Metal Hellsinger im Benchmark-Test: Höllisch gutes Metal-Geballer mit dämonisch-grandioser Rhythmus-Infusion
Mögen Sie Metal und ruppige Shooter? Das trifft sich gut, denn Metal Hellsinger ist gerade erschienen. Die rockigen Beats, die Ihnen den Takt für den Abzugsfinger vorgeben, werden von großen Namen der Metal-Szene begleitet. Begleiten Sie uns headbangend in die rhythmisch ballernde Metal-Hölle und bei unserem garantiert schlagerfreien Technik-Test.
In diesem Artikel
Ergeht es Ihnen wie uns? Zählen Sie Doom 2016 und Doom Eternal zu den vielleicht knüppeligsten Schlachtplatten für hart-besaitete Zocker? Nun. Stellen Sie sich vor, der nötige Skill für den blutigen Dämonen-Break-Down stünde mit dem Taktgefühl Ihres Abzugsfingers an der Doppelläufigen in Relation. Je treffender Sie die Ausgeburten der Hölle zu den schreddernden Riffs der Klampfe entsorgen, desto höher steigt der Siegesruhm und umso härter tost das stürmische Schwermetall. Anfangs erklingt der fette Metal-Soundtrack instrumental, ist jedoch nicht nur Ihr Aiming, sondern auch Ihr Timing treffend, schwillt das rockige Orchester zu einer derb-heftigen Höllenkakophonie höchster Güte. Treffen Sie gut genug den Takt, feuern Sie bald grölende Chöre, kreischende Schreie und markerschütternde Growls einiger der aktuell bekanntesten Metal-Größen bei Ihrer taktilen Dämonenhatz an. Unter diesen finden sich musikalische Schwergewichte wie Mikael Stanne (Dark Tranquillity), Tatiana Shmayluk (Jinjer), Matt Heafy (Trivium), Alissa White-Gluz (Arch Enemy), Serj Tankian (System of a Down), Randy Blythe (Lamb of God), Dennis Lyxzén (Refused/INVSN) und James Dorton (Black Crown Initiate).
Es ist angesichts des etwas nischigen Genres beinahe nicht zu fassen, doch dieses Spiel gibt es nun. Und nicht nur das, Metal Hellsinger hat den begehrten Award des Most-Wanted-PC-Game der diesjährigen Gamescom gewonnen. Die Demo des Spiels wurde bereits über eine Million Male heruntergeladen. Die - natürlich aus dem traditionell schwermetall-belasteten Schweden stammenden - Entwickler von dem noch jungen Studio The Outsiders (Mitgegründet von David Goldfarb, unter anderem Battlefield 3, Bad Company 2, Payday 2) feiern angesichts des wohl auch für sie etwas überraschenden Erfolgs bereits ordentlich, sowohl sich selbst als auch ihre vielen frisch gebackenen Fans. Halten Sie sich also fest, rücken Sie das Hörgerät Ihrer Wahl zurecht, drehen Sie die Lautstärke auf und begleiten Sie uns headbangend bei unserem Technik-Test.
Metal Hellsinger - Sommerloch? Ein Fest mit heißem Eisen!
In Metal Hellsinger übernehmen Sie die Rolle einer namenlosen Halb-Dämonin, die sich von Rachegelüsten beseelt durch acht Höllenreiche metzelt. Obgleich die Geschichte nicht im Vordergrund steht, ist die Story gut ausgearbeitet und wird von Troy Baker (u.a. Uncharted, Bioshock Infinite, The Last of Us, Middle-Earth Shadow of War) in breitem Texas-Akzent erzählt. Während Sie sich mit Ihrer dämonischen Guitar Heroine durch die eisigen, feurigen und blutigen Kreise der Hölle schlachten, werden Sie auf viele Umgebungen und Gameplay-Anleihen stoßen, die klar von den neuen Doom-Teilen inspiriert wurden. Das Level-Design erinnert nicht nur optisch und thematisch, sondern auch aufgrund der darin enthaltenen Arenen, in denen der Großteil der Auseinandersetzungen stattfinden, stark an die Neuauflagen des Klassikers. Ähnlich wie bei den Shooter-Hits - insbesondere Doom Eternal - gibt es obendrein interessante Mechaniken, welche die Ballerei durch komplexe Verkettungen auflockern.
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So sorgen aufeinanderfolgende, rhythmische Treffer dafür, dass der Schadensmultiplikator steigt und können in Form von Combos mit Angriffen, Sprüngen, geschwindem Ausweichen, Einsammeln von Goodies und taktvollem Nachladen der Schießeisen aneinander gereiht werden, um den Zorn-Multiplikator zu füllen. Dieser beeinflusst den ausgeteilten Schaden, die Punktzahl und in welchem Umfang Sie den spezifisch für das jeweilige Level zugeschnittenen Metal-Soundtrack vernehmen. Steht der Multiplikator auf der niedrigsten Stufe, vernehmen Sie beispielsweise nur einige atmosphärische Keyboard-Klänge, begleitet von Snares und Toms. Darauf steigt die Rythmus-Gitarre und der Bass ein. Als Nächstes knüppelt der Double-Bass das Trommelfell, die Lead-Gitarre rockt los und es erschallen einige Background-Vokals. Doch erst auf der höchsten Multiplikator-Stufe steigen auch die metallernen Großkaliber ein und Kopf und Abzugsfinger beugen sich energetisch zur vollen Bandbreite des Songs. Überdies verleiht Ihnen der höchste Zornes-Multiplikator außerdem den höchsten Schaden und es entsteht eine Art blutiger Rausch, abermals nicht unähnlich Doom, wenn Sie Quad-Damage oder Berzerk einsammeln. Das ist gleich in mehrfacher Form Belohnung des Spielers, der sich deshalb wiederum freudig bemüht, den Takt und damit Punkte, Song und Schaden zu bewahren. Ein sehr ansprechender Gameplay-Kniff, der den generell schon erfreulich ruppigen Schießereien eine nochmals gesteigerte Dynamik verleiht. Obendrein können Sie mit der Exorzismus-Leiste jede Ihrer Waffen aufladen, um mit einer jeweils individuellen Spezial-Fähigkeit besonders heftige Attacken auszuteilen - mittels geschicktem Timing und häufigem Waffenwechsel lassen sich diese gar zu einem wahren Feuerwerk aneinanderreihen.
Generell ist das Gameplay sehr gefällig...
Generell ist das Gameplay sehr gefällig - auch wenn es in Sachen Polishing nicht ganz an die spiegelblank, aalglatt polierte Gameplay-Güte des offenkundigen Vorbilds Doom Eternal heranreicht. Die Sound-Untermalung ist indes außerordentlich gut und sorgt mit den rhythmischen Höllen-Riffs und den mal grunzenden, mal kreischenden und sogar bisweilen klar singenden Metal-Stars für einen ganz besonders treibenden Spielfluss, den nicht viele andere Shooter innehalten. Metal Hellsinger ist kein Call of Duty, kein Battlefield oder Bioshock, und will es auch gar nicht sein. Es ist ein old-schooliges, arcadiges Geballer, das Ihren Skill klassisch mit einem Highscore bemisst.
Doch genug zum Gameplay des Metal-Shooters. In welchem Umfang Metal Hellsinger spielerisch überzeugen kann, erfahren Sie im ausführlichen Test und Video der Kollegen von der PC Games. Wir möchten uns dagegen auf der nächsten Seite der Technik zuwenden, die ebenfalls einige interessante Punkte aufweist.

Habe ja von Steam gekauft, läuft ja auch mega, aber aus Spaß habe ich das mal vom Store getestet, da ich ja ein Gamepass habe und konstant gibt es da mehr FPS.
Macht das Spaß!!!!
Ich kaufe nicht oft zu Release, aber bei dem Spiel ging es auch nicht anders.
Der Preis ist absolut gut.
Als Musiker wünschte ich mir natürlich auch, dass man im Achtel, Sechzehntel oder gar Zweiunddreißigstel Ballernnund Slashen kann, aber das ist leider die Krux solcher Spiele, dass sie auch ein breiteres Publikum ansprechen müssen.
Ich kann das Spiel uneingeschränkt empfehlen und freue mich schon auf den heutigen Feierabend, um wieder in die Hölle hinabzufahren ???
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Das hat jetzt eben gerade nur für Platz ~76000 gereicht
Ich habe keine Probleme mit Latenz, habe halt die Kalibrierung am Anfang gemacht. Der Rhythmus hat auch genau gepasst, das einzige, was für mich schwierig ist, ist dass ich manchmal vom Lied her finde dass es besser passen würde Offbeat zu schießen oder zu schlagen. Oder dass Achtel besser passen. Aber gut, das können sie vermutlich nicht bringen, im Rhythmus zu schießen scheint für Nichtmusiker ja schon ganz schön schwierig zu sein. Kommt vermutlich als DLC, syncopated rhythms xD