790GX: Der Chipsatz im Detail
Der neue AMD-Chipsatz 790GX für aktuelle AM2(+)-CPUs bietet Crossfire X mit zweimal acht PCI-Express-Lanes samt PCI-E-2.0-Bandbreite. Die neue Southbridge ermöglicht sogar höhere CPU-OC-Ergebnisse - die Gerüchte stimmen. Damit eignet er sich für High-End-Spieler. Zudem verfügt er über spieletaugliche Onboard-Grafik mit HD-Video-Unterstützung für HTPCs. [br]
790GX: Der Chipsatz im Detail
Beim Gigabyte-Board kommt ein Sideport-Chip von Elpida mit 128 MiByte zum Einsatz. (Bild: PCGH)
Wie der Vorgänger 780G kommuniziert die 790GX-Northbridge per Hypertransport 3.0 mit Phenom-CPUs. Bei der Grafikausgabe werden DVI, HDMI und der lizenzfreie Display Port unterstützt. Für analoge Übertragung steht zudem ein VGA-Anschluss zur Verfügung. Neben dem System-RAM kann die integrierte Grafikeinheit Radeon HD 3300 zusätzlich auf den schnelleren Sideport-Speicher zugreifen. Die Technik wird auch Performance Cache genannt. Dabei können DDR2- oder DDR3-Chips verwendet werden. Das ist natürlich ein erheblicher Vorteil gegenüber dem vergleichsweise langsamen Hauptspeicher. Bei unserer Testplatine MA790GP-DS4H von Gigabyte kommen 128 MiByte DDR3-Speicher als Sideport-RAM mit 667 MHz zum Einsatz. Die Sideport-Technik wird zwar auch vom Vorgänger-Chipsatz unterstützt, allerdings gibt es bisher nur sehr wenige 780G-Platinen mit Zusatz-Speicher.
Block-Diagramm: 790GX (Bild: AMD)
Die neue SB750 ermöglicht dank Advanced Clock Calibration Link höhere OC-Ergebnisse. (Bild: PCGH)
Wie das Block-Diagramm zeigt, ermöglicht die 790GX-Northbridge zudem sechs x1-Steckplätze mit PCI-E-2.0-Bandbreite. Setzen Sie nur eine Grafikkarte ein, bekommt Sie die Höchstzahl von 16 PCI-E-2.0-Bahnen zugeteilt. Bei zwei Karten stehen jeder acht Lanes zur Verfügung.
Die neue Southbridge SB750 ist über vier PCI-E-Lanes angebunden. Sie bietet genau wie der Vorgänger SB700 sechsmal SATA, einmal PATA und 12 USB-2.0-Ports. Wesentlich wichtiger ist jedoch die eigentliche Neuerung: der Advanced Clock-Calibration Link. Darüber ist der SB750-Chip direkt mit der CPU verbunden und soll bei Phenom-CPUs höhere OC-Ergebnisse ermöglichen. AMD verspricht 3,2 GHz oder mehr. Unser Praxistest folgt auf der nächsten Seite.
In diesem Artikel
- Seite 1 Test AMD 790GX: Top-Chip mit viel OC-Potenzial, HD-Video und schneller Onboard-Grafik
- Seite 2 790GX: Der Chipsatz im Detail
- Seite 3 790GX: OC-Potenzial
- Seite 4 790GX: Onboard-Grafik - Benchmarks
- Seite 5 790GX: Hybrid Crossfire
- Seite 6 790GX: Stromverbrauch
- Seite 7 790GX: Fazit
- Seite 8 Bildergalerie

Hatte mir das Board angeschaut, allerdings stellt sich mir die Frage welche Knalltüte von Ingenieur sich die Position der Steckleisten für die zusätzlichen USB-Ports direkt über den PICe 16x Slot ausgedacht hat.