Nach fast 40 Jahren: Xbox-Chef Phil Spencer verlässt Microsoft
Das Jahr 2026 hat begonnen und Microsoft führt umfassende Umstrukturierungen durch. In der Gaming-Sparte setzt das Unternehmen nun auf ein neues Team in der Führungsebene. Alte Gesichter müssen dafür gehen.
Microsoft strukturiert seine Gaming-Sparte neu. Dabei wird vor allem auf neue Namen in der Führungsebene gesetzt. Das bisherige Team verlässt nun das Unternehmen.
Das neue Team für Xbox
Ein Urgestein der Xbox-Geschichte verlässt nach fast 40 Jahren Microsoft: Phil Spencer. Er begann seine Karriere bei dem Unternehmen 1988 als Praktikant, wurde 2001 Mitglied des Xbox-Teams und 2014 zum Xbox-Chef ernannt. Spencer war maßgeblich dafür verantwortlich, die Firma nach strategischen Fehlentscheidungen im Vorfeld des Xbox-One-Launches 2013 neu auszurichten.
Laut Satya Nadella, dem CEO von Microsoft, hatte Spencer bereits im vergangenen Jahr beschlossen, kürzerzutreten und seine Aufgaben an jemand anderen zu übergeben. Die Wahl fiel auf Asha Sharma. Sie war zuvor Vizepräsidentin für Produkt und Entwicklung bei Meta sowie COO von Instacart. 2024 kam sie zu Microsoft und übernahm dort die Rolle der Leiterin von CoreAI. Aufgrund ihrer Expertise im KI-Segment sind Bedenken aufgekommen, wie sich der Gaming-Bereich von Microsoft künftig entwickeln wird. In einem offiziellen Statement auf der Microsoft-Website geht sie darauf ein und erklärt, dass sie nicht auf "seelenlosen KI-Schrott" setzen werde. Für sie seien Spiele Kunstwerke, die von Menschen erschaffen werden.
Weitere Umstrukturierungen betreffen außerdem die Xbox-Präsidentin Sarah Bond. Auch sie wird das Unternehmen verlassen. Sie kam 2017 nach einer Führungsposition bei T-Mobile zu Xbox und war seit 2022 Präsidentin. Matt Booty wird neuer Executive Vice President und Chief Content Officer. Er ist Asha Sharma unterstellt. Booty verfügt über Erfahrung aus Spielestudios wie Bethesda, Activision Blizzard und Xbox. Im Statement von Microsoft kommt auch Spencer zu Wort, der sich zuversichtlich zeigt, dass Xbox mit Sharma und Booty an der Spitze neue Erfolge erzielen werde. Ob sich das bewahrheitet und wie Microsoft Gaming künftig mit KI-Entwicklungen umgehen wird, bleibt abzuwarten.
Quelle: Microsoft

Als langjähriger Xbox-Fan fand ich es bemerkenswert, in welch hohem Tempo Spencer die Totalkatastrophe des Xbox One-Startes versucht hat, doch noch zum Guten zu wenden.
Unter seiner Führung wurde der Fokus wieder ganz klar aufs Zocken ausgerichtet:
Das Einführen der Abwärtskompatibilität und der Versuch, die entsprechenden Spiele zu "konservieren" war in meinen Augen ein sehr guter Service.
Die Xbox One X ist ein sehr gutes Produkt geworden und die Xbox One S war ein im Rahmen der Möglichkeiten deutlich verbessertes Produkt ggü. der alten One.
Auch die Series X ist aus technischer Sicht (in meinen Augen) ein besseres Stück Hardware als die PS5.
Die Series S hätte man sich in meinen Augen sparen können oder ein zusätzliches Laufwerk rausbringen müssen, um die Konsole interessant zu machen.
Mit der Neuausrichtung der Marke Xbox weg von den Konsolen und hin zur reinen Softwaremarke hat man m.E. keinen guten Weg eingeschlagen, aber die Verkaufszahlen der Series Konsolen müssen den Grund dafür wohl geliefert haben. Schade!
Jetzt kommt GamingAI by Microsoft. Sterbendes Hobby.
Yo, mach halt nen Chef der keinerlei Videospielerfahrung hat rein. Klassisch Microsoft. Geschäft ist Geschäft.
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Das Konzept von Konsolen hat er in 25 Jahren nicht verstanden.
Halo war als Konsolen konzipiert, es muss nicht alles am PC erscheinen.
Also wenn ihr keine Ahnung habt... aber Hauptsache, mal unreflektiert à la Sony-Sektenjünger einen rausgehauen?
Ein zentraler Punkt wird dabei regelmäßig übersehen: Phil Spencer hat nicht eine gesunde Xbox-Marke übernommen, sondern musste jahrelang die Folgen der Entscheidungen aus der Don‑Mattrick‑Ära ausbaden. Die katastrophale Xbox‑One‑Präsentation, der Always‑Online‑Ansatz, Kinect‑Zwang, TV‑Fokus und der Preisaufschlag haben die Marke massiv beschädigt, lange bevor Spencer überhaupt übernehmen konnte.
Die gesamte Xbox‑One‑Generation war dadurch im Grunde ein Reparaturprojekt. Erst mit der Series‑X‑Ära konnte überhaupt wieder aufgebaut werden, und selbst da war der Rückstand gegenüber Sony strukturell, nicht personell.
Aussagen wie „alles nach der 360 war Müll“ oder „Konsole ist tot“ greifen deshalb viel zu kurz und sind ohne Substanz. Die Probleme der letzten Jahre sind komplexer als reine Schwarz‑Weiß‑Narrative.
Auch die neue Führung wird nicht daran gemessen, ob sie seit Jahrzehnten öffentlich in der Gaming‑Szene präsent war, sondern daran, ob sie globale Strukturen modernisieren und stabil führen kann. Genau dafür holt Microsoft erfahrene Managerinnen und Manager wie Asha Sharma. Sarah Bond mag in dem Fall wirklich nicht die beste Wahl gewesen sein. Entscheider sind halt auch nur Menschen.
Kritik an einzelnen Entscheidungen ist völlig legitim, persönliche Abwertungen von Spencer oder Bond (wie gesagt: ich hielt letztere auch nicht für eine gute Wahl) hingegen ersetzen keine Argumente. Beide hatten Stärken und Schwächen, aber sie haben die Sparte nicht „ruiniert“, sondern in einer schwierigen Phase überhaupt erst stabilisiert.
Bevor die Marke beerdigt wird, lohnt sich vielleicht ein Blick darauf, wie sich die neue Führung tatsächlich schlägt. Die Realität ist meistens weniger dramatisch als die oft nicht ernst zu nehmenden Kommentarspalten.
So viel kann ja Phil Spencer auch nicht falsch gemacht haben, wenn man sich die Gaming-Quartalsumsätze von MS mal anschaut, was nicht nur Game Pass zu verdanken ist, sondern auch die Öffnung Richtung Multiplattform. Gerade die Sony-Fanboys, die sich immer so über MS auslassen sind es doch, die Gears, Forza oder bald Halo auf ihrer PS5 zocken und heimlich feiern. Welch Ironie...
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Das alles führte zu einem der drei übelsten Konsolenstarts (neben dem Saturn und der Wii U.
Wenn man jemanden nimmt, der nur in einem anderen Fachbereich Erfahrung hat, dann weiß man, wohin die Reist geht. Wenn ein Ingenieur durch einen BWLer ersetzt wird, dann ist klar, wie der Betrieb umgekrempelt wird. Hier ist klar, dass die KI Spezialistin nicht gekommen ist, um sich in das Gamingbusiness einzuarbeiten und da zu lernen, die soll den Laden Richtung umkrempeln.
Es würde auch keinen Sinn ergeben, eine solche Fachkraft, die ja händeringend gesucht werden, auf so einen Posten abzustellen, wenn die Expertise nicht gebraucht wird. Man kann es auch positiv sehen: die Sparte ist MS eine der gefragtesten Leute wert.
Er hat den Laden, nach dem Katastrophalem Start, der X-Box One, wieder auf Kurs gebracht. Alleine das ist ein gigantischer Verdienst. Bis 2008 arbeitete er bei den Microsoft Game Studios, er ist mehr als nur mitverantwortlich, für den Erfolg der ersten X-Box und vorallem der X-Box 360.
Ob das jetzt gut ist, wird sich zeigen, aber die Frau wird aufräumen, das ist relativ sicher.
Man kann Microsoft nicht vorhalten, dass sie nicht All In gehen, wenn sie von einer Idee überzeugt sind. Kacheln bei Win 8, jetzt KI.
(...)
Hoffentlich ohne zu viel KI
Die wird den Laden auf Links drehen. Falls du es nicht mit Bekammone hast: Microsoft hat drei neue Kernprioritäten: KI, KI und dann noch KI. Die wird sicher stellen, dass da künftig alles drauf setzt.
Ob das jetzt gut ist, wird sich zeigen, aber die Frau wird aufräumen, das ist relativ sicher.