Ryzen 3000 Probleme: AMD möchte zeitnah ein Update über bekannte Probleme geben
Wegen eines chaotischen Rollouts verschiedener AGESA-Versionen sind bei den neuen Ryzen-3000-CPUs derzeit einige Probleme gehäuft zu beobachten. So gehen Prozessorkerne nicht in den Idle-Modus oder der Windows-Event-Log ist von diversen WHEA-Warnungen bevölkert. AMD hat hier jetzt ein zeitnahes Update in Aussicht gestellt.
Aktualisierung vom 29.07.2019: Mittlerweile gibt es zumindest schon mal einen Hotfix für Destiny 2 in Form eines Beta-Chipsatztreibers.
AMD hat mit Ryzen 3000 einen guten Sprung nach vorne gemacht, beim Rollout der sogenannten AGESA-Versionen an Mainboard-Hersteller ging es dann allerdings nicht problemfrei zu. Auf Basis der AGESA-Programmbibliotheken werden die entsprechenden BIOS-Versionen entwickelt. Weil einige der verteilten Versionen fehlerhaft waren, gibt es gerade einige kuriose Probleme mit den neuen CPUs.
Ryzen 3000: AMD möchte über bekannte Probleme Aufschluss geben
Bekannte Probleme sind etwa, dass Destiny 2 nicht startet oder dass CPU-Kerne auf dem Desktop nicht in den Idle-Modus gehen. WHEA-Errors führen außerdem gehäuft zu Bluescreens. Für einige der Fehler existieren bereits Lösungsansätze, diese schaffen anscheinend aber auch nicht bei allen Nutzern Abhilfe. Für WHEA-Fehler ist möglicherweise ein inkompatibler Nvidia-Treiber ursächlich, sichere Infos gibt es hierzu bislang aber nicht.
Zum Thema: AMD Ryzen 3000 - Topmodelle kaum lieferbar, Besserung erst Mitte August
Eine gute Nachricht ist also, dass das Support-Team von AMD am 30. Juli ein umfassendes Update zu den häufigsten Problematiken geben möchte. Das Update ist für "morgens" nach CDT versprochen, hierzulande ist das bereits der frühe Abend. Ob AMD dann konkrete Fehlerbehebungen oder bloße Workarounds bereithält, geht aus dem knappen Reddit-Beitrag noch nicht hervor.

Mit Steckverbindungen die es nicht gibt. 
Hier ist es anders, hier gibts provozierende Trolle eher anstatt Daus.
Nunja, Intel wurde ja weiterhin verbaut obwohl solch gravierende Lücken vorhanden waren. AMD hat halt nicht genug Geld zum subventionieren. In letzten Jahren kam aber wieder AMD bei OEMs hinein weil Intel nicht genug liefern konnte. Und zum Produkt Launch gibts auch keine Intel OEM in der Menge, denke ich. Die müssen erst ein nichtstandart Mainboard basteln und dazu ihr Bios haben.
Auch abseits davon habe ich noch nie bei den 1-3 OEM Rechnern ein BIOS update gesehen.
Wie verhält es sich eigentlich mit neuen BIOS wenn man Meltdown&Spectr abschalten will? geht das per Software gut oder bleibts nur zurückflashen und dann windoof verbieten zu patchen? Immerhin verdoppelt sich meine Bootzeit von 4 auf 8 Sekunden bei mir, der muss ja nach jedem Neustarten neupatchen.
Ich weiß natürlich nicht, zu welchem Zeitpunkt Intel auch die Firmwares final hat, aber zumindestens konnten wir nie grundlegende Stabilitätsprobleme oder gar harte Bugs vorstellen, auch wenn unsere Beta-UEFIs zum Teil 1-2 Monate vor Launch erstellt wurden. Als Grundlage für meine 9900K-auf-Z170-Modexperimente habe ich UEFI-Versionen aus dem Herbst 2016 genommen, die also beinahe 2 Jahre vor dem Launch erstellt wurden. Knapp über 100 KB Microcode und 1-2 Anpassungen für die gestiegende Kernzahl rein – fertig. Nicht einmal die Leistung unterscheidet sich sonderlich von den finalen, offiziellen Plattformen. Zwar könnte man so etwas nicht verkaufen, aber man könnte damit bereits alle Tests während der Produktentwicklung durchführen und hat als PC-Hersteller eine gewisse Sicherheit, dass der CPU-Lieferant im verbliebenen halben Jahr bis zum Launch nur noch etwaige in den eigenen Tests auftauchende Bugs fixen muss. AMD dagegen kann mehrere Wochen nach Launch ein beliebte AAA-Spiel und ganze Betriebssysteme nicht starten.
Aus Sicht erfahrener Endkunden/PCGH-Lesern ist das natürlich sehr relativ. Beziehungsweise eigentlich ist es für uns Spieler & Tüftler sogar gut: Ryzen 3000 ist jetzt schon verdammt geil und wäre vermutlich bis Weihnachten in irgendwelchen Testlaboren verborgen geblieben, wenn AMD die gleiche Strategie wie Intel fahren würde. Aber aus Sicht eines OEMs spielen beide Marken in verschiedenen Ligen; nicht ganz ohne Grund betont Intel, dass sie mehr Software-Optimierer beschäftigen als AMD überhaupt Angestellte hat. So gesehen kann man den jetzt erfolgten Ryzen-3000-Launch als Open-Beta-/Early-Access eines Produktes betrachten, dass erst im Herbst oder Winter "final"-Status erlangt.
(Mit der gleichen Konsequenz für uns als Tester: Die Leser wollen jetzt wissen, wie das Ganze läuft, weil sie !jetzt! den geilen neuen Scheiß kaufen wollen. Aber alles, was man "jetzt" testet, ist "morgen" schon wieder veraltet und wenn man mit Tests wartet, bis alles fertig ist, kräht kein Hahn mehr danach.)
Kurze Frage: Ist jetzt am 30.07 irgendein Update gegen die Fehler gekommen?
UEFI-Flashen ist ein entsprechend großes Risiko im OEM-Segment. Wenn du dem DAU erklärst, was genau er alles machen muss, damit es nicht schief geht, dann wird dieser aufgrund der Komplexität und der Gefahren ablehnen, überhaupt etwas zu machen. Erklärst du es ihm nicht, fahren die Leute den Rechner während des Update-Vorganges herunter (wenn man Maus und Tastatur nicht sperrt), oder sie drücken den Reset-Knopf (wenn man Sperren installiert). Alle drei Wege führen zu Technikerterminen, die ein vielfaches der kompletten Gewinnspanne kosten können, und zu negativen Kundenerfahrungen die gerade die dümmsten Kunden am weitesten und intensivsten verbreiten werden. Mainboard-Hersteller empfehlen selbst bei Retail-Platinen, die nur von PC-Bastlern genutzt werden, ausdrücklich keine UEFI-Updates zu machen, wenn es nicht unbedingt sein muss und die ganzen Spectre- und Meltdown-Fixes konnten nur dank Windows-Update-Mechanismen halbwegs flächendeckend ausgerollt werden. Eine Bananen-Firmware wäre für einige an erfahrenere Gamer und an IT-Abteilungen liefernde Anbieter vielleicht noch machbar, aber selbst dort ein Ruf-Risiko. Dell, HP, Lenovo, Acer und Medion werden einen CPU-Hersteller, der sich sowas erlaubt, dagegen direkt wieder nach Hause schicken, bis er die Produktentwicklung tatsächlich abgeschlossen hat.
(Q.E.D.)
Hier ist es anders, hier gibts provozierende Trolle eher anstatt Daus.
Nunja, Intel wurde ja weiterhin verbaut obwohl solch gravierende Lücken vorhanden waren. AMD hat halt nicht genug Geld zum subventionieren. In letzten Jahren kam aber wieder AMD bei OEMs hinein weil Intel nicht genug liefern konnte. Und zum Produkt Launch gibts auch keine Intel OEM in der Menge, denke ich. Die müssen erst ein nichtstandart Mainboard basteln und dazu ihr Bios haben.
Auch abseits davon habe ich noch nie bei den 1-3 OEM Rechnern ein BIOS update gesehen.
Wie verhält es sich eigentlich mit neuen BIOS wenn man Meltdown&Spectr abschalten will? geht das per Software gut oder bleibts nur zurückflashen und dann windoof verbieten zu patchen? Immerhin verdoppelt sich meine Bootzeit von 4 auf 8 Sekunden bei mir, der muss ja nach jedem Neustarten neupatchen.
Bis du sicher, dass du durchschnittliche OEM-PC-Käufer als Kunden kennst? Das sind Leute, denen der Support erklären muss wie man ein Startmenü öffnet und das es vollkommen normal ist, dass ein Rechner ohne Strom- und Monitorkabel kein Bild ausgibt. Bewusstsein für Bugs unmittelbar nach dem Launch? Der durchschnittliche Kunde weiß weder, dass ein AMD-Launch stattgefunden hat noch ist er sich bewusst, dass eine AMD-CPU in seinem Rechner stecken könnte. Der hat einen "fertig PC" gekauft und erwartet, dass der fertig ist und nicht erst noch fertiggestellt werden muss. Microsoft hat nicht ohne Gründe Zwangs-Updates eingeführt, weil selbst der Update-Bedarf von Betriebssystemen für viele Kunden ein Fremdwort ist.
UEFI-Flashen ist ein entsprechend großes Risiko im OEM-Segment. Wenn du dem DAU erklärst, was genau er alles machen muss, damit es nicht schief geht, dann wird dieser aufgrund der Komplexität und der Gefahren ablehnen, überhaupt etwas zu machen. Erklärst du es ihm nicht, fahren die Leute den Rechner während des Update-Vorganges herunter (wenn man Maus und Tastatur nicht sperrt), oder sie drücken den Reset-Knopf (wenn man Sperren installiert). Alle drei Wege führen zu Technikerterminen, die ein vielfaches der kompletten Gewinnspanne kosten können, und zu negativen Kundenerfahrungen die gerade die dümmsten Kunden am weitesten und intensivsten verbreiten werden. Mainboard-Hersteller empfehlen selbst bei Retail-Platinen, die nur von PC-Bastlern genutzt werden, ausdrücklich keine UEFI-Updates zu machen, wenn es nicht unbedingt sein muss und die ganzen Spectre- und Meltdown-Fixes konnten nur dank Windows-Update-Mechanismen halbwegs flächendeckend ausgerollt werden. Eine Bananen-Firmware wäre für einige an erfahrenere Gamer und an IT-Abteilungen liefernde Anbieter vielleicht noch machbar, aber selbst dort ein Ruf-Risiko. Dell, HP, Lenovo, Acer und Medion werden einen CPU-Hersteller, der sich sowas erlaubt, dagegen direkt wieder nach Hause schicken, bis er die Produktentwicklung tatsächlich abgeschlossen hat.
(Q.E.D.)
Und Schaden? Eher nicht.
Was denkste warum Systembuilder sich auch für AMD mit entscheiden? Egal ob Mindfactory, Alternate, Caseking blahrg - alles was halt PCs zusammenbaut UND die Kunden betreuen muss. Weil man damit die Auswahl für die Kunden erhöht, bessere Preise erzielt (für alle) und Systeme bietet die Sinn machen und halbwegs vernünftig zusammengestellt sind für ihre Aufgaben.
Verägerte Kunden gibt es da nicht. Kunden wissen wenn sie irgendwas bei Release kaufen - kann verbuggt sein bis es kracht. Egal ob Spiele, PC-Hardware, OS, Software, wasauchimmer - Bugs sind immer dabei, die Frage ist nicht ob sondern wie dick die ausfallen. Und die Kunden die sich das kaufen, sind darauf vorbereitet. Genau so wie wir hier vorbereitet sind sich mit dem Ryzen rumzuschlagen, wer den 3900x in der ersten Woche nach Release bekommen hat, weiß was ich meine