Battlefield 6: Das Comeback, das wir alle brauchten [Kolumne]
Battlefield 6 ist da und zwar als Beta. Zwischen holprigem Start, alten Reflexen und neuen Rollenbildern zeigt sich: Das hier ist nicht 2042. Wie der neue Shooter Fans vergangener Titel wieder in seinen Bann ziehen konnte.
In diesem Artikel
Mittwoch, kurz vor Feierabend, blinkt auf meinem Arbeitsdesktop die Nachricht auf: "Battlefield 6 möchtest du mitwirken, korrekt?"
Kurz darauf liegt der Key im Postfach; beinahe hätte ich dabei den Kaffee über die Tastatur gekippt. Mir ist sofort klar, dass der Bürotag danach weniger produktiv als geplant verlaufen wird - zumal auf meinem Tisch ohnehin ein Test-Notebook mit RTX 4060 wartet. Also baue ich mir morgens einen improvisierten Gaming-Schrein: zwei Mäuse, zwei Tastaturen, Headset, Netzteil. LAN-Port? Fehlanzeige! Docking-Station? Natürlich daheim. Also zum Kollegen Richie - der Mann hatte bisher für jedes Problem eine Lösung. Adapter geschnorrt, Zusatzstrippen verlegt, und schon sieht mein Platz eher nach 2010er-Lokal-LAN als nach Volontärin im Redaktionsbüro 2025 aus.
Während die Beta lädt, läuft mir ein altes Kapitel durch den Kopf. Mit neunzehn - mitten im Abi-Stress, miese Schusshand - hing ich tage- und nächtelang in Titanfall 2. Wallruns, Jetpacks, irre Time-to-Kill ... bis Sven, Clan-Kassenwart und Battlefield-Apostel, von Battlefield 1 schwärmte. Ich kratzte mein letztes Geld zusammen - wer braucht schon Nahrung - und kaufte den Shooter. Plötzlich stand ich knietief im Schlamm von Nivelle-Nächten. Keine Titans, keine Doppelsprünge, dafür dumpfes Kanonendonnern und diese eine Rolle, in der schlechtes Aim kein K.-o.-Kriterium ist: Sanitäter. Wenn ich heilte statt zu treffen, brüllte das TS nicht mehr "Lern zielen!", sondern "Medic!". Genau dieses Gemeinschaftsgefühl will ich heute zurück.
Erste Schritte ins Schlachtfeld: Mehr BF 1 als 2042
Die Beta will mich prüfen: Platz ~200.000 in der Warteschlange. Headset halb runter, Mails abarbeiten, Themenrecherche - bis plötzlich der Bass durch die Polster wummert. Ich reiße den Blick zum Zweitmonitor: Menü live, Puls hoch, Mini-Déjà-vu zu 2042. Wird's dieses Mal besser? Kollege Phil hat Battlefield 6 in Berlin schon testen dürfen und schwor Stein und Bein, dass das Game kein Reinfall wird. Die UI spielt allerdings Verstecken: vier Bildkacheln, keine Beschriftung. Egal - klick. Sekunden später stehe ich in einer Gasse, Mauern bröckeln, ein Panzer quetscht sich vorbei. Drei Schritte, ein Blick aufs HUD: Durchbruch. Vertrauter Modus. Eine Granate schlägt links ein, die Fassade bricht halb weg, Staub wirbelt - und noch ehe ich richtig ziele, weiß ich: Das fühlt sich nach Heimat an, nach BF 1 und BF 5, nicht nach dem Chaos von 2042.
Quelle: PCGH
Die Warteschlangen waren lang zum Start der Beta.
Muskelgedächtnis greift: Spritze raus, Sprint zum ersten Team-Mate, der mit ausgestrecktem Arm um Hilfe ringt. Neu in BF 6: Während der Revive-Animation ziehe ich ihn per S-Taste gleich mit in Deckung - unerwartet, aber praktisch. Kaum steht er, flammt ein Linsenflair auf; Sekunden später liege ich selbst. Standardprozedere. Niemand in der Nähe zum Aufheben.
Quelle: PCGH
Die Lensflares sind leicht zu sehen und enttarnen jeden Sniper.
Zweiter Versuch: dichter an der Deckung, Gegner präziser pingen. Das Spot-System funktioniert erstaunlich zuverlässig, nur selten klebt das Symbol am falschen Mauervorsprung. Wir halten den letzten Sektor, Timer läuft ab, Sieg. Ich tippe in den Redaktions-Chat: "Erstes Match - hooked. Medic und Support fusioniert? Find ich immer noch komisch. Aber hooked." Und ich sitze zwischen Kabelsalat und Koffeinbecher, grinse und habe das Gefühl, dass das Schlachtfeld tatsächlich die Wunde heilt, die 2042 in mein Herz gerissen hat.

Jedenfalls hab ich es so interpretiert.
Sobald sich diese Faktoren grundlegend verändern, kann ein Spiel machen was es will, es wird nicht mehr so gut ankommen wie vorher auch wenn es inhaltlich identisch ist. Zugegeben, Battlefield war nicht immer inhaltlich identisch, das hat es dann für viele noch leichter gemacht es abzulehnen. Aber ich behaupte, dass wenn sich Faktoren außerhalb des Spiel nicht verändert hätten, dann hätten mehr Leute einfach darüber hinweggesehen und wir würden viel weniger in gute und schlechte Battlefields trennen..
Battlefield ist nun wieder inhaltlich ähnlich genug, dass man es nicht sofort unter den Bus werfen kann. Auch ist die Beta und die Spielzeit kurz genug, dass die Kundschaft die eigentlich zu wenig Zeit hat, um noch nicht bemerken konnte, dass sie eben zu wenig Zeit hat. Aber keine Sorge, das kommt noch und das beste was Battlefield erreichen kann ist, dass es niemand spielt weil man einsichtig eingesteht man habe keine Zeit, was ein krasses Gegensatz zu den Versionen vorher ist, bei denen man immer etwas finden konnte um vorzuschieben es würde am Spiel liegen und nicht an der eigenen Zeit und Lebensplanung.
Werden wir jede Menge von Nostalgie getriebenen Verkaufszahlen sehen? Absolut.
Wird Battlefield das Spiel mit dem alles wieder so wird wie früher? Das ich nicht lache. Selbst wenn, dann würde das ja bedeuten, dass das Spiel ein Riesenhit in den Altersgruppen 16-26 wird und dann sind GenX und Millenials auch raus. Ich rechne aber weniger mit der jüngeren Zielgruppe in dem Spiel, ich rechne mit vielen MTX-Skins von 90er Jahren Nostalgie Actionhelden. vgl. Broforce.
Das Spiel ist zu schnell
Die Map bis jetzt naja oder schlecht
Sniper Klasse ist viel zu Einfach zu spielen
und und und ...
Das ist noch viel arbeit bis es wirklich gut ist
UND WARUM NUR 4Mann inne Lobby ?
Warum kein Party die deutlich größer ist?
Das ist und bleibt schlecht !
Selbst für mich als jemanden, der nur selten aufrüstet (ein Core i7 920 lief bei mir z.B. von Januar 2009 bis April 2020) stellt Secure Boot keine Hürde dar, eben weil es schon so lange verfügbar war/ist. Das System von April 2020 ist auch mein aktuelles.