Arctic Senza mit Ryzen AI 9 HX 370: Lüfterloser PC ein "Kühlwunder"?

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Arctic Senza mit Ryzen AI 9 HX 370: Lüfterloser PC ein "Kühlwunder"?
Quelle: Arctic

Der Arctic Senza verspricht dank passiver Kühlung lautloses Arbeiten unter dem Schreibtisch. Ein Test zeigt: Die Kühlung hält, doch andere Details nerven.

Ein PC, der weder Lüfter noch Geräusche kennt und trotzdem unter dauerhafter Last nicht ins Schwitzen kommt - das verspricht der Arctic Senza. Das Gerät packt einen AMD Ryzen AI 9 HX 370 mit 12 Kernen, 32 GiB LPDDR5X-8000-Arbeitsspeicher und eine AMD Radeon 890M in ein vollständig passiv gekühltes Aluminiumgehäuse, das unter dem Schreibtisch montiert wird. Die unverbindliche Preisempfehlung für das Konzept liegt bei 1.199 Euro.

Keine Kompromisse bei Verarbeitung und Kühltechnik

Kitguru-Redakteur Carlos Ribeiro hat das Gerät getestet - und zieht ein gespaltenes Fazit. Die Kühlung ist demnach das Herzstück des Senza und liefert laut Testbericht auf ganzer Linie ab:

"Selbst beim Entsperren des CPU-Power-Limits auf 115 Watt während eines 12-stündigen 4K-Videoencoding-Tests hat der massive Passivkühler die Temperaturen mühelos im Griff behalten."

Die Bewertung für die thermische Leistung fällt mit der Maximalbewertung "10 von 10" entsprechend enthusiastisch aus.

  • Das Gehäuse selbst hinterlässt im Kitguru-Test einen starken Eindruck. Dicke Metallpaneele und ein großer zentraler Kühlkörper, der die gesamte Unterseite des 536 mm langen Chassis einnimmt, vermitteln laut Ribeiro einen "Premium"-Eindruck, der ihn nach eigener Aussage überrascht hat.
  • Die Kombination aus Ryzen AI 9 HX 370 und Radeon 890M liefere dabei laut Test starke Ergebnisse für produktive Aufgaben und leichtes 1080p-Gaming bei niedrigem Stromverbrauch.
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Wo der Senza schwächelt

Abseits der Kühlung häufen sich allerdings die Kritikpunkte. Die mitgelieferte Frontpanel-Box, die Anschlüsse und Audiobuchsen nach vorne bringt, wirkt laut dem Kitguru-Test "wie ein Nachgedanke": Die Audiobuchse leidet unter Abschirmungsproblemen sowie messbaren Interferenzen und die Ladeausgangsleistung über USB sei kaum ausreichend, um ein Gerät nennenswert aufzuladen.

  • Hinzu kommen Konnektivitätsprobleme: Trotz Wi-Fi-7-Zertifizierung liefert der Senza laut Ribeiro nur mittelmäßige WLAN-Leistung, was er auf eine problematische Antennenführung zurückführt.
  • HDMI-Sleep-Wake-Bugs und eine inkonsistente Power-LED, die keinen verlässlichen Rückschluss auf den Systemzustand erlaubt, runden die Kritik ab.

"Der Senza ist ein brillantes, einzigartiges Stück thermischer Ingenieurskunst, für das ich gerne Partei ergreifen würde", fasst Ribeiro zusammen. "Er ist die perfekte Grundlage für eine lautlose Workstation - aber er benötigt noch eine leichte Überarbeitung bei Peripherie und BIOS, um wirklich perfekt zu sein."

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