Ryzen 3000: Bug zwingt viele Linux-Distributionen in die Knie

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Quelle: PC Games Hardware

Viele Linux-Distributionen stolpern beim Booten, wenn im Rechner ein Ryzen 3000 werkelt. Der Software-Bug ist älter, tritt aber vor allem bei AMDs neuestem Werk auf. Derzeit bleibt betroffenen Usern nur die Option, auf eine andere Linux-Version zu wechseln.

Der Launch der neuen Ryzen-3000-CPUs bringt ein neues, altes Problem wieder hervor. Der Systemstart unter Linux scheitert Berichten zufolge, weil das System aus dem Tritt gerät. Betroffen sind alle Versionen ab Systemd 240, so heise.de. Ab dieser Variante wird nämlich eine RDRAND-Instruktion direkt vom Prozessor geholt. Falls ein neuer Ryzen 3000 verbaut ist, startet der Linux-PC nicht.

Betroffen sind Ubuntu 19.04, Fedora 30 und Manjaro. Auf diesen Linux-Varianten startet ein PC mit Ryzen 3000 - laut Tests von c't - nicht. Das Problem mit einem blockierenden Systemd ist nicht neu. Bereits bei Ryzen 2000 gab es Probleme mit dem Gespann AMD und Linux. Auch hier war der Systemd 240, 241 und 242 das Problem. Bei dieser Prozessorgeneration betraf es aber nur vereinzelte Ryzen 2-Systeme, wenn der Rechner aus dem Bereitschaftsmodus aufwacht.

Distributionen sind gefragt

Damit nun auch Linux-Rechner mit eingebautem Ryzen 3000 installieren lassen, müssen die Entwickler neue Installationsmedien bereitstellen. Vermutlich wird es einen offiziellen Fix erst mit der nächsten Ubuntu-Version 19.10 oder Fedora 31 geben. Derzeit bleibt betroffenen User nur die Option, auf eine andere, ältere Ubuntu- oder Fedora-Version zu wechseln. Debian 10 funktioniert übrigens mit den neuen AMD Ryzen 3000-Prozessoren.

Ebenfalls lesenswert: Ryzen 9 3900X und Ryzen 7 3700X im Test gegen Core i9-9900K: Zen 2 im PCGH-Benchmark-Parcours

Fakten zum Ryzen 3000-Linux-Bug:

  • Das Magazin c't hat entdeckt, dass die neuen Ryzen 3000-Prozessoren ein Problem mit vielen Linux-Distributionen haben.
  • Sowohl mit Ubuntu 19.04 also auch Fedora 30 starten nicht, wenn ein Ryzen 3000-CPU verbaut ist.
  • Grund ist ein Kommunikationsfehler mit den Systemd-Versionen 240, 241 und 242. Sobald eine Linux-Variante auf einer dieser Systemd-Varianten zurückgreift, startet ein Ryzen 3000-PC nicht.
  • Derzeit besteht nur die Option, auf eine ältere Ubuntu- oder Fedora-Version zu wechseln oder aber Debian 10 zu verwenden.
  • Einen Bugfix werden die Entwickler der Linux-Distributionen vermutlich erst mit den kommenden Versionen von Ubuntu und Fedora liefern.
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Quelle: Heise

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    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
      • Von DKK007 Trockeneisprofi (m/w)
        Hab das Gefühl, dass das Biosupdate jetzt eher da sein wird als mein Board.
      • Von DOcean BIOS-Overclocker(in)
        gibt neue Infos: https://www.pcgameshardwa...
      • Von Imperator2301 Kabelverknoter(in)
        Ich bin eh der Meinung, wer eine Distro mit systemd benutzt sollte sich da nicht wundern.
        Weiß jemand zufällig ob die Ryzen 3000er Probleme mit OpenRC oder runit haben, wegen Artic Linux?
      • Von rum BIOS-Overclocker(in)
        Liest sich jetzt nicht so toll obwohl mein LMDE3 nicht betroffen zu sein scheint. Hoffentlich wird es bald gefixt ...
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