Ultra HD mit "echten" 144 Hertz: Asus nutzt DSC bei Freesync-2-HDR-Monitor
AMD hat stellvertretend für Asus einen neuen Freesync-2-HDR-Monitor angekündigt, der als erstes Modell die Display Stream Compression 1.2 vom Displayport 1.4 nutzen soll, um den Bandbreitenbedarf zu verringern. Das ermöglicht die Darstellung von Ultra HD bei 144 Hertz und einer Farbtiefe von 10 Bit ohne 4:2:2-Farbunterabtastung.
Der Displayport-1.4-Standard bietet mit maximal 25,92 Gbit/s nicht genug Bandbreite, um 3.840 × 2.160 Pixel (Ultra HD, "4K") mit 144 Hertz und einer Farbtiefe von 8 oder gar 10 Bit darzustellen. Die bisherigen Monitore mit dieser Kombination, am prominentesten sind die Nvidia-G-Sync-Ultimate-Modelle, nutzen eine 4:2:2-Farbunterabtastung, um den Bandbreitenbedarf zu senken. Dabei handelt es sich jedoch um eine sichtbare Komprimierung, die vor allem im Desktop bei Schrift erkennbar ist. Als Alternative wurde schon damals die Display Stream Compression angeführt, die als Version 1.2 optionaler Bestandteil der Displayport-1.4-Spezifikationen ist und eine "weitestgehend nicht sichtbare" Komprimierung ermöglichen soll. Bis dato fristete das Feature ein Nischendasein, auch weil seine frühere Funktionalität Wünsche offen gelassen haben soll.
Asus setzt erstmals auf DSC
Grafikkarten müssen die Display Stream Compression oder kurz DSC explizit unterstützen, um das komprimierte Bild an einen ebenfalls unterstützten Monitor weitergeben zu können. Bei AMD ist das mit der neuen Navi-Generation in Form der Radeon RX 5700 (XT) der Fall. Nvidia brachte den DSC-Support mit Turing. AMD hat seine Navi-Vorstellung indes genutzt, um auf einen neuen 43 Zoll großen ROG-Strix-Monitor von Asus aufmerksam zu machen. Das noch namenlose Modell sieht dem ROG Strix XG438Q sehr ähnlich, positioniert sich mit seinen Spezifikationen aber klar darüber.
Mit einer weiteren Ausführung zur Farbunterabtastung: Asus ROG Swift PG27UQ im Test: Das neue Nonplusultra mit G-Sync HDR
Im Mittelpunkt steht die Unterstützung von besagter Ultra-HD-Auflösung mit 144 Hertz ohne Farbunterabtastung dank DSC. Die HDR-Funktionalität ist nach Display HDR 1000 zertifiziert, was Spitzenhelligkeitswerte von 1.000 cd/m² verspricht. Folglich ist auch Freesync 2 HDR mit an Bord. Asus möchte im Laufe dieser Woche weitere Informationen liefern, darunter im Bestfall den Panel-Typ, die Art der Beleuchtung (Direct- oder Edge-Lit) und womöglich auch einen groben Preis, konnte aber noch nichts versprechen.

Endlich kommt Bewegung in den Markt um 40" ...
Nunja, ich rede vom FALD mit seinen Nachteilen des Halo-Effekts. Der ist bei den 384 wie bei den 8 Zonen vorhanden. Daher schreie ich nicht unbedingt nach mehr Dimming-Zonen, sondern gleich nach OLED/MLED in Monitoren. Davon abgesehen ist das FALD nur EINE Eigenschaft, welche die HDR-Qualität beeinflusst. Klar ist bei einem LCD ein FALD dafür notwendig für HDR.
Ganz abgesehen davon, dass unbestritten G-Sync Ultimate die aktuell beste HDR-Darstellung hat. Es ist klar subjektiv. Ich halte das 600er HDR auch noch für lahm und das 400er, das IMMER ohne Dimming und mit 8 Bit zum Einsatz kommt fast schon für unverschämt, es überhaupt HDR zu nennen. DisplayHDR 400 muss sterben!
Zurück zum Thema:
Ich finde es ja spannend, dass DSC endlich zum Einsatz kommt und zudem spannend, ob es wirklich besser ist als Subsampling. In der Theorie ist DSC ja besser, da es ne Kompromierung ist. Es wird also kleiner gepackt und hinterher wieder ausgepackt. Die 4:2:2-Unterabtastung ist ja eine Beschneidung und keine Kompromierung. Dort gehen Infos ja unwiederbringlich verloren. Theorie hin oder her - was zählt ist, was wir (nicht) sehen werden.
OLED TVs haben natürlich den besten Kontrast und Schwarzwert, werden aber nicht besonders hell (die derzeitige Generation kommt allerdings inzwischen auch auf 800 nits). Der Asus muss sich da aber aufgrund des massiven FALD Arrays nicht verstecken. Der Schwarzwert ist schlechter, aber der Dynamikumfang und die höhere Peak Brightness machen das an anderer Stelle wieder wett. Ich könnte nicht sagen, welches von beiden besser ist. Der Asus liefert auf jeden Fall ein deutlich beeindruckenderes HDR Erlebnis ab, als mein LG OLED aus 2016.