Hoffnung für Mittelerde-Fans? Neue Markenanmeldung gesichtet
Embracer hat gleich zwei Marken angemeldet, die Mittelerde-Fans aufhorchen lassen. Dabei geht es um Mittelerde: Schatten des Krieges.
Wenn Firmen neue Marken anmelden oder ältere Marken aktualisieren, wird man erst einmal hellhörig, wie zuletzt bei Ultima von EA. Auch wenn nicht garantiert ist, dass wirklich etwas Neues entsteht, so ist es doch zumindest von Interesse für entsprechende Fans.
Mittelerde-Gamingmarken gesichtet
Wieder einmal ist es die Webseite ThePhraseMaker, die genau aufgepasst hat. Demnach hat Embracer, der Markeninhaber unter anderem von Mittelerde und Herr der Ringe, zwei Marken angemeldet, die beide mit Mittelerde: Schatten des Krieges bzw. Middle-earth: Shadow of War zu tun haben. Es handelt sich einmal um ein Patent für "Videospiel-Discs; Herunterladbare elektronische Spielprogramme; Herunterladbare elektronische Spielesoftware" und um ein Patent für "Unterhaltungsdienste, insbesondere die Bereitstellung eines Online-Computerspiels; Bereitstellung von Online-Informationen zu Computerspielen und Spiel-Erweiterungen". Die erste Nutzung steht auf dem 10.10.2017; das ist der Releasetag des Spiels von Entwickler Monolith.
Nun wird Monolith selbst nicht etwa an einem etwaigen Remaster oder einem Remake arbeiten können, denn der langjährige und sehr bekannte Entwickler hat im Februar 2025 nach über 30 Jahren die Pforten geschlossen. Es müsste also ein anderes Studio ran, aber Embracer hat davon bekanntlich ziemlich viele im Portfolio. Ein anderes mögliches Szenario ist das jüngst angekündigte Mittelerde-Rollenspielprojekt der Warhorse Studios (Kingdom Come).
Warhorse gehört auch zu Embracer, damit bliebe die Marke einfach in der Familie. Allerdings sind weder Mittelerde: Schatten des Krieges (2017) noch der Vorgänger Mittelerde: Mordors Schatten (2014) als Rollenspiel zu sehen - Action-Rollenspiel trifft es eher. Beide Projekte sind aber wie das Mittelerde-RPG von Warhorse Open World.
Was spannend ist: Beide Spiele wurden zwar von Monolith entwickelt, aber von Warner vertrieben. Warner wiederum wird aller Voraussicht nach von Paramount Skydance übernommen, wo man ebenfalls Spiele entwickeln wird. Einen historischen Wert haben die beiden Monolith-Titel auf jeden Fall durch das Nemesis-System, für das Warner das Patent hat.
Zur Erinnerung: Das Nemesis-System war seiner Zeit weit voraus und sorgte für den einen oder anderen Aha-Moment beim Spielen. Das blieb einfach hängen: Ork-Gegner, die sich viele Stunden später an den Spieler und seine Handlungen bzw. Begegnungen erinnern - ob nun durch Verhöhnen oder unterwürfige Gesten. Sogar ganze Kämpfe wurden durch die Handlungen in der Vergangenheit beeinflusst. Dieses coole System blieb im Gedächtnis, obwohl es nach letzten Erkenntnissen vor allem entwickelt wurde, um gegen Raubkopien vorzugehen.
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