Nächste Xbox mit ambitionierten Plänen: Keine Multiplayer-Gebühren und viel Windows-PC [Gerücht]
Microsoft arbeitet an der Xbox-Konsole der Zukunft: Leaks zur mutmaßlichen Strategie deuten auf eine Ausrichtung auf das Premium-Segment hin. Der klassische Spiele-PC dient dabei als großes Vorbild.
Die Xbox Series X|S nähert sich ihrem fünften Geburtstag - naturgemäß richten sich die Blicke angesichts des üblichen Konsolenzyklus inzwischen auf den Nachfolger. Zu der namentlich bisher nicht bekannten Microsoft-Konsole (wir nennen sie an dieser Stelle "Xbox Next") ranken sich bereits einige Gerüchte, die einige Hinweise auf die Strategie geben, die Microsoft mit der nächsten Generation angeblich fährt. Der Microsoft-Insider Jez Corden hat einige der bereits bestätigten Informationen zusammengefasst - und neue Leaks hinzugefügt, mit denen das Unternehmen nach turbulenten Monaten wieder in ruhigere Fahrwasser kommen möchte.
Eine Mischung aus Xbox und Windows-PC
Demzufolge soll das Konsolenkonzept für die nächste Xbox-Generation radikal aufgefrischt werden. So sollen Nutzer mit der Xbox Next auf die gesamte bisherige Bibliothek zugreifen können - unabhängig von der Hardwaregeneration oder dem Spielalter.
Hinter dieser Strategie steht laut Corden die Idee, Xbox-Konsolen mit einer PC-ähnlichen Performance auszustatten. Xbox-Chefin Sarah Bond hat bereits im Rahmen der angekündigten AMD-Partnerschaft erklärt, dass die neue Konsole bereits in Entwicklung ist; die zugehörigen Gerüchte zu den technischen Daten sprechen von einer exorbitant großen "Magnus"-APU.
Neben der eigenen Store-Lösung denkt Microsoft zudem offen über die Integration von Drittanbieter-Plattformen wie Steam nach. Mit diesem Vorgehen soll die technische Hürde für die Umsetzung älterer und neuer Spiele sinken, der Zugriff auf ein "echtes" Windows-Betriebssystem leichter fallen und Nutzern Features bieten, die bislang PC-exklusiv waren.
Kein Abo für Multiplayer mehr?
Laut Corden könnte die Xbox Next in diesem Kontext einen alten Nachteil gegenüber dem PC aus dem Weg räumen: Für Multiplayer-Spiele soll die nächste Microsoft-Konsole kein Abonnement mehr verlangen. Die Logik hierzu ist simpel: Für einen "PC" ergibt es schlicht keinen Sinn, Mehrspieler-Partien hinter einer Paywall zu verstecken, zumal Spieler im Zweifel schlicht auf Steam (falls die Integration tatsächlich erfolgt) ausweichen können. Aus diesen Überlegungen folgen zwei weitere Konsequenzen. Mutmaßlich dürfte die nächste Xbox zur teuersten Microsoft-Konsole aller Zeiten aufsteigen - die Rede ist von einem vierstelligen Preisschild.
- Die erwähnte Magnus-APU soll im Hinblick auf die Materialkosten doppelt so teuer wie der Chip der noch aktuellen Xbox Series X ausfallen, was das Unternehmen an die Kunden weitergibt.
- Sollte sich die Öffnung für Drittanbieter-Stores bewahrheiten, könne Microsoft die Hardware zudem nicht mehr mit Spieleverkäufen subventionieren. Immerhin 30 Prozent gingen bisher für jeden über den hauseigenen Store verkauften Titel an Microsoft.
Die zweite Konsequenz betrifft den Game Pass, der sich angesichts einer happigen Preiserhöhung seit Anfang Oktober massiver Kritik erwehren muss. Bisher firmieren die Spiele-Abonnements für PC und Xbox unter getrennten Namen; denkbar wäre laut Corden eine komplette Umgestaltung der Struktur. Xbox Next könnte in diesem Fall ein gemeinsames Abonnement für alle Microsoft-Plattformen bieten, das mit unterschiedlichen Tarifen (und damit Vorteilen) aufwartet.
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