür Pivot. Die Leistungsaufnahme wird mit 105 Watt typisch angegeben. Es können aber auch bis zu 240 Watt werden.
Bei LG wartet man nach wie vor auf ein lieferbares Produkt im Monitorbereich, während Samsung überhaupt keine OLED-Geräte anbieten wird , sondern auf Quantum Dot setzt. Aber auch davon gibt es bisher nur Lippenbekenntnisse.

Grundsätzlich sind aber OLEDs ineffizienter als konventionelle LEDs, was gerade verglichen mit modernen Bildschirmen mit LED-Hintergrundbeleuchtung die Statistik etwas verhagelt. Aktuell muss man daher einfach sagen: OLED läuft, OLED säuft.
OLEDs sind ein Thema mit viel, viel Potential. Aber damit es die konventionelle Bildschirmtechnologien ablöst, muss halt noch viel passieren. Aber nicht nur für Computerbildschirme und Fernseher - wenn die allgemeinen Vorteile organischer Elektronik nutzbar gemacht werden könnten (-> Elektronik aus dem Drucker), wäre schon viel gewonnen.
gRU?; cAPS
Also der Preis von 3.5 für einen reinen Bildschirm ist schon sehr an den Haaren herbei gezogen..
Manchmal frag ich mich echt.