Xbox-CEO: Microsoft soll bis 2030 zur Nummer eins aufsteigen
Im Interview mit Bloomberg Tech hat Xbox-CEO Asha Sharma das Ziel ausgegeben, Microsofts Gaming-Sparte bis 2030 zur Nummer eins zu machen. Zugleich räumte sie ein, dass sich die Plattform aktuell nicht in gesundem Zustand befinde.
Xbox-CEO Asha Sharma hat im Gespräch mit Bloomberg Tech gleich zweimal dieselbe Messlatte angelegt: Nicht Gewinnmargen, sondern die Marktführerschaft sollen über den Erfolg ihrer Amtszeit entscheiden. Wer die jüngsten Personalrochaden und den Konzernumbau bei Xbox verfolgt hat, bekommt damit erstmals eine konkrete Zielvorgabe präsentiert. Dass der Weg dorthin steinig bleibt, zeigen bereits jetzt die drohenden Auswirkungen der globalen Speicherkrise auf das Xbox Project Helix.
Xbox-CEO gibt Microsofts Gaming-Ziel bis 2030 aus
Auf die Frage von Bloomberg Tech, wie viel finanziellen Spielraum sie überhaupt habe, stellte Asha Sharma, die das Amt als Executive Vice President und Xbox-CEO erst im Februar von Phil Spencer übernommen hatte, klar, dass sie sich nicht an den klassischen Renditeerwartungen des Konzerns messen lasse.
Mein Auftrag ist keine Marge von 30 Prozent. Es geht nicht um die Margen von Unternehmenssoftware. Es geht darum, das führende Unternehmen für Gaming und Entertainment zu werden, und das werden wir tun.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Microsoft hat nach der Darstellung von Asha Sharma in den vergangenen sechs Jahren aggressiver in Gaming investiert als nahezu jeder Wettbewerber, von Übernahmen über die Kernplattform bis zu Hardware-Subventionen.
Xbox: Asha Sharma verweist auf Milliarden-Investitionen
Den Verweis auf Subventionen bei Arbeitsspeicher respektive Systemspeicher und SSD-Speicherlösungen dürften aufmerksame Leser einordnen - die Speicherkrise trifft derzeit die gesamte Branche, wovon auch aktuelle Spielkonsolen mit GDDR6-Speicher und NAND-Flash besonders stark betroffen sind. Die aktuelle Xbox Series X besitzt entsprechend 16 GiB GDDR6 und eine NVMe-SSD mit 1 TB Festspeicherplatz.
Wenn man darüber nachdenkt: Microsoft hat in den vergangenen sechs Jahren aggressiver investiert als nahezu jeder andere in diesem Bereich. Wir haben Activision und Zenimax gekauft.
Wir haben in sämtliche unserer Kernplattformen investiert. Wir haben in Hardware-Zyklen investiert.
Wir investieren in Subventionen, selbst wenn wir wegen Arbeitsspeicher und Speicherplatz Geld verlieren.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Xbox-Reset: Gaming-CEO kündigt 100 Tage Kurskorrektur an
Den aktuellen Zustand von Xbox bezeichnete Asha Sharma offen als "nicht gesund" und stellte für die kommenden 100 Tage "eine Neuaufstellung des Geschäfts" in Aussicht. Es ist eine bemerkenswert nüchterne Bestandsaufnahme für eine Konzernchefin: Die Hardware-Umsätze waren zuletzt stark rückläufig.
Wir setzen also langfristig auf Gaming. Wir setzen langfristig auf Xbox. Wir werden weiter investieren. Aber wir haben noch Arbeit vor uns.
Sie haben die Zahlen genannt, wir befinden uns nicht in einem gesunden Zustand, und deshalb werden die nächsten 100 Tage darum gehen, das Geschäft neu aufzustellen.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Activision Blizzard: Asha Sharma verteidigt den Milliarden-Deal
Zur 69 Milliarden US-Dollar teuren Übernahme von Activision Blizzard zeigte sich Asha Sharma überzeugt und führte Marken wie Call of Duty, Candy Crush und World of Warcraft ins Feld. Bloomberg Tech hatte zuvor direkt nachgehakt:
Sie haben diesen Deal geerbt. Zahlt er sich aus?
— Bloomberg Tech
Ich kenne niemanden in der Unterhaltungsbranche, der nicht Call of Duty haben wollte, das inzwischen mehr Umsatz einspielt als das Marvel Cinematic Universe.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Wer wollte nicht mit Candy Crush eine der drei größten Apps der Welt haben? Wer wollte nicht World of Warcraft haben? Und wer wollte nicht ein Team, das seit 20 Jahren Jahr für Jahr verlässlich Hits abliefert? Ich liebe Activision Blizzard also.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Die Einordnung des Zeitpunkts fiel indes vorsichtiger aus. Asha Sharma erinnerte daran, unter welchen Vorzeichen der Kauf einst beschlossen wurde.
Sehen Sie, der Kauf fand in einer Zeit vor ChatGPT statt, in einer Zeit, in der sich unsere Strategie überwiegend auf die Kernkonsole konzentrierte, mitten in der Corona-Pandemie.
Es ist also schwer zu sagen, wie man diese Entscheidungen einordnen soll. Ich halte diese Assets aber für herausragend, und wir beabsichtigen, weiter in sie zu investieren.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Nummer eins bis 2030: Was Asha Sharma als Erfolg definiert
Auf die Frage nach ihrem Erfolgsmaßstab für das Jahr 2030 wiederholte die Xbox-Cheffin ihr zentrales Ziel und blieb dabei bewusst knapp. Bloomberg Tech hatte den Zeithorizont zuvor klar abgesteckt:
Wir schreiben das Jahr 2030. Sie haben Xbox vier Jahre lang geführt. Wie sieht Erfolg aus? Was trifft dann auf Xbox zu, das heute noch nicht gilt?
— Bloomberg Tech
Ich würde uns gerne als führendes Unternehmen für Gaming und Entertainment sehen.
— Asha Sharma, Xbox-CEO
Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft derzeit eine Lücke: rückläufige Hardware-Verkäufe, ein angespannter Speichermarkt und ein noch sehr unklarer Kurs bei der Exklusivität. Das vollständige Gespräch hat Bloomberg als Video veröffentlicht.
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Quelle: Bloomberg Tech

Laut AI bin ich auch immer einer der tollsten Menschen mit überragenden talentierten Fähigkeiten.
Meine Idee wäre, sich einfach auf die Vergangenheit besinnen, als es so richtig Erfolgreich lief. Die "alles ist eine X-Box" Strategie war Blödsinn, denn dann kauft man keine X-Box. Auch bei Sony hat man gemerkt, dass Exklusivspiele der Schlüssel zum Erfolg sind und veröffentlicht leider nichts mehr am PC, außer Multiplayerspiele. Nintendo hat es immer gewußt.
Also muß man schauen, woher der Erfolg der ersten X-Box kam. Der Grund ist, dass sich Microsoft damals aufgeführt hat, wie die Borg. Die sind zu irgendwelchen Entwicklern gefahren und haben sich vielversprechende PC Spiele zeigen lassen, auch Halo war darunter. Die Entwickler dachten, es ginge um einen Publishingvertrag, aber stattdessen wurde, wenn das Spiel gefiel, die Bude aufgekauft, mit Geld vollgepumpt, die PC Version eingestellt und alles für die neue, komplett unbekannte Konsole entwickelt.
Das wäre mal wieder eine gute Strategie. So kann man sich ein paar dutzend interessante Spiele sichern, ohne dass das zuviel kostet. Marathon, Concord und Saros haben Sony zusammen wohl weit über eine Milliarde gekostet, mit der alten MS Strategie bekommt man aus dem Geld wesentlich mehr heraus, sowohl spielerisch, als auch finanziell.
Wenn MS den Output beibehält, dürfte da kein Weg dran vorbei gehen...